Lungenkrebs-Früherkennung: Über 3.200 Radiologen stehen für den bundesweiten Start bereit

Benedikt Hübenthal
Neues Lungenkrebsscreening startet im April: 3.200 Radiologen bereit

Am 1. April ist es endlich so weit: Ein neues und lang erwartetes Kapitel in der medizinischen Krebsvorsorge wird in Deutschland aufgeschlagen. Das bundesweite Lungenkrebsscreening geht offiziell an den Start und soll insbesondere Risikogruppen dabei helfen, Tumore frühzeitig zu erkennen und so die Heilungschancen drastisch zu erhöhen. Die Vorbereitungen im Gesundheitswesen laufen derzeit auf Hochtouren, und die ersten Meilensteine sind bereits erreicht.

Ein starkes Netzwerk für die Früherkennung

Für eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Versorgung ist qualifiziertes Fachpersonal unerlässlich. Wie aktuelle Zahlen des Portals Radiologie-finden belegen, sind bundesweit bereits mehr als 3.200 Radiologinnen und Radiologen speziell für dieses neue Screening-Verfahren zertifiziert worden. Diese Spezialisten haben sich dafür qualifiziert, die komplexen Aufnahmen der sogenannten Niedrigdosis-Computertomographie (Low-Dose-CT) der Lunge präzise zu befunden.

Diese hohe Zahl an bereits zertifizierten Medizinern ist ein überaus positives Signal. Es bedeutet, dass Patientinnen und Patienten pünktlich zum offiziellen Startschuss vielerorts zeitnah Termine vereinbaren können, ohne monatelange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Erste Untersuchungen bereits angelaufen

Während der offizielle bundesweite Start für April vorgesehen ist, haben einige Vorreiter in der medizinischen Landschaft bereits die Arbeit aufgenommen. So hat die renommierte Charité Universitätsmedizin bereits in der vergangenen Woche die ersten Personen im Rahmen des neuen Screening-Programms untersucht. Dies zeigt, dass die klinischen Abläufe etabliert sind und die Technik reibungslos funktioniert.

Wer profitiert von dem neuen Screening?

Lungenkrebs gehört zu den tückischsten Krebserkrankungen, da er im Frühstadium oft keinerlei Symptome verursacht. Wenn Beschwerden wie chronischer Husten oder Atemnot auftreten, ist die Krankheit meist schon weit fortgeschritten. Das neue Screening richtet sich daher gezielt an Personen mit einem stark erhöhten Risiko. Dazu zählen in der Regel:

  • Langjährige Raucher: Personen, die über viele Jahre hinweg eine hohe Anzahl an Zigaretten konsumiert haben.
  • Ex-Raucher: Menschen, die früher stark geraucht haben, deren Rauchstopp aber noch nicht allzu lange zurückliegt.
  • Altersgruppe: Meist richtet sich das Angebot an Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, bei denen das statistische Risiko am höchsten ist.

Ein Meilenstein, der Leben retten kann

Experten aus der Onkologie und Radiologie betonen seit Jahren die Notwendigkeit eines solchen Programms. Die Untersuchung mittels Low-Dose-CT dauert nur wenige Minuten, ist schmerzfrei und kommt mit einer deutlich geringeren Strahlenbelastung aus als herkömmliche CT-Scans. Durch das Screening können selbst winzige, millimeterkleine Gewebeveränderungen in der Lunge aufgespürt werden, lange bevor sie streuen.

Wer zu der genannten Risikogruppe gehört, sollte das Gespräch mit dem Hausarzt oder der Hausärztin suchen. Dort kann individuell geklärt werden, ob die Voraussetzungen für das Lungenkrebsscreening erfüllt sind und wie die Überweisung an einen der nun über 3.200 zertifizierten Radiologen erfolgt.

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