Die Erhaltung der eigenen Mobilität ist einer der wichtigsten Faktoren für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben im Alter. Wenn jeder Schritt schmerzt oder die Beine sich nach einem kurzen Spaziergang schwer und geschwollen anfühlen, schränkt dies den Alltag massiv ein. Für viele Senioren und Seniorinnen in Bonn und Umgebung sind orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe daher unverzichtbare Hilfsmittel. Sie lindern Schmerzen, korrigieren Fehlstellungen, fördern die Durchblutung und beugen schwerwiegenden Folgeerkrankungen vor.
Die moderne Orthopädietechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Vorbei sind die Zeiten, in denen klobige Einlagen in keinen Schuh passten oder Kompressionsstrümpfe optisch an dicke Verbände erinnerten. Im Jahr 2026 profitieren Sie von hochpräziser 3D-Messtechnik, innovativen Hightech-Materialien und einer Optik, die von normaler Alltagskleidung kaum noch zu unterscheiden ist. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Vermessung, Maßanfertigung und Kostenübernahme von orthopädischen Einlagen und Kompressionsstrümpfen in Bonn wissen müssen.
Unsere Füße sind ein biomechanisches Wunderwerk. Jeder Fuß besteht aus 26 Knochen, über 30 Gelenken sowie unzähligen Bändern, Muskeln und Sehnen. Im Laufe eines durchschnittlichen Lebens tragen uns unsere Füße etwa viermal um den gesamten Globus. Diese enorme Dauerbelastung hinterlässt unweigerlich ihre Spuren. Mit zunehmendem Alter lässt die Elastizität des Bindegewebes nach, die Fußmuskulatur erschlafft, und das natürliche Fußgewölbe kann absinken.
Gleichzeitig leisten unsere Venen in den Beinen täglich Schwerstarbeit. Sie müssen das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen transportieren. Dabei hilft ihnen die sogenannte Muskelpumpe der Waden sowie die Venenklappen, die wie kleine Rückschlagventile funktionieren. Wenn diese Klappen im Alter oder durch genetische Veranlagung nicht mehr richtig schließen, staut sich das Blut in den Beinen. Die Folgen sind Schwellungen, Besenreiser, Krampfadern und im schlimmsten Fall gefährliche Thrombosen.
Genau an diesen beiden Schwachpunkten setzen maßgefertigte Hilfsmittel aus dem Sanitätshaus an. Während die orthopädische Einlage das Fundament des Körpers stabilisiert und entlastet, unterstützt der Kompressionsstrumpf das venöse und lymphatische System bei seiner lebenswichtigen Pumparbeit.
Stabiler Halt bei jedem Schritt im Alltag.
Professionelle Untersuchung der Füße in der Fachpraxis.
Eine orthopädische Einlage ist weit mehr als nur ein weiches Polster im Schuh. Es handelt sich um ein individuell gefertigtes, medizinisches Hilfsmittel, das gezielt auf die Anatomie und die spezifischen Beschwerden Ihres Fußes abgestimmt wird. In den Bonner Sanitätshäusern und orthopädischen Fachwerkstätten werden Einlagen heute mit höchster handwerklicher Präzision und computergestützter Technik hergestellt.
Typische Indikationen für orthopädische Einlagen im Alter:
Knick-Senk-Fuß und Plattfuß: Das Längsgewölbe des Fußes sinkt ab. Dies führt oft zu Schmerzen an der Fußinnenseite und einer Überbelastung der Sprunggelenke.
Spreizfuß: Das Quergewölbe im Vorfußbereich gibt nach. Die Zehen spreizen sich, was häufig zu schmerzhafter Hornhautbildung und dem berüchtigten Hallux valgus (Ballenzeh) führt.
Fersensporn (Plantarfasziitis): Eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, oft begleitet von einem knöchernen Auswuchs an der Ferse. Jeder Schritt fühlt sich an, als würde man auf einen Nagel treten.
Arthrose: Gelenkverschleiß in den Fuß- oder Kniegelenken. Einlagen können die Gelenkspalten entlasten und den Schmerz bei der Abrollbewegung lindern.
Diabetisches Fußsyndrom (DFS): Bei Diabetes-Patienten sind Nerven und Blutgefäße oft geschädigt. Spezielle diabetesadaptierte Fußbettungen (Weichpolster) sind hier lebenswichtig, um Druckstellen und offene Wunden zu vermeiden.
Je nach Diagnose und Einsatzzweck kommen unterschiedliche Materialien und Bauweisen zum Einsatz. Klassische Kork-Leder-Einlagen bieten eine hohe Stabilität und ein angenehmes Fußklima. Weichschaumeinlagen aus modernen Kunststoffen wie EVA (Ethylenvinylacetat) dämpfen den Auftritt und eignen sich besonders für schmerzempfindliche Füße oder Rheumatiker. Schaleneinlagen aus flexiblen Kunststoffen oder Carbon sind extrem dünn und passen auch in elegante Halbschuhe, bieten aber dennoch eine hervorragende Führung des Rückfußes.
Der Schlüssel zu einer perfekt sitzenden Einlage ist die exakte Vermessung. Wenn Sie heute mit einem ärztlichen Rezept ein modernes Sanitätshaus in Bonn betreten, erwartet Sie ein hochtechnisierter Prozess. Die Zeiten, in denen ausschließlich ein einfacher Tintenabdruck auf Papier (der sogenannte Blauabdruck) gemacht wurde, sind weitgehend vorbei.
Der moderne Vermessungsprozess umfasst in der Regel folgende Schritte:
Anamnese und Sichtbefund: Der Orthopädieschuhtechniker befragt Sie zu Ihren Schmerzen, prüft Ihre Beweglichkeit und schaut sich Ihre alten Schuhe an. Das Abriebmuster der Schuhsohlen verrät Experten bereits sehr viel über Ihr individuelles Gangbild.
Statischer 2D- oder 3D-Scan: Sie stellen sich barfuß auf eine Glasplatte, unter der hochauflösende Kameras oder Laser-Scanner Ihre Fußsohle abtasten. Ein Computerprogramm erstellt daraus ein exaktes, dreidimensionales Modell Ihres Fußes. Diese Daten bilden die Grundlage für die spätere computergesteuerte Fräsung (CAD/CAM-Verfahren) der Einlage.
Dynamische Fußdruckmessung (Pedobarographie): Bei komplexeren Beschwerden laufen Sie über eine spezielle Messplatte, die mit Tausenden von Sensoren ausgestattet ist. Hierbei wird nicht nur die Form des Fußes erfasst, sondern auch die exakte Druckverteilung während der Abrollbewegung. So erkennt der Techniker genau, an welcher Stelle Ihr Fuß im Moment der höchsten Belastung Unterstützung benötigt.
Der Trittschaum: Bei speziellen Anforderungen, insbesondere bei starken Deformitäten oder zur Anfertigung von diabetesadaptierten Fußbettungen, wird auch heute noch der bewährte Trittschaum genutzt. Sie treten in eine Box mit einem speziellen Spezialschaum, der einen exakten negativen Abdruck Ihres Fußes hinterlässt. Dieser Abdruck wird anschließend mit Gips ausgegossen oder digital eingescannt.
Nach der Vermessung dauert es in Bonn in der Regel ein bis zwei Wochen, bis Ihre maßgefertigten Einlagen abholbereit sind. Bei der Abholung erfolgt eine Anprobe in Ihren eigenen Schuhen. Bringen Sie daher unbedingt die Schuhe mit, in denen Sie die Einlagen am häufigsten tragen werden. Die Einlagen müssen fest im Schuh liegen, dürfen nicht verrutschen und dürfen vor allem keine neuen Druckstellen verursachen.
Präzise 3D-Vermessung für passgenaue Einlagen.
Während Einlagen das Fundament stützen, sind medizinische Kompressionsstrümpfe die wichtigste Säule in der Behandlung von Venen- und Lympherkrankungen. Es ist wichtig, zwischen einfachen Stützstrümpfen (die man frei im Supermarkt kaufen kann) und medizinischen Kompressionsstrümpfen (die vom Arzt verordnet und im Sanitätshaus angemessen werden) zu unterscheiden.
Medizinische Kompressionsstrümpfe üben einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. An der Fessel ist der Druck am höchsten und nimmt in Richtung Knie oder Oberschenkel kontinuierlich ab. Dieses Druckgefälle presst die erweiterten Venen zusammen. Die Venenklappen können wieder schließen, und das Blut wird effizienter zum Herzen zurückgepumpt. Gleichzeitig wird der Übertritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe verhindert, was das Anschwellen der Beine (Ödeme) stoppt.
Die vier Kompressionsklassen (CCL):
Kompressionsstrümpfe werden je nach Schweregrad der Erkrankung in vier Klassen eingeteilt, die den Ruhedruck an der Fessel definieren:
CCL 1 (Leichte Kompression): Bei leichten Beschwerden, Schweregefühl in den Beinen, beginnenden Krampfadern (Varizen) oder zur Vorbeugung auf langen Reisen.
CCL 2 (Mittlere Kompression): Die am häufigsten verordnete Klasse. Eingesetzt bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venenoperationen, bei Beinschwellungen nach Belastung oder zur Abheilung von leichten Unterschenkelgeschwüren.
CCL 3 (Kräftige Kompression): Bei schweren Venenerkrankungen, chronischer venöser Insuffizienz, nach tiefen Beinvenenthrombosen oder bei ausgeprägten Lymphödemen.
CCL 4 (Sehr kräftige Kompression): Wird fast ausschließlich bei massiven Lymphödemen oder Elephantiasis eingesetzt und erfordert spezielle Maßanfertigungen.
In der Kompressionstherapie unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Herstellungsverfahren, die für völlig unterschiedliche Krankheitsbilder konzipiert sind. Die Wahl des Verfahrens ist entscheidend für den Therapieerfolg und wird vom behandelnden Arzt (oft einem Phlebologen oder Hausarzt) auf dem Rezept vermerkt.
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Das Gewebe ist hochelastisch und zieht sich nach dem Dehnen stark wieder zusammen (hoher Ruhedruck). Sie sehen aus wie blickdichte Feinstrumpfhosen und sind in vielen modischen Farben erhältlich. Rundstrick ist der Standard bei reinen Venenerkrankungen (Krampfadern, Thromboseprophylaxe).
Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe werden hingegen Reihe für Reihe flach gestrickt und anschließend mit einer flachen, weichen Naht auf der Rückseite zusammengenäht. Das Material ist deutlich fester, dicker und weniger elastisch. Es gibt nicht nach, wenn das Bein im Laufe des Tages anschwellen möchte (hoher Arbeitsdruck). Flachstrick ist zwingend erforderlich bei Lymphödemen und Lipödemen. Durch das feste Gestrick werden die Lymphgefäße massiert, und die Flüssigkeit kann nicht in die Gewebespalten entweichen.
Ein Kompressionsstrumpf kann seine medizinische Wirkung nur entfalten, wenn er millimetergenau passt. Ist er zu weit, rutscht er und zeigt keine Wirkung. Ist er zu eng, kann er das Blut abschnüren und gefährliche Gewebeschäden verursachen. Die Vermessung in einem Bonner Sanitätshaus erfordert daher höchste Sorgfalt.
Die goldene Regel der Vermessung: Nur morgens! Wenn Sie einen Termin für die Vermessung von Kompressionsstrümpfen vereinbaren, wird das Sanitätshaus Sie bitten, so früh wie möglich am Morgen zu erscheinen. Der Grund ist einfach: Im Laufe des Tages sackt Flüssigkeit in die Beine, und sie schwellen an. Würde man am späten Nachmittag messen, wären die Strümpfe am nächsten Morgen, wenn die Beine abgeschwollen sind, zu weit. Für eine exakte Messung müssen die Beine völlig entstaut sein.
Wie wird gemessen?
Früher wurde ausschließlich mit einem Maßband per Hand gemessen. Der Techniker nahm an bis zu zehn verschiedenen Punkten am Bein den Umfang und die Länge. Diese Methode wird auch heute noch bei bettlägerigen Patienten zu Hause oder bei sehr komplexen Flachstrick-Versorgungen angewandt.
In den modernen Bonner Sanitätshäusern hat jedoch auch hier die Digitalisierung Einzug gehalten. Systeme wie Bodytronic nutzen Infrarot- oder 3D-Kameratechnik. Sie stehen auf einer kleinen Plattform, die sich langsam dreht, während Sensoren Ihre Beine berührungslos abscannen. Innerhalb von Sekunden entsteht ein hochpräzises 3D-Modell Ihrer Beine. Der Computer berechnet sofort die exakten Umfangs- und Längenmaße und gleicht diese mit den Größentabellen der Hersteller ab. Oft kann so direkt festgestellt werden, ob eine Seriengröße ausreicht oder ob eine individuelle Maßanfertigung bestellt werden muss.
Exaktes Maßnehmen am frühen Morgen.
Sowohl orthopädische Einlagen als auch medizinische Kompressionsstrümpfe sind anerkannte Hilfsmittel und im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelistet. Das bedeutet, dass Ihre Krankenkasse die Kosten für die medizinisch notwendige Standardversorgung übernimmt, sofern eine entsprechende ärztliche Verordnung (Rezept) vorliegt.
Um die aktuellen gesetzlichen Regelungen und Zuzahlungsrichtlinien im Detail nachzulesen, empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).
1. Das ärztliche Rezept (Muster 16) Der erste Schritt ist immer der Gang zum Arzt. Orthopäden, Hausärzte oder Phlebologen stellen die Diagnose und füllen das rosafarbene Kassenrezept aus. Wichtig: Ein Rezept für Hilfsmittel ist in der Regel nur 28 Tage nach Ausstellungsdatum gültig. Sie sollten das Rezept also zeitnah in einem Bonner Sanitätshaus einlösen.
2. Wie viele Einlagen und Strümpfe zahlt die Kasse pro Jahr? Für orthopädische Einlagen gilt bei Erwachsenen im Regelfall: Die Krankenkasse bezuschusst zwei Paar Einlagen pro Kalenderjahr. Dies wird oft als Erst- und Wechselversorgung bezeichnet, damit Sie aus hygienischen Gründen wechseln können oder ein Paar für Straßenschuhe und eines für Hausschuhe nutzen können.
Bei Kompressionsstrümpfen haben Sie bei Erstdiagnose Anspruch auf eine Erstversorgung und kurz darauf auf eine Wechselversorgung (also ebenfalls zwei Paar oder zwei Strumpfhosen). Danach wird in der Regel alle sechs Monate (oder bei starkem Verschleiß / Gewichtsveränderungen auch früher) ein neues Paar bewilligt, da die Kompressionswirkung des Materials durch Waschen und Tragen nach etwa einem halben Jahr nachlässt.
3. Die gesetzliche Zuzahlung Für jedes Hilfsmittel, das von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt wird, fällt eine gesetzliche Zuzahlung an. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Hilfsmittel. Bei einem Paar Einlagen zahlen Sie also in der Regel zwischen 5 und 10 Euro gesetzliche Zuzahlung. Ausgenommen sind Patienten, die von der gesetzlichen Zuzahlung befreit sind (Befreiungsausweis der Krankenkasse vorlegen!).
4. Der wirtschaftliche Mehrwert (Aufzahlung) Hier kommt es oft zu Missverständnissen. Die Krankenkasse zahlt einen vertraglich festgelegten Festbetrag für die Standardausführung (das sogenannte Kassenmodell). Dieses Modell ist medizinisch vollkommen ausreichend und funktionell. Wenn Sie sich jedoch für Premium-Materialien entscheiden – zum Beispiel für besonders weiche, atmungsaktive Mikrofaser bei Strümpfen, spezielle Trendfarben, Haftbänder mit Spitzenmotiven oder extradünne Carbon-Einlagen – müssen Sie die Differenz zwischen dem Kassenfestbetrag und dem tatsächlichen Preis des Premium-Produkts selbst tragen. Diese wirtschaftliche Aufzahlung kann bei Einlagen schnell zwischen 20 und 60 Euro, bei hochwertigen Kompressionsstrümpfen auch über 50 Euro betragen. Das Sanitätshaus ist gesetzlich verpflichtet, Sie vorab transparent über diese Mehrkosten aufzuklären und Ihnen immer auch das zuzahlungsfreie Kassenmodell (bis auf die gesetzlichen 5-10 Euro) anzubieten.
Bonn verfügt über ein exzellentes Netzwerk an medizinischen Versorgungszentren, Fachärzten und qualifizierten Sanitätshäusern. Egal ob in Bad Godesberg, Beuel, Hardtberg oder im Bonner Zentrum – Sie haben die Wahl. Doch woran erkennen Sie ein wirklich gutes Sanitätshaus für Ihre Bedürfnisse?
Präqualifizierung: Achten Sie darauf, dass das Sanitätshaus für die Abrechnung mit den Krankenkassen zertifiziert (präqualifiziert) ist. Nur dann kann das Rezept problemlos abgerechnet werden.
Diskretion und Privatsphäre: Die Vermessung von Kompressionsstrümpfen erfordert das Entkleiden bis auf die Unterwäsche. Ein gutes Sanitätshaus verfügt über geschlossene, blickdichte und angenehm temperierte Maßkabinen, nicht nur über einen abgetrennten Bereich mit einem Vorhang.
Ausführliche Beratung: Nimmt sich das Fachpersonal Zeit für Sie? Werden Ihnen die Unterschiede zwischen verschiedenen Materialien erklärt? Wird Ihnen gezeigt, wie man Kompressionsstrümpfe richtig an- und auszieht?
Moderne Technik: Fragen Sie gezielt nach, ob die Vermessung digital per 3D-Scanner erfolgt. Dies ist heute der Goldstandard für Präzision.
Nachsorge und Anpassung: Eine Einlage kann in den ersten Tagen ungewohnt sein oder leicht drücken. Ein seriöser Anbieter in Bonn bietet Ihnen an, die Einlagen nach einer kurzen Eingewöhnungszeit kostenfrei nachzuschleifen oder anzupassen.
Ihr kompetentes Sanitätshaus direkt vor Ort in Bonn.
Damit Ihre maßgefertigten Hilfsmittel so lange wie möglich halten und ihre medizinische Funktion erfüllen, ist die richtige Pflege entscheidend. Besonders Senioren sollten hier auf einige wichtige Details achten.
Pflege von orthopädischen Einlagen:
Einlagen nehmen täglich Fußschweiß auf. Nehmen Sie die Einlagen daher jeden Abend aus den Schuhen heraus und lassen Sie sie an der frischen Luft trocknen. Legen Sie die Einlagen niemals auf die heiße Heizung oder in die pralle Sonne, da sich das Material (besonders Kork und Kunststoff) verformen kann. Zur Reinigung reicht es aus, Leder- oder Kunststoffbezüge mit einem feuchten Tuch und etwas milder Seife abzuwischen. Einlagen dürfen auf keinen Fall in der Waschmaschine gewaschen werden!
Pflege von Kompressionsstrümpfen:
Bei Kompressionsstrümpfen gilt das genaue Gegenteil: Sie müssen täglich gewaschen werden. Durch das Tragen dehnen sich die elastischen Fasern aus, und Hautschüppchen sowie Schweiß setzen sich im Gewebe fest. Das Waschen sorgt dafür, dass sich die Fasern wieder zusammenziehen und der Strumpf am nächsten Tag wieder den vollen Druck aufbauen kann.
Waschen Sie die Strümpfe bei 30 bis maximal 40 Grad in der Waschmaschine (Schonwaschgang) oder per Hand.
Verwenden Sie ausschließlich Feinwaschmittel oder spezielle Strumpfwaschmittel.
Niemals Weichspüler verwenden! Weichspüler zerstört die elastischen Elasthan-Fasern, der Strumpf verliert sofort seine medizinische Wirksamkeit.
Nicht im Wäschetrockner trocknen, nicht bügeln und nicht auf die Heizung legen. Am besten flach auf einem Handtuch liegend an der Luft trocknen lassen.
Tipps zum Anziehen von Kompressionsstrümpfen:
Für viele Senioren ist das Anziehen der festen Strümpfe ein Kraftakt. Nutzen Sie daher unbedingt Anziehhilfen. Das können spezielle Gestelle aus Metall sein, über die der Strumpf gespannt wird, oder rutschige Gleitsocken aus Seide für Modelle mit offener Fußspitze. Tragen Sie beim Anziehen immer spezielle Gummihandschuhe (mit Noppen). Diese geben Ihnen den nötigen Grip, um das feste Gestrick am Bein nach oben zu streichen, und schützen das empfindliche Material vor Beschädigungen durch spitze Fingernägel oder Ringe. Auch diese Anziehhilfen können vom Arzt auf Rezept verordnet werden.
Die richtige Pflege verlängert die Haltbarkeit spürbar.
Passen orthopädische Einlagen in jeden meiner Schuhe? Leider nein. Damit eine Einlage wirkt, benötigt sie Platz. Der Schuh muss über eine herausnehmbare Innensohle verfügen, die durch die orthopädische Einlage ersetzt wird. Legt man die Einlage einfach auf die bestehende Sohle, wird der Schuh zu eng, der Fußrücken scheuert und die Ferse rutscht aus dem Schuh. Nehmen Sie Ihre Lieblingsschuhe am besten direkt mit zur Vermessung in Ihr Bonner Sanitätshaus.
Ich habe Diabetes. Worauf muss ich bei Einlagen besonders achten? Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom (DFS) haben oft ein vermindertes Schmerzempfinden in den Füßen (Neuropathie). Eine schlecht sitzende Einlage kann Druckstellen verursachen, die Sie nicht spüren, was zu gefährlichen, schlecht heilenden Wunden führen kann. Für Diabetiker gibt es daher spezielle diabetesadaptierte Fußbettungen aus besonders weichen, mehrschichtigen Polstermaterialien. Die Vermessung und Fertigung muss hier mit extremer Sorgfalt erfolgen.
Darf ich mit Kompressionsstrümpfen schlafen? Nein. Medizinische Kompressionsstrümpfe sind für die aufrechte Körperhaltung und die Bewegung am Tag konzipiert. Im Liegen ist der Druck auf das venöse System ohnehin geringer. Würden Sie die Strümpfe nachts tragen, könnte dies die Blutzirkulation im Liegen sogar behindern. Ziehen Sie die Strümpfe abends vor dem Zubettgehen aus.
Wie merke ich, dass meine Kompressionsstrümpfe oder Einlagen erneuert werden müssen? Einlagen sollten kontrolliert werden, wenn Sie wieder Schmerzen beim Gehen haben, die Oberfläche stark abgenutzt ist oder Risse aufweist. Kompressionsstrümpfe haben ihre Lebensdauer meist nach etwa sechs Monaten täglichen Tragens erreicht. Das Gewebe leiert aus, und der medizinisch notwendige Druck (Ruhedruck) kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Auch wenn Sie stark ab- oder zugenommen haben, müssen neue Maße genommen werden.
Der Weg zu mehr Mobilität und schmerzfreien Beinen ist dank der modernen Orthopädietechnik in Bonn unkompliziert und hochprofessionell. Egal ob Sie Unterstützung für Ihre Fußgewölbe durch maßgefertigte Einlagen benötigen oder Ihre Venen durch Kompressionsstrümpfe entlasten müssen – die Kosten werden bei medizinischer Notwendigkeit weitgehend von der Krankenkasse getragen.
Ihre Checkliste für den Weg zum passenden Hilfsmittel:
Arztbesuch: Klären Sie Ihre Beschwerden mit dem Hausarzt, Orthopäden oder Phlebologen und lassen Sie sich ein Rezept ausstellen.
Terminvereinbarung: Rufen Sie ein Sanitätshaus in Bonn an. Vereinbaren Sie für Kompressionsstrümpfe zwingend einen Termin am frühen Vormittag.
Vorbereitung Einlagen: Bringen Sie 2-3 Paar Ihrer am häufigsten getragenen Schuhe (mit herausnehmbarer Sohle) zur Vermessung mit.
Vorbereitung Kompression: Kommen Sie mit un-eingecremten Beinen zum Termin, da Cremes die Sensoren der 3D-Scanner stören und das Anmessen erschweren können.
Aufklärung einfordern: Lassen Sie sich die Unterschiede zwischen dem zuzahlungsfreien Kassenmodell und möglichen Premium-Aufzahlungen transparent erklären.
Rezept-Gültigkeit: Denken Sie daran, dass Ihr Kassenrezept ab Ausstellungsdatum nur 28 Tage gültig ist.
Individuell angepasste Hilfsmittel sind eine Investition in Ihre tägliche Lebensqualität. Nehmen Sie sich die Zeit für eine gründliche Vermessung und Beratung. Gut gestützte Füße und entlastete Venen sind das Fundament, um auch im fortgeschrittenen Alter aktiv, sicher und schmerzfrei am Leben in Bonn und Umgebung teilnehmen zu können.
Wichtige Antworten rund um Einlagen und Kompressionsstrümpfe