Die Erhaltung der eigenen Mobilität ist für Seniorinnen und Senioren einer der wichtigsten Faktoren für ein selbstbestimmtes Leben. Wenn jeder Schritt schmerzt oder die Beine sich schwer wie Blei anfühlen, schränkt dies den Alltag massiv ein. Spaziergänge durch die Göttinger Innenstadt, der Weg zum Bäcker in Weende oder der Ausflug an den Kiessee werden plötzlich zur unüberwindbaren Herausforderung. Genau hier setzen orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe an. Sie sind weit mehr als nur einfache Hilfsmittel; sie sind medizinisch notwendige Stützen, die Schmerzen lindern, Folgeschäden vermeiden und die Lebensqualität spürbar steigern.
In der Universitätsstadt Göttingen profitieren Sie von einer exzellenten medizinischen Infrastruktur. Von niedergelassenen Fachärzten bis hin zu hochmodernen Sanitätshäusern steht Ihnen ein breites Netzwerk zur Verfügung. Besonders im Jahr 2026 hat die Digitalisierung im Gesundheitswesen – etwa durch das flächendeckende E-Rezept und modernste 3D-Messtechniken – den Weg zum passgenauen Hilfsmittel deutlich vereinfacht und präzisiert. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Vermessung, Maßanfertigung und Kostenübernahme von Einlagen und Kompressionsstrümpfen in Göttingen wissen müssen.
Unsere Füße tragen uns ein Leben lang. Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch die Fußarchitektur. Bänder und Sehnen erschlaffen, das Fußgewölbe sinkt ab, und das natürliche Fettpolster unter der Fußsohle wird dünner. Fehlstellungen wie der Knick-Senkfuß, der Spreizfuß oder der schmerzhafte Hallux valgus (Ballenzeh) sind bei Menschen ab 65 Jahren keine Seltenheit. Auch der Fersensporn, eine dornartige Verknöcherung am Fersenbein, verursacht oft stechende Schmerzen beim Auftreten.
Orthopädische Einlagen korrigieren diese Fehlstellungen, stützen das Fußgewölbe und entlasten schmerzende Druckpunkte. Wichtig zu verstehen ist: Ein Fußproblem bleibt selten nur im Fuß. Durch eine fehlerhafte Statik beim Gehen kommt es zu einer unnatürlichen Belastung der Kniegelenke, der Hüfte und der Wirbelsäule. Viele chronische Rückenschmerzen im Alter haben ihre eigentliche Ursache in einer unentdeckten Fußfehlstellung.
Mit den passenden Einlagen wird jeder Schritt im Alltag wieder deutlich leichter.
Noch vor einigen Jahren war der klassische Trittschaum das Maß aller Dinge. Der Patient trat in eine Box mit Spezialschaum, um einen Abdruck zu hinterlassen. Obwohl diese Methode noch immer existiert, setzen führende Sanitätshäuser in Göttingen heute auf hochmoderne 3D-Messtechnik.
Der digitale Messvorgang bietet entscheidende Vorteile:
Statische und dynamische Messung: Sie stehen nicht nur auf einer Glasplatte, sondern gehen über eine spezielle Druckmessplatte (Pedografie). Sensoren erfassen exakt, wie sich der Druck beim Abrollen des Fußes verteilt.
Millimetergenaue Präzision: Laser oder Infrarotsensoren erstellen ein exaktes dreidimensionales Modell Ihres Fußes auf dem Computer.
Individuelle Anpassung: Die Software erkennt sofort Überlastungszonen. Der Orthopädieschuhmacher kann am Bildschirm die Einlage exakt so modellieren, dass schmerzhafte Stellen (wie ein Fersensporn) gezielt entlastet ("hohlgelegt") werden.
Reproduzierbarkeit: Wenn Sie nach einem halben Jahr ein neues Paar Einlagen benötigen, sind Ihre digitalen Daten bereits gespeichert.
Nach der digitalen Vermessung werden die Daten an eine CNC-Fräse gesendet, die den Rohling der Einlage aus einem speziellen Materialblock (oft EVA-Schaum) millimetergenau herausfräst. Anschließend erfolgt der finale Feinschliff per Hand durch den Orthopädietechniker in der Werkstatt.
Modernste 3D-Technik sorgt im Sanitätshaus für eine millimetergenaue Anpassung Ihrer Einlagen.
Je nach Diagnose und Schuhwerk kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Ein seriöses Sanitätshaus in Göttingen wird Sie ausführlich beraten, welches Material für Ihren spezifischen Alltag am besten geeignet ist.
Weichpolstereinlagen: Diese bestehen aus speziellen Schaumstoffen und sind besonders für sensible Füße geeignet. Sie absorbieren Stöße beim Gehen und schonen die Gelenke.
Kork-Leder-Einlagen: Der Klassiker. Sie sind stabil, langlebig und stützen das Fußgewölbe sehr effektiv. Kork bietet zudem ein angenehmes Fußklima.
Carbon- oder Kunststoffeinlagen: Diese sind extrem dünn und leicht, aber dennoch sehr formstabil. Sie eignen sich hervorragend für engere Schuhe oder elegante Straßenschuhe.
Sensomotorische (propriozeptive) Einlagen: Diese speziellen Einlagen stützen den Fuß nicht nur passiv, sondern stimulieren über kleine Druckpolster gezielt die Fußmuskulatur und Nerven. Sie regen den Körper an, die Fehlstellung durch eigene Muskelkraft zu korrigieren.
Für Seniorinnen und Senioren mit Diabetes mellitus gelten besondere Regeln. Durch die sogenannte diabetische Polyneuropathie (Nervenschädigung) ist das Schmerzempfinden in den Füßen oft stark herabgesetzt. Druckstellen, Blasen oder kleine Verletzungen werden nicht bemerkt und können sich aufgrund der schlechteren Durchblutung schnell zu gefährlichen Geschwüren (Ulcera) entwickeln.
Patienten mit Diabetes benötigen zwingend eine diabetesadaptierte Fußbettung. Diese speziellen Einlagen sind besonders dick, weich und weisen keinerlei störende Kanten auf. Die Sanitätshäuser in Göttingen arbeiten hier eng mit lokalen Diabetologen und Fußambulanzen zusammen. Oftmals ist auch orthopädisches Maßschuhwerk erforderlich, da herkömmliche Konfektionsschuhe nicht genug Platz für diese speziellen, dicken Einlagen bieten.
Während Einlagen das Fundament stützen, kümmern sich medizinische Kompressionsstrümpfe um die Zirkulation in den Beinen. Mit zunehmendem Alter verliert das Bindegewebe an Elastizität. Die Venen, die das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen transportieren müssen, weiten sich. Die feinen Venenklappen (die wie Rückschlagventile funktionieren) schließen nicht mehr richtig. Das Blut versackt in den Beinen.
Die Folgen sind schwere, geschwollene Beine, Besenreiser, Krampfadern (Varikosis) und im schlimmsten Fall eine gefährliche Beinvenenthrombose. Ein medizinischer Kompressionsstrumpf übt von außen einen exakt definierten Druck auf das Bein aus. Dieser Druck ist an der Fessel am höchsten und nimmt zum Oberschenkel hin kontinuierlich ab. Dadurch werden die Venen zusammengepresst, die Venenklappen schließen wieder und der Blutfluss zum Herzen wird massiv beschleunigt.
Gut sitzende Kompressionsstrümpfe entlasten die Beine spürbar und fördern die Durchblutung.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass alle Kompressionsstrümpfe gleich sind. In der medizinischen Fachsprache wird streng zwischen zwei Herstellungsverfahren unterschieden, die für völlig unterschiedliche Krankheitsbilder eingesetzt werden:
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Sie sind hochelastisch, relativ dünn und optisch kaum von normalen, blickdichten Feinstrumpfhosen zu unterscheiden. Sie kommen bei reinen Venenleiden (Krampfadern, Thromboseprophylaxe, schweren Beinen) zum Einsatz.
Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese werden Reihe für Reihe flach gestrickt und anschließend mit einer flachen, elastischen Naht an der Rückseite zusammengenäht. Das Material ist deutlich fester, dicker und weniger dehnbar. Diese Strümpfe geben nicht nach. Sie sind die einzige medizinisch wirksame Lösung bei einem Lymphödem (Flüssigkeitsansammlung im Gewebe) oder einem Lipödem (chronische Fettverteilungsstörung). Die Maßanfertigung ist hier zwingend erforderlich.
Der Arzt verordnet den Strumpf in einer bestimmten Kompressionsklasse, abhängig vom Schweregrad der Erkrankung:
KKL 1 (Leichte Kompression): Bei beginnenden Venenproblemen, leichten Schwellungen am Abend oder zur Vorbeugung auf langen Reisen.
KKL 2 (Mittlere Kompression): Der Standard für die meisten Senioren. Wird verordnet bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venen-OPs, bei leichten Ödemen oder zur Thromboseprophylaxe.
KKL 3 (Kräftige Kompression): Bei chronischer Veneninsuffizienz, nach abgeheilten offenen Beinen (Ulcus cruris) oder bei ausgeprägten Lymphödemen.
KKL 4 (Sehr kräftige Kompression): Wird nur selten und bei extremen, irreversiblen Lymphödemen verordnet.
Wenn Sie in Göttingen ein Rezept für Kompressionsstrümpfe erhalten, müssen Sie bei der Terminvereinbarung im Sanitätshaus eine goldene Regel beachten: Die Vermessung muss zwingend morgens erfolgen!
Der Grund dafür ist einfach: Im Laufe des Tages sackt Flüssigkeit in die Beine ab. Wenn Sie nachmittags um 15 Uhr gemessen werden, sind Ihre Beine bereits leicht geschwollen. Ein Strumpf, der auf diese Maße angefertigt wird, sitzt am nächsten Morgen (wenn die Beine dünn sind) viel zu locker und verfehlt seine medizinische Wirkung komplett. Machen Sie den Termin daher idealerweise direkt um 8:00 oder 9:00 Uhr morgens.
Auch hier hat in Göttingen die Technik Einzug gehalten. Anstelle des manuellen Messens mit dem Maßband nutzen viele Fachgeschäfte digitale Messsysteme (wie beispielsweise Bodytronic). Sie stellen sich auf eine kleine Plattform, während Infrarot-Sensoren Ihre Beine berührungslos und in Sekundenschnelle dreidimensional abtasten. Das System berechnet aus tausenden Messpunkten exakt die benötigte Größe. Liegen Ihre Maße außerhalb der Standardgrößen, wird automatisch eine Maßanfertigung in Auftrag gegeben.
Eines der größten Probleme für Senioren ist das Anziehen der Kompressionsstrümpfe. Da die Strümpfe sehr eng sind und man oft nicht mehr so beweglich in der Hüfte ist, kann das morgendliche Ankleiden zu einem echten Kraftakt werden. Hier gibt es jedoch hervorragende Hilfsmittel, die der Arzt gleich mit auf das Rezept schreiben kann:
Spezialhandschuhe: Gummihandschuhe mit Noppenprofil sind absolute Pflicht. Sie geben Ihnen den nötigen Grip, um das feste Gestrick des Strumpfes am Bein nach oben zu streichen, ohne das Material mit den Fingernägeln zu beschädigen.
Gleitmatten und Gleitsocken: Für Strümpfe mit offener Spitze gibt es seidenartige Gleitsocken. Der Kompressionsstrumpf gleitet fast widerstandslos über den Fuß. Danach wird die Gleitsocke vorne an den Zehen einfach herausgezogen.
Anziehgestelle: Diese Metall- oder Kunststoffgestelle sehen aus wie kleine Körbe. Der Strumpf wird über das Gestell gestülpt und gedehnt. Sie müssen dann nur noch mit dem Fuß hineinschlüpfen und das Gestell an den Griffen nach oben ziehen. Dies ist besonders für Senioren geeignet, die sich nicht mehr gut bücken können.
Lassen Sie sich die Handhabung dieser Anziehhilfen direkt im Sanitätshaus in Göttingen ausführlich demonstrieren und üben Sie es vor Ort.
Spezialhandschuhe erleichtern das Anziehen der engen Strümpfe enorm und schonen das Material.
Damit der Prozess reibungslos abläuft, haben wir den idealen Ablauf für Sie zusammengefasst:
1. Der Arztbesuch: Suchen Sie Ihren Hausarzt, einen Orthopäden oder Phlebologen (Venenfacharzt) auf. Schildern Sie Ihre Beschwerden präzise. Der Arzt stellt die Diagnose und stellt ein Rezept aus. Seit 2026 ist das E-Rezept Standard. Die Verordnung wird auf Ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert oder Ihnen als QR-Code auf dem Smartphone oder als Papierausdruck mitgegeben.
2. Das Sanitätshaus wählen: Gehen Sie zu einem zertifizierten Sanitätshaus oder Orthopädieschuhmacher in Göttingen. Achten Sie darauf, dass das Geschäft gut erreichbar ist (z.B. barrierefreier Zugang, Parkplätze vor der Tür). Viele Häuser bieten für immobile Patienten auch Hausbesuche an – fragen Sie gezielt danach!
3. Vermessung und Beratung: Denken Sie an die Morgen-Regel für Strümpfe! Bringen Sie zur Einlagen-Vermessung am besten Ihre am häufigsten getragenen Schuhe mit. Die Experten prüfen, ob die geplante Einlage überhaupt in Ihren Lieblingsschuh passt.
4. Anfertigung: Maßanfertigungen benötigen Zeit. Rechnen Sie bei speziellen Einlagen oder maßgestrickten Kompressionsstrümpfen mit einer Wartezeit von etwa ein bis zwei Wochen.
5. Anprobe und Abholung: Holen Sie das Hilfsmittel niemals nur ab, sondern probieren Sie es zwingend vor Ort an. Der Orthopädietechniker prüft den korrekten Sitz. Eine Einlage darf nicht drücken, ein Kompressionsstrumpf darf in der Kniekehle keine schmerzhaften Falten werfen.
6. Eingewöhnungsphase: Tragen Sie neue Einlagen nicht sofort den ganzen Tag. Muskeln und Sehnen müssen sich an die neue Statik gewöhnen. Beginnen Sie mit ein bis zwei Stunden am Tag und steigern Sie die Tragedauer langsam. Muskelkater in den Füßen oder Waden ist in den ersten Tagen völlig normal.
Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe sind anerkannte Hilfsmittel und im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelistet. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das Sozialgesetzbuch (SGB V § 33). Wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt und ein ärztliches Rezept ausgestellt wurde, übernimmt die Krankenkasse den Großteil der Kosten.
Die gesetzliche Zuzahlung: Für jedes verschreibungspflichtige Hilfsmittel müssen gesetzlich Versicherte eine Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Kostet eine Maßanfertigung beispielsweise 150 Euro, zahlen Sie lediglich die gedeckelten 10 Euro gesetzliche Zuzahlung.
Die wirtschaftliche Aufzahlung (Mehrkosten): Die Krankenkasse zahlt einen festgelegten Festbetrag für die Basisversorgung. Diese Basisversorgung muss ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein. Wenn Sie sich jedoch für ein höherwertiges Material entscheiden (z.B. besonders atmungsaktive Mikrofaser bei Strümpfen oder teure Carbon-Materialien bei Einlagen), müssen Sie die Differenz zwischen dem Festbetrag der Kasse und dem tatsächlichen Preis selbst tragen. Diese sogenannte wirtschaftliche Aufzahlung kann bei Einlagen zwischen 20 und 80 Euro liegen. Das Sanitätshaus ist gesetzlich verpflichtet, Sie vorab über diese Mehrkosten aufzuklären und Ihnen immer auch eine aufzahlungsfreie (oder sehr günstige) Kassenvariante anzubieten.
Häufigkeit der Versorgung: Wie oft haben Sie Anspruch auf neue Hilfsmittel?
Einlagen: In der Regel zahlt die Kasse zwei Paar Einlagen pro Jahr. Ein Paar für die Straßenschuhe, ein Paar zum Wechseln oder für Hausschuhe.
Kompressionsstrümpfe: Aus hygienischen Gründen und wegen des nachlassenden Kompressionsdrucks haben Sie Anspruch auf zwei Paar (bzw. Stück) alle sechs Monate. Bei der Erstversorgung erhalten Sie direkt ein Wechselpaar ausgestellt.
Viele Senioren haben ein Anrecht auf eine Befreiung von der gesetzlichen Zuzahlung. Die Belastungsgrenze liegt bei 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen. Für chronisch Kranke (was bei vielen Senioren durch Bluthochdruck, Diabetes oder Arthrose der Fall ist) sinkt die Grenze auf 1 Prozent.
Heben Sie alle Quittungen (auch für Medikamente, Physiotherapie und Krankenhausaufenthalte) sorgfältig auf. Sobald Sie Ihre persönliche Belastungsgrenze erreicht haben, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung für das restliche Kalenderjahr stellen. Die wirtschaftliche Aufzahlung (für Premium-Materialien) wird davon jedoch nicht erfasst und muss weiterhin selbst gezahlt werden.
Weitere offizielle und verlässliche Informationen zu Hilfsmitteln und Zuzahlungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.
Die Lebensdauer von orthopädischen Hilfsmitteln hängt stark von der richtigen Pflege ab. Fehler bei der Reinigung können die medizinische Wirkung zerstören.
Pflege von Kompressionsstrümpfen:
Tägliche Wäsche: Kompressionsstrümpfe müssen nach jedem Tragen gewaschen werden. Hautschuppen, Schweiß und Körperlotionen greifen die elastischen Fasern an. Das Waschen stellt die ursprüngliche Spannkraft wieder her.
Waschmaschine oder Handwäsche: Sie können die Strümpfe bei 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang waschen. Nutzen Sie ein Wäschenetz, um Beschädigungen durch Reißverschlüsse anderer Kleidungsstücke zu vermeiden.
Kein Weichspüler! Das ist die wichtigste Regel. Weichspüler verklebt die feinen Elasthan-Fasern und zerstört den Kompressionsdruck sofort. Nutzen Sie am besten ein spezielles Strumpfwaschmittel aus dem Sanitätshaus oder ein mildes Feinwaschmittel.
Richtig trocknen: Legen Sie die Strümpfe flach auf ein Handtuch. Niemals auf die Heizung legen oder in die pralle Sonne hängen! Die Hitze macht die Gummifäden porös.
Pflege von orthopädischen Einlagen:
Lüften: Nehmen Sie die Einlagen abends aus den Schuhen, damit sie auslüften und trocknen können. Fußschweiß ist aggressiv und zersetzt auf Dauer das Material.
Reinigung: Einlagen gehören niemals in die Waschmaschine! Wischen Sie Leder- oder Kunststoffeinlagen einfach mit einem leicht feuchten Tuch ab. Für stärkere Verschmutzungen können Sie etwas milde Seife verwenden.
Nicht auf die Heizung: Auch Einlagen dürfen nicht auf der Heizung getrocknet werden, da sich das Material verziehen oder der Kleber lösen kann.
Die richtige und schonende Pflege verlängert die Lebensdauer Ihrer Hilfsmittel erheblich.
Orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe stehen selten isoliert. Sie sind oft Teil eines umfassenden Mobilitätskonzepts für Senioren. Wenn das Gehen trotz guter Einlagen schwerfällt, kann ein Rollator die nötige Sicherheit geben. Ist die Wegstrecke stark eingeschränkt, bringt ein Elektromobil die Freiheit zurück, eigenständig Einkäufe in Göttingen zu erledigen.
Sollten Sie oder Ihr Angehöriger bereits einen Pflegegrad (1 bis 5) haben, eröffnet dies weitere Möglichkeiten. Über die Pflegekasse stehen Ihnen monatliche Zuschüsse für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z.B. Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen) in Höhe von 40 Euro zur Verfügung. Auch Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung, wie der barrierefreie Umbau des Badezimmers (z.B. der Einbau einer bodengleichen Dusche), werden mit bis zu 4.000 Euro bezuschusst. Eine bodengleiche Dusche ist besonders wertvoll, wenn das Stehen auf einem Bein – etwa beim Ausziehen der Kompressionsstrümpfe – schwerfällt und ein Duschhocker genutzt werden muss.
Kann ich meine Einlagen in jedem Schuh tragen? Nein. Eine orthopädische Einlage nimmt Platz im Schuh ein. Wenn Sie die Einlage in einen ohnehin schon engen Schuh legen, werden Ihre Zehen gequetscht. Sie benötigen Schuhe mit einem herausnehmbaren Fußbett. Sie nehmen die Sohle des Herstellers heraus und legen Ihre maßgefertigte Einlage hinein. Achten Sie beim Schuhkauf in Göttingen immer darauf, dass die Schuhe für lose Einlagen geeignet sind.
Warum juckt meine Haut unter dem Kompressionsstrumpf? Das ist ein häufiges Problem bei Senioren, da die Haut im Alter generell trockener wird. Der feste Strumpf entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Abhilfe schafft eine konsequente Hautpflege. Cremen Sie Ihre Beine abends nach dem Ausziehen der Strümpfe großzügig mit einer feuchtigkeitsspendenden, urea-haltigen Lotion ein. Morgens vor dem Anziehen sollten Sie jedoch auf fettende Cremes verzichten, da diese das Strumpfmaterial angreifen können. Es gibt spezielle Schaumcremes im Sanitätshaus, die sofort einziehen und das Material schonen.
Zahlt die Kasse auch Einlagen für Hausschuhe? Ja. Da Senioren oft einen Großteil des Tages zu Hause verbringen, ist das Tragen von Einlagen auch in Hausschuhen medizinisch extrem wichtig. Die Krankenkassen bewilligen in der Regel ein zweites Paar Einlagen pro Jahr, das speziell für Hausschuhe (die oft hinten offen sind und eine andere Statik haben) angefertigt werden kann.
Muss ich für ein neues Rezept wieder zum Facharzt? Für die Erstverordnung sollten Sie einen Facharzt (Orthopäde, Phlebologe) aufsuchen. Wenn sich an Ihrer Diagnose nichts ändert und Sie lediglich nach einem halben Jahr neue Strümpfe oder nach einem Jahr neue Einlagen benötigen (Folgeverordnung), kann in der Regel auch Ihr Hausarzt das Rezept ausstellen. Dies erspart Ihnen lange Wartezeiten auf einen Facharzttermin in Göttingen.
Damit Sie in Göttingen optimal versorgt werden, hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
Medizinische Notwendigkeit klären: Bei Fußschmerzen, schweren Beinen oder geschwollenen Knöcheln rechtzeitig den Arzt aufsuchen.
Das Rezept: Achten Sie darauf, dass der Arzt die Diagnose, die genaue Art des Hilfsmittels (z.B. "Maßanfertigung", "KKL 2") und eventuelles Zubehör (wie Anziehhilfen) vermerkt.
Timing ist alles: Termine für die Vermessung von Kompressionsstrümpfen zwingend in die frühen Morgenstunden legen.
Technik nutzen: Bevorzugen Sie Sanitätshäuser in Göttingen, die moderne 3D-Messtechnik (Laser-Scan, digitale Druckmessung) anbieten.
Schuhe mitbringen: Nehmen Sie zur Einlagen-Vermessung immer Ihr bevorzugtes Schuhwerk mit.
Kosten kennen: Die gesetzliche Zuzahlung beträgt maximal 10 Euro pro Hilfsmittel. Klären Sie vorab, ob wirtschaftliche Aufzahlungen für Premium-Materialien anfallen.
Pflege beachten: Strümpfe täglich ohne Weichspüler waschen, Einlagen regelmäßig lüften.
Rechte nutzen: Denken Sie an den Anspruch auf Wechselversorgungen (zweites Paar) und prüfen Sie eine mögliche Zuzahlungsbefreiung bei Ihrer Krankenkasse.
Mit passgenauen orthopädischen Einlagen und gut sitzenden Kompressionsstrümpfen legen Sie den Grundstein für eine schmerzfreie, aktive und selbstbestimmte Mobilität im Alter. Nutzen Sie die kompetenten Beratungsangebote der Sanitätshäuser und Fachärzte in Göttingen, um genau die Hilfsmittel zu erhalten, die Ihren individuellen Alltag erleichtern.
Die wichtigsten Antworten für Ihre optimale Versorgung