Steigende Mpox-Zahlen in Berlin: Gesundheitsamt ruft zur Impfung auf
Die Ausbreitung von Mpox, früher als Affenpocken bekannt, beschäftigt derzeit die Gesundheitsbehörden der Hauptstadt. Wie aus dem jüngsten Wochenbericht zu Infektionskrankheiten des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso) hervorgeht, haben sich im laufenden Jahr bereits 125 Menschen mit dem Virus infiziert. Angesichts dieser Zahlen erneuern Experten ihren eindringlichen Aufruf zur Prävention und Aufklärung.
Aktuelle Lage und Entwicklung der Fallzahlen
Laut dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales lag das Infektionsniveau besonders in den ersten Monaten des Jahres deutlich über den Werten der Vorjahre. Zwar scheinen sich die Zahlen nach dem anfänglichen Anstieg wieder auf einem gewissen Niveau einzupendeln, doch die Gesundheitsämter bleiben wachsam. Die kontinuierliche Erfassung der Daten zeigt, dass das Virus weiterhin zirkuliert und insbesondere bei engen körperlichen Kontakten übertragen wird.
Gesundheitsamt rät dringend zur Impfung
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und schwere Krankheitsverläufe abzumildern, rät das Lageso gefährdeten Personengruppen ausdrücklich zu einer Schutzimpfung. Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung generell für bestimmte Risikogruppen. Dazu gehören in erster Linie Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit häufig wechselnden Partnern haben, sowie medizinisches Personal, das in Laboren oder bei der Behandlung einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt ist.
Wie funktioniert der Schutz?
- Grundimmunisierung: Für einen vollständigen Schutz sind in der Regel zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 28 Tagen erforderlich.
- Auffrischung: Personen, die in der Vergangenheit (etwa in der Kindheit) bereits gegen Pocken geimpft wurden, benötigen in der Regel nur eine Dosis, um den Schutz zu reaktivieren.
- Postexpositionsprophylaxe (PEP): Auch nach einem möglichen Kontakt mit dem Virus kann eine zeitnahe Impfung (idealerweise innerhalb von vier bis 14 Tagen) den Ausbruch der Krankheit verhindern oder den Verlauf deutlich abmildern.
Symptome erkennen und richtig handeln
Mpox äußert sich typischerweise zunächst durch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie spürbar geschwollene Lymphknoten. Einige Tage nach Einsetzen des Fiebers entwickelt sich der charakteristische Hautausschlag, der oft im Gesicht beginnt und sich dann auf andere Körperteile ausbreitet. Die Läsionen durchlaufen verschiedene Stadien, von flachen Flecken über flüssigkeitsgefüllte Bläschen bis hin zu Krusten, die schließlich abfallen.
Experten betonen eindringlich: Wer entsprechende Symptome bei sich feststellt, sollte umgehend telefonisch ärztlichen Rat einholen und bis zur Abklärung enge körperliche Kontakte meiden. Nur durch ein schnelles Erkennen und Isolieren von Infizierten sowie eine hohe Impfquote in den Risikogruppen lässt sich die Infektionskette nachhaltig durchbrechen.
Brauchen Sie Unterstützung bei der Pflege?
PflegeHelfer24 ist Ihr verlässlicher Partner. Entdecken Sie unsere Ratgeber oder lassen Sie sich kostenlos zu Pflegehilfsmitteln, Treppenliften und Zuschüssen beraten.

