Die Erhaltung der eigenen Mobilität ist für Senioren ein entscheidender Faktor für ein selbstbestimmtes und aktives Leben. Wenn im Alter die Beine schwer werden, die Venen nicht mehr optimal arbeiten oder Fußfehlstellungen bei jedem Schritt Schmerzen verursachen, können passgenaue orthopädische Hilfsmittel einen enormen Unterschied machen. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe in Leverkusen. Wir erklären Ihnen detailliert, wie die moderne Vermessung und Maßanfertigung funktioniert, welche Kosten die Krankenkasse übernimmt und worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Sanitätshauses in den Leverkusener Stadtteilen wie Wiesdorf, Opladen oder Schlebusch achten müssen.
Dieser Leitfaden richtet sich speziell an Senioren und deren pflegende Angehörige. Er bietet Ihnen eine verlässliche Orientierungshilfe im Dschungel der medizinischen Fachbegriffe und gesetzlichen Regelungen, damit Sie genau die Versorgung erhalten, die Ihre Lebensqualität nachhaltig verbessert.
Der menschliche Körper verändert sich im Laufe des Lebens. Bänder und Sehnen verlieren an Elastizität, das Fußgewölbe kann absinken und die Venenklappen in den Beinen schließen oft nicht mehr vollständig. Diese natürlichen Alterungsprozesse führen häufig zu Beschwerden wie dem Senk-Spreizfuß, Krampfadern oder schmerzhaften Schwellungen (Ödemen) in den Beinen.
Standardisierte Hilfsmittel aus dem Supermarkt oder dem Internet stoßen hier schnell an ihre Grenzen. Eine maßgefertigte orthopädische Einlage oder ein exakt angemessener Kompressionsstrumpf ist hingegen ein hochkomplexes medizinisches Werkzeug. Es wird individuell auf Ihre Anatomie, Ihr Beschwerdebild und Ihre täglichen Gewohnheiten abgestimmt. Eine ungenaue Passform kann nicht nur wirkungslos sein, sondern im schlimmsten Fall sogar Druckstellen, Durchblutungsstörungen oder Wunden verursachen – ein Risiko, das besonders für Senioren mit Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus oder Polyneuropathie fatal sein kann.
Daher ist der Gang in ein qualifiziertes Sanitätshaus vor Ort in Leverkusen unerlässlich. Nur hier stehen die geschulten Orthopädietechniker und die moderne Messtechnik zur Verfügung, um eine millimetergenaue Versorgung zu gewährleisten.
Individuell maßgefertigte Einlagen stützen den Fuß optimal im Alltag.
Orthopädische Einlagen sind weit mehr als nur ein weiches Polster im Schuh. Sie stützen, entlasten, korrigieren und führen den Fuß bei jedem Schritt. Je nach medizinischer Diagnose verschreibt der behandelnde Orthopäde oder Hausarzt unterschiedliche Arten von Einlagen.
Zu den häufigsten Diagnosen im Alter, die eine Einlagenversorgung notwendig machen, gehören:
Knick-Senk-Spreizfuß: Das Fußgewölbe flacht ab, was zu Schmerzen im Mittelfuß und einer Überlastung der Gelenke führt.
Fersensporn (Plantarfasziitis): Eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, oft begleitet von einem knöchernen Auswuchs.
Hallux valgus: Der Großzehenballen tritt deutlich hervor, was zu Druckschmerzen in normalen Schuhen führt.
Arthrose: Gelenkverschleiß in den Fußwurzel-, Sprung- oder Kniegelenken, der durch stoßdämpfende Einlagen gelindert werden kann.
Diabetisches Fußsyndrom (DFS): Nervenschäden und Durchblutungsstörungen erfordern eine spezielle, extrem weiche Bettung, um gefährliche Druckgeschwüre (Ulzera) zu vermeiden.
Basierend auf diesen Diagnosen fertigt der Orthopädieschuhmacher in Leverkusen verschiedene Einlagentypen an:
1. Weichpolstereinlagen: Diese Einlagen bestehen aus speziellen Schaumstoffen in unterschiedlichen Härtegraden (Shore-Härten). Sie dienen primär der Druckentlastung und Stoßdämpfung. Für Senioren mit empfindlichen Füßen, Rheuma oder Diabetes sind sie oft die erste Wahl. Bei Diabetikern wird ein sogenanntes diabetesadaptiertes Fußbett gefertigt, das den Druck gleichmäßig auf die gesamte Fußsohle verteilt.
2. Stützende und korrigierende Einlagen (Schaleneinlagen): Diese Modelle haben einen festeren Kern, oft aus Kork, Leder oder modernen Kunststoffen. Sie umfassen die Ferse schalenförmig und stützen das Längs- und Quergewölbe massiv ab. Sie kommen zum Einsatz, wenn der Fuß aktiv in eine gesündere Position geführt werden muss.
3. Sensomotorische (propriozeptive) Einlagen: Diese speziellen Einlagen arbeiten mit gezielten Druckpunkten (Pelotten), die Reize an die Fußmuskulatur und das Nervensystem senden. Sie sollen die Muskulatur aktivieren und den Körper dazu anregen, Fehlstellungen selbstständig auszugleichen. Auch wenn sie bei neurologischen Erkrankungen helfen können, müssen sie bei Senioren mit Vorsicht eingesetzt werden, da die Eingewöhnung anstrengend sein kann.
Präzise Vermessung der Füße dank modernem 3D-Scan im Sanitätshaus.
Die Zeiten, in denen der Fuß ausschließlich in einen Gipsabdruck gedrückt oder mit blauer Tinte auf Papier gestempelt wurde (die klassische Blaupause), sind in modernen Leverkusener Sanitätshäusern weitgehend vorbei. Heute dominiert hochpräzise Technik den Vermessungsprozess.
Der 2D- und 3D-Fußscan: Wenn Sie ein Fachgeschäft in Leverkusen-Mitte oder Opladen betreten, stellen Sie sich meist auf eine Glasplatte, unter der ein Scanner verborgen ist. Dieser digitale Fußscan erfasst die Fußsohle millimetergenau. Ein 3D-Scanner kann zudem die räumliche Struktur des gesamten Fußes, inklusive der Rist-Höhe und der Fersenbreite, digital abbilden. Diese Daten werden direkt an den Computer übertragen, wo der Orthopädietechniker die Einlage am Bildschirm konstruiert (CAD-Verfahren), bevor sie von einer computergesteuerten Fräse (CNC-Fräse) aus einem Materialblock herausgearbeitet wird.
Dynamische Innenschuhmessung (Ganganalyse): Während der Scan den Fuß im Stehen (statisch) erfasst, bewegt sich der Fuß beim Gehen völlig anders. Bei komplexen Beschwerden bieten spezialisierte Zentren in Leverkusen eine dynamische Druckverteilungsmessung an. Hierbei legen Sie eine hauchdünne Messsohle mit unzähligen Sensoren in Ihre Schuhe. Während Sie gehen, überträgt die Sohle drahtlos Daten an einen Computer. Der Techniker sieht genau, wo beim Abrollen die höchsten Druckspitzen entstehen, und kann die Einlage exakt anpassen, um diese Spitzen zu reduzieren.
Der Trittschaum: Trotz aller Digitalisierung hat der klassische Trittschaum (ein Kasten mit weichem Spezialschaum, in den der Fuß gedrückt wird) bei bestimmten Krankheitsbildern weiterhin seine Berechtigung. Besonders bei starken Deformitäten oder zur Anfertigung von orthopädischen Maßschuhen liefert dieses haptische Modell oft die verlässlichsten dreidimensionalen Werte für den Handwerker.
Neben den Füßen sind die Beine die am stärksten belasteten Körperteile im Alter. Wenn Senioren über schwere, müde Beine, nächtliche Wadenkrämpfe oder geschwollene Knöchel klagen, liegt die Ursache häufig im Venensystem oder im Lymphsystem.
Das menschliche Venensystem muss das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen transportieren. Dabei helfen die Venenklappen, die wie Rückschlagventile funktionieren, und die Muskelpumpe der Waden, die bei jeder Bewegung die Venen zusammenpresst. Im Alter können die Venen ausleiern (Krampfadern), und die Klappen schließen nicht mehr dicht. Blut versackt in den Beinen, Flüssigkeit tritt in das umliegende Gewebe aus – es entstehen Ödeme (Wassereinlagerungen).
Hier setzen medizinische Kompressionsstrümpfe an. Sie üben einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. An der Fessel ist der Druck am höchsten und nimmt Richtung Knie oder Oberschenkel kontinuierlich ab. Dieser Druck presst die erweiterten Venen wieder zusammen. Die Venenklappen können wieder schließen, das Blut fließt schneller zum Herzen zurück, und Gewebsflüssigkeit wird besser abtransportiert.
Wichtige Indikationen für Kompressionsstrümpfe:
Chronisch venöse Insuffizienz (CVI): Die dauerhafte Venenschwäche, das häufigste Einsatzgebiet.
Thromboseprophylaxe und Nachsorge: Nach einer tiefen Beinvenenthrombose (TVT) verhindern Strümpfe das lebensgefährliche postthrombotische Syndrom.
Lymphödeme: Eine Störung des Lymphabflusses, die zu massiven, asymmetrischen Schwellungen führt.
Lipödeme: Eine chronische Fettverteilungsstörung, oft verbunden mit starker Druckschmerzhaftigkeit.
Nach Venen-OPs: Zur Unterstützung der Heilung nach dem Ziehen oder Veröden von Krampfadern.
Medizinische Kompressionsstrümpfe werden in Deutschland in vier standardisierte Kompressionsklassen eingeteilt. Welche Klasse für Sie die richtige ist, entscheidet ausschließlich Ihr Arzt (Phlebologe, Angiologe oder Hausarzt) anhand der Diagnose.
Kompressionsklasse 1 (KKL 1): Leichte Kompression Der Druck an der Fessel beträgt etwa 18 bis 21 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Diese Strümpfe werden bei leichter Müdigkeit in den Beinen, ersten kleinen Krampfadern (Besenreisern) oder zur Vorbeugung auf längeren Reisen eingesetzt. Sie lassen sich relativ leicht anziehen und bieten einen hohen Tragekomfort.
Kompressionsklasse 2 (KKL 2): Mittlere Kompression Mit einem Druck von 23 bis 32 mmHg ist die KKL 2 die am häufigsten verschriebene Klasse in Deutschland. Sie kommt bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venenoperationen, bei Schwellungen in der Schwangerschaft oder nach abgeheilten leichten Geschwüren (Ulcus cruris) zum Einsatz. Das Anziehen erfordert hier bereits etwas Kraft und Übung.
Kompressionsklasse 3 (KKL 3): Kräftige Kompression Der Druck liegt bei 34 bis 46 mmHg. Diese Klasse wird bei schweren Venenerkrankungen, ausgeprägten Lymphödemen oder nach einer überstandenen tiefen Beinvenenthrombose verordnet. Das Material ist deutlich fester und dicker. Für Senioren ist das Anziehen ohne spezielle Hilfsmittel (Anziehhilfen) oder die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst oft kaum noch allein zu bewältigen.
Kompressionsklasse 4 (KKL 4): Sehr kräftige Kompression Bei einem Druck von über 49 mmHg handelt es sich um eine Spezialversorgung für extrem ausgeprägte Lymphödeme (Elephantiasis). Diese Strümpfe werden fast ausschließlich als flachgestrickte Maßanfertigung hergestellt.
Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal bei der Kompressionsversorgung ist die Herstellungsart. Man unterscheidet zwischen Rundstrick und Flachstrick. Dieser Unterschied sorgt bei Patienten oft für Verwirrung, ist aber für den Therapieerfolg essenziell.
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese Strümpfe werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Das Material ist hochelastisch, relativ dünn und optisch oft kaum von normalen blickdichten Feinstrumpfhosen zu unterscheiden. Die Formgebung erfolgt durch die variable Vorspannung des Fadens beim Stricken. Rundstrick-Strümpfe sind die Standardversorgung bei Venenleiden (Krampfadern, Thrombose). Da sie sehr dehnbar sind, können sie sich bei starken Schwellungen jedoch in Hautfalten einschneiden (Schnürfurchen).
Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe: Diese Strümpfe werden flach in Reihen gestrickt und anschließend mit einer sichtbaren, flachen Naht auf der Rückseite zusammengenäht. Durch das Maschen auf- und abnehmen kann der Strumpf absolut exakt an jede noch so ungewöhnliche Beinform angepasst werden. Das Material ist weniger elastisch (hoher Arbeitsdruck), dicker und griffiger. Flachstrick ist die zwingend notwendige Versorgung bei Lymphödemen und Lipödemen. Das feste Gewebe legt sich wie eine Wand gegen das Ödem und verhindert, dass sich neue Flüssigkeit im Gewebe einlagert. Zudem schneidet es in Hautfalten nicht ein.
Wichtig für die Passform: Die Vermessung immer morgens durchführen lassen.
Die Wirksamkeit eines Kompressionsstrumpfes steht und fällt mit der exakten Vermessung. Wenn Sie ein Rezept von Ihrem Arzt erhalten haben, sollten Sie für den Termin im Sanitätshaus in Leverkusen folgende eiserne Regel beachten:
Die Vermessung muss zwingend morgens stattfinden!
Im Laufe des Tages, besonders wenn Sie viel stehen oder sitzen, sammelt sich unweigerlich Flüssigkeit in den Beinen. Der Beinumfang nimmt zu. Würde man Sie am späten Nachmittag vermessen, wäre der gefertigte Strumpf zu weit. Wenn Sie ihn dann am nächsten Morgen anziehen, fehlt der therapeutisch notwendige Kompressionsdruck, und der Strumpf rutscht. Vereinbaren Sie daher immer einen Termin in den frühen Vormittagsstunden, idealerweise direkt nachdem Sie aufgestanden sind. Sind Ihre Beine chronisch extrem geschwollen, wird der Arzt oft vorab eine manuelle Lymphdrainage (MLD) und Bandagierung verordnen (Entstauungsphase), bevor die endgültigen Maße genommen werden.
Wie wird gemessen? In zertifizierten Leverkusener Fachgeschäften kommen zwei Methoden zum Einsatz:
Manuelle Messung: Die Fachkraft misst mit einem speziellen Maßband den Umfang und die Länge Ihrer Beine an exakt definierten Messpunkten (z. B. Fessel, stärkste Wadenstelle, Kniekehle, Mitte Oberschenkel). Bei Flachstrick-Maßanfertigungen ist dies höchste Handwerkskunst, da dutzende Maße genommen werden müssen.
Digitale 3D-Vermessung: Immer mehr Sanitätshäuser in Leverkusen nutzen berührungslose Infrarot- oder Laserscanner. Sie stehen dabei auf einer Plattform, während Kameras Ihre Beine in Sekundenbruchteilen dreidimensional erfassen. Dies ist extrem präzise, hygienisch und besonders für Senioren komfortabel, da das ständige Berühren und Abtasten entfällt.
Basierend auf den Maßen prüft der Computer, ob Ihre Beine in das Raster für Konfektionsgrößen (Serienfertigung) fallen. Bei vielen Venenpatienten ist das der Fall. Weichen Ihre Maße jedoch von der Norm ab (z. B. sehr schmale Fesseln, aber kräftige Waden), oder liegt ein Lymphödem vor, wird eine individuelle Maßanfertigung in Auftrag gegeben.
Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe sind anerkannte medizinische Hilfsmittel. Ihre Verordnung und Erstattung ist im Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V), speziell in § 33 SGB V, geregelt. Alle erstattungsfähigen Produkte sind im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes gelistet.
Für eine detaillierte und rechtsverbindliche Übersicht über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Bereich Hilfsmittel empfiehlt sich ein Blick auf die offiziellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums:Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zu Hilfsmitteln.
Wie oft haben Sie Anspruch?
Orthopädische Einlagen: Gesetzlich Versicherte haben in der Regel Anspruch auf zwei Paar Einlagen pro Jahr (ein Paar für Straßenschuhe, ein Paar als Wechselversorgung). Bei Erstverordnung wird meist zunächst ein Paar verschrieben, um die Passform zu testen, bevor das zweite Paar genehmigt wird.
Kompressionsstrümpfe: Hier besteht bei medizinischer Notwendigkeit meist ein Anspruch auf zwei Paar pro Halbjahr oder Jahr (Erstversorgung plus Wechselversorgung aus hygienischen Gründen). Bei starker Gewichtsabnahme, Zunahme oder Veränderung des Ödems kann der Arzt auch vorzeitig eine Neuversorgung medizinisch begründen.
Was kostet Sie das Hilfsmittel? (Zuzahlung und Aufzahlung)
Wenn Sie ein Kassenrezept einlösen, übernimmt die Krankenkasse den sogenannten Festbetrag. Für Sie als Patient fallen in der Regel zwei mögliche Kostenpunkte an:
1. Die gesetzliche Zuzahlung: Jeder gesetzlich Versicherte über 18 Jahren muss eine Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro pro Hilfsmittel. Wenn Sie eine Zuzahlungsbefreiung von Ihrer Krankenkasse haben (weil Sie Ihre persönliche Belastungsgrenze erreicht haben), entfällt dieser Betrag komplett. Zeigen Sie Ihren Befreiungsausweis einfach im Sanitätshaus vor.
2. Die wirtschaftliche Aufzahlung (Mehrkosten): Krankenkassen zahlen für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung. Möchten Sie jedoch ein Produkt, das über dieses Maß hinausgeht, müssen Sie die Differenz selbst tragen. Dies ist die wirtschaftliche Aufzahlung. Beispiele hierfür sind:
Bei Einlagen: Ein extrem hochwertiger, atmungsaktiver Lederbezug, besonders dünne Carbon-Materialien für elegante Schuhe oder spezielle Sporteinlagen.
Bei Kompressionsstrümpfen: Modische Trendfarben (z. B. Beere, Marineblau statt Standard-Hautfarben), eingestrickte Muster, spezielle Haftbänder (mit Spitzenmotiv oder Noppenhaftband für besseren Halt) oder hautfreundliche Zusätze wie Aloe Vera im Gestrick.
Ein seriöses Sanitätshaus in Leverkusen wird Sie immer transparent darüber aufklären, welche Versorgung komplett auf Kassenkosten (abzüglich der gesetzlichen 10 Euro Zuzahlung) möglich ist und welche Extras zusätzliche Kosten verursachen. Sie haben immer das Recht auf eine aufzahlungsfreie (bzw. nur zuzahlungspflichtige) Grundversorgung!
Privatversicherte (PKV): Wenn Sie privat versichert sind, reichen Sie das Rezept und die Rechnung des Sanitätshauses direkt bei Ihrer Versicherung ein. Die Erstattung hängt hier stark von Ihrem individuellen Tarif ab. Prüfen Sie vorab Ihre Versicherungsbedingungen, ob Hilfsmittel zu 100 % oder nur zu einem bestimmten Prozentsatz abgedeckt sind.
Damit der Prozess von der Diagnose bis zum fertigen Produkt reibungslos verläuft, sollten Senioren und Angehörige strukturiert vorgehen:
Schritt 1: Der Arztbesuch Suchen Sie Ihren Hausarzt, Orthopäden oder Phlebologen (Venenfacharzt) auf. Schildern Sie Ihre Beschwerden präzise. Der Arzt stellt die Diagnose und druckt ein Rezept (Muster 16, rosa Formular) aus. Achten Sie darauf, dass das Rezept detailliert ausgestellt ist. Bei Strümpfen muss die Kompressionsklasse (z. B. KKL 2), die Länge (z. B. Wadenstrumpf A-D oder Oberschenkelstrumpf A-G) und idealerweise der Zusatz "Maßanfertigung" (falls notwendig) vermerkt sein.
Schritt 2: Die Wahl des Sanitätshauses in Leverkusen Suchen Sie ein qualifiziertes Fachgeschäft. In Leverkusen finden Sie exzellente Sanitätshäuser beispielsweise in den Fußgängerzonen von Wiesdorf, rund um den Marktplatz in Opladen oder im gemütlichen Zentrum von Schlebusch. Achten Sie auf Barrierefreiheit, besonders wenn Sie auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr (z. B. die Wupsi-Buslinien) ist ebenfalls ein Pluspunkt.
Schritt 3: Terminvereinbarung und Vorbereitung Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin. Denken Sie daran: Bei Kompressionsstrümpfen immer morgens! Bringen Sie zu Einlagen-Terminen Ihre am häufigsten getragenen Schuhe mit. Die beste Einlage nützt nichts, wenn sie nicht in Ihren Lieblingsschuh passt. Nehmen Sie Schuhe mit herausnehmbarer Innensohle, da diese den nötigen Platz für das orthopädische Fußbett bieten.
Schritt 4: Vermessung und Beratung Lassen Sie sich Zeit. Die Fachkraft sollte Ihnen die verschiedenen Materialien erklären und Sie auf mögliche wirtschaftliche Aufzahlungen hinweisen. Bei Einlagen wird der Scan durchgeführt, bei Strümpfen das Bein vermessen.
Schritt 5: Abholung und Anprobe Nach einigen Tagen (bei Maßanfertigungen oft 1 bis 2 Wochen) ist Ihr Hilfsmittel fertig. Nehmen Sie es niemals einfach im Karton mit nach Hause! Bestehen Sie auf eine Anprobe vor Ort. Die Einlage muss in den Schuh eingelegt werden, und Sie sollten einige Schritte im Geschäft gehen. Es darf nichts kneifen oder schmerzen. Den Kompressionsstrumpf müssen Sie unter Anleitung der Fachkraft selbst anziehen. Dabei erlernen Sie die richtige Technik und den Umgang mit Anziehhilfen (z. B. Gleitsocken, Gestelle oder spezielle Gummihandschuhe).
Bequemer Hausbesuch durch mobile Sanitätshäuser direkt in Leverkusen.
Für viele Senioren mit Pflegegrad (z. B. Pflegegrad 2 oder 3) ist der Weg in die Innenstadt von Leverkusen beschwerlich oder gar unmöglich. Besonders wenn die Mobilität stark eingeschränkt ist oder eine 24-Stunden-Pflege zu Hause stattfindet, stellt sich die Frage: Wie komme ich an meine Hilfsmittel?
Viele etablierte Sanitätshäuser in Leverkusen bieten einen mobilen Außendienst (Hausbesuche) an. Nach vorheriger Absprache und Vorlage eines Rezeptes kommt ein geschulter Orthopädietechniker direkt zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung. Mit mobilen Messgeräten und Maßbändern wird die Vermessung im gewohnten Umfeld durchgeführt. Auch die spätere Auslieferung und Anprobe findet bei Ihnen zu Hause statt. Fragen Sie telefonisch bei den Anbietern in Ihrer Nähe gezielt nach diesem Service. Oft ist dieser Dienst für immobile Patienten kostenfrei, wird aber regional unterschiedlich gehandhabt.
Die richtige und schonende Pflege verlängert die Haltbarkeit der Strümpfe.
Damit orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe ihre medizinische Wirkung über Monate hinweg behalten, ist die richtige Pflege unerlässlich. Falsche Reinigung kann die empfindlichen Materialien schnell zerstören.
Pflege von Kompressionsstrümpfen:
Tägliche Wäsche: Kompressionsstrümpfe sollten idealerweise täglich, spätestens aber jeden zweiten Tag gewaschen werden. Hautschuppen, Schweiß und Körpercremes greifen das elastische Gewebe (Elasthan) an. Zudem zieht sich das Gestrick durch das Waschen wieder in seine ursprüngliche, komprimierende Form zurück.
Waschmaschine oder Handwäsche: Sie können die Strümpfe meist bei 30 bis 40 Grad im Schonwaschgang waschen. Nutzen Sie ein Wäschenetz, um Beschädigungen durch Reißverschlüsse anderer Kleidungsstücke zu vermeiden.
Das absolute Verbot: Weichspüler! Verwenden Sie niemals Weichspüler. Die chemischen Zusätze verkleben die Elasthan-Fasern, der Strumpf verliert sofort seine Spannkraft und wird medizinisch nutzlos. Nutzen Sie ein mildes Feinwaschmittel oder spezielle Kompressionsstrumpf-Waschmittel aus dem Sanitätshaus.
Trocknung: Nicht auf die Heizung legen und nicht in die pralle Sonne hängen! Die Hitze macht die Gummifäden porös. Rollen Sie den Strumpf nach der Handwäsche in ein Handtuch, drücken Sie die Feuchtigkeit aus und lassen Sie ihn liegend an der Luft trocknen.
Hautpflege: Cremen Sie Ihre Beine abends vor dem Schlafengehen ein, nicht morgens vor dem Anziehen der Strümpfe. Fettige Cremes können das Gewebe angreifen und erschweren das Hochziehen enorm.
Pflege von orthopädischen Einlagen:
Lüften: Nehmen Sie die Einlagen abends aus den Schuhen heraus, damit die aufgenommene Fußfeuchtigkeit verdunsten kann.
Reinigung: Wischen Sie die Oberfläche regelmäßig mit einem feuchten (nicht nassen!) Tuch und etwas milder Seife ab.
Trocknung: Auch Einlagen dürfen niemals auf die Heizung gelegt werden. Kork kann brüchig werden, Kunststoffe können sich verformen und Lederbezüge werden hart.
Schuhwahl: Achten Sie darauf, dass Ihre Schuhe nicht zu eng sind. Eine Einlage benötigt Platz. Wenn der Schuh drückt, wird das Material der Einlage gestaucht und verliert seine stützende Funktion. Kaufen Sie im Zweifelsfall Schuhe, die als "für lose Einlagen geeignet" deklariert sind.
Selbst das teuerste und bestangepasste Hilfsmittel ist nutzlos, wenn es im Alltag falsch angewendet wird. Besonders Senioren und pflegende Angehörige sollten auf folgende Punkte achten:
Bei Kompressionsstrümpfen: Der größte Fehler ist das Tragen von Strümpfen mit Falten. Wenn sich der Strumpf in der Kniekehle oder am Knöchel zusammenschiebt, entsteht dort ein punktuell extrem hoher Druck (Schnürfurche). Dies kann den Blut- und Lymphfluss regelrecht abbinden und ist gefährlicher, als gar keinen Strumpf zu tragen. Ziehen Sie den Strumpf mit speziellen Gummihandschuhen (Noppenhandschuhe) aus dem Sanitätshaus an. Diese geben Ihnen den nötigen Grip, um das Gewebe gleichmäßig über das Bein zu streichen und Falten auszumassieren. Ziehen Sie niemals am oberen Bündchen, da das Material sonst ausleiert oder einreißt.
Bei Einlagen: Ein häufiger Fehler ist das Übereinanderlegen von Sohlen. Wenn Sie Ihre neue orthopädische Einlage in den Schuh legen, müssen Sie die werkseitig vorhandene Innensohle des Schuhs vorher entfernen! Liegen beide Sohlen übereinander, wird der Schuh zu eng, der Fußrücken reibt am Obermaterial und die Statik der maßgefertigten Einlage wird verfälscht.
Nutzen Sie diese Checkliste, um sich optimal auf Ihren Termin vorzubereiten:
Rezept prüfen: Ist das Rezept aktuell? (Ein rosa Kassenrezept ist in der Regel 28 Tage ab Ausstellungsdatum gültig). Sind alle Diagnosen und Spezifikationen (z. B. Maßanfertigung) vermerkt?
Terminwahl: Termin für Kompressionsstrümpfe zwingend in den Morgenstunden vereinbart?
Schuhe mitbringen: Haben Sie 1 bis 2 Paar Ihrer am häufigsten getragenen Straßenschuhe (mit herausnehmbarer Sohle) für die Einlagen-Anprobe dabei?
Befreiungsausweis: Haben Sie Ihre Zuzahlungsbefreiung der Krankenkasse (falls vorhanden) eingesteckt?
Zeit einplanen: Haben Sie genug Zeit für Beratung, Scan und Anprobe eingeplant (ca. 30-45 Minuten)?
Fragen notieren: Notieren Sie sich vorab Fragen zu Anziehhilfen, Pflegeprodukten oder wirtschaftlichen Aufzahlungen.
Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe sind unverzichtbare Hilfsmittel, um die Mobilität und Lebensqualität von Senioren in Leverkusen zu erhalten. Eine exakte Maßanfertigung ist dabei das A und O, um Druckstellen zu vermeiden und den therapeutischen Nutzen zu garantieren. Moderne Sanitätshäuser in Stadtteilen wie Wiesdorf, Opladen oder Schlebusch bieten heute hochpräzise 3D-Scans und dynamische Messverfahren an.
Achten Sie bei Kompressionsstrümpfen zwingend darauf, dass die Vermessung morgens an ungeschwollenen Beinen stattfindet. Klären Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie eine Rundstrick- oder Flachstrick-Versorgung (z. B. bei Lymphödemen) benötigen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Grundversorgung weitgehend, es fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung von 10 Prozent (max. 10 Euro) an, sofern Sie nicht befreit sind. Für spezielle Komfortwünsche kann eine wirtschaftliche Aufzahlung fällig werden.
Pflegen Sie Ihre Hilfsmittel täglich, verzichten Sie strikt auf Weichspüler und nutzen Sie Anziehhilfen, um das empfindliche Gewebe der Strümpfe zu schonen. Wenn der Weg in die Stadt zu anstrengend ist, scheuen Sie sich nicht, nach mobilen Hausbesuchen der Leverkusener Sanitätshäuser zu fragen. Mit der richtigen, maßgeschneiderten Unterstützung bleiben Sie länger aktiv, schmerzfrei und sicher auf den Beinen.
Wichtige Antworten für Senioren und Angehörige im Überblick