Asiatische Tigermücke breitet sich in Bayern rasant aus: Das müssen Sie jetzt wissen
Die warmen Temperaturen und veränderten klimatischen Bedingungen begünstigen ein besorgniserregendes Phänomen: Die Asiatische Tigermücke fühlt sich in Süddeutschland zunehmend heimisch. Laut aktuellen Erkenntnissen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) etablieren sich immer mehr Populationen dieser invasiven Stechmückenart im Freistaat.
Neue Hotspots in bayerischen Landkreisen
Während die Asiatische Tigermücke in Städten wie München, Fürth und Würzburg bereits seit Längerem nachgewiesen wird, breitet sie sich nun weiter aus. Jüngste Beobachtungen des LGL bestätigen, dass sich mittlerweile auch in Nürnberg sowie in den Landkreisen Forchheim und Wunsiedel feste Populationen gebildet haben. Die rasante Verbreitung stellt nicht nur Gesundheitsbehörden vor neue Herausforderungen, sondern erfordert auch die aktive Mithilfe der Bevölkerung.
Welche Gefahren gehen von der Tigermücke aus?
Im Gegensatz zu heimischen Stechmücken ist die Asiatische Tigermücke tagaktiv, sehr flink und äußerst aggressiv. Das eigentliche Risiko liegt jedoch in ihrer potenziellen Rolle als Krankheitsüberträger. Sie kann tropische Erreger wie das Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus auf den Menschen übertragen. Zwar ist das Risiko einer Infektion in Deutschland derzeit noch gering, da die Mücke die Viren erst nach dem Stich einer infizierten Person (oft Reiserückkehrer) weitergeben kann, doch die Gesundheitsämter beobachten die Lage sehr genau.
Besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und pflegebedürftige Personen können durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Daher ist in der häuslichen und stationären Pflege nun erhöhte Vorsicht und Prävention geboten.
So schützen Sie sich und Ihre Angehörigen
Um die weitere Ausbreitung einzudämmen und sich vor Stichen zu schützen, empfehlen Experten einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen im Alltag:
- Brutstätten beseitigen: Tigermücken benötigen nur kleinste Wasseransammlungen zur Eiablage. Leeren Sie regelmäßig Gießkannen, Eimer, Untersetzer von Blumentöpfen und Vogeltränken.
- Regentonnen abdecken: Verschließen Sie Regentonnen lückenlos mit feinen Netzen oder Deckeln, um den Mücken den Zugang zu verwehren.
- Insektenschutz nutzen: Tragen Sie helle, langärmlige Kleidung und verwenden Sie bewährte Mückensprays (Repellents), die auch gegen tropische Mückenarten wirksam sind.
- Fliegengitter anbringen: Statten Sie Fenster und Türen, insbesondere in Schlafräumen, mit engmaschigen Insektenschutzgittern aus.
Gemeinsam gegen die Ausbreitung
Die frühzeitige Erkennung neuer Populationen ist entscheidend. Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, verdächtige Mücken – gut erkennbar an der auffälligen schwarz-weißen Musterung an Körper und Beinen sowie dem weißen Streifen auf dem Rücken – zu fotografieren oder einzufangen. Diese Funde sollten an die zuständigen Gesundheitsbehörden gemeldet werden. Nur durch gemeinsames Handeln kann die unkontrollierte Vermehrung dieses potenziellen Krankheitsüberträgers wirksam eingedämmt werden.
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