Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: Deutsche Passagiere sicher in Frankfurt eingetroffen

Djamal Sadaghiani
Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Evakuierte Deutsche in Frankfurt

Nach dem dramatischen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sind vier deutsche Passagiere in der Nacht sicher nach Deutschland zurückgekehrt. Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wurden die Betroffenen in einem sogenannten Sonderisoliertransport in die Uniklinik Frankfurt gebracht, wo sie nun intensiv medizinisch betreut und überwacht werden.

Evakuierung unter Hochsicherheitsbedingungen

Die Rückholaktion glich einem logistischen Kraftakt. Zunächst wurden die Passagiere mit einem Evakuierungsflug von der Kanareninsel Teneriffa – wo das Schiff nach Wochen auf See angelegt hatte – auf den militärischen Teil des Flughafens Eindhoven in den Niederlanden geflogen. Von dort aus ging es in einem speziellen Fahrzeugkonvoi weiter in die Bundesrepublik. Begleitet und organisiert wurde dieser hochkomplexe Transport federführend von spezialisierten Einsatzkräften der Feuerwehren aus Essen und Frankfurt.

Gesundheitszustand und weiteres Vorgehen

Ein Sprecher der Uniklinik Frankfurt bestätigte die erfolgreiche Ankunft der Patienten. Bislang zeigen die vier deutschen Rückkehrer erfreulicherweise keine Symptome der gefährlichen Infektionskrankheit. Dennoch ist höchste Vorsicht geboten. Nach ersten Untersuchungen in Frankfurt ist geplant, die Passagiere zur weiteren Quarantäne und strikten Beobachtung in ihre jeweiligen Heimatbundesländer zu verlegen.

  • Ein Passagier soll zur weiteren Betreuung in die Berliner Charité verlegt werden. Die zuständige Senatsverwaltung bestätigte, dass die Person aus der Region Berlin-Brandenburg stammt und symptomfrei ist.
  • Eine weitere Kontaktperson wird laut Angaben des Sozial- und Gesundheitsministeriums in Baden-Württemberg in strenge häusliche Quarantäne überstellt.

Tödlicher Ausbruch auf der „Hondius“

Der Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff hatte international für große Besorgnis gesorgt. Insgesamt befanden sich rund 150 Reisegäste und Besatzungsmitglieder aus 23 Nationen an Bord. Bisher wurden sechs Infektionen offiziell bestätigt – drei Menschen verloren durch das Virus ihr Leben, darunter bedauerlicherweise auch eine deutsche Staatsangehörige.

RKI gibt Entwarnung für die Bevölkerung

Trotz der tragischen Vorfälle auf dem Schiff besteht laut Expertenmeinung kein Grund zur allgemeinen Panik. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lars Schaade, betonte in einer Stellungnahme, dass aktuell keine Gefahr für die breite Bevölkerung in Deutschland bestehe. Zwar könne das Hantavirus schwere Krankheitsverläufe auslösen, eine unkontrollierte Ausbreitung oder gar eine Pandemiegefahr sei aufgrund der Übertragungswege jedoch äußerst unwahrscheinlich.

Die zuständigen Gesundheitsämter bleiben bundesweit in engem Austausch, um die Situation der Reiserückkehrer lückenlos zu überwachen und jegliches Restrisiko für die Bevölkerung auszuschließen.

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