Weniger Ersthelfer bei Herzstillstand: Reanimationsquote leicht gesunken

Djamal Sadaghiani
Reanimation 2025: Zahl der Ersthelfer bei Herzstillstand sinkt

Ein plötzlicher Herz-Kreislauf-Stillstand kann jeden treffen – zu Hause, auf der Straße oder am Arbeitsplatz. In diesen kritischen Momenten entscheiden oft Laien über Leben und Tod, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Doch die Bereitschaft zur Ersten Hilfe ist im vergangenen Jahr in Deutschland leicht gesunken.

Die aktuellen Zahlen zur Laienreanimation

Laut den neuesten Daten des Deutschen Reanimationsregisters, die von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) veröffentlicht wurden, leisteten Ersthelfende im Jahr 2025 in 53,5 Prozent der Fälle Wiederbelebungsmaßnahmen. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 55,4 Prozent.

Auch bei der telefonisch angeleiteten Reanimation durch die Leitstellen (Telefon-CPR) ist ein minimaler Rückgang von 40,4 Prozent auf 38,4 Prozent zu verzeichnen. Trotz dieses leichten Dämpfers bleibt die langfristige Entwicklung jedoch positiv: Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass sich die Quote seit 2016 – damals lag sie bei rund 37 Prozent – massiv verbessert hat.

Digitale Lebensretter: App-Systeme werden wichtiger

Eine besonders erfreuliche Entwicklung zeigt sich im Bereich der digitalen Alarmierungssysteme. Immer häufiger werden qualifizierte Ersthelfende über Smartphone-Apps direkt zum Notfallort navigiert, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe befinden.

  • In 6,8 Prozent der unversorgten Notfälle begannen sogenannte First Responder mit der Reanimation.
  • Weitere 2,8 Prozent der Wiederbelebungen wurden durch Smartphone-alarmierte Laienhelfer gestartet, noch bevor der Notarzt eintraf.

Laut der DGAI bieten diese neuen Datengrundlagen einen klaren Mehrwert für die Zukunft. Sie zeigen eindrucksvoll, wie moderne Technik die Rettungskette stärkt und die kritische Zeit bis zum Eintreffen der Profis überbrückt.

Hemmungen abbauen: Prüfen, Rufen, Drücken

Die größte Hürde für viele Menschen ist die Angst, bei der Herzdruckmassage etwas falsch zu machen. Medizinische Experten betonen jedoch immer wieder: Der einzige Fehler bei einem Herzstillstand ist es, gar nichts zu tun. Bereits nach drei bis fünf Minuten ohne Blutzirkulation nimmt das Gehirn irreversible Schäden. Die einfache und lebensrettende Regel lautet:

  1. Prüfen: Ist die Person ansprechbar? Atmet sie normal?
  2. Rufen: Den Notruf 112 wählen (oder Umstehende bitten, dies zu tun).
  3. Drücken: Den Brustkorb fest und schnell in der Mitte eindrücken (etwa 100- bis 120-mal pro Minute), bis der Rettungsdienst übernimmt.

Jeder kann Leben retten – eine kurze Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses gibt im Ernstfall die nötige Sicherheit und hilft dabei, die Überlebenschancen der Betroffenen drastisch zu erhöhen.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Pflege?

PflegeHelfer24 ist Ihr verlässlicher Partner. Entdecken Sie unsere Ratgeber oder lassen Sie sich kostenlos zu Pflegehilfsmitteln, Treppenliften und Zuschüssen beraten.