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Zuschuss-Rechner · § 40 SGB XI · Stand 2026

Treppenlift 2026: Kosten, Zuschüsse und Anbieter im Vergleich

Was kostet ein Treppenlift wirklich, und was zahlt die Pflegekasse dazu? Berechnen Sie hier in Sekunden Ihren §40-SGB-XI-Zuschuss und den verbleibenden Eigenanteil. Ergebnis sofort, ohne Anmeldung und ohne Kontaktdaten.

  • Bis zu 4.180 € Zuschuss (§ 40 SGB XI), im Haushalt bis 16.720 €
  • Alle Lift-Typen und Treppenformen im Rechner
  • Einbau beim Sitzlift oft in 3–4 Stunden
  • Landesförderung per Postleitzahl prüfen

1. Welchen Pflegegrad hat die pflegebedürftige Person?

Der Zuschuss gilt ab Pflegegrad 1; die Höhe ist bei allen Pflegegraden gleich. Unsicher? Zum Pflegegradrechner

2. Wie viele Personen mit Pflegegrad leben im Haushalt?

Der Zuschuss gilt pro Person: Ein Ehepaar, bei dem beide einen Pflegegrad haben, bekommt für dieselbe Maßnahme das Doppelte.

3. Welcher Lift soll es werden?

Die Treppenform ist der größte Preishebel: Kurven brauchen Maßschienen.

4. Ihre Postleitzahl (optional)

Viele Bundesländer fördern zusätzlich zur Pflegekasse. Wir zeigen Ihnen das Programm Ihres Bundeslandes.

Ihr Zuschuss der Pflegekasse (§ 40 SGB XI)

4.180 €

Typische Kosten der gewählten Maßnahme
Verbleibender Eigenanteil nach Zuschuss

Richtwerte inkl. Montage. Wichtig: Den Zuschuss vor Beginn der Arbeiten formlos bei der Pflegekasse beantragen und die schriftliche Genehmigung abwarten; nachträgliche Anträge werden meist abgelehnt.

Konkrete Angebote für Ihre Situation?

Erst rechnen, dann vergleichen: Wir holen kostenlos und unverbindlich Angebote geprüfter Anbieter aus Ihrer Region ein.

Jetzt Treppenlift-Angebote vergleichen

Was kostet ein Treppenlift 2026?

Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet inklusive Montage etwa 3.000 bis 8.000 €. Das ist der bekannteste Fall, aber nicht der Normalfall: In unseren eigenen Anfragen ist nur gut jede dritte Treppe gerade. Der größte Preishebel ist die Treppenform: Kurvige Treppen brauchen individuell gefertigte Maßschienen und kosten 8.000 bis 15.000 €. Rollstuhlgerechte Plattformlifte, Hublifte und Homelifte liegen darüber. Von diesen Kosten geht der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € pro Person (§ 40 SGB XI) direkt ab. Bei einem Ehepaar, bei dem beide einen Pflegegrad haben, sind es 8.360 € für denselben Lift.

Sitzlift, gerade Treppe 3.000 € - 8.000 € · Eigenanteil 0 € - 3.820 €
Sitzlift mit Klappsitz auf gerader Schiene in einem hellen Wohnhaus

Der Standardfall: Klappsitz auf gerader Aluschiene, auf den Stufen montiert, Einbau meist in 3 bis 4 Stunden. Eingeklappt bleiben rund 40 cm Platzbedarf, ab etwa 70 cm Treppenbreite machbar. Mehr zum Sitzlift

Sitzlift, kurvige Treppe 8.000 € - 15.000 € · Eigenanteil 3.820 € - 10.820 €
Sitzlift auf kurviger Einrohr-Schiene an einer Wendeltreppe

Kurven, L- und U-Formen brauchen individuell gefertigte Maßschienen: mehrere Wochen Fertigungszeit und der größte Preishebel. In unseren Anfragen sind rund zwei von drei Treppen nicht gerade. Mehr zum Sitzlift

Sitzlift, enge Wendeltreppe (je Etage) 10.000 € - 17.000 € · Eigenanteil 5.820 € - 12.820 €
Kurvenlift an einer engen Wendeltreppe

Die teuerste Konstellation: doppelt gebogene Maßschienen, der Preis gilt je Etage. Ob die Konstruktion passt, klärt die kostenlose Vor-Ort-Begutachtung; bei sehr engen Spindeltreppen ist ein Homelift manchmal praktikabler.

Sitzlift, Außentreppe (wetterfest) 4.000 € - 16.000 € · Eigenanteil 0 € - 11.820 €

Wetterfeste Ausführung mit Abdeckhaube und korrosionsgeschützten Schienen, rund 20 bis 30 % Aufpreis gegenüber der Innen-Variante. Der Zuschuss nach § 40 SGB XI gilt auch am Hauseingang.

Stehlift (für schmale Treppen) 4.000 € - 12.000 € · Eigenanteil 0 € - 7.820 €
Stehlift mit Anlehnsitz und Haltebügel auf schmaler Treppe

Der Treppenlift zum Stehen: für schmale oder steile Treppen, auf denen ein Sitzlift nicht passt. Gefahren wird stehend bzw. angelehnt, gesichert durch Haltebügel; auch bei Knie- und Hüftproblemen oft die bequemere Wahl. Mehr zum Stehlift

Plattformlift, gerade Treppe 9.000 € - 15.000 € · Eigenanteil 4.820 € - 10.820 €
Plattformlift mit ausgeklappten Auffahrrampen an einer Eingangstreppe

Klappbare Plattform, die Rollstuhl samt Person die Treppe entlang fährt, Tragkraft typisch bis 350 kg. Braucht mehr Treppenbreite als ein Sitzlift; im Mehrfamilienhaus gilt die 100-cm-Regel der DIN 18065. Mehr zum Plattformlift

Plattformlift, kurvige Treppe 12.000 € - 25.000 € · Eigenanteil 7.820 € - 20.820 €
Plattformlift für Rollstühle an einer Treppe

Wie der gerade Plattformlift, aber mit Maßschienen für Kurven und Podeste; Fertigung und Montage sind entsprechend aufwendiger. Mehr zum Plattformlift

Hublift (je nach Förderhöhe) 5.000 € - 18.000 € · Eigenanteil 820 € - 13.820 €
Hublift mit offener Plattform neben den Eingangsstufen eines Einfamilienhauses

Hebt den Rollstuhl senkrecht über Absätze und kurze Treppen bis etwa drei Meter, typisch am Hauseingang oder zur Terrasse, auch als wetterfeste Außenanlage. Mehr zum Hublift

Homelift / Senkrechtlift 20.000 € - 60.000 € · Eigenanteil 15.820 € - 55.820 €
Homelift mit Panorama-Glaskabine im offenen Wohnbereich

Der Aufzug fürs Eigenheim: verbindet Etagen unabhängig von der Treppe, ohne klassischen Aufzugsschacht. Die komfortabelste und teuerste Lösung, sinnvoll bei dauerhafter Rollstuhlnutzung. Mehr zum Homelift

Gebrauchter Sitzlift, gerade Treppe 2.000 € - 5.000 € · Eigenanteil 0 € - 820 €

Bei geraden Treppen eine echte Alternative: generalüberholte Lifte gibt es oft mit Garantie. Bei kurvigen Treppen scheitert der Gebrauchtkauf meist an den maßgefertigten Schienen.

* Eigenanteil bei einer pflegebedürftigen Person im Haushalt. Richtwerte, Stand 2026; maßgeblich ist das individuelle Angebot. Zwischen Anbietern sind bei vergleichbaren Modellen Preisunterschiede von 1.000 bis 3.000 € üblich.

Welcher Treppenlift passt? Die fünf Typen im Vergleich

Sitzlift: der Standard

Für alle, die noch sicher sitzen können. Fährt auf Schienen entlang der Treppe, klappbar auf ca. 40 cm Platzbedarf, läuft über eine normale Steckdose mit Akku-Ladepunkten an den Endstationen. Mehr zum Sitzlift

Stehlift: für schmale Treppen

Auch Treppenlift zum Stehen genannt: die Lösung, wenn die Treppe für einen Sitzlift zu schmal ist oder das Hinsetzen schwerfällt (z. B. bei Knie- und Hüftproblemen). Gefahren wird stehend, gesichert durch Haltebügel. Mehr zum Stehlift

Plattformlift: für den Rollstuhl

Transportiert Rollstuhl samt Person auf einer klappbaren Plattform die Treppe entlang, Tragkraft typisch bis 350 kg. Braucht mehr Treppenbreite als ein Sitzlift. Mehr zum Plattformlift

Hublift: für kleinere Höhen

Hebt den Rollstuhl senkrecht über Absätze und kurze Treppen bis etwa drei Meter, häufig am Hauseingang oder zur Terrasse, auch als wetterfeste Außenanlage. Mehr zum Hublift

Homelift / Senkrechtlift: der Aufzug fürs Eigenheim

Verbindet Etagen unabhängig von der Treppe, innen wie außen, ohne klassischen Aufzugsschacht. Mit 20.000 bis 60.000 € ist er die komfortabelste und teuerste Lösung. Sinnvoll, wenn ein Rollstuhl dauerhaft genutzt wird und die Treppe keine Lift-Lösung zulässt. Mehr zum Homelift

Was andere anfragen: die Treppenlift-Nachfrage in Zahlen

Über PflegeHelfer24 sind in den letzten Jahren viele Treppenlift-Anfragen gestellt worden. Die grob gerundeten Anteile daraus zeigen, welche Situation typisch ist und welche die Ausnahme (Datenstand: August 2026):

Welcher Lift wird angefragt?

Sitzlift rund 85 %
Plattformlift (Rollstuhl) rund 10 %
Homelift / Senkrechtlift rund 5 %

Welche Form hat die Treppe?

Gerade Treppe rund 35 %
Kurvige / geschwungene Treppe rund 30 %
L-Form (Viertelwendelung) rund 15 %
U-Form (Halbwendelung) rund 15 %

Die wichtigste Folgerung: Rund zwei von drei angefragten Treppen sind nicht gerade. Kurvige, L- und U-förmige Verläufe brauchen individuell gefertigte Maßschienen; der oft beworbene Einstiegspreis „ab 3.000 €" gilt also nur für eine Minderheit der Fälle. Umso wichtiger ist es, mehrere Angebote für die konkrete Treppe einzuholen.

  • ·Treppenbreite: Drei von vier angefragten Treppen sind 70 bis 100 cm breit. Genau der Bereich, in dem ein Sitzlift passt und ein Plattformlift eng wird.
  • ·Etagen: Rund 85 % der Anfragen betreffen eine einzige Etage, meist vom Erd- ins Obergeschoss.
  • ·Wohnsituation: Gut acht von zehn Anfragen kommen aus Wohneigentum, drei von vier aus dem Einfamilienhaus. Rund 15 % kommen aus Mietwohnungen: Was dann rechtlich gilt, steht im Abschnitt zur Rechtslage.
  • ·Zeitdruck: Jede zweite Anfrage soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. Planen Sie trotzdem die schriftliche Pflegekassen-Genehmigung vor der Beauftragung ein, sonst ist der Zuschuss in Gefahr.

Treppenlift-Zuschuss der Pflegekasse: 4.180 € pro Person nach § 40 SGB XI

Der Treppenlift zählt zu den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen nach § 40 SGB XI. Dafür zahlt die Pflegekasse 2026 bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person: schon ab Pflegegrad 1, in allen Pflegegraden gleich hoch und nicht rückzahlbar. Der Zuschuss gilt pro Maßnahme und pro Person. Ein Ehepaar, bei dem beide einen Pflegegrad haben, erhält für denselben Lift 8.360 €; bei bis zu vier Berechtigten im Haushalt sind es maximal 16.720 €. Verschlechtert sich die Pflegesituation später wesentlich, kann für eine neue Maßnahme erneut ein Zuschuss beantragt werden.

1. Pflegegrad sichern

Ohne Pflegegrad kein Zuschuss. Schon Pflegegrad 1 reicht für die vollen 4.180 €. Noch kein Pflegegrad? Erst Pflegegrad einschätzen und beantragen, dann den Lift angehen.

2. Vor dem Einbau formlos beantragen

Formloser Antrag mit Kostenvoranschlag bei der Pflegekasse, Begründung: Die Maßnahme ermöglicht die häusliche Pflege, erleichtert sie erheblich oder stellt selbstständige Lebensführung wieder her.

3. Genehmigung abwarten

Erst die schriftliche Zusage, dann der Auftrag. Wer vorher einbaut, riskiert die komplette Ablehnung des Zuschusses.

Musterantrag Wohnumfeldverbesserung

Fertige Antragsvorlage für den Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € — mit Formulierungs-Hilfen für die Begründung und der Einverständniserklärung des Vermieters nach § 554 BGB.

  • Fertige Vorlage — sofort einsatzbereit
  • Formulierungs-Hilfen, die Ablehnungen vermeiden
  • Vermieter-Zustimmung nach § 554 BGB zum Ausfüllen

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Zahlt die Krankenkasse den Treppenlift? Der häufigste Irrtum

Nein, in aller Regel nicht. Der Treppenlift steht nicht im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung, weil er fest mit dem Gebäude verbunden ist; es gibt ihn deshalb auch nicht "auf Rezept". Zuständig ist die Pflegekasse mit dem Wohnumfeld-Zuschuss nach § 40 SGB XI. Und weil dieser Zuschuss gesetzlich festgelegt ist, gilt er überall gleich: AOK, Barmer, TK und jede andere Kasse zahlen denselben Betrag von bis zu 4.180 € pro Person, keine Kasse zahlt mehr oder weniger.

Pflegekasse statt Krankenkasse

Der Weg zum Geld führt über den §40-Zuschuss der Pflegekasse: ab Pflegegrad 1, formloser Antrag mit Kostenvoranschlag, Genehmigung vor dem Einbau abwarten.

Die Ausnahme: Treppensteighilfen

Mobile Treppensteiggeräte sind, anders als der fest eingebaute Lift, verordnungsfähige Hilfsmittel: Mit Rezept übernimmt die Krankenkasse die Kosten, es bleibt nur die gesetzliche Zuzahlung von höchstens 10 €. Mehr dazu bei den Alternativen zum Treppenlift.

Sonderfall Berufsgenossenschaft

Entstand die Einschränkung durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit, kann die gesetzliche Unfallversicherung bzw. Berufsgenossenschaft die Kosten komplett übernehmen.

Weitere Förderwege neben der Pflegekasse

KfW-Zuschuss 455-B aktuell ausgeschöpft

Der Fördertopf für den Investitionszuschuss 455-B wird unterjährig in Tranchen neu aufgelegt (zuletzt im April 2026 mit 50 Millionen Euro) und ist jeweils binnen weniger Wochen ausgeschöpft. Stand August 2026 ist keine Antragstellung möglich. Der zinsgünstige KfW-Kredit 159 ist davon unabhängig und lässt sich weiterhin beantragen. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Planung auf kfw.de, ein neuer Topf lohnt schnelles Handeln.

KfW-Zuschuss 455-B "Altersgerecht Umbauen"

10 % bis 2.500 € (Einzelmaßnahme), 12,5 % bis 6.250 € (Standard Altersgerechtes Haus)

Fördertopf wird in Tranchen aufgelegt und ist Stand 08/2026 ausgeschöpft: aktuell keine Antragstellung möglich (kfw.de prüfen); dieselben Kosten ohnehin nicht doppelt mit der Pflegekasse abrechenbar

KfW-Kredit 159

bis 50.000 € pro Wohneinheit

Zinsgünstig, ohne Altersbeschränkung, auch für Mieter und Vermieter

Steuerbonus § 35a EStG

20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr

Nur Arbeits-, nicht Materialkosten; alternativ bei medizinischer Notwendigkeit (Attest) volle Kosten als außergewöhnliche Belastung

Berufsgenossenschaft / Unfallversicherung

bis zu 100 %

Wenn die Einschränkung durch Arbeitsunfall oder Berufskrankheit entstand oder der Lift die Erwerbsfähigkeit sichert

Landesförderprogramme

je nach Bundesland bis 20.000 €

Zuschüsse, leistungsfreie Darlehen oder Tilgungsnachlässe der Förderbanken: alle 16 Bundesländer im Überblick

Sozialamt / Kommunen

einkommensabhängig

Hilfe zur Pflege bzw. kommunale Wohnraumanpassungs-Programme, wenn eigene Mittel nicht reichen

Landesförderung für den Treppenlift: alle 16 Bundesländer im Überblick

Zusätzlich zur Pflegekasse fördern die meisten Bundesländer die Barrierereduzierung über ihre Förderbanken, mit drei sehr unterschiedlichen Mechanismen: als Direktzuschuss (Geld, das nicht zurückgezahlt wird, etwa in Hamburg oder Hessen), als zinsgünstiges oder leistungsfreies Darlehen (Bayern erlässt das Darlehen nach 5 Jahren komplett) oder als Darlehen mit Tilgungsnachlass (NRW schenkt bei Pflegebedürftigkeit bis zur Hälfte der Darlehenssumme). Die Programme sind mit dem §40-Zuschuss kombinierbar, solange dieselben Kosten nicht doppelt abgerechnet werden. Am schnellsten geht die Zuordnung über die Postleitzahl in Schritt 4 des Rechners.

Baden-Württemberg

Programm
Zusatzfinanzierung Barrierefreiheit L-Bank, Förderdarlehen
Förderung
Darlehen bis 50.000 € + Zuschuss bis 1.500 €
Wichtig zu wissen
Die Überwindung von Treppen und Stufen ist ausdrücklich förderfähig. Zinsgünstiges Darlehen plus 3-%-Zuschuss (max. 1.500 €) bei Umbau nach DIN 18040-2; wegen hoher Nachfrage aktuell lange Bewilligungszeiten.

Bayern

Programm
Förderung von barrierefreiem Wohnen im Bestand BayernLabo, Förderdarlehen
Förderung
bis 10.000 €
Wichtig zu wissen
Leistungsfreies Baudarlehen: Bei zweckentsprechender Nutzung muss es nach 5 Jahren nicht zurückgezahlt werden und wirkt dann wie ein Zuschuss. Antrag vor Maßnahmenbeginn bei der Kreisverwaltungsbehörde; mit Einkommensgrenzen.

Berlin

Programm
IBB Altersgerecht Wohnen IBB, Förderdarlehen
Förderung
Darlehen bis 50.000 €
Wichtig zu wissen
Zinsverbilligtes Darlehen (KfW-Kombination); die Überwindung von Treppen und Stufen ist ausdrücklich förderfähig. Ein eigener Landeszuschuss existiert nicht.

Brandenburg

Programm
Abbau von Barrieren bei vorhandenem Wohnraum ILB, Direktzuschuss
Förderung
bis 14.000 €, aber nicht für Treppensitzlifte
Wichtig zu wissen
Achtung: Der klassische Treppensitzlift ist laut Richtlinie ausdrücklich nicht förderfähig. Gefördert werden rollstuhlgerechte Plattform- und Senkrechtlifte sowie Rampen mit bis zu 90 % der Kosten; Voraussetzung ist ein GdB ab 80.

Bremen

Programm
kein Landesprogramm
Förderung
kein eigenes Landesprogramm
Wichtig zu wissen
Die BAB leitet nur die KfW-Bundesprogramme durch; eigene Landesmittel für den barrierefreien Umbau gibt es nicht.

Hamburg

Programm
Barrierefreier Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum IFB Hamburg, Direktzuschuss
Förderung
3.000 – 20.000 € je Maßnahme
Wichtig zu wissen
Direktzuschuss für Selbstnutzer, der Treppenlift ist in der Maßnahmenliste ausdrücklich genannt; mit Einkommensgrenzen.

Hessen

Programm
Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum WIBank, Direktzuschuss
Förderung
bis 6.500 € für den Lifteinbau
Wichtig zu wissen
Direktzuschuss von 50 % der Kosten mit eigenem Teilbudget für Lift- und Aufzugseinbau (6.500 €), insgesamt bis 15.000 € je Wohnung. Ausdrücklich nur für Maßnahmen, für die vor der Bewilligung noch kein Auftrag erteilt wurde.

Mecklenburg-Vorpommern

Programm
Landesprogramm Personenaufzüge und Lifte LFI-MV, Direktzuschuss
Förderung
30 % der Kosten, max. 4.500 €
Wichtig zu wissen
Der Einbau von Treppenliften ist ausdrücklich förderfähig. Direktzuschuss ohne Rechtsanspruch: bewilligt wird, solange die Landesmittel des Jahres reichen; 1,5 % Bearbeitungsgebühr.

Niedersachsen

Programm
Modernisierung (Eigentumsförderung) NBank, Förderdarlehen
Förderung
Darlehen bis 75.000 €
Wichtig zu wissen
Darlehen für bis zu 85 % der Kosten plus Zuschusskomponente je nach Einkommensgruppe; Treppenlifte innen und außen gelten als förderfähige Barrierereduzierung. Konditionen direkt bei der NBank erfragen.

Nordrhein-Westfalen

Programm
Modernisierung (Wohnraumförderung) NRW.BANK, Darlehen mit Teilschulderlass
Förderung
Tilgungsnachlass 25 – 30 %, bis 50 %
Wichtig zu wissen
Darlehen mit Teilschulderlass: 25 % Basis plus 5 Punkte für Barrierefreiheit; bei Pflegebedürftigkeit oder GdB ab 50 bis zu 50 % des Darlehens geschenkt. Mit Einkommensgrenzen.

Rheinland-Pfalz

Programm
ISB-Darlehen Modernisierung (Programm 505) ISB, Darlehen mit Teilschulderlass
Förderung
Darlehen bis 100.000 € + 15 – 25 % Tilgungszuschuss
Wichtig zu wissen
Der Treppenlift ist in der Förderrichtlinie wörtlich als förderfähige Modernisierung genannt; Tilgungszuschuss je nach Einkommen 15 bis 25 %.

Saarland

Förderung
5.000 – 11.250 € je nach Zielgruppe
Wichtig zu wissen
Direktzuschuss, der Treppenlift-Einbau ist als typische Maßnahme genannt. Gestaffelt nach Zielgruppe (Menschen mit Behinderung bis 11.250 €, Ältere ab 60 bis 7.500 €) und Umfang; mit Einkommensgrenzen. Konditionen vor Antrag beim Ministerium prüfen.

Sachsen

Programm
Förderrichtlinie Wohnraumanpassung SAB, Direktzuschuss
Förderung
80 % der Kosten, bis 4.000 € (Rollstuhl: 10.000 €)
Wichtig zu wissen
Treppenlift förderfähig im Einfamilienhaus oder innerhalb der Wohnung, nicht ohne Weiteres im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. Direktzuschuss mindestens 1.500 €; mit Einkommensgrenzen (40.000 € Alleinlebende, 60.000 € Zwei-Personen-Haushalt).

Sachsen-Anhalt

Programm
Sachsen-Anhalt MODERN IB Sachsen-Anhalt, Förderdarlehen
Förderung
Darlehen bis 50.000 €
Wichtig zu wissen
Zinsgünstiges Darlehen (Baustein Altersgerecht Umbauen) mit Mindestdarlehen 10.000 €: Ein einzelner Sitzlift liegt oft darunter, in Kombination mit weiteren Umbauten ist die Schwelle erreichbar. Kein Landes-Direktzuschuss.

Schleswig-Holstein

Programm
kein Landesprogramm
Förderung
kein Landesprogramm für Privathaushalte
Wichtig zu wissen
Der Fonds für Barrierefreiheit fördert nur Vereine, Praxen und Kommunen. Privathaushalte kombinieren Pflegekasse, KfW und Steuerbonus.

Thüringen

Programm
Thüringer Barrierefreiheitsförderprogramm (ThüBaFF) Thüringer Aufbaubank, Direktzuschuss
Förderung
50 % der Kosten (Kostenrahmen bis 11.000 €)
Wichtig zu wissen
Direktzuschuss nach der neuen Richtlinie (seit 04/2026): 50 % Fördersatz, Mindestinvestition 7.500 € netto. Achtung: Die Mittel für 2026 sind seit Juni ausgeschöpft; einen Neustart bei der Aufbaubank beobachten.

Die drei Antragsregeln, an denen Landesförderung scheitert

Erstens: Immer vor Vertragsschluss und Einbau beantragen, nachträgliche Anträge werden abgelehnt. Zweitens: Die meisten Programme haben Einkommensgrenzen, prüfen Sie diese zuerst. Drittens: Die Töpfe erschöpfen sich unterjährig (Thüringen ist für 2026 bereits zu), Angaben ohne Gewähr, Stand 2026; maßgeblich sind die verlinkten Förderbank-Seiten.

Mieten, kaufen oder gebraucht? Die Break-even-Rechnung

Die Miete kostet je nach Modell etwa 50 € bis 300 € pro Monat plus eine einmalige Anzahlung für Einbau und Anpassung, die je nach Anbieter und Schienenlänge etwa 1.500 bis 4.000 € beträgt; Wartung und Reparaturen sind meist enthalten. Bei der Mindestvertragslaufzeit lohnt sich ein Anbietervergleich: Große Anbieter wie Lifta oder TK Elevator setzen meist 36 Monate an, verlängerbar in 12-Monats-Schritten, andere Anbieter begnügen sich mit 24 oder 12 Monaten, und vereinzelt gibt es Verträge ganz ohne Mindestlaufzeit mit wenigen Wochen Kündigungsfrist. Zum Vergleich: Ein gekaufter Sitzlift für die gerade Treppe kostet nach Pflegekassen-Zuschuss oft unter 4.000 €. Bei einer mittleren Monatsmiete um 150 € ist dieser Betrag nach gut zwei Jahren erreicht, dann lohnt sich der Kauf. Am günstigen Ende der Mietspanne kann die Amortisation deutlich länger dauern, am teuren Ende entsprechend schneller; die Zwei-Jahres-Faustregel gilt also vor allem für mittlere Mietpreise, zumal viele Mietverträge ohnehin länger laufen. Ob der Pflegekassen-Zuschuss auch bei reiner Miete gezahlt wird, handhaben die Kassen uneinheitlich: Manche gewähren ihn wie beim Kauf, andere nur bei einem Mietkauf-Vertrag mit späterem Eigentumsübergang. Klären Sie das vorab direkt mit Ihrer Pflegekasse. Die Miete lohnt sich vor allem übergangsweise, etwa während der Reha nach einer Operation. Gebrauchte Lifte ab 2.000 € sind bei geraden Treppen eine dritte Option; bei kurvigen Treppen scheitert der Gebrauchtkauf meist an den maßgefertigten Schienen.

Neukauf

3.000 – 15.000 € je nach Treppenform

Dauerhafte Nutzung; bei kurvigen Treppen meist die einzige Option (Maßschienen). Voller §40-Zuschuss.

Gebrauchtkauf

2.000 – 5.000 €

Gerade Treppen; auf Garantie und geprüfte Aufarbeitung achten. Zuschuss gilt auch hier.

Miete

50 – 300 €/Monat + 1.500 – 4.000 € einmalig

Absehbar kurze Nutzung (z. B. nach OP); Zuschuss-Handhabung vorab mit der Pflegekasse klären.

Alternativen zum Treppenlift: Was die Krankenkasse doch bezahlt

Nicht immer ist der fest eingebaute Lift die beste oder finanzierbare Lösung. Die wichtigste Alternative, in Suchanfragen oft "mobiler Treppenlift" genannt, hat einen entscheidenden Vorteil: Mobile Treppensteighilfen sind, anders als der Treppenlift, Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung (Produktgruppe 18 des Hilfsmittelverzeichnisses). Mit ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten samt Wartung und Reparatur; es bleibt nur die gesetzliche Zuzahlung von höchstens 10 €. Lehnt die Kasse zunächst ab, lohnt der Widerspruch binnen eines Monats.

Treppensteighilfe (Treppensteiggerät)

Mobiles Gerät, das die Person im Rollstuhl oder auf einem integrierten Sitz Stufe für Stufe die Treppe hinauf- und hinabbewegt. Kaufpreis etwa 1.000 bis 5.000 €, per Rezept von der Krankenkasse. Der Haken: Eine zweite, eingewiesene Person muss das Gerät führen, selbstständiges Fahren ist nicht möglich.

Treppenraupe

Variante mit Raupenantrieb, auf die der Rollstuhl aufgespannt wird, etwa 3.000 bis 6.000 € und ebenfalls verordnungsfähig. Geeignet für gerade Treppen mit ausreichend Rangierfläche oben und unten; auch hier führt eine Begleitperson das Gerät.

Rampe

Bei wenigen Stufen, etwa am Hauseingang, ist eine feste oder mobile Rampe oft die einfachste Lösung. Fest verbaute Rampen zählen wie der Lift zu den wohnumfeldverbessernden Maßnahmen, der §40-Zuschuss gilt also auch hier.

Wohnung anpassen oder umziehen

Das Schlafzimmer ins Erdgeschoss zu verlegen kostet oft nichts und entschärft das Problem sofort. Auch der Umzug in eine barrierefreie Wohnung kann als wohnumfeldverbessernde Maßnahme nach § 40 SGB XI bezuschusst werden.

Einbau: Ablauf, Dauer und bauliche Voraussetzungen

Am Anfang steht immer die kostenlose Vor-Ort-Begutachtung mit Aufmaß. Standardmodelle für gerade Treppen sind in wenigen Tagen lieferbar, Maßschienen für kurvige Treppen brauchen mehrere Wochen Fertigung. Der Einbau selbst dauert beim Sitzlift an der geraden Treppe drei bis vier Stunden, bei kurvigen Anlagen über mehrere Etagen bis zu ein bis zwei Tage. Die Schienen werden auf den Treppenstufen befestigt, nicht an der Wand, was die Bausubstanz schont. Es genügt eine normale 230-V-Steckdose; die meisten Sitzlifte laden ihren Akku an den Endpunkten und fahren auch bei Stromausfall weiter.

  • ·Treppenbreite: ca. 70-80 cm für Sitzlifte im Ein-/Zweifamilienhaus; im Mehrfamilienhaus müssen nach DIN 18065 mindestens 100 cm nutzbare Breite bleiben. Eingeklappt braucht ein Sitzlift nur rund 40 cm.
  • ·Schmale oder steile Treppen: Stehlifte und Sonderkonstruktionen lösen die meisten Problemfälle, auch enge Wendel- bzw. Spindeltreppen.
  • ·Kurze Treppen: Auch für halbe Treppenläufe mit nur vier bis sechs Stufen gibt es passende Sitz- und Stehlifte, meist als kompaktere und günstigere Ausführung; bei so kurzen Treppen kann sich alternativ auch eine Rampe oder ein Hublift lohnen.
  • ·Mehrere Etagen: Sitz- und Plattformlifte lassen sich über 3 bis 4 Stockwerke mit durchgehender oder abschnittsweiser Schiene verbinden; je mehr Richtungswechsel und je größer die Höhe, desto teurer wird es. Darüber hinaus oder in komplexen Treppenhäusern ist oft ein Homelift die praktikablere Lösung.
  • ·Außenanlagen: wetterfeste Versionen mit Abdeckung kosten mehr, sind aber für Hauseingänge Standard.
  • ·Wartung: jährlich empfohlen (100-300 €/Jahr), oft Garantie-Voraussetzung. Lebensdauer bei guter Pflege 10-15 Jahre und mehr.

Mietwohnung, Eigentümergemeinschaft, Denkmalschutz: die Rechtslage

Zur Miete (§ 554 BGB)

Mieter haben bei berechtigtem Interesse (Alter, Krankheit, Behinderung) grundsätzlich Anspruch auf Zustimmung zum barrierefreien Umbau. Der Vermieter darf nur aus gewichtigen sachlichen Gründen ablehnen und kann eine fachgerechte Installation sowie eine Rückbau-Zusage für den Auszug verlangen. Eine Muster-Einverständniserklärung für den Vermieter enthält unser Musterantrag-PDF im Zuschuss-Abschnitt.

In der WEG

Am Gemeinschaftseigentum (Treppenhaus) ist grundsätzlich ein Beschluss der Eigentümerversammlung nötig. Einen Anspruch darauf gibt § 20 Abs. 2 Nr. 1 WEG nur, wenn der konkrete Lifteinbau angemessen ist und dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dient, nicht für Barrierefreiheit oder Alter allein; die Gemeinschaft entscheidet dann im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung nur noch über das Wie. Die Kosten trägt in der Regel, wer den Einbau verlangt; wird der Anspruch bestritten, lässt er sich notfalls gerichtlich durchsetzen.

Im Denkmalschutz

Vor jeder baulichen Veränderung die Denkmalbehörde einbinden. Bevorzugt werden reversible Befestigungen (Klemm-Halterungen statt Bohrungen); teils sind Sonderanfertigungen nötig.

Die wichtigsten Treppenlift-Marken im Überblick

Der deutsche Markt teilt sich in Hersteller, die selbst produzieren, und Händler, die Modelle mehrerer Marken verkaufen. Für den Preisvergleich ist das wichtig: Dasselbe Herstellermodell kann je nach Vertriebsweg unterschiedlich viel kosten. Veröffentlichte Preisspannen der Vergleichsportale widersprechen sich teils deutlich, deshalb hier die belastbare Einordnung statt scheingenauer Zahlen:

Lifta

Händler

Bekannteste Marke, vertreibt u. a. Stannah-Modelle; nennt selbst 5.500 – 9.900 € für gerade Innentreppen und Miete ab 98 €/Monat

Acorn

Hersteller (GB)

Quer durch die Vergleichsportale der günstigste Einstieg für gerade Treppen; vorgefertigte Schienensysteme, schnelle Montage

HIRO Lift

Hersteller (DE)

Fertigung in Bielefeld, breites Programm vom Sitzlift bis zum Aufzug, auch Sonderkonstruktionen

TK Elevator (früher ThyssenKrupp)

Hersteller

Großer Konzernanbieter mit ausgebautem Miet-, Rückkauf- und Gebrauchtprogramm

Stannah

Hersteller (GB)

Traditionshersteller, in Deutschland vor allem über Händler wie Lifta erhältlich

Hawle

Hersteller (DE)

Premium-Segment, spezialisiert auf komplexe kurvige Treppen und Sonderanfertigungen

Einordnung, kein Test: Ein standardisierter Modellvergleich existiert nicht (siehe FAQ zur Stiftung Warentest). Zwischen Anbietern sind bei vergleichbaren Modellen Preisunterschiede von 1.000 bis 3.000 € üblich; entscheidend ist das konkrete Angebot für Ihre Treppe.

Anbieter finden: Hersteller, Händler und Vertragsfallen

In Deutschland verkaufen sowohl Hersteller (u. a. Stannah, TK Elevator, HIRO Lift) als auch Anbieter mit mehreren Marken (u. a. Lifta, Garaventa, Sanimed, Acorn, AP+). Anbieter mit breitem Sortiment können neutraler zwischen Lift-Typen beraten, regionale Betriebe punkten oft bei Service-Reaktionszeiten. Worauf es im Vertrag ankommt:

  • ·Detailliertes Festpreis-Angebot nach Vor-Ort-Termin: mit Montage, Einweisung und Entsorgung, ohne versteckte Posten.
  • ·Widerrufsrecht: Bei zu Hause geschlossenen Verträgen gelten 14 Tage Widerruf; wurde nicht ordnungsgemäß darüber belehrt, verlängert sich die Frist auf 12 Monate und 14 Tage. Seriöse Anbieter drängen nicht auf eine Sofort-Unterschrift am Beratungstag.
  • ·Nicht allein zum Beratungstermin: Die Verbraucherzentralen raten, eine zweite Person dazuzuholen; das nimmt Verkaufsdruck aus dem Gespräch.
  • ·Zahlungsplan mit Rückbehalt: 5 bis 10 % des Kaufpreises erst nach mängelfreier Abnahme zahlen; Vorsicht bei Klauseln, die dem Anbieter Kostenüberschreitungen von rund 20 % erlauben.
  • ·Qualifizierte Montage: z. B. SGS-TÜV-geprüfte Fachkräfte für barrierefreie Installation.
  • ·Garantie & Wartung schriftlich: Garantiedauer, Wartungskosten und Reaktionszeiten bei Störungen vor Unterschrift klären.
  • ·Mehrere Angebote einholen: 1.000 bis 3.000 € Unterschied bei vergleichbaren Modellen sind üblich.

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So geht es weiter

Mehrere Einzelschritte innerhalb eines Umbauvorhabens behandelt die Pflegekasse in der Regel als eine gemeinsame Maßnahme mit einem gemeinsamen Zuschuss; ein weiterer Zuschuss wird erst bei einer späteren, wesentlichen Verschlechterung der Pflegesituation fällig. Wer ohnehin umbaut, kombiniert den Treppenlift oft mit dem barrierefreien Badumbau (dieselbe §40-Logik, eigener Zuschuss-Rechner). Alle Geld-Rechner rund um die Pflege finden Sie im Pflege-Rechner-Hub, und ob ein Pflegegrad drin ist, klärt der Pflegegrad-Rechner.

Porträt von Benedikt Hübenthal
Redaktionell geprüft von Benedikt Hübenthal Zuletzt aktualisiert: 26.08.2026 · Anfrage-Daten: Stand August 2026

Häufige Fragen zum Treppenlift

Was kostet ein Treppenlift?

Ein Sitzlift für eine gerade Treppe kostet inklusive Montage etwa 3.000 bis 8.000 €, für kurvige Treppen mit Maßschienen 8.000 bis 15.000 €. Plattformlifte für Rollstühle liegen bei 9.000 bis 25.000 €, Hublifte bei 5.000 bis 18.000 € und Homelifte bei 20.000 bis 60.000 €. Gebrauchte Sitzlifte für gerade Treppen gibt es ab etwa 2.000 €.

Wie hoch ist der Treppenlift-Zuschuss der Pflegekasse 2026?

Die Pflegekasse zahlt 2026 bis zu 4.180 € pro pflegebedürftiger Person als Zuschuss für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (§ 40 SGB XI). Er gilt ab Pflegegrad 1. Leben mehrere Menschen mit Pflegegrad im Haushalt, addiert sich der Zuschuss für dieselbe Maßnahme: 8.360 € bei zwei Berechtigten, maximal 16.720 € bei vier.

Welche Voraussetzungen gelten für den Pflegekassen-Zuschuss?

Nötig sind ein Pflegegrad (1 bis 5, die Höhe des Zuschusses ist bei allen gleich) und ein formloser Antrag bei der Pflegekasse vor dem Einbau. Warten Sie die schriftliche Genehmigung ab, bevor Sie den Auftrag erteilen: Nachträglich gestellte Anträge werden meist abgelehnt. Dem Antrag sollte ein Kostenvoranschlag beiliegen.

Kann ich einen Treppenlift mieten statt kaufen?

Ja. Die Miete kostet je nach Modell etwa 50 bis 300 € pro Monat plus eine einmalige Anzahlung von rund 1.500 bis 4.000 €, Wartung ist meist enthalten. Die Mindestvertragslaufzeit liegt je nach Anbieter zwischen 12 und 36 Monaten, bei manchen Anbietern gibt es sie gar nicht. Sie lohnt sich vor allem bei absehbar kurzer Nutzungsdauer, etwa nach einer Operation; bei mittleren Mietpreisen ist der Kauf ab rund zwei Jahren günstiger, am günstigen Ende der Mietspanne kann es deutlich länger dauern. Ob der Pflegekassen-Zuschuss auch bei Miete gezahlt wird, handhaben die Kassen unterschiedlich – am besten vorab bei der eigenen Pflegekasse nachfragen.

Lohnt sich ein gebrauchter Treppenlift?

Bei geraden Treppen ja: Gebrauchte oder generalüberholte Sitzlifte kosten etwa 2.000 bis 5.000 € und sind oft mit Garantie erhältlich. Bei kurvigen Treppen lohnt der Gebrauchtkauf selten, weil die Schienen individuell gefertigt werden. Wiederverwendet werden dann höchstens Sitz, Motor und Steuerung.

Zahlt auch die Krankenkasse für den Treppenlift?

In der Regel nein: Der Treppenlift ist kein Hilfsmittel der Krankenkasse, sondern eine Wohnumfeldverbesserung der Pflegekasse. Die Krankenkasse zahlt aber verordnungsfähige Hilfsmittel wie Treppensteighilfen. Bei einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit kann stattdessen die Berufsgenossenschaft die kompletten Kosten übernehmen.

Welche KfW-Förderung gibt es für den Treppenlift?

Die KfW fördert über das Programm "Altersgerecht Umbauen": als Investitionszuschuss (455-B) mit 10 % der Kosten bis 2.500 € für Einzelmaßnahmen bzw. 12,5 % bis 6.250 € für den Standard Altersgerechtes Haus, oder als zinsgünstigen Kredit (159) bis 50.000 €. Wichtig: Der Fördertopf für den Zuschuss 455-B wird unterjährig in Tranchen neu aufgelegt (zuletzt im April 2026 mit 50 Millionen Euro) und ist jeweils binnen weniger Wochen ausgeschöpft; Stand August 2026 ist keine Antragstellung möglich. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Planung auf kfw.de. Der zinsgünstige Kredit 159 ist davon unabhängig und lässt sich weiterhin beantragen, der Antrag muss dafür vor Vorhabensbeginn gestellt sein.

Kann ich den Treppenlift von der Steuer absetzen?

Ja, auf zwei Wegen: Bei medizinischer Notwendigkeit (Attest) sind die Kosten als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Alternativ können 20 % der Lohnkosten als Handwerkerleistung nach § 35a EStG geltend gemacht werden, maximal 1.200 € pro Jahr. Beides zusammen für dieselben Kosten geht nicht.

Wie lange dauert der Einbau eines Treppenlifts?

Der Einbau eines Sitzlifts an einer geraden Treppe dauert meist nur drei bis vier Stunden, komplexe kurvige Anlagen über mehrere Etagen bis zu ein bis zwei Tage. Einplanen sollten Sie die Vorlaufzeit: Maßschienen für kurvige Treppen brauchen mehrere Wochen Fertigung, Standardmodelle sind in wenigen Tagen lieferbar.

Passt ein Treppenlift auf jede Treppe?

Fast immer. Sitzlifte brauchen etwa 70 bis 80 cm Treppenbreite, für schmalere Treppen gibt es Stehlifte. In Mehrfamilienhäusern schreibt die DIN 18065 vor, dass nach dem Einbau 100 cm nutzbare Treppenbreite bleiben. Auch enge Wendeltreppen sind mit Maßschienen lösbar; ob es passt, klärt die kostenlose Vor-Ort-Begutachtung.

Brauche ich eine Genehmigung für den Treppenlift?

Im eigenen Einfamilienhaus in der Regel nicht. Als Mieter brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters, auf die Sie nach § 554 BGB bei berechtigtem Interesse (Alter, Krankheit, Behinderung) grundsätzlich Anspruch haben, gegebenenfalls gegen Rückbau-Zusage. In der Eigentümergemeinschaft ist ein Beschluss nötig, bei denkmalgeschützten Häusern die Abstimmung mit der Denkmalbehörde.

Woran erkenne ich einen seriösen Treppenlift-Anbieter?

Seriöse Anbieter bieten eine kostenlose Vor-Ort-Beratung, ein detailliertes schriftliches Angebot ohne versteckte Kosten und klare Garantie- und Wartungskonditionen. Sie drängen nicht auf eine Unterschrift am Beratungstag. Achten Sie auf geprüfte Montage-Qualifikationen (z. B. SGS-TÜV-Zertifikat) und Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht bei zu Hause geschlossenen Verträgen. Preisunterschiede von 1.000 bis 3.000 € zwischen Anbietern sind bei vergleichbaren Modellen üblich; mehrere Angebote einzuholen lohnt sich fast immer.

Was kostet die Wartung eines Treppenlifts?

Ein Wartungsvertrag kostet etwa 100 bis 300 € pro Jahr. Die jährliche Wartung ist bei vielen Herstellern Voraussetzung für die Garantie. Die Stromkosten liegen unter 50 € pro Jahr, da der Lift über eine normale 230-V-Steckdose läuft. Bei guter Pflege hält ein Treppenlift 10 bis 15 Jahre oder länger.

Welcher Lift-Typ passt zu welcher Situation?

Der Sitzlift ist der Standard für alle, die noch selbstständig sitzen können. Der Stehlift löst schmale Treppen oder Knieprobleme beim Hinsetzen. Plattform- und Hublifte transportieren Rollstühle mitsamt Person, der Hublift überwindet dabei kleinere Höhen ohne Schienenverlauf. Der Homelift (Senkrechtlift) verbindet Etagen unabhängig von der Treppe und ist die komfortabelste, aber teuerste Lösung.

Übernimmt das Sozialamt Treppenlift-Kosten?

Wenn Einkommen und Vermögen nicht reichen und die Pflegekassen-Förderung ausgeschöpft ist, kann das Sozialamt im Rahmen der Eingliederungshilfe bzw. Hilfe zur Pflege einspringen. Auch die Agentur für Arbeit oder die Berufsgenossenschaft kommen infrage, wenn der Lift die Erwerbsfähigkeit sichert oder die Einschränkung durch einen Arbeitsunfall entstand.

Gibt es einen Stiftung-Warentest-Test für Treppenlifte?

Nein, einen offiziellen Vergleichstest der Stiftung Warentest gibt es bisher nicht. Der Grund: Treppenlifte sind Maßanfertigungen für die jeweilige Treppe, was einen standardisierten Modellvergleich schwierig macht. Testen Sie stattdessen selbst: Achten Sie auf eine TÜV- oder CE-Zertifizierung, holen Sie mehrere Angebote ein und vereinbaren Sie eine Probefahrt vor Ort.

Was kostet ein Treppenlift für eine Wendeltreppe?

Enge Wendel- und Spindeltreppen sind die teuerste Konstellation: Rechnen Sie mit etwa 10.000 bis 17.000 € pro Etage, denn die doppelt gebogenen Maßschienen werden individuell gefertigt. Der Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 € pro Person geht davon ab. Ob die Konstruktion passt, klärt die kostenlose Vor-Ort-Begutachtung; bei sehr engen Spindeltreppen ist ein Homelift manchmal die praktikablere Lösung.

Was kostet ein Treppenlift für außen?

Außenlifte brauchen wetterfeste Komponenten (Abdeckhaube, korrosionsgeschützte Schienen, UV-beständige Bezüge) und kosten dadurch rund 20 bis 30 % mehr als die vergleichbare Innen-Variante. Für eine gerade Außentreppe sind etwa 4.000 bis 8.000 € realistisch, mit Kurven bis rund 16.000 €. Der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 SGB XI gilt auch für den Lift am Hauseingang.

Wie viel Gewicht trägt ein Treppenlift?

Standard-Sitzlifte tragen bis 120 kg, verstärkte Modelle bis 160 kg und XXL-Ausführungen bis etwa 200 kg. Plattformlifte schaffen mitsamt Rollstuhl typischerweise bis 350 kg. Das zulässige Nutzergewicht steht im Datenblatt und sollte beim Vor-Ort-Termin angesprochen werden; verstärkte Modelle kosten meist nur wenige hundert Euro Aufpreis.

Was kostet es, einen Treppenlift entfernen zu lassen?

Die Demontage durch eine Fachfirma kostet je nach Anlage einige hundert bis über 1.000 €. Viele Händler verrechnen den Ausbau mit dem Rückkauf des gebrauchten Lifts, teils ist er dann kostenlos. Mieter sollten die Rückbau-Zusage aus der Vereinbarung mit dem Vermieter (§ 554 BGB) einplanen; nach dem Ausbau bleiben meist nur Dübellöcher in den Stufen, die sich verschließen lassen.

Bekomme ich einen Treppenlift ohne Pflegegrad finanziert?

Ohne Pflegegrad zahlt die Pflegekasse keinen Zuschuss nach § 40 SGB XI. Es bleiben der zinsgünstige KfW-Kredit 159, der Steuerabzug (außergewöhnliche Belastung bei medizinischer Notwendigkeit oder 20 % der Lohnkosten nach § 35a EStG) und einzelne Landesprogramme, die keinen Pflegegrad voraussetzen. Oft lohnt es sich, zuerst einen Pflegegrad zu beantragen: Schon Pflegegrad 1 sichert die vollen 4.180 €.

Gibt es mobile Treppenlifte zum Stehen?

Hinter dieser Suche stecken meist zwei verschiedene Produkte. Der Stehlift ist ein fest installierter Treppenlift zum Stehen: Er fährt auf einer Schiene, gefahren wird stehend oder angelehnt, ideal für schmale Treppen (etwa 4.000 bis 12.000 €, der §40-Zuschuss gilt). Wirklich mobil sind Treppensteighilfen: batteriebetriebene Geräte ohne Einbau, die von einer Begleitperson geführt werden. Sie gelten als Hilfsmittel der Krankenkasse und werden mit ärztlicher Verordnung übernommen, es bleibt die Zuzahlung von höchstens 10 €. Einen Lift, der fest installiert und zugleich mobil ist, gibt es nicht.

Welche Landesförderung gibt es für den Treppenlift?

Ergänzend zur Pflegekasse fördern viele Bundesländer die Barrierereduzierung: Hamburg zahlt je Maßnahme 3.000 bis 20.000 € Zuschuss, Hessen hat ein eigenes Lift-Teilbudget von 6.500 €, Mecklenburg-Vorpommern bis 4.500 €, Bayern vergibt ein leistungsfreies Darlehen bis 10.000 €. Achtung: Brandenburg schließt Treppensitzlifte ausdrücklich aus und fördert nur Plattformlifte und Rampen. Alle 16 Bundesländer stehen im Abschnitt Landesförderung; im Rechner genügt Ihre Postleitzahl.