Willkommen bei PflegeHelfer24, Ihrem Experten für die Organisation der Seniorenpflege und die Vermittlung von Hilfsmitteln in ganz Deutschland. Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Körper. Die Muskeln verlieren an Spannkraft, Gelenke verschleißen und das Bindegewebe wird schwächer. Besonders unsere Füße und Beine, die uns ein Leben lang getragen haben, benötigen nun besondere Aufmerksamkeit. Wenn jeder Schritt schmerzt oder die Beine am Abend schwer und geschwollen sind, leidet die Lebensqualität massiv. Doch das muss nicht sein.
In der Hansestadt Lübeck steht Ihnen ein hervorragend ausgebautes Netzwerk an medizinischen Fachgeschäften und Orthopädie-Schuhtechnikern zur Verfügung. Egal, ob Sie über das historische Kopfsteinpflaster der Lübecker Altstadt spazieren oder einen Ausflug an die Travemünder Promenade machen möchten – die richtige orthopädische Versorgung ist der Schlüssel zu einem aktiven und schmerzfreien Alltag.
Dieser umfassende Ratgeber (Stand 2026) richtet sich direkt an Sie als Senioren sowie an pflegende Angehörige. Wir erklären Ihnen detailliert, wie Sie in Lübeck passgenaue orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe erhalten, wie moderne 3D-Messtechnik funktioniert, welche Kosten die Krankenkasse übernimmt und worauf Sie bei der Auswahl im Sanitätshaus unbedingt achten müssen.
Unsere Füße sind ein biomechanisches Meisterwerk aus 26 Knochen, 33 Gelenken und über 100 Bändern und Muskeln. Doch im Laufe der Jahrzehnte kann dieses Gewölbe absinken. Die Folge sind Fehlstellungen, die nicht nur am Fuß selbst schmerzen, sondern sich über die Knie und die Hüfte bis in die Wirbelsäule auswirken können. Orthopädische Einlagen sind medizinische Hilfsmittel, die den Fuß stützen, betten und entlasten.
Nicht jeder Fußschmerz erfordert sofort eine Maßeinlage. Es gibt jedoch spezifische, ärztlich diagnostizierte Krankheitsbilder (Indikationen), bei denen Einlagen eine hochwirksame Therapie darstellen. Zu den häufigsten Beschwerden im Alter zählen:
Fersensporn (Plantarfasziitis): Eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, oft begleitet von einem knöchernen Auswuchs an der Ferse. Hier helfen Einlagen mit einer speziellen Weichbettung oder einer Aussparung (Locheinlage) im Fersenbereich.
Spreizfuß: Das vordere Quergewölbe sinkt ab. Die Zehen spreizen sich, was oft zu Schmerzen im Mittelfuß und zur Bildung von Schwielen führt. Eine Einlage mit einer sogenannten Pelotte (einem kleinen Polster) hebt das Gewölbe wieder an.
Knick-Senk-Fuß (Plattfuß): Das Längsgewölbe des Fußes flacht ab, der Fuß knickt nach innen. Stützende Einlagen korrigieren die Statik und verhindern eine Überbelastung der Kniegelenke.
Hallux Valgus: Die Großzehe neigt sich nach außen, der Ballen tritt schmerzhaft hervor. Einlagen können den Druck vom Vorfuß nehmen und das Fortschreiten verlangsamen.
Diabetisches Fußsyndrom: Bei Diabetes mellitus können Nervenschäden (Neuropathie) dazu führen, dass Druckstellen am Fuß nicht mehr gespürt werden. Hier sind extrem weiche, diabetes-adaptierte Fußbettungen (Weichpolstereinlagen) absolut lebensrettend, um offene Wunden zu vermeiden.
Der Prozess beginnt immer mit ärztlichem Rat. Wenn Sie Schmerzen haben, suchen Sie Ihren Hausarzt oder einen Orthopäden in Lübeck auf. Dieser untersucht Ihre Füße, stellt eine Diagnose und schreibt Ihnen ein Rezept (Verordnung) für orthopädische Einlagen aus.
WICHTIG: Ein Kassenrezept für Hilfsmittel (das rosafarbene oder blaue Formular, Muster 16) ist nach der Ausstellung genau 28 Tage gültig. Sie müssen das Rezept innerhalb dieser Frist in einem Sanitätshaus oder bei einem Orthopädie-Schuhtechniker einlösen, ansonsten verfällt es und Sie müssen ein neues beantragen.
Sobald Sie mit Ihrem Rezept ein zertifiziertes Sanitätshaus in Lübeck (beispielsweise in den Stadtteilen St. Lorenz, Moisling oder der Innenstadt) betreten, beginnt die Maßarbeit. Die Zeiten, in denen ausschließlich ein Gipsabdruck gemacht wurde, sind weitgehend vorbei. Heute dominieren hochpräzise, computergestützte Verfahren:
Der 2D-Fußscanner: Sie stellen sich auf eine beleuchtete Glasplatte. Eine Kamera unter der Platte fotografiert Ihre Fußsohle. Dies zeigt dem Techniker genau, an welchen Stellen Ihr Fuß aufliegt und wo das Gewölbe abgesunken ist.
Die dynamische Innendruckmessung: Sie laufen über eine spezielle Messplatte, die mit hunderten Sensoren ausgestattet ist. Der Computer analysiert Ihren Gang und zeigt farblich an, wo beim Abrollen die größte Druckbelastung entsteht (rot = hoher Druck, blau = geringer Druck).
Der 3D-Scan: Modernste Laser- oder Infrarotkameras erfassen Ihren Fuß dreidimensional. Dieses Verfahren ist absolut berührungslos, hygienisch und erzeugt ein digitales Modell Ihres Fußes auf den Millimeter genau.
Der klassische Trittschaum: Bei bestimmten Krankheitsbildern (wie dem Diabetischen Fuß) wird oft noch auf den bewährten Trittschaum zurückgegriffen. Sie drücken Ihren Fuß in einen speziellen Schaumstoffkasten, der einen perfekten Negativabdruck für den Techniker hinterlässt.
Die gesammelten Daten werden in eine Software übertragen. Der Orthopädie-Schuhtechniker konstruiert die Einlage am Bildschirm. Anschließend wird ein Rohling aus Materialien wie Kork-Leder, speziellen EVA-Schäumen (Ethylenvinylacetat) oder ultraleichtem Carbon von einer CNC-Fräse millimetergenau in Form gefräst.
Der letzte Schritt ist immer Handarbeit: Die Einlage wird geschliffen, mit einem hautfreundlichen Bezug versehen und exakt in Ihre Lieblingsschuhe eingepasst. Bringen Sie daher zum Abholtermin im Sanitätshaus unbedingt die Schuhe mit, in denen Sie die Einlagen am häufigsten tragen werden!
Die gute Nachricht: Orthopädische Einlagen sind anerkannte Hilfsmittel und im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes gelistet. Das bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen (wie AOK, TK, Barmer, DAK etc.) den Löwenanteil der Kosten übernehmen.
Wie viele Paare zahlt die Kasse? In der Regel haben Erwachsene Anspruch auf zwei Paar Einlagen pro Kalenderjahr. Das erste Paar gilt als Erstversorgung, das zweite Paar als Wechselversorgung (z.B. ein Paar für die Straßenschuhe, eines für die Hausschuhe).
Die gesetzliche Zuzahlung: Für jedes Hilfsmittel müssen gesetzlich Versicherte über 18 Jahren eine Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Paar.
Die wirtschaftliche Aufzahlung: Die Krankenkasse zahlt einen festgelegten Festbetrag für eine Basisversorgung, die medizinisch ausreichend und zweckmäßig ist. Wenn Sie sich im Sanitätshaus für höherwertige Materialien entscheiden (z.B. einen besonders atmungsaktiven Sportbezug, extrem dünnes Carbon für elegante Schuhe oder spezielle Dämpfungsschäume), fällt eine private Aufzahlung an. Diese liegt meist zwischen 20 und 50 Euro pro Paar. Das Fachpersonal muss Sie vorher transparent darüber aufklären.
Zuzahlungsbefreiung: Wenn Sie im Laufe eines Jahres die Belastungsgrenze (2 % Ihres Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken 1 %) erreichen, können Sie sich von der gesetzlichen Zuzahlung befreien lassen. Die private wirtschaftliche Aufzahlung für Sonderwünsche müssen Sie jedoch auch mit Befreiungsausweis selbst tragen.
Maßgefertigte Einlagen perfektionieren Ihren Lieblingsschuh.
Während Einlagen das Fundament stützen, kümmern sich medizinische Kompressionsstrümpfe um den Kreislauf in Ihren Beinen. Mit zunehmendem Alter verlieren die Venenwände an Elastizität. Die Venenklappen, die normalerweise verhindern, dass das Blut der Schwerkraft folgend in die Beine zurückfließt, schließen nicht mehr richtig. Das Blut staut sich, Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus – die Beine schwellen an, fühlen sich schwer an und es können sich Krampfadern (Varizen) bilden.
Ein häufiges Missverständnis muss direkt geklärt werden: Stützstrümpfe, die Sie im Supermarkt oder in der Drogerie kaufen können, sind keine medizinischen Hilfsmittel. Sie haben keinen definierten Druckverlauf und werden von der Krankenkasse nicht bezahlt. Sie eignen sich lediglich für gesunde Menschen auf langen Flugreisen.
Medizinische Kompressionsstrümpfe hingegen sind rezeptpflichtige Medizinprodukte. Sie üben einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. An der Fessel ist der Druck am höchsten, Richtung Knie und Oberschenkel nimmt er ab. Dieser Druck presst die erweiterten Venen zusammen, die Venenklappen schließen wieder und das Blut wird effektiv zum Herzen zurücktransportiert.
Ihr Arzt in Lübeck wird Ihnen Kompressionsstrümpfe verordnen bei:
Chronisch venöser Insuffizienz (CVI) / Venenschwäche
Ausgeprägten Krampfadern (Varikosis)
Nach Venenoperationen oder Verödungen
Zur Thromboseprophylaxe (Vermeidung von Blutgerinnseln)
Nach einer überstandenen tiefen Beinvenenthrombose
Bei Lymphödemen (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe)
Bei Lipödemen (chronische Fettverteilungsstörung)
Der Druck, den der Strumpf ausübt, wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen und in vier Klassen eingeteilt. Der Arzt legt die Klasse auf dem Rezept fest:
CCL 1 (Leichte Kompression): Bei leichten Beschwerden, Schweregefühl, beginnenden Krampfadern.
CCL 2 (Mittlere Kompression): Die am häufigsten verordnete Klasse. Bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venen-OPs, bei leichten Ödemen.
CCL 3 (Kräftige Kompression): Bei schweren Venenerkrankungen, ausgeprägten Lymphödemen, nach offenen Beinen (Ulcus cruris).
CCL 4 (Sehr kräftige Kompression): Bei extremen Schwellungen und Elephantiasis (sehr selten).
Je nach Diagnose wird zwischen zwei Herstellungsverfahren unterschieden:
Rundgestrickte Strümpfe: Diese werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Sie sind sehr elastisch und optisch kaum von normalen blickdichten Strumpfhosen zu unterscheiden. Sie kommen bei reinen Venenleiden zum Einsatz. Oft passen hier Konfektionsgrößen, bei abweichenden Maßen wird eine Maßanfertigung erstellt.
Flachgestrickte Strümpfe: Diese werden flach gestrickt und am Ende mit einer sichtbaren Naht zusammengenäht. Das Material ist deutlich fester, weniger elastisch und massiert das Gewebe. Flachstrick wird immer als Maßanfertigung hergestellt und ist zwingend notwendig bei Lymphödemen und Lipödemen, da sich das feste Material nicht in die Hautfalten einschnürt.
Das korrekte Anmessen ist das A und O. Ein schlecht sitzender Strumpf ist nicht nur unbequem, er kann das Blut sogar abschnüren und gefährlich werden.
Die goldene Regel: Vermessung am frühen Morgen! Gehen Sie für das Anmessen von Kompressionsstrümpfen immer morgens ins Sanitätshaus. Im Laufe des Tages sackt Flüssigkeit in die Beine, sie schwellen an. Würde man nachmittags messen, wäre der Strumpf später zu weit und hätte keine medizinische Wirkung. Vereinbaren Sie in Ihrem Lübecker Sanitätshaus am besten direkt einen Termin um 8:00 oder 9:00 Uhr morgens.
Der digitale 3D-Scan (z.B. medi vision, Bodytronic, JOBST LEXpert360): Während früher mit dem Maßband an unzähligen Punkten des Beines Maß genommen wurde, nutzen moderne Sanitätshäuser in Lübeck heute digitale 3D-Scanner. Der Ablauf ist für Sie als Patient extrem komfortabel:
Sie stehen auf einer kleinen Plattform.
Eine 3D-Kamera (oft in ein Tablet integriert) oder ein Laserscanner umrundet Ihre Beine berührungslos.
Innerhalb von Sekundenbruchteilen projiziert das System ein Infrarot-Muster auf Ihre Haut und errechnet ein exaktes 3D-Modell Ihrer Beine.
Menschliche Messfehler (zu eng gezogenes Maßband) sind komplett ausgeschlossen.
Die Software gleicht Ihre Maße sofort mit den Datenbanken der Hersteller ab. Passt eine Konfektionsgröße, wird diese ausgewählt. Falls nicht, werden die Daten für eine millimetergenaue Maßanfertigung direkt digital an den Hersteller übermittelt.
Auch medizinische Kompressionsstrümpfe sind eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.
Wie oft zahlt die Kasse? Sie haben in der Regel alle sechs Monate Anspruch auf eine Neuversorgung (Wiederversorgung), da das elastische Material durch tägliches Tragen und Waschen ausleiert. Bei Erstdiagnose kann der Arzt aus hygienischen Gründen sofort ein zweites Paar als Wechselversorgung aufschreiben, damit Sie ein Paar waschen können, während Sie das andere tragen.
Die Zuzahlung: Auch hier gilt die gesetzliche Zuzahlung von 10 Prozent (mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro pro Paar).
Wirtschaftliche Aufzahlung: Die Kasse zahlt ein Basismodell (meist in Standardfarben wie Beige oder Schwarz). Moderne Kompressionsstrümpfe gibt es jedoch in aktuellen Mode- und Trendfarben, mit edlen Spitzenhaftbändern oder eingestrickten Mustern. Für diese optischen Aufwertungen verlangen Sanitätshäuser eine private Aufzahlung, die je nach Hersteller und Modell variieren kann.
Kompressionsstrümpfe entfalten ihre Wirkung nur, wenn sie täglich von morgens bis abends getragen werden. Das Anziehen erfordert anfangs etwas Übung und Kraft.
Nutzen Sie Anziehhilfen: Lassen Sie sich von Ihrem Arzt direkt eine Anziehhilfe (z.B. ein Metallgestell oder eine Gleitsocke) mit auf das Rezept schreiben. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür. Tragen Sie beim Anziehen spezielle Gummihandschuhe mit Noppen. Diese schonen das Gestrick vor spitzen Fingernägeln und geben Ihnen den nötigen Grip, um das Material am Bein nach oben zu streichen. Ziehen Sie den Strumpf niemals am Bündchen hoch!
Die richtige Pflege: Waschen Sie die Strümpfe täglich. Schweiß, Hautschuppen und Körpercremes greifen das Elasthan an. Waschen Sie die Strümpfe bei 30 bis 40 Grad in der Maschine (Feinwaschgang) oder per Hand. Nutzen Sie ein spezielles Kompressions-Waschmittel oder Feinwaschmittel. Niemals Weichspüler verwenden! Weichspüler verklebt die elastischen Fasern und zerstört die Kompressionswirkung sofort. Trocknen Sie die Strümpfe an der Luft, niemals auf der Heizung oder in der prallen Sonne.
Mit praktischen Anziehhilfen starten Sie entspannt in den Tag.
Die Wahl des richtigen Sanitätshauses ist Vertrauenssache. Lübeck bietet eine exzellente Infrastruktur an zertifizierten Betrieben. Achten Sie darauf, dass das Sanitätshaus das Präqualifizierungs-Zertifikat besitzt, welches es zur Abrechnung mit den Krankenkassen berechtigt.
Terminvereinbarung: Rufen Sie vorab an. Besonders für die 3D-Vermessung von Kompressionsstrümpfen (morgens!) oder eine ausführliche Ganganalyse für Einlagen ist ein Termin sinnvoll, um Wartezeiten zu vermeiden.
Beratung: Ein qualifizierter Medizinprodukteberater oder Orthopädie-Schuhtechniker sichtet Ihr Rezept und bespricht mit Ihnen Ihre Beschwerden und Ihren Alltag.
Vermessung: Die oben beschriebenen digitalen Messverfahren kommen zum Einsatz.
Produktauswahl: Sie entscheiden sich für das Kassenmodell oder wählen gegen Aufpreis spezielle Materialien oder Farben.
Fertigung & Bestellung: Maßanfertigungen dauern in der Regel ein bis zwei Wochen.
Anprobe und Abgabe: Beim zweiten Termin probieren Sie das Hilfsmittel an. Der Techniker prüft den korrekten Sitz. Bei Einlagen wird der Gang kontrolliert, bei Strümpfen das korrekte Anlegen geübt.
Ein wichtiger Service für Senioren: Hausbesuche Wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit das Haus nicht mehr verlassen können, bieten viele Lübecker Sanitätshäuser Hausbesuche an. Das Fachpersonal kommt dann mit mobilen Messgeräten direkt zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung. Sprechen Sie diesen Bedarf einfach telefonisch an.
Berührungslose 3D-Scans sorgen für millimetergenaue Passform.
Orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe sind wichtige Bausteine, um Ihre Mobilität zu erhalten. Doch oft ist der Bedarf an Unterstützung im Alter weitreichender. Als Spezialist für Seniorenpflege steht Ihnen PflegeHelfer24 bei allen Fragen rund um das Leben im Alter zur Seite.
Wenn das Treppensteigen trotz guter Einlagen zur Qual wird, beraten wir Sie unabhängig zu den Möglichkeiten eines Treppenlifts und helfen Ihnen, regionale Angebote zu vergleichen. Fühlen Sie sich allein zu Hause unsicher? Ein Hausnotruf gibt Ihnen und Ihren Angehörigen die Sicherheit, im Notfall sofort Hilfe rufen zu können.
Zudem unterstützen wir Sie bei der Beantragung eines Pflegegrades. Wussten Sie schon? Ab Pflegegrad 1 haben Sie Anspruch auf kostenlose Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (wie Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen und Einmalhandschuhe) im Wert von 40 Euro monatlich. Auch bezuschusst die Pflegekasse wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (z.B. den barrierefreien Badumbau) mit bis zu 4.000 Euro. PflegeHelfer24 begleitet Sie durch den Dschungel der Anträge und vermittelt Ihnen geprüfte, verlässliche Partnerunternehmen.
Habe ich meine Versichertenkarte (Gesundheitskarte) eingesteckt?
Habe ich mir Notizen zu meinen Schmerzen gemacht? (Wann treten sie auf? Morgens nach dem Aufstehen? Nach langem Gehen?)
Bringe ich meine aktuellen Schuhe mit, um dem Arzt die Abnutzung der Sohlen zu zeigen?
Trage ich bereits alte Einlagen oder Strümpfe? (Unbedingt mitnehmen!)
Habe ich vorab telefonisch einen Termin vereinbart? (Für Strümpfe zwingend in den frühen Morgenstunden!)
Ist mein Rezept noch gültig? (Nicht älter als 28 Tage).
Habe ich meinen Zuzahlungsbefreiungsausweis der Krankenkasse dabei (falls vorhanden)?
Für Einlagen: Habe ich die Schuhe dabei, in denen ich die Einlagen primär tragen werde?
Habe ich nachgefragt, ob für meinen Sonderwunsch eine wirtschaftliche Aufzahlung fällig wird?
1. Darf ich meine orthopädischen Einlagen in der Waschmaschine waschen? Nein, auf keinen Fall. Die Hitze und das Wasser in der Waschmaschine zerstören die Klebeschichten und verformen die Kunststoffe. Wischen Sie Ihre Einlagen lediglich mit einem feuchten Tuch ab. Bei starker Geruchsbildung können Sie ein spezielles Desinfektionsspray für Schuhe verwenden. Nehmen Sie die Einlagen abends immer aus den Schuhen, damit sie an der Luft auslüften und trocknen können.
2. Meine Kompressionsstrümpfe rutschen ständig. Woran liegt das? Dafür kann es mehrere Gründe geben. Entweder haben Ihre Beine an Umfang verloren (z.B. weil die Ödeme erfolgreich zurückgegangen sind) und der Strumpf ist nun zu weit. In diesem Fall muss neu gemessen werden. Oft liegt es aber auch an falscher Pflege: Wenn Sie Weichspüler verwendet haben, verliert der Strumpf seine Spannkraft. Ein weiterer Grund kann trockene Haut sein, an der das Silikon-Haftband nicht mehr richtig klebt. Eine feuchtigkeitsspendende Lotion (speziell für Kompressionsträger geeignet) am Abend kann hier Wunder wirken.
3. Kann ich Einlagen von einem Schuh in den anderen wechseln? Grundsätzlich ja, sofern die Schuhe eine ähnliche Form und Weite haben. Eine Einlage, die für einen breiten, bequemen Wanderschuh gefertigt wurde, wird jedoch niemals in einen schmalen, eleganten Halbschuh passen. Deshalb empfiehlt es sich, das zweite Paar, welches die Krankenkasse pro Jahr bezahlt, für einen anderen Schuhtyp anfertigen zu lassen.
4. Benötige ich für den 3D-Scan im Sanitätshaus spezielle Kleidung? Für die Vermessung von Beinen (für Kompressionsstrümpfe) müssen Sie Beine und Füße freimachen. Sie können Ihre normale Unterwäsche anbehalten. Die Kabinen in den Sanitätshäusern bieten absolute Privatsphäre. Der Scanvorgang selbst dauert nur wenige Sekunden.
5. Wie lange dauert es, bis ich mich an die neuen Einlagen gewöhnt habe? Der Körper muss sich an die veränderte Statik gewöhnen. In den ersten Tagen können leichte Muskelkater-ähnliche Beschwerden in den Waden oder im Fußgewölbe auftreten. Tragen Sie die Einlagen anfangs nur stundenweise und steigern Sie die Tragedauer langsam. Nach etwa zwei Wochen sollten Sie die Einlagen schmerzfrei den ganzen Tag tragen können. Ist dies nicht der Fall, gehen Sie zur kostenlosen Nachbesserung zurück ins Sanitätshaus.
6. Zahlt die private Krankenversicherung (PKV) auch Einlagen und Strümpfe? In der Regel ja, oft sogar großzügiger als die gesetzlichen Kassen. Die genauen Bedingungen hängen jedoch von Ihrem individuellen Tarif ab. Der übliche Weg: Sie lassen sich im Sanitätshaus einen Kostenvoranschlag geben, reichen diesen zusammen mit dem Arztrezept bei Ihrer PKV ein, warten auf die Genehmigung, bezahlen die Rechnung im Sanitätshaus zunächst selbst und lassen sich den Betrag dann von der Versicherung erstatten.
7. Kann ich Kompressionsstrümpfe auch nachts tragen? Nein. Medizinische Kompressionsstrümpfe entfalten ihre Wirkung in Kombination mit der Muskelpumpe (Bewegung). Im Liegen ist der Blutdruck in den Beinen ohnehin geringer. Das Tragen in der Nacht würde die Arterien unnötig abdrücken. Ziehen Sie die Strümpfe abends vor dem Zubettgehen aus.
8. Was mache ich, wenn ein Loch im Kompressionsstrumpf ist? Kleine Laufmaschen oder Löcher können vom Hersteller oft repariert werden. Bringen Sie den Strumpf (gewaschen!) in Ihr Sanitätshaus. Stopfen Sie das Loch niemals selbst mit Nadel und Faden, da dies den exakten Druckverlauf des Gestricks zerstört und zu gefährlichen Einschnürungen führen kann.
9. Woher weiß ich, ob ich Flachstrick oder Rundstrick brauche? Das entscheidet allein Ihr behandelnder Arzt anhand der Diagnose. Bei reinen Venenleiden (Krampfadern) wird Rundstrick verordnet. Liegt ein Lymphödem oder Lipödem vor, muss auf dem Rezept zwingend "flachgestrickt nach Maß" stehen, da die Krankenkasse sonst die deutlich höheren Kosten für Flachstrick nicht übernimmt.
10. Gibt es verlässliche staatliche Informationen zu Hilfsmitteln? Ja. Wenn Sie sich detailliert über die gesetzlichen Vorgaben, die Hilfsmittel-Richtlinie und Ihre Rechte als Patient informieren möchten, bietet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sowie das Bundesministerium für Gesundheit umfangreiche und verlässliche Informationen.
Mobilität ist im Alter kein Luxus, sondern die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes, aktives Leben. Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe sind hochwirksame, von den Krankenkassen anerkannte Hilfsmittel, die Ihnen Schmerzen nehmen und Folgeerkrankungen verhindern können. Dank modernster 3D-Messtechnik und hochqualifizierter Orthopädie-Schuhtechniker ist die Versorgung in Lübeck heute so präzise und komfortabel wie nie zuvor.
Scheuen Sie sich nicht, bei Beschwerden Ihren Arzt aufzusuchen und ein Rezept einzufordern. Nutzen Sie die Beratungskompetenz der Fachgeschäfte vor Ort. Und denken Sie daran: Sie sind nicht allein. Das Team von PflegeHelfer24 steht Ihnen bei allen organisatorischen Fragen rund um das Älterwerden tatkräftig zur Seite. Wir wünschen Ihnen leichte Beine, gesunde Füße und allzeit gute Wege durch das wunderschöne Lübeck!
Wichtige Antworten rund um Ihre orthopädischen Hilfsmittel