Hitzewelle überrollt Deutschland: Kliniken rüsten sich für Notfälle
Die Temperaturen in Deutschland klettern auf neue Höchstwerte, und auch die Nächte bringen kaum noch Abkühlung. Diese extreme Wetterlage stellt nicht nur eine Belastung für den Alltag dar, sondern wird zunehmend zu einem ernstzunehmenden medizinischen Problem. Besonders Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen bereiten sich auf arbeitsintensive Tage vor.
Kliniken erwarten Ansturm auf die Notaufnahmen
Die anhaltende Hitze und die sogenannten Tropennächte, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen, verwehren dem menschlichen Körper die dringend benötigte nächtliche Erholung. Wie die Asklepios Kliniken warnen, rechnen die Notaufnahmen in den kommenden Tagen mit einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen. Besonders häufig werden Menschen mit Dehydratation, Hitzeschlägen oder schweren Kreislaufzusammenbrüchen eingeliefert.
Gefährdet sind dabei keineswegs nur ältere oder chronisch kranke Menschen. Auch jüngere Personen, die die Kraft der Sonne unterschätzen oder sich bei hohen Temperaturen körperlich überanstrengen, geraten schnell in lebensgefährliche Situationen.
Lebenswichtige Tipps der Notfallmediziner
Um gesundheitliche Notfälle zu vermeiden, haben Notfallmediziner zentrale Verhaltensregeln für die heißen Tage formuliert. Wer diese beachtet, schützt nicht nur sich selbst, sondern entlastet auch das ohnehin stark geforderte medizinische Personal:
- Ausreichend Flüssigkeit aufnehmen: Trinken Sie mindestens zwei bis drei Liter pro Tag, idealerweise Wasser oder ungesüßte Tees. Warten Sie nicht, bis Sie Durst verspüren.
- Direkte Sonne meiden: Bleiben Sie während der intensivsten Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr zwingend im Schatten oder in kühlen Innenräumen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Verlegen Sie Sport oder schwere körperliche Arbeit in die frühen Morgenstunden oder auf den späten Abend.
- Leichte Mahlzeiten bevorzugen: Schwere, fettige Speisen belasten den Kreislauf zusätzlich. Greifen Sie stattdessen zu wasserreichem Obst und Gemüse.
- Wohnräume kühl halten: Lüften Sie nur nachts oder in den frühen Morgenstunden und dunkeln Sie die Räume tagsüber ab.
Aufmerksamkeit in der Pflege ist jetzt entscheidend
Für pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte gilt in diesen Tagen eine besondere Alarmbereitschaft. Ältere Menschen haben oft ein vermindertes Durstgefühl und vergessen schlichtweg zu trinken. Hier ist es essenziell, regelmäßig Getränke anzubieten und die Trinkmengen zu dokumentieren. Auch das Tragen von leichter, atmungsaktiver Kleidung und das Auflegen von feuchten, kühlen Umschlägen auf Stirn oder Nacken kann Pflegebedürftigen schnelle Linderung verschaffen.
Die Hitze ist eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit. Doch mit Achtsamkeit, gegenseitiger Rücksichtnahme und den richtigen Präventionsmaßnahmen lassen sich Kreislaufkollapse und Krankenhausaufenthalte in den meisten Fällen erfolgreich abwenden.
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