Elektronische Patientenakte soll künftig an wichtige Impfungen erinnern

Dominik Hübenthal
Digitale Impf-Erinnerung: ePA soll Patienten künftig warnen

Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen nimmt weiter an Fahrt auf und bringt eine entscheidende Neuerung für die Prävention mit sich: Die elektronische Patientenakte (ePA) soll künftig aktiv dabei helfen, Impflücken in der Bevölkerung zu schließen.

Automatisches Erinnerungssystem geplant

Wie Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) auf einer aktuellen Fachkonferenz ankündigte, wird die elektronische Patientenakte um eine überaus praktische Funktion erweitert. Geplant sind strukturierte Einladungs- und Erinnerungssysteme, die Patienten rechtzeitig auf anstehende Auffrischungsimpfungen hinweisen. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Impfprävention deutlich zu stärken und die oft im Alltagsstress vergessenen Auffrischungen wieder in den Fokus zu rücken.

Besonderer Schutz für Senioren und Pflegebedürftige

Besonders für ältere Menschen und Pflegebedürftige stellt das neue System eine enorme Erleichterung dar. Termine für wichtige Schutzimpfungen – wie etwa gegen Grippe, Pneumokokken, Gürtelrose oder Tetanus – gehen schnell unter. Angehörige und Pflegekräfte könnten durch die automatischen Benachrichtigungen der ePA künftig wesentlich besser den Überblick behalten und so einen lückenlosen gesundheitlichen Schutz der Betreuten gewährleisten.

Die Vorteile der digitalen Impf-Erinnerung im Überblick:

  • Mehr Sicherheit: Gefährliche Infektionskrankheiten können durch rechtzeitige Impfungen effektiv vermieden werden.
  • Kein Zettelchaos: Das mühsame Suchen nach dem analogen gelben Impfpass entfällt, da alle Daten digital und griffbereit vorliegen.
  • Entlastung für Arztpraxen: Mediziner müssen den Impfstatus nicht mehr manuell abfragen, sondern das System agiert proaktiv im Hintergrund.
  • Bessere Übersicht für Angehörige: Pflegende Familienmitglieder können den Impfstatus ihrer Liebsten leichter verwalten und im Auge behalten.

Ein Meilenstein für die Präventivmedizin

Bislang lag die Verantwortung für die strikte Einhaltung des Impfkalenders fast ausschließlich bei den Patienten selbst oder ihren behandelnden Hausärzten. Mit der Integration von automatisierten Benachrichtigungen in die ePA wird nun ein moderner, proaktiver Ansatz verfolgt. Experten aus dem Gesundheitssektor und der Pflege begrüßen den Vorstoß einhellig, da eine höhere Impfquote nicht nur den Einzelnen vor schweren Krankheitsverläufen schützt, sondern langfristig auch das gesamte Gesundheitssystem spürbar entlastet.

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