Gürtelrose-Impfung bei Rheuma: Neue Studie bestätigt hohe Sicherheit
Für viele Menschen mit rheumatischen Erkrankungen war die Sorge bisher groß: Könnte eine Impfung gegen Gürtelrose einen neuen, schmerzhaften Rheuma-Schub auslösen? Eine aktuelle und hochkarätige Studie liefert nun eine beruhigende Antwort für alle Betroffenen und ihre Angehörigen.
Gürtelrose: Ein unterschätztes Risiko für Rheuma-Patienten
Das Risiko, an Gürtelrose (Herpes Zoster) zu erkranken, ist für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen deutlich erhöht. Der Grund dafür liegt oft in der notwendigen medikamentösen Behandlung. Sogenannte Immunsuppressiva, die das Immunsystem drosseln, um die Rheuma-Symptome zu lindern, machen den Körper gleichzeitig anfälliger für die Reaktivierung des Windpocken-Virus, welches die Gürtelrose verursacht. Eine Impfung wird daher von Experten dringend empfohlen. Dennoch zögerten viele Patienten aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen auf ihre Grunderkrankung.
Lancet-Studie gibt Entwarnung für den Impfstoff Shingrix
Eine kürzlich im renommierten Fachjournal Lancet Rheumatology veröffentlichte randomisierte Studie räumt nun mit diesen Bedenken auf. Die Forscher untersuchten die Verträglichkeit des zugelassenen, rekombinanten Impfstoffs Shingrix bei genau jener Patientengruppe, die immunsupprimierende Medikamente einnimmt. Das Ergebnis ist eindeutig und durchweg positiv: Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass die Impfung zu einem Anstieg von Krankheitsschüben führt.
Was das für Betroffene bedeutet
Die Erkenntnisse der Studie sind ein wichtiger Meilenstein für die Prävention in der Rheumatologie. Für Patienten und Pflegekräfte ergeben sich daraus klare Handlungsempfehlungen:
- Hohe Sicherheit: Der Impfstoff Shingrix ist auch unter der Einnahme von Immunsuppressiva sicher anwendbar.
- Kein erhöhtes Schub-Risiko: Die Angst vor einer Verschlechterung der rheumatischen Erkrankung durch die Impfung ist wissenschaftlich unbegründet.
- Prävention nutzen: Der Schutz vor den extrem schmerzhaften und teils langwierigen Folgen einer Gürtelrose sollte im Vordergrund stehen.
Experten raten Betroffenen, das Gespräch mit dem behandelnden Rheumatologen oder Hausarzt zu suchen, um den individuellen Impfschutz zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Mit der neuen wissenschaftlichen Gewissheit im Rücken lässt sich diese wichtige Vorsorgemaßnahme nun mit einem guten Gefühl umsetzen.
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