Die Erhaltung der eigenen Mobilität ist für Senioren ein entscheidender Faktor für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben. Wenn das Gehen zunehmend schwerer fällt, die Füße schmerzen oder die Beine am Abend schwer und geschwollen sind, leidet nicht nur die körperliche Aktivität, sondern auch die Lebensqualität. In der Region Augsburg gibt es glücklicherweise eine hervorragende infrastrukturelle Versorgung durch hochqualifizierte Fachärzte und moderne Sanitätshäuser. Dieser umfassende Ratgeber von PflegeHelfer24 widmet sich detailliert den Themen orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe. Wir erklären Ihnen, wie moderne 3D-Messtechnik funktioniert, welche Modelle für Ihre individuellen Bedürfnisse geeignet sind, wie die Maßanfertigung abläuft und welche Kosten die gesetzliche Krankenkasse übernimmt.
Als Spezialist für Seniorenpflege und Hilfsmittel wissen wir: Der Weg zum richtigen Hilfsmittel kann manchmal unübersichtlich wirken. Mit den richtigen Informationen können Sie oder Ihre pflegebedürftigen Angehörigen jedoch zielsicher die beste Versorgung in Augsburg finden. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess – vom ersten Arztbesuch über die Vermessung im Sanitätshaus bis hin zur täglichen Pflege Ihrer neuen Hilfsmittel.
Der menschliche Fuß ist ein biomechanisches Meisterwerk, das im Laufe eines Lebens enorme Belastungen aushalten muss. Im Alter verändern sich die Strukturen: Bänder erschlaffen, die Muskulatur baut sich ab und das schützende Fettpolster unter der Fußsohle wird dünner. Dies führt häufig zu Fußfehlstellungen, die unbehandelt weitreichende Folgen für den gesamten Bewegungsapparat haben können. Schmerzen in den Knien, der Hüfte oder sogar im Rücken haben ihre Ursache nicht selten in einer falschen Fußstellung.
Orthopädische Einlagen sind maßgefertigte Hilfsmittel, die in den Schuh gelegt werden. Sie stützen, entlasten und korrigieren den Fuß. Für Senioren sind sie besonders wichtig bei folgenden weit verbreiteten Diagnosen:
Knick-Senk-Fuß und Plattfuß: Das Fußgewölbe flacht ab, der Fuß knickt nach innen. Dies führt zu einer Überbelastung der Sehnen und Gelenke.
Spreizfuß: Das vordere Quergewölbe sinkt ein. Die Folge sind oft starke Schmerzen im Vorfußbereich und die Bildung von Schwielen.
Hallux valgus (Ballenzeh): Eine schmerzhafte Fehlstellung der Großzehe, die oft mit einem Spreizfuß einhergeht. Einlagen können den Druck lindern, auch wenn sie die Fehlstellung selbst nicht mehr rückgängig machen können.
Fersensporn und Plantarfasziitis: Eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle. Spezielle Einlagen mit einer Aussparung oder weichen Polsterung im Fersenbereich bringen hier oft schnelle Linderung.
Arthrose: Gelenkverschleiß in den Fuß- oder Kniegelenken kann durch dämpfende und korrigierende Einlagen verlangsamt und schmerztechnisch gelindert werden.
Moderne Einlagen stützen den Fuß sanft.
Eine besondere Erwähnung verdient die Versorgung von Senioren mit Diabetes mellitus. Durch die sogenannte diabetische Polyneuropathie (Nervenschädigung) verlieren viele Diabetiker das Schmerzempfinden in den Füßen. Gleichzeitig kommt es oft zu Durchblutungsstörungen. Druckstellen durch falsches Schuhwerk oder Fehlbelastungen werden nicht bemerkt und können sich zu gefährlichen, schwer heilenden Wunden (Ulcera) entwickeln.
In Augsburg gibt es spezialisierte Sanitätshäuser und orthopädische Schuhmacher, die sich auf die diabetesadaptierte Fußbettung spezialisiert haben. Diese speziellen Einlagen werden aus extrem weichen, dämpfenden und vor allem reibungsarmen Materialien gefertigt. Sie verteilen den Druck gleichmäßig über die gesamte Fußsohle und verhindern so gefährliche Druckspitzen. Für Diabetiker ist eine regelmäßige, oft vierteljährliche Kontrolle der Füße und der Einlagen durch einen Facharzt (Diabetologe oder Podologe) absolut lebenswichtig.
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Die Zeiten, in denen der Fuß ausschließlich in einen Trittschaum gedrückt wurde, sind in modernen Augsburger Sanitätshäusern längst vorbei. Obwohl der Trittschaum oder der klassische Blauabdruck bei bestimmten Indikationen immer noch ihre Daseinsberechtigung haben, dominiert heute die computergestützte Hightech-Vermessung. Diese Methoden garantieren eine nie dagewesene Präzision bei der Maßanfertigung.
Wenn Sie in Augsburg ein Sanitätshaus für die Einlagenversorgung aufsuchen, werden Sie wahrscheinlich mit einer oder mehrerer der folgenden Messmethoden in Berührung kommen:
2D-Fußscanner: Sie stellen sich barfuß auf eine Glasplatte. Ein optischer Scanner erfasst die Fußsohle hochauflösend von unten. Der Orthopädietechniker kann am Bildschirm exakt erkennen, wo die Hauptbelastungszonen liegen (diese werden farblich markiert) und wie die Gewölbe beschaffen sind.
3D-Laserscan: Hierbei wird der Fuß nicht nur von unten, sondern dreidimensional in seiner gesamten räumlichen Form erfasst. Dies ist besonders wichtig für die Anfertigung von Schaleneinlagen oder wenn der Fuß starke Verformungen aufweist. Der 3D-Scan liefert die exakten Daten für die computergesteuerte Fräse (CNC-Fräse), die die Einlage später aus einem Materialblock herausschneidet.
Elektronische Fußdruckmessung (Pedobarographie): Dies ist ein dynamisches Messverfahren. Sie gehen über eine spezielle Messplatte, die mit tausenden feinen Sensoren ausgestattet ist. Das System misst die Druckverteilung unter der Fußsohle während des gesamten Abrollvorgangs beim Gehen. So können Fehlbelastungen aufgedeckt werden, die im ruhigen Stehen gar nicht sichtbar wären.
Ganganalyse: Bei komplexeren Beschwerden bieten einige hochspezialisierte Zentren in Augsburg eine komplette videogestützte Ganganalyse auf dem Laufband an. Hierbei wird das Zusammenspiel von Fuß, Knie, Hüfte und Wirbelsäule ganzheitlich betrachtet.
Präzise 3D-Vermessung im modernen Sanitätshaus.
Basierend auf der ärztlichen Diagnose und den Ergebnissen der Vermessung wählt der Orthopädietechniker den passenden Einlagentyp aus. Es gibt nicht "die eine" Einlage, sondern hochspezialisierte Konzepte für unterschiedliche Anforderungen:
Kopien- oder Bettungseinlagen: Sie betten den Fuß großflächig, stützen die Gewölbe und verteilen das Körpergewicht gleichmäßig. Sie bestehen oft aus Kork, Leder oder modernen Kunststoffen.
Weichpolstereinlagen: Diese bestehen aus dämpfenden Schaumstoffen (z.B. EVA-Schaum). Sie sind ideal für Senioren mit empfindlichen Füßen, Rheuma oder leichten Durchblutungsstörungen, da sie Stöße beim Gehen abfangen und Gelenke schonen.
Sensomotorische (propriozeptive) Einlagen: Diese speziellen Einlagen wirken nicht nur rein mechanisch stützend, sondern stimulieren über gezielt gesetzte Druckpunkte die Rezeptoren in der Fußsohle. Dadurch wird die Fußmuskulatur angeregt, sich selbst zu korrigieren. Sie werden oft bei neurologischen Erkrankungen oder zur aktiven Aufrichtung des Fußes eingesetzt.
Schaleneinlagen: Sie fassen die Ferse fest ein und geben dem Fuß bei starken Instabilitäten (z.B. schwerer Knick-Senk-Fuß) den nötigen Halt im Schuh.
Neben den Füßen sind die Beine ein weiterer Schwachpunkt im Alter. Wenn die Venenklappen, die das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen pumpen sollen, nicht mehr richtig schließen, staut sich das Blut in den Beinen. Die Folgen sind schwere, müde Beine, Schwellungen (Ödeme), Besenreiser und im schlimmsten Fall Krampfadern (Varizen), Thrombosen oder ein "offenes Bein" (Ulcus cruris).
Medizinische Kompressionsstrümpfe sind das Basis-Therapeutikum der Phlebologie (Venenheilkunde) und der Lymphologie. Sie üben einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. Dieser Druck presst die erweiterten Venen zusammen, sodass die Venenklappen wieder schließen können. Der Blutrückfluss wird beschleunigt, Schwellungen gehen zurück und das Thromboserisiko sinkt drastisch.
Für Senioren in Augsburg, die nach langen Spaziergängen am Lech oder durch die historische Altstadt über schmerzende Beine klagen, sind Kompressionsstrümpfe oft eine enorme Erleichterung.
Medizinische Kompressionsstrümpfe werden nach der Stärke ihres Ruhedrucks in vier Klassen eingeteilt. Der behandelnde Arzt (Hausarzt, Phlebologe oder Angiologe) legt die Klasse auf dem Rezept fest:
Kompressionsklasse 1 (KKL 1 - leichte Kompression): Wird meist bei beginnenden Venenproblemen, leichter Schwere und Müdigkeit in den Beinen, geringer Krampfaderbildung oder zur Vorbeugung auf längeren Reisen eingesetzt. Der Druck ist spürbar, aber leicht zu tolerieren.
Kompressionsklasse 2 (KKL 2 - mittlere Kompression): Dies ist die am häufigsten verschriebene Klasse. Sie kommt bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venenoperationen, bei Schwellungen nach Verletzungen oder bei einer leichten bis mittleren chronisch venösen Insuffizienz (CVI) zum Einsatz.
Kompressionsklasse 3 (KKL 3 - kräftige Kompression): Wird bei schweren Venenerkrankungen, ausgeprägten Ödemen, nach einer abgeheilten Beinvenenthrombose (Postthrombotisches Syndrom) oder bei leichten Lymphödemen verschrieben. Das Anziehen erfordert hier bereits deutlich mehr Kraft.
Kompressionsklasse 4 (KKL 4 - sehr kräftige Kompression): Kommt seltener und nur bei sehr schweren Krankheitsbildern wie ausgeprägten Lymphödemen oder der Elephantiasis zum Einsatz.
Ein besonders wichtiges Thema, das oft zu Verwirrung führt, ist die Herstellungsart der Strümpfe. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen rundgestrickten und flachgestrickten Kompressionsstrümpfen. Für die richtige Therapie ist die Wahl des korrekten Materials essenziell.
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese Strümpfe werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Sie sind sehr elastisch, optisch oft kaum von normalen, blickdichten Feinstrumpfhosen zu unterscheiden und in vielen modischen Farben erhältlich. Sie werden primär bei reinen Venenerkrankungen (Krampfadern, Venenschwäche, Thromboseprophylaxe) eingesetzt. Rundstrickware gibt es in Konfektionsgrößen, sie kann aber bei abweichenden Beinformen auch maßangefertigt werden.
Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese Strümpfe werden flach gestrickt und anschließend an der Rückseite mit einer flachen, elastischen Naht zusammengenäht. Das Material ist deutlich fester, dicker und weniger dehnbar. Diese Festigkeit (hoher Arbeitsdruck, niedriger Ruhedruck) ist zwingend erforderlich bei Lymphödemen (Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe) und Lipödemen (krankhafte Fettverteilungsstörung). Ein rundgestrickter Strumpf würde bei diesen Diagnosen in die weichen Hautfalten einschneiden und den Lymphabfluss abschnüren. Flachstrickstrümpfe sind immer Maßanfertigungen, da sie exakt an die oft asymmetrischen Beinkonturen der Patienten angepasst werden müssen.
Damit ein Kompressionsstrumpf seine medizinische Wirkung entfalten kann, muss er perfekt sitzen. Ist er zu weit, wirkt er nicht. Ist er zu eng, schnürt er ab und gefährdet die Durchblutung. Die Vermessung in einem Augsburger Sanitätshaus oder einer spezialisierten Apotheke ist daher ein hochpräziser Vorgang.
WICHTIG: Der richtige Zeitpunkt für die Vermessung Die Vermessung sollte zwingend morgens erfolgen, idealerweise direkt nach dem Aufstehen oder in den frühen Vormittagsstunden. Im Laufe des Tages sackt durch Schwerkraft und Bewegung Flüssigkeit in die Beine, sie schwellen an. Würde man nachmittags messen, wäre der Strumpf später am ungeschwollenen Bein zu weit und würde rutschen.
Wie wird gemessen?
Traditionell erfolgt die Messung manuell mit einem speziellen Maßband. Die Fachkraft misst die Umfänge an exakt definierten Messpunkten (z.B. Fessel, stärkste Stelle der Wade, Kniekehle, Mitte des Oberschenkels) sowie die entsprechenden Längenmaße. Bei einer Maßanfertigung werden oft über 10 verschiedene Messpunkte pro Bein erfasst.
In modernen Sanitätshäusern in Augsburg kommt zunehmend die digitale 3D-Beinvermessung zum Einsatz (z.B. mit Systemen wie Bodytronic). Hierbei stellt sich der Patient auf eine rotierende Plattform. Ein Infrarot- oder Laserscanner erstellt innerhalb weniger Sekunden ein exaktes, dreidimensionales Modell der Beine. Dieses System ist völlig berührungslos, extrem präzise und schließt menschliche Messfehler aus. Die Daten werden dann digital direkt an den Hersteller übermittelt, der den Strumpf millimetergenau anfertigt.
Exaktes Maßnehmen für den perfekten Sitz.
Für Senioren ist die Frage der Finanzierung von Hilfsmitteln von zentraler Bedeutung. Die gute Nachricht: Sowohl orthopädische Einlagen als auch medizinische Kompressionsstrümpfe sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gelistet. Das bedeutet, dass die Krankenkassen die Kosten für die medizinisch notwendige Standardversorgung übernehmen, sofern eine ärztliche Verordnung (Rezept) vorliegt.
Das ärztliche Rezept (Muster 16) Grundvoraussetzung für die Kostenübernahme ist ein Kassenrezept, das von einem Vertragsarzt ausgestellt wurde. Darauf müssen die genaue Diagnose, die Art des Hilfsmittels (z.B. "1 Paar orthopädische Einlagen langsohlig" oder "1 Paar medizinische Kompressionsstrümpfe KKL 2, oberschenkellang, Maßanfertigung") sowie die medizinische Notwendigkeit vermerkt sein.
Die gesetzliche Zuzahlung Für jedes Hilfsmittel, das von der Krankenkasse bezahlt wird, müssen Versicherte (die nicht befreit sind) eine gesetzliche Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Hilfsmittel. Bei einem Paar Einlagen oder Strümpfen zahlen Sie also in der Regel zwischen 5 und 10 Euro gesetzliche Zuzahlung.
Die wirtschaftliche Aufzahlung (Eigenanteil) Zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung fällt bei Einlagen und Strümpfen sehr oft eine sogenannte wirtschaftliche Aufzahlung an. Die Krankenkassen zahlen dem Sanitätshaus nur einen festgelegten Festbetrag für die medizinische Basisversorgung (Kassenmodell). Wünschen Sie jedoch besondere Materialien (z.B. atmungsaktive Lederbezüge, spezielle Hightech-Schäume, modische Farben bei Strümpfen, Haftbänder mit Spitze), müssen Sie die Differenz zwischen dem Festbetrag und dem tatsächlichen Preis des Premiumprodukts selbst tragen. Diese Aufzahlungen können bei Einlagen zwischen 15 Euro und 50 Euro und bei Kompressionsstrümpfen zwischen 10 Euro und 40 Euro liegen. Das Sanitätshaus in Augsburg ist verpflichtet, Ihnen immer auch ein aufzahlungsfreies Kassenmodell (lediglich gegen die gesetzliche Zuzahlung) anzubieten.
Wie oft habe ich Anspruch auf eine Neuversorgung? Die Richtlinien der Krankenkassen sehen in der Regel folgende Intervalle vor:
Orthopädische Einlagen: Erwachsene haben in der Regel Anspruch auf zwei Paar Einlagen pro Jahr. Dies ist sinnvoll, da man so ein Paar für Straßenschuhe und ein Paar für Hausschuhe nutzen oder die Einlagen zum Lüften wechseln kann.
Kompressionsstrümpfe: Aus hygienischen Gründen und weil das elastische Material mit der Zeit ausleiert, gewähren die Kassen in der Regel alle 6 Monate eine Neuversorgung (also zwei Paar pro Jahr). Bei der Erstversorgung können aus hygienischen Gründen (Wechselversorgung) direkt zwei Paar verordnet werden. Bei starken Gewichtsschwankungen oder einer Veränderung des Ödems kann der Arzt auch vorzeitig eine Neuversorgung verordnen.
Für viele Rentner mit schmalem Budget können sich die Zuzahlungen für Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Hilfsmittel summieren. Das deutsche Gesundheitssystem sieht hier eine Belastungsgrenze vor. Sie müssen pro Kalenderjahr maximal 2 Prozent Ihres Bruttoeinkommens für Zuzahlungen aufwenden. Für chronisch Kranke (was auf viele Senioren zutrifft) sinkt diese Grenze auf 1 Prozent.
Sammeln Sie alle Quittungen für Zuzahlungen (Apotheke, Krankenhaus, Sanitätshaus). Sobald Sie Ihre individuelle Belastungsgrenze erreicht haben, können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung für den Rest des Jahres beantragen. Weitere offizielle und verifizierbare Informationen zu den genauen Regelungen der Zuzahlungsbefreiung finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).
Ein maßgefertigtes Hilfsmittel ist eine Investition in Ihre Gesundheit. Damit Einlagen und Kompressionsstrümpfe ihre Funktion über Monate hinweg erfüllen, ist die richtige Pflege unerlässlich. Gerade für Senioren kann die Handhabung eine Herausforderung darstellen.
Pflege von orthopädischen Einlagen:
Nehmen Sie die Einlagen abends aus den Schuhen heraus, damit sie lüften und trocknen können. Fußschweiß kann das Material auf Dauer zersetzen.
Legen Sie die Einlagen niemals auf die Heizung oder in die direkte Sonne. Extreme Hitze verformt die thermoplastischen Materialien, aus denen die Einlagen gefertigt sind.
Reinigen Sie die Oberfläche regelmäßig mit einem leicht feuchten Tuch und milder Seife. Bei Lederbezügen empfiehlt sich gelegentlich eine spezielle Lederpflege.
Waschen Sie Einlagen niemals in der Waschmaschine!
Pflege von Kompressionsstrümpfen:
Kompressionsstrümpfe sollten idealerweise täglich gewaschen werden. Hautschuppen, Schweiß und Reste von Körperlotionen greifen die elastischen Fasern (Elastan) an. Durch das Waschen zieht sich das Gewebe wieder zusammen und erhält seine Kompressionskraft zurück.
Waschen Sie die Strümpfe bei 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang oder per Handwäsche.
Verwenden Sie niemals Weichspüler! Weichspüler verklebt die elastischen Fasern und zerstört die medizinische Wirkung des Strumpfes unwiderruflich. Nutzen Sie ein mildes Feinwaschmittel oder spezielle Spezialwaschmittel für Kompressionsware aus dem Sanitätshaus.
Trocknen Sie die Strümpfe an der Luft, nicht im Wäschetrockner und nicht auf der Heizung.
Achten Sie auf Ihre Hautpflege: Verwenden Sie abends nach dem Ausziehen feuchtigkeitsspendende Cremes. Morgens vor dem Anziehen sollten Sie die Beine nicht eincremen, da fetthaltige Cremes (z.B. mit Vaseline) das Material angreifen können und das Anziehen erschweren.
Das Anziehen von Kompressionsstrümpfen, insbesondere ab Kompressionsklasse 2, erfordert Kraft in den Händen und Beweglichkeit im Rücken. Für viele Senioren in Augsburg ist das Bücken zum Fuß schwer bis unmöglich. Hier bieten Sanitätshäuser geniale Lösungen an:
Gummihandschuhe: Spezielle Noppenhandschuhe sind das wichtigste Utensil. Sie geben einen enormen Grip, sodass der Strumpf leicht am Bein nach oben gestrichen werden kann, ohne das Gestrick mit den Fingernägeln zu beschädigen.
Gleit-Socken (Anziehgleiter): Bei Strümpfen mit offener Fußspitze wird eine rutschige Seidensocke über den Fuß gezogen. Der Kompressionsstrumpf gleitet darüber mühelos über Ferse und Spann. Danach wird die Gleitsocke vorne an den Zehen herausgezogen.
Metall- oder Kunststoffgestelle: Der Strumpf wird über einen halbrunden Zylinder gestülpt und aufgedehnt. Der Senior kann dann einfach mit dem Fuß in den Zylinder steigen und den Strumpf mit Hilfe von seitlichen Griffen am Bein hochziehen, ohne sich bücken zu müssen. Diese Anziehhilfen können vom Arzt auf Rezept verordnet werden und werden von der Krankenkasse bezahlt!
Anziehhilfen erleichtern den täglichen Umgang enorm.
Augsburg verfügt über eine hervorragende Dichte an qualifizierten Sanitätshäusern, von großen Filialisten in der Innenstadt bis hin zu spezialisierten Familienbetrieben in Stadtteilen wie Göggingen, Lechhausen oder Haunstetten. Doch woran erkennen Sie einen guten Anbieter?
Zertifizierung: Achten Sie darauf, dass das Sanitätshaus präqualifiziert und nach DIN EN ISO 13485 (Qualitätsmanagement für Medizinprodukte) zertifiziert ist. Dies garantiert einen hohen Standard.
Diskretion und Zeit: Ein gutes Sanitätshaus in Augsburg bietet für die Vermessung von Kompressionsstrümpfen abgetrennte, diskrete Kabinen an. Das Personal nimmt sich Zeit für eine ausführliche Beratung.
Hausbesuche: Für immobilen Senioren, die das Haus nicht mehr verlassen können, bieten viele Augsburger Sanitätshäuser einen Hausbesuchsservice an. Der Orthopädietechniker kommt dann zur Vermessung direkt zu Ihnen nach Hause oder ins Pflegeheim.
Vernetzung: Gute Orthopädietechniker stehen in engem Kontakt mit den verordnenden Ärzten in Augsburg und halten bei Unklarheiten auf dem Rezept Rücksprache.
Wir von PflegeHelfer24 betrachten die Mobilität von Senioren ganzheitlich. Orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe sind oft der erste, essenzielle Schritt, um die Gehfähigkeit zu erhalten. Wenn jedoch trotz optimaler Versorgung an Fuß und Bein die Kraft nachlässt, ist es wichtig, rechtzeitig über ergänzende Hilfsmittel nachzudenken.
Ein gut angepasster Rollator kann in Kombination mit orthopädischen Schuheinlagen die Reichweite bei Spaziergängen durch Augsburg enorm vergrößern. Wenn das Treppensteigen im eigenen Haus trotz schmerzfreier Füße zur Gefahr wird, sorgt ein Treppenlift für Sicherheit. Für weitere Strecken, etwa zum Einkaufen auf den Stadtmarkt, bietet ein Elektromobil die perfekte Ergänzung zur Erhaltung der Unabhängigkeit. Wir beraten Sie gerne zu all diesen Themen, um ein umfassendes, sicheres Wohn- und Mobilitätskonzept für Sie oder Ihre Angehörigen zu erstellen.
Um Ihnen den Prozess so einfach wie möglich zu machen, haben wir die wichtigsten Schritte in einer praktischen Checkliste zusammengefasst:
Symptome erkennen: Schmerzen beim Gehen, schnelle Ermüdung der Füße, geschwollene Beine am Abend, hervortretende Adern.
Facharzt aufsuchen: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt, einem Orthopäden (für Einlagen) oder einem Phlebologen/Venenfacharzt (für Kompressionsstrümpfe) in Augsburg.
Rezept ausstellen lassen: Achten Sie darauf, dass Diagnose, Produktart (z.B. Maßanfertigung) und Anzahl (z.B. 2 Paar) korrekt vermerkt sind. Für Anziehhilfen benötigen Sie ein separates Rezept.
Termin im Sanitätshaus vereinbaren: Rufen Sie vorab an. Für Kompressionsstrümpfe sollten Sie zwingend einen Termin am frühen Vormittag vereinbaren, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind.
Vermessung: Lassen Sie sich die moderne 3D-Messtechnik erklären. Fragen Sie aktiv nach den Unterschieden zwischen aufzahlungsfreien Kassenmodellen und aufzahlungspflichtigen Premiummodellen.
Anprobe und Abholung: Probieren Sie die Hilfsmittel vor Ort an. Lassen Sie sich das richtige Einlegen in den Schuh bzw. das korrekte Anziehen der Strümpfe zeigen. Üben Sie den Umgang mit Anziehhilfen unter Anleitung des Personals.
Eingewöhnungsphase: Tragen Sie neue Einlagen anfangs nur stundenweise, um Muskelkater im Fuß zu vermeiden. Kompressionsstrümpfe sollten jedoch von Anfang an den ganzen Tag (vom Aufstehen bis zum Schlafengehen) getragen werden.
Passen orthopädische Einlagen in jeden Schuh? Nein. Der Schuh muss ausreichend Volumen bieten, da die Einlage Platz wegnimmt. Ideal sind Schuhe mit einem herausnehmbaren Fußbett. Wenn Sie die Originalsohle des Schuhs herausnehmen, passt die maßgefertigte Einlage meist problemlos hinein. Bei sehr engen, modischen Schuhen oder Pumps ist das Tragen von Standard-Einlagen kaum möglich. Das Sanitätshaus kann hier zwar extrem dünne Modelle anfertigen, die biomechanische Wirkung ist jedoch geringer.
Darf ich nachts Kompressionsstrümpfe tragen? Nein, in der Regel nicht. Im Liegen ist der hydrostatische Druck in den Beinen sehr gering, das Blut fließt ohnehin leichter zum Herzen zurück. Kompressionsstrümpfe sollen nur tagsüber, wenn Sie stehen oder sitzen, getragen werden. Nachts muss die Haut atmen können. Ausnahmen gelten nur nach frischen Operationen oder bei speziellen ärztlichen Anordnungen.
Was tue ich, wenn der Kompressionsstrumpf rutscht? Ein rutschender Strumpf verliert seine Wirkung und schnürt in der Kniekehle oder Leiste ab. Ursachen können sein: Der Strumpf ist zu alt und ausgeleiert, Sie haben an Gewicht (oder Beinumfang durch Entstauung) verloren, oder das Haftband (Silikonnoppen) ist verschmutzt. Reinigen Sie das Haftband gelegentlich mit hochprozentigem Alkohol (aus der Apotheke), um Hautfett zu entfernen. Hilft das nicht, muss eine Neuvermessung erfolgen.
Übernimmt die Pflegekasse Kosten für diese Hilfsmittel? Nein. Orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe fallen in den Bereich der medizinischen Rehabilitation und Heilbehandlung. Daher ist immer die Krankenkasse zuständig, nicht die Pflegekasse. Ein Pflegegrad (z.B. Pflegegrad 2 oder höher) ist für die Bewilligung dieser Hilfsmittel nicht erforderlich. Die Pflegekasse zahlt hingegen Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (wie den Badumbau) oder Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.
Kann man Einlagen von einem Schuh in den anderen wechseln? Ja, das ist grundsätzlich möglich und auch üblich. Allerdings sollten die Schuhe von der Form und Absatzhöhe her ähnlich sein. Eine Einlage, die für einen flachen Schnürschuh gefertigt wurde, wird in einem Schuh mit Absatz nicht richtig funktionieren und kann sogar Schmerzen verursachen.
Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe sind weit mehr als nur einfache Alltagsgegenstände – sie sind hochwirksame, maßgefertigte medizinische Hilfsmittel, die Senioren in Augsburg dabei helfen, mobil, schmerzfrei und unabhängig zu bleiben. Ob durch die Korrektur von schmerzhaften Fußfehlstellungen wie dem Hallux valgus, den Schutz sensibler Diabetikerfüße oder die effektive Therapie von Venenleiden und Ödemen: Die richtige Versorgung steigert die Lebensqualität im Alter enorm.
Dank modernster 3D-Messtechnik in den Augsburger Sanitätshäusern ist die Passform heute präziser als je zuvor. Wichtig ist, dass Sie bei ersten Anzeichen von Fußschmerzen oder schweren Beinen nicht zögern, einen Facharzt aufzusuchen. Mit einem ärztlichen Rezept übernimmt die gesetzliche Krankenkasse den Großteil der Kosten, sodass für Sie lediglich eine geringe gesetzliche Zuzahlung und eventuelle Aufschläge für Premiummaterialien anfallen.
Achten Sie auf die korrekte Pflege Ihrer Hilfsmittel und nutzen Sie praktische Anziehhilfen, um den Alltag zu erleichtern. Wir von PflegeHelfer24 stehen Ihnen nicht nur mit Informationen zur Seite, sondern unterstützen Sie auch gerne, wenn Ihre Mobilitätsbedürfnisse über Einlagen und Strümpfe hinausgehen – sei es bei der Planung eines Treppenlifts, der Anschaffung eines Elektromobils oder der Organisation einer zuverlässigen 24-Stunden-Pflege. Bleiben Sie aktiv, bleiben Sie sicher und genießen Sie jeden Schritt in Ihrer Heimatstadt Augsburg.
Antworten auf die wichtigsten Fragen von Senioren und Angehörigen