Mehr Hilfe für Patienten: Stiftung UPD startet anonyme Online-Beratung

Djamal Sadaghiani
Stiftung UPD baut Angebot aus: Anonyme Patientenberatung per E-Mail

Die Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) geht einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung und baut ihre Beratungskanäle massiv aus. Wer im komplexen deutschen Gesundheits- und Pflegesystem Hilfe sucht, kann sich ab dem 13. April 2026 nicht mehr nur telefonisch oder vor Ort, sondern auch schriftlich über eine neue Online-Plattform an die Experten wenden.

So funktioniert die neue digitale Patientenberatung

Die Stiftung, die im Frühjahr 2024 ihre Arbeit in neuer Form aufgenommen hat, möchte den Zugang zu verlässlichen Gesundheitsinformationen so niederschwellig wie möglich gestalten. Für die neue E-Mail-Beratung ist daher keine aufwendige Registrierung notwendig.

Ratsuchende geben auf der Plattform lediglich eine E-Mail-Adresse ein. Die Anmeldung erfolgt dann sicher und unkompliziert über einen sogenannten „Magic Link“ – ein Passwort muss nicht vergeben werden. Um die absolute Anonymität der Patienten zu wahren, kann das Beratungsteam die verwendete E-Mail-Adresse laut Angaben der Stiftung nicht einsehen. Ein weiterer großer Vorteil des neuen Systems: Anfragen und wichtige medizinische Unterlagen können völlig unabhängig von Tages- und Nachtzeiten hochgeladen und sicher hinterlegt werden.

Ausbau der Kommunikation: Jeder wählt seinen Weg

Die digitale Plattform ist nur der Anfang einer umfassenden Erweiterung des Serviceangebots. Katharina Graffmann-Weschke, Vorständin der Stiftung UPD, betonte kürzlich, dass man das Angebot schrittweise ausbaue. Das klare Ziel: Menschen sollen genau in der Form mit der Stiftung kommunizieren können, die ihnen am meisten zusagt.

Folgende weitere Kanäle sind für die nahe Zukunft geplant:

  • Briefberatung: Noch im ersten Halbjahr 2026 soll eine datenschutzkonforme schriftliche Beratung per Post starten.
  • Videoberatung: Für das zweite Halbjahr 2026 ist die Einführung von persönlichen Videogesprächen angesetzt.

Vor-Ort-Beratung bleibt ein zentraler Baustein

Trotz der zunehmenden Digitalisierung verliert der persönliche Kontakt nicht an Bedeutung. Die Vor-Ort-Beratung, die in der Vergangenheit etwas an Präsenz eingebüßt hatte, wird von der UPD-Führung weiterhin als wertvoller Bestandteil angesehen. Der Gesetzgeber hat klar vorgegeben, dass die Stiftung in jedem Bundesland vertreten sein muss. Aktuell können Ratsuchende bereits an 18 Standorten in 15 Städten – von Berlin über Düsseldorf bis Chemnitz – persönliche Hilfe in Anspruch nehmen. Auch die bewährte telefonische Beratung steht weiterhin zur Verfügung.

Für Patienten und pflegende Angehörige bedeutet dieser Ausbau eine enorme Erleichterung. Ob bei Fragen zu Behandlungsfehlern, Unklarheiten mit der Krankenkasse oder der Suche nach der passenden Pflegeeinrichtung – die unabhängige und kostenfreie Hilfe ist nun moderner und leichter erreichbar als je zuvor.

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