Die Erhaltung der eigenen Mobilität ist einer der wichtigsten Faktoren für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben im Alter. Wenn das Gehen schwerfällt, die Beine schmerzen oder die Füße nach einem kurzen Spaziergang am Rhein brennen, schränkt dies den Alltag massiv ein. Für Senioren und deren Angehörige in Ludwigshafen am Rhein und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar gibt es jedoch hochmoderne und passgenaue Lösungen. Orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe gehören zu den wichtigsten Hilfsmitteln, um Schmerzen zu lindern, Fehlstellungen zu korrigieren und gefährlichen Gefäßerkrankungen vorzubeugen.
In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über die Vermessung, die Maßanfertigung und die Kostenübernahme durch die Krankenkassen im Jahr 2026 wissen müssen. Wir erklären Ihnen detailliert, wie moderne 3D-Messtechnik funktioniert, welche Unterschiede es bei den Materialien gibt und wie Sie in Ludwigshafen am Rhein den besten Service für Ihre individuellen Bedürfnisse finden. Als Experten für Seniorenpflege und Hilfsmittel bei PflegeHelfer24 wissen wir: Ein gut angepasstes Hilfsmittel ist der Schlüssel zu mehr Sicherheit und Freude an der Bewegung.
Unsere Füße tragen uns ein Leben lang. Mit zunehmendem Alter verändern sich jedoch die anatomischen Strukturen. Sehnen erschlaffen, das Fußgewölbe sinkt ab und die schützenden Fettpolster unter der Fußsohle werden dünner. Dies führt häufig zu Schmerzen, die nicht nur auf den Fuß beschränkt bleiben, sondern in die Knie, die Hüfte und bis in die Wirbelsäule ausstrahlen können. Maßgefertigte orthopädische Einlagen setzen genau hier an: Sie stützen, betten und korrigieren den Fuß, um eine natürliche Körperstatik wiederherzustellen.
Maßgefertigte Einlagen sorgen für einen sicheren und schmerzfreien Gang.
Einlagen aus dem Sanitätshaus sind weit mehr als nur ein Komfortprodukt. Sie sind ein medizinisches Hilfsmittel, das bei einer Vielzahl von Diagnosen ärztlich verordnet wird. Zu den häufigsten Fußerkrankungen im Alter, die eine Versorgung in Ludwigshafen am Rhein erforderlich machen, gehören:
Knick-Senk-Fuß (Plattfuß): Das Längsgewölbe des Fußes flacht ab, der Innenknöchel sinkt nach innen. Dies führt zu einer starken Überbelastung der Sehnen, insbesondere der Tibialis-posterior-Sehne.
Spreizfuß: Das Quergewölbe im Vorfußbereich sinkt ab. Die Mittelfußknochen drücken direkt auf den Boden, was starke Schmerzen (Metatarsalgie) und oft starke Hornhautbildung verursacht.
Hallux valgus (Ballenzeh): Eine schmerzhafte Fehlstellung der Großzehe, die sich nach außen neigt. Einlagen mit einer speziellen Vorfußpolsterung können den Druck lindern und das Fortschreiten verlangsamen.
Fersensporn (Plantarfasziitis): Eine schmerzhafte Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, oft begleitet von einem knöchernen Auswuchs am Fersenbein. Hier helfen Einlagen mit einer weichen Fersenaussparung.
Arthrose: Gelenkverschleiß in den Fußwurzel- oder Zehengelenken. Versteifende Einlagen (z. B. mit Carbon) können die schmerzhaften Gelenke beim Abrollen entlasten.
Diabetisches Fußsyndrom: Diabetiker leiden oft an Nervenschäden (Neuropathie) und spüren Druckstellen nicht. Hier sind spezielle diabetesadaptierte Fußbettungen (Weichpolstereinlagen) zwingend erforderlich, um offene Wunden zu vermeiden.
Die Zeiten, in denen der Fuß lediglich in eine Trittschaum-Box gedrückt wurde, sind in modernen Sanitätshäusern in Ludwigshafen am Rhein längst vorbei. Die Maßanfertigung von orthopädischen Einlagen basiert heute auf präziser, computergestützter Technik. Wenn Sie mit einem Rezept in ein Fachgeschäft in Stadtteilen wie Oggersheim, Friesenheim oder der Innenstadt gehen, erwartet Sie in der Regel ein mehrstufiger Vermessungsprozess.
Die Anamnese: Der Orthopädieschuhtechniker befragt Sie zu Ihren Schmerzen, Ihren Vorerkrankungen und Ihren Lebensgewohnheiten. Es ist wichtig zu wissen, ob Sie die Einlagen in Straßenschuhen, in bequemen Hausschuhen oder in speziellen orthopädischen Schuhen tragen möchten.
Der 2D- oder 3D-Scan: Sie stellen sich barfuß auf eine Glasplatte. Ein Laser oder eine hochauflösende Kamera scannt Ihre Fußsohle. Dieser 3D-Scan erfasst das Fußgewölbe millimetergenau und erstellt ein digitales Modell Ihres Fußes auf dem Computerbildschirm.
Die dynamische Fußdruckmessung (Pedobarographie): Sie gehen über eine spezielle Messplatte, die mit Tausenden von Sensoren ausgestattet ist. Diese Messung zeigt genau, wie sich der Druck beim Abrollen Ihres Fußes verteilt. Rote Bereiche auf dem Monitor signalisieren gefährliche Druckspitzen, die durch die Einlage entlastet werden müssen.
Die Konstruktion am PC (CAD): Basierend auf den gesammelten Daten modelliert der Techniker die Einlage am Computer. Er bestimmt, wo Stützelemente (Pelotten) platziert werden und wo weiche Polsterungen notwendig sind.
Die Fertigung (CAM): Die digitalen Daten werden an eine CNC-Fräse gesendet, die die Einlage aus einem Rohling (z. B. aus EVA-Schaum) millimetergenau herausfräst. Anschließend wird die Einlage per Hand geschliffen und mit einem hautfreundlichen Bezug versehen.
Moderne 3D-Scans ermöglichen eine millimetergenaue Anpassung Ihrer Einlagen.
Je nach Diagnose und Verwendungszweck stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Die Wahl des Materials beeinflusst nicht nur den Tragekomfort, sondern auch die Lebensdauer der Einlage.
Kork-Leder-Einlagen: Der bewährte Klassiker. Sie sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit gut auf und bieten eine stabile Führung. Ideal für normale Alltagsschuhe.
Weichschaum-Einlagen (EVA):Ethylenvinylacetat ist ein extrem leichter und flexibler Kunststoff. Er dämpft Stöße hervorragend ab und wird häufig bei rheumatischen Beschwerden, Fersensporn oder empfindlichen Seniorenfüßen eingesetzt.
Carbon-Einlagen: Carbon ist extrem dünn, leicht und dennoch bruchfest. Diese Einlagen eignen sich besonders für enge Schuhe oder wenn Gelenke (wie bei Arthrose) ruhiggestellt werden müssen.
Sensomotorische Einlagen: Diese speziellen Einlagen wirken nicht nur stützend, sondern stimulieren gezielt die Fußmuskulatur über kleine Druckpunkte. Sie helfen, die Muskulatur zu trainieren und Fehlhaltungen aktiv zu korrigieren.
Orthopädische Einlagen sind anerkannte Hilfsmittel und im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) gelistet. Die rechtliche Grundlage hierfür bildet das Fünfte Sozialgesetzbuch (§ 33 SGB V). Wenn Sie ein Rezept von Ihrem Orthopäden, Hausarzt oder Diabetologen erhalten, übernimmt die Krankenkasse den Großteil der Kosten.
Wichtige Fakten zur Kostenübernahme (Stand 2026):
Anzahl: Gesetzlich Versicherte haben in der Regel Anspruch auf zwei Paar Einlagen pro Jahr (ein Paar für Straßenschuhe, ein Paar als Wechselversorgung oder für Hausschuhe). Aus hygienischen und medizinischen Gründen ist dieser Wechselrhythmus wichtig.
Gültigkeit des Rezeptes: Ein Kassenrezept (Rosa Rezept, Muster 16) ist nach Ausstellung genau 28 Tage gültig. Sie sollten also zeitnah ein Sanitätshaus in Ludwigshafen aufsuchen.
Gesetzliche Zuzahlung: Sie müssen 10 Prozent des Abgabepreises selbst tragen, jedoch mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro pro Paar. Wenn Sie eine Zuzahlungsbefreiung haben (weil Sie Ihre Belastungsgrenze erreicht haben), entfällt dieser Betrag.
Wirtschaftliche Aufzahlung: Die Krankenkasse zahlt einen Festbetrag für eine "ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche" Versorgung. Wenn Sie sich für hochwertigere Materialien (z. B. spezielles Leder, extrem dünnes Carbon oder besondere Polsterungen) entscheiden, fällt eine zusätzliche private Aufzahlung an. Diese liegt in der Praxis meist zwischen 20 Euro und 50 Euro pro Paar.
Weitere offizielle Informationen zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung finden Sie direkt beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG).
Damit Ihre Einlagen lange halten und hygienisch bleiben, bedarf es der richtigen Pflege. Besonders im Alter, wenn das Immunsystem schwächer wird, ist Fußhygiene essenziell, um Pilzinfektionen zu vermeiden.
Tägliches Lüften: Nehmen Sie die Einlagen jeden Abend aus den Schuhen heraus, damit die aufgenommene Feuchtigkeit verdunsten kann.
Reinigung: Wischen Sie die Einlagen regelmäßig mit einem feuchten Tuch und etwas milder Seife ab. Verwenden Sie niemals scharfe Reinigungsmittel, Desinfektionssprays oder Alkohol, da diese die Materialien (besonders Leder und Klebestoffe) zerstören.
Keine Hitze: Legen Sie feuchte Einlagen niemals auf die Heizung oder in die direkte Sonne. Trocknen Sie sie bei Zimmertemperatur, da sich das Material sonst verformen kann.
Regelmäßige Kontrolle: Nach etwa sechs bis zwölf Monaten lässt die Stützkraft des Materials nach. Lassen Sie die Einlagen in Ihrem Ludwigshafener Sanitätshaus überprüfen und beantragen Sie rechtzeitig ein neues Rezept bei Ihrem Arzt.
Neben den Füßen sind die Beine im Alter besonders anfällig für Erkrankungen. Das venöse System leistet Schwerstarbeit: Es muss das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen transportieren. Dabei helfen die Venenklappen, die wie kleine Ventile wirken, und die Wadenmuskelpumpe. Mit zunehmendem Alter, durch Bewegungsmangel oder genetische Veranlagung, können die Venenklappen ausleiern. Das Blut staut sich in den Beinen, es kommt zu Schwellungen, Krampfadern und im schlimmsten Fall zu gefährlichen Blutgerinnseln (Thrombosen).
Medizinische Kompressionsstrümpfe üben einen exakt definierten, von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. Dieser Druck presst die erweiterten Venen zusammen, die Venenklappen schließen wieder besser und der Blutfluss in Richtung Herz wird massiv beschleunigt.
Kompressionsstrümpfe entlasten die Venen und beugen schweren Beinen vor.
Die Verordnung von Kompressionsstrümpfen erfolgt meist durch einen Phlebologen (Venenfacharzt), einen Angiologen oder den Hausarzt. Die häufigsten Indikationen für Senioren in Ludwigshafen am Rhein sind:
Chronisch venöse Insuffizienz (CVI): Eine dauerhafte Schwäche der Venen, die sich durch schwere, müde und geschwollene Beine äußert, besonders abends oder an heißen Sommertagen im Rheintal.
Varikose (Krampfadern): Dauerhaft erweiterte, geschlängelte oberflächliche Venen.
Tiefe Beinvenenthrombose (TVT): Ein Blutgerinnsel in den tiefen Venen. Nach einer Thrombose ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen oft lebenslang notwendig, um das postthrombotische Syndrom (chronische Schwellungen und Hautveränderungen) zu verhindern.
Lymphödem: Eine Störung des Lymphabflusses, die zu massiven, oft asymmetrischen Schwellungen führt. Das Gewebe fühlt sich teigig an.
Lipödem: Eine chronische Fettverteilungsstörung, die mit starken Schmerzen und Druckempfindlichkeit in den Beinen einhergeht.
Offenes Bein (Ulcus cruris venosum): Die schwerste Form der Venenschwäche, bei der die Haut durch mangelnde Durchblutung aufbricht. Hier ist die Kompressionstherapie der wichtigste Baustein zur Wundheilung.
Ein entscheidender Faktor bei der Versorgung mit Kompressionsstrümpfen ist die Herstellungsart. Hier kommt es häufig zu Missverständnissen. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von Strümpfen:
1. Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe (Rundstrick): Diese Strümpfe werden nahtlos auf einem runden Zylinder gestrickt. Sie sind sehr elastisch, relativ dünn und optisch oft kaum von normalen blickdichten Feinstrumpfhosen zu unterscheiden. Rundstrick wird vor allem bei reinen Venenerkrankungen (Krampfadern, leichte Schwellungen, Thromboseprophylaxe) eingesetzt. Sie werden oft in Standardgrößen (Konfektion) abgegeben, können aber bei besonderen Beinformen auch maßangefertigt werden.
2. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe (Flachstrick): Diese Strümpfe werden Reihe für Reihe flach gestrickt und am Ende mit einer flachen, sichtbaren Naht auf der Rückseite zusammengenäht. Das Material ist deutlich dicker, fester und weniger elastisch (hohe Wandstabilität). Dies ist zwingend erforderlich bei Lymphödemen und Lipödemen. Das feste Material verhindert, dass sich der Strumpf in tiefe Hautfalten einschnürt und hält das Ödem (die Schwellung) nach einer manuellen Lymphdrainage effektiv zurück. Flachstrickstrümpfe sind immer eine individuelle Maßanfertigung.
Der Arzt legt auf dem Rezept fest, wie hoch der Druck des Strumpfes sein muss. Dieser wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) gemessen und in vier Kompressionsklassen eingeteilt:
KKL 1 (Leichte Kompression, 18-21 mmHg): Bei leichten Schweregefühlen, beginnenden Krampfadern oder zur Vorbeugung auf längeren Reisen.
KKL 2 (Mittlere Kompression, 23-32 mmHg): Die am häufigsten verordnete Klasse. Standard bei ausgeprägten Krampfadern, nach Venen-OPs, bei Thrombosen und leichten bis mittleren Ödemen.
KKL 3 (Kräftige Kompression, 34-46 mmHg): Bei schweren Lymphödemen, ausgeprägtem postthrombotischem Syndrom oder starker Neigung zu offenen Beinen.
KKL 4 (Sehr kräftige Kompression, über 49 mmHg): Wird nur selten und bei extremen, irreversiblen Lymphödemen eingesetzt.
Die exakte Passform ist bei Kompressionsstrümpfen das Wichtigste. Ein zu lockerer Strumpf wirkt nicht, ein zu enger Strumpf schnürt das Blut ab und ist gefährlich. Wenn Sie ein Rezept für Kompressionsstrümpfe erhalten haben, beachten Sie für Ihren Termin im Sanitätshaus in Ludwigshafen unbedingt Folgendes:
Die Messung muss morgens erfolgen! Im Laufe des Tages sammelt sich naturgemäß Wasser in den Beinen. Wenn die Beine am Nachmittag vermessen werden, ist der Umfang bereits vergrößert. Der angefertigte Strumpf wäre dann morgens nach dem Aufstehen (wenn die Beine am dünnsten sind) zu weit und würde rutschen. Vereinbaren Sie daher immer einen Termin am frühen Vormittag.
Der Messvorgang: Die Fachkraft im Sanitätshaus misst Ihre Beine entweder manuell mit einem speziellen Maßband an exakt definierten Messpunkten (vom Fesselbereich über die Wade bis zum Oberschenkel) oder nutzt modernste digitale Messtechnik. Ähnlich wie bei den Einlagen gibt es heute 3D-Infrarot-Scanner. Sie stehen dabei auf einer Plattform, während Sensoren Ihre Beine berührungslos und millimetergenau in wenigen Sekunden abtasten. Diese Methode ist besonders für Senioren angenehm, da sie schnell geht und körperlicher Kontakt minimiert wird.
Die größte Herausforderung bei medizinischen Kompressionsstrümpfen ist das An- und Ausziehen. Das feste Material erfordert Kraft in den Händen und eine gute Beweglichkeit in Hüfte und Knie – Eigenschaften, die im Alter oft eingeschränkt sind. Viele Senioren lassen die Strümpfe deshalb im Schrank liegen, was fatale gesundheitliche Folgen haben kann.
Hier helfen spezielle Anziehhilfen, die ebenfalls vom Arzt verordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden können. Zu den gängigsten Hilfsmitteln gehören:
Metallgestelle (z. B. Strumpf-Butler): Der Strumpf wird über einen halbrunden Metallbügel gedehnt. Sie können dann einfach mit dem Fuß hineinschlüpfen und den Strumpf an den Griffen nach oben ziehen, ohne sich bücken zu müssen.
Gleitmatten und Gleitsocken: Diese bestehen aus extrem glattem Fallschirmseide-Material. Sie werden über den Fuß gezogen, der Kompressionsstrumpf gleitet dann mühelos darüber. Anschließend wird die Gleithilfe an einer Schlaufe wieder herausgezogen.
Spezialhandschuhe: Gummihandschuhe mit einer speziellen Noppenbeschichtung sind unerlässlich. Sie schonen das Gestrick des Strumpfes (Vermeidung von Laufmaschen durch Fingernägel) und geben Ihnen den nötigen Grip, um das Material am Bein gleichmäßig nach oben zu streichen, anstatt daran zu ziehen.
Mit praktischen Anziehhilfen gelingt das Anlegen der Strümpfe mühelos.
Auch hier greift die gesetzliche Hilfsmittelversorgung. Die Regelungen für das Jahr 2026 sehen vor:
Anzahl: Sie haben Anspruch auf eine Erstversorgung und aus hygienischen Gründen auf eine Wechselversorgung (ein zweites Paar). Danach steht Ihnen in der Regel alle sechs Monate ein neues Paar zu, da die medizinische Kompressionswirkung durch das Tragen und Waschen nachlässt.
Gesetzliche Zuzahlung: Auch hier fallen 10 Prozent der Kosten an, gedeckelt auf maximal 10 Euro pro Paar, sofern Sie nicht zuzahlungsbefreit sind.
Aufzahlungen: Die Krankenkassen zahlen Standardfarben (meist Hautfarben/Karamell oder Schwarz) und Standardausführungen. Wünschen Sie Trendfarben der Saison, spezielle Haftbänder (z.B. mit Spitzenrand) oder hautpflegende Zusätze im Garn (wie Aloe Vera), fällt eine private wirtschaftliche Aufzahlung an. Diese liegt meist zwischen 15 Euro und 40 Euro.
Die richtige Pflege ist entscheidend für den Erhalt der Kompressionswirkung (des sogenannten Rücksprungverhaltens der elastischen Fäden).
Tägliches Waschen: Kompressionsstrümpfe müssen jeden Tag nach dem Tragen gewaschen werden. Hautschuppen, Schweiß und Reste von Körperlotionen greifen die elastischen Fasern an. Durch das Waschen ziehen sich die Fäden wieder zusammen und der Strumpf sitzt am nächsten Tag wieder straff.
Waschmaschine: Sie können die Strümpfe bei 30 bis 40 Grad Celsius im Schonwaschgang waschen. Verwenden Sie ein spezielles Kompressionsstrumpf-Waschmittel oder ein mildes Feinwaschmittel.
Absolutes Verbot: Verwenden Sie niemals Weichspüler! Weichspüler verklebt die elastischen Fasern und zerstört die medizinische Wirkung des Strumpfes sofort.
Trocknen: Legen Sie die Strümpfe zum Trocknen flach auf ein Handtuch. Nicht wringen, nicht auf die Heizung legen und nicht im direkten Sonnenlicht trocknen. Auch der Wäschetrockner ist tabu, es sei denn, das Etikett erlaubt es ausdrücklich (Schongang).
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen in Ludwigshafen leben, haben Sie den Vorteil einer hervorragenden medizinischen Infrastruktur. Von der Gartenstadt über Mundenheim bis nach Oppau gibt es zahlreiche qualifizierte Fachärzte und zertifizierte Sanitätshäuser. Doch wie finden Sie den richtigen Partner für Ihre Hilfsmittel?
Zertifizierung und Spezialisierung: Achten Sie darauf, dass das Sanitätshaus für die Phlebologie (Venenheilkunde) und Orthopädieschuhtechnik zertifiziert ist. Für Flachstrickversorgungen bei Lymphödemen benötigen die Mitarbeiter spezielle Zusatzausbildungen.
Diskretion und Barrierefreiheit: Ein gutes Sanitätshaus in Ludwigshafen bietet separate, blickdichte und ausreichend große Kabinen für die Vermessung. Das Geschäft sollte zudem rollstuhlgerecht und barrierefrei zugänglich sein, idealerweise mit Parkplätzen direkt vor der Tür.
Zeit und Beratung: Die Mitarbeiter sollten sich Zeit nehmen, Ihnen das An- und Ausziehen der Strümpfe genau zu erklären und Sie die Anziehhilfen vor Ort ausprobieren lassen.
Hausbesuche: Ein entscheidender Service für Senioren! Wenn Sie aufgrund von Krankheit, nach einer Operation oder wegen eines hohen Pflegegrades das Haus nicht mehr verlassen können, bieten viele gute Sanitätshäuser in Ludwigshafen Hausbesuche an. Das Fachpersonal kommt dann mit dem Maßband oder mobilen Scannern direkt zu Ihnen nach Hause oder in die Pflegeeinrichtung, um Beine oder Füße zu vermessen. Sprechen Sie diesen Wunsch direkt bei der Terminvereinbarung an.
Achten Sie bei der Wahl Ihres Sanitätshauses auf absolute Barrierefreiheit.
Wir bei PflegeHelfer24 wissen, dass orthopädische Einlagen und Kompressionsstrümpfe oft nur ein Teil eines größeren Pflege- und Mobilitätsbedarfs sind. Wenn das Gehen trotz bester Einlagen schwerfällt, kann ein Elektromobil oder ein leichter Carbon-Rollator die Reichweite im Alltag wieder drastisch erhöhen. Wenn die Kraft in den Beinen nachlässt, ist neben der Kompressionstherapie oft auch die Anschaffung eines Treppenlifts oder der barrierefreie Umbau des Badezimmers sinnvoll.
Senioren ab Pflegegrad 1 haben beispielsweise Anspruch auf bis zu 4.000 Euro Zuschuss von der Pflegekasse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Wenn Sie in Ludwigshafen am Rhein leben und eine ganzheitliche Beratung zu Pflegegraden, 24-Stunden-Pflege oder großen Hilfsmitteln wie Badewannenliften benötigen, stehen wir Ihnen als unabhängige Experten beratend zur Seite. Die kleinen Hilfsmittel (Einlagen, Strümpfe) besorgen Sie über Ihr lokales Sanitätshaus – für die große Pflegeorganisation im Hintergrund sind wir für Sie da.
Kann ich meine Einlagen in jedem Schuh tragen? Nein, nicht zwingend. Orthopädische Einlagen benötigen Platz. Wenn Sie die Einlage in einen zu engen Schuh legen, drücken Sie Ihre Zehen nach oben, was zu neuen Schmerzen führt. Achten Sie darauf, Schuhe mit einem herausnehmbaren Fußbett zu kaufen. So können Sie die werkseitige Sohle gegen Ihre orthopädische Einlage tauschen, ohne dass sich das Volumen im Schuh verändert.
Zahlt die Krankenkasse auch orthopädische Schuhe? Ja, aber nur unter strengen Voraussetzungen. Wenn Fehlstellungen so gravierend sind (z. B. extremer Diabetischer Fuß, schwere Arthrose, Amputationen), dass eine Einlage in einem Konfektionsschuh nicht mehr ausreicht, kann der Arzt orthopädische Maßschuhe verordnen. Hier liegt der Eigenanteil für gesetzlich Versicherte bei 76 Euro pro Paar für Straßenschuhe, da die Kasse die Kosten für einen "normalen" Schuh abzieht, den Sie ohnehin hätten kaufen müssen.
Was mache ich, wenn der Kompressionsstrumpf rutscht? Ein rutschender Strumpf ist ein Zeichen dafür, dass er nicht richtig passt oder falsch gepflegt wurde. Oft helfen Strümpfe mit einem Silikon-Haftband am oberen Rand (besonders bei oberschenkellangen Strümpfen, AG). Wenn das Haftband nicht mehr klebt, wischen Sie es mit einem feuchten Tuch oder etwas Alkohol ab – oft haben sich dort nur Hautschuppen oder Cremereste angesammelt. Wenn der Strumpf generell zu weit geworden ist, benötigen Sie eine neue Vermessung.
Darf ich mich eincremen, bevor ich die Strümpfe anziehe? Das Eincremen ist extrem wichtig, da Kompressionsstrümpfe die Haut austrocknen können. Sie dürfen sich jedoch niemals morgens direkt vor dem Anziehen eincremen. Normale Körperlotionen greifen die elastischen Fäden des Strumpfes an und zerstören das Material. Cremen Sie Ihre Beine stattdessen abends nach dem Ausziehen der Strümpfe intensiv ein. Wenn Sie morgens cremen müssen, verwenden Sie ausschließlich spezielle, vom Sanitätshaus freigegebene Schaumcremes, die das Strumpfmaterial nicht beschädigen.
Um Ihre Mobilität und Gesundheit in Ludwigshafen am Rhein bestmöglich zu unterstützen, haben wir die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst. Nutzen Sie diese Checkliste, um optimal vorbereitet zu sein:
Arztbesuch: Klären Sie Ihre Beschwerden mit dem Facharzt (Orthopäde für Einlagen, Phlebologe/Hausarzt für Strümpfe).
Rezeptkontrolle: Überprüfen Sie das Rezept. Steht die genaue Diagnose darauf? Ist bei Strümpfen die Kompressionsklasse (z. B. KKL 2) und die Länge (z. B. Wadenstrumpf AD oder Oberschenkelstrumpf AG) angegeben? Ist bei Bedarf eine Anziehhilfe verordnet?
Fristen beachten: Lösen Sie das Rezept innerhalb von 28 Tagen in einem Sanitätshaus in Ludwigshafen ein.
Terminvereinbarung: Rufen Sie im Sanitätshaus an. Vereinbaren Sie für Kompressionsstrümpfe zwingend einen Termin am frühen Vormittag.
Hausbesuch klären: Wenn Sie immobil sind, fragen Sie direkt am Telefon nach einem Hausbesuch in Ihrem Ludwigshafener Stadtteil.
Schuhe mitbringen: Nehmen Sie zu Ihrem Einlagen-Termin die Schuhe mit, in denen Sie die Einlagen am häufigsten tragen werden.
Zuzahlung einplanen: Denken Sie an die gesetzliche Zuzahlung (max. 10 Euro) und eventuelle Aufzahlungen für Sonderwünsche. Bringen Sie Ihren Zuzahlungsbefreiungsausweis mit, falls vorhanden.
Pflegeprodukte: Lassen Sie sich im Sanitätshaus bezüglich spezieller Waschmittel, Pflegecremes und Anziehhilfen (Gummihandschuhe!) beraten.
Die Investition in passgenaue orthopädische Einlagen und medizinische Kompressionsstrümpfe ist eine Investition in Ihre Unabhängigkeit. Mit moderner Messtechnik und kompetenter Beratung vor Ort in Ludwigshafen am Rhein stellen Sie sicher, dass Sie auch im Alter aktiv, schmerzfrei und sicher am Leben teilnehmen können. Achten Sie auf Ihren Körper, nutzen Sie die Hilfsmittel, die Ihnen zustehen, und scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf einen Blick.