Mpox-Welle: Infektionen steigen rasant an

Benedikt Hübenthal
Mpox Infektionen 2026: Rasanter Anstieg der Fallzahlen

Die Zahl der gemeldeten Mpox-Infektionen verzeichnet in diesem Jahr einen besorgniserregenden Aufwärtstrend. Was in den vergangenen Jahren noch wie ein abklingendes Ausbruchsgeschehen wirkte, hat nun durch eine neue Virusvariante wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Für Pflegekräfte, medizinisches Personal und die Bevölkerung ist es wichtig, die aktuellen Entwicklungen und Schutzmaßnahmen genau zu kennen.

Alarmierende Zahlen: Ein deutlicher Anstieg

Die aktuellen Meldedaten der Gesundheitsbehörden sprechen eine eindeutige Sprache. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) wurden bis zum 5. April dieses Jahres bereits 71 Mpox-Fälle registriert. Ein Blick auf die Vorjahre verdeutlicht die Brisanz der Lage: Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 waren es noch 61 Fälle, 2024 lediglich 14 und 2023 nur zehn gemeldete Infektionen. Damit setzt sich ein Trend fort, der die Behörden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

Neue Virusvariante zirkuliert lokal

Ein entscheidender Faktor für die steigenden Fallzahlen ist die Ausbreitung der sogenannten Klade Ib. Diese Variante, die in der jüngsten Vergangenheit vor allem in Zentralafrika für weitreichende Ausbrüche sorgte, hat sich mittlerweile auch hierzulande lokal etabliert. Berichten zufolge haben sich die meisten Betroffenen direkt vor Ort angesteckt, was auf eine aktive Zirkulation des Virus hindeutet. Bislang sind vor allem Männer betroffen, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern haben.

Symptome: Worauf Betroffene achten sollten

Mpox, früher auch als Affenpocken bekannt, ist eine seltene Virusinfektion, die sich durch eine Reihe von charakteristischen Beschwerden bemerkbar macht. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Starke Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Ein schmerzhafter oder juckender Hautausschlag, der sich von Flecken zu Bläschen und schließlich zu verkrustendem Schorf entwickelt

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) können die Hautveränderungen insbesondere im Gesicht, an den Handflächen, Fußsohlen sowie im Genital- und Analbereich auftreten. Die Ansteckungsgefahr bleibt bestehen, bis alle Krusten vollständig abgefallen sind und sich eine neue Hautschicht gebildet hat.

Übertragungswege und Prävention

Das Virus wird primär durch sehr engen, direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen. Dies geschieht besonders häufig bei intimen und sexuellen Kontakten. Auch der direkte Kontakt mit den typischen Hautbläschen oder dem Schorf eines Infizierten birgt ein massives Ansteckungsrisiko. Eine Übertragung durch Tröpfcheninfektion ist bei engem Kontakt ebenfalls möglich.

Um sich und andere zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Schutzimpfung für bestimmte Risikogruppen. Dazu gehören in erster Linie Männer, die Sex mit Männern haben und häufig ihre Partner wechseln, sowie Personen in der Sexarbeit. Die Impfung hat sich als wirksames Mittel erwiesen, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Pflegekräfte und medizinisches Personal sind dazu aufgerufen, bei unklaren Hautveränderungen wachsam zu bleiben und entsprechende Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten, um Infektionsketten frühzeitig zu durchbrechen.

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