Fast 11 Millionen Grippeimpfungen: Praxen verzeichnen deutliches Plus

Dominik Hübenthal
Grippeschutz in Deutschland: Deutlicher Anstieg der Impfungen in Arztpraxen

Die Bereitschaft zur Grippeschutzimpfung in Deutschland hat spürbar zugenommen. Wie Auswertungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) belegen, verzeichneten die niedergelassenen Haus- und Facharztpraxen im vergangenen Jahr einen deutlichen Zuwachs: Fast 10,7 Millionen Menschen ließen sich dort gegen Influenza immunisieren – das entspricht einem Plus von rund 750.000 Impfungen im Vergleich zum vorherigen Erfassungszeitraum.

Praxen bleiben das Rückgrat der Impfversorgung

Die aktuellen Daten verdeutlichen, dass die ambulanten Praxen nach wie vor die wichtigste Anlaufstelle für den saisonalen Infektionsschutz darstellen. Trotz zusätzlicher Impfangebote, etwa in Apotheken oder durch betriebsärztliche Dienste, vertraut die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger auf die Betreuung durch die vertraute Praxis vor Ort. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erbringen damit weiterhin den weitaus größten Anteil aller Grippeschutzimpfungen in Deutschland.

Besondere Bedeutung für Pflege und Senioren

Gerade in der Altenpflege und der Betreuung chronisch Kranker ist ein wirksamer Schutz vor Influenza unverzichtbar. Bei älteren oder geschwächten Menschen verläuft eine Grippeerkrankung häufig schwer und kann ernste Folgekomplikationen nach sich ziehen. Der positive Trend bei den Impfzahlen ist daher ein wichtiges Signal für die Gesundheit vulnerabler Gruppen.

  • Schutz von Pflegebedürftigen: Ein vollständiger Impfschutz im Umfeld minimiert das Übertragungsrisiko auf Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
  • Entlastung von Pflegekräften: Wenn Pflegepersonal und Angehörige geimpft sind, sinkt das Risiko von krankheitsbedingten Personalausfällen während der winterlichen Erkältungswellen.
  • Synergien beim Arztbesuch: In der Praxis kann die jährliche Grippeimpfung oft direkt mit weiteren empfohlenen Auffrischungen, etwa gegen Pneumokokken oder COVID-19, kombiniert werden.

Der ideale Zeitpunkt für den Schutz

Fachleute und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfehlen Risikogruppen, Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren sowie Personen in medizinischen und pflegenden Berufen, die Impfung idealerweise zwischen Oktober und Mitte Dezember vornehmen zu lassen. Da der Körper rund zwei Wochen benötigt, um einen belastbaren Immunschutz aufzubauen, ist eine rechtzeitige Immunisierung vor dem Höhepunkt der Grippesaison im Winter entscheidend.

Brauchen Sie Unterstützung bei der Pflege?

PflegeHelfer24 ist Ihr verlässlicher Partner. Entdecken Sie unsere Ratgeber oder lassen Sie sich kostenlos zu Pflegehilfsmitteln, Treppenliften und Zuschüssen beraten.