KDA fordert von Linnemann: Pflege-Reformen mit Augenmaß und Effizienz

Djamal Sadaghiani
KDA-Vorsitzende mahnt Carsten Linnemann: Pflege-Reformen dringend nötig

Ein Wechsel in der politischen Führungsebene bringt stets neue Erwartungen und Hoffnungen mit sich – besonders in einem so sensiblen und drängenden Bereich wie der Pflege- und Alterspolitik. Anlässlich der jüngsten personellen Weichenstellungen hat sich nun das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) mit klaren Worten an die Verantwortlichen gewandt.

Menschen bei Reformen im Mittelpunkt behalten

Die Vorsitzende des KDA, Dr. Alexia Zurkuhlen, sprach Ministerin Nina Warken und ihrem designierten Nachfolger Carsten Linnemann ihre Glückwünsche zu den neuen Aufgaben aus. Gleichzeitig verknüpfte sie diese Gratulation mit einem eindringlichen Appell für die künftige Ausrichtung der Pflegepolitik. Im Fokus steht dabei die Notwendigkeit, tiefgreifende und unumgängliche Reformen so zu gestalten, dass die Bürgerinnen und Bürger den Weg mitgehen können und Vertrauen in das System behalten.

Der demografische Wandel und der eklatante Fachkräftemangel zwingen die Politik zum Handeln. Doch laut den Experten des KDA dürfen strukturelle Veränderungen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werden. Es brauche transparente Kommunikation und spürbare Entlastungen im Alltag von Pflegebedürftigen, Pflegekräften und den pflegenden Angehörigen.

Effizienzgewinne als Schlüssel zur Finanzierbarkeit

Neben der sozialen Akzeptanz wies Zurkuhlen auf einen weiteren entscheidenden Faktor hin: die Hebung von Effizienzgewinnen. Angesichts der angespannten Finanzlage der Pflegekassen und des gesamten Gesundheitssystems müssen bestehende Ressourcen deutlich besser und zielgerichteter genutzt werden. Dies schließt den radikalen Abbau von bürokratischen Hürden ebenso ein wie die konsequente Förderung und Implementierung der Digitalisierung in der Pflegepraxis.

Nur durch optimierte Prozesse ließe sich sicherstellen, dass Pflegekräfte wieder mehr Zeit für die eigentliche Arbeit am Menschen haben und das System langfristig bezahlbar bleibt, ohne dass die Qualität der Versorgung leidet.

Gemeinsam für eine zukunftsfähige Pflege

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe signalisiert mit seiner Stellungnahme auch eine klare Kooperationsbereitschaft. Um die enormen gesellschaftlichen Herausforderungen der alternden Bevölkerung zu meistern, bedarf es eines engen Schulterschlusses zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis. Die kommenden Monate werden zeigen, inwieweit die neue politische Führung diese Impulse aufgreift und in konkrete, wirkungsvolle Gesetzesinitiativen übersetzt.

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