Die teilstationäre Pflege, allgemein bekannt als Tagespflege, ist für viele Familien in Hannover und der umliegenden Region ein unverzichtbarer Anker im Alltag. Sie bietet Senioren Struktur, soziale Kontakte und professionelle Betreuung, während pflegende Angehörige dringend benötigte Entlastung finden, um Kraft zu schöpfen oder ihrem Beruf nachzugehen. Doch so hervorragend das Betreuungsangebot in den Einrichtungen der niedersächsischen Landeshauptstadt auch sein mag, es stellt sich für fast jede Familie zunächst eine ganz praktische, logistische Hürde: Wie gelangt der pflegebedürftige Mensch sicher, pünktlich und komfortabel von seinem Zuhause in die Einrichtung und am späten Nachmittag wieder zurück?
Genau hier kommt der Fahrdienst der Tagespflege ins Spiel. Dieser spezialisierte Transportservice ist das entscheidende Bindeglied zwischen der häuslichen Umgebung und der Pflegeeinrichtung. Ohne einen verlässlichen Fahrdienst wäre der Besuch einer Tagespflege für viele Senioren schlichtweg unmöglich, insbesondere wenn Mobilitätseinschränkungen vorliegen oder die Angehörigen den Transport aufgrund eigener beruflicher Verpflichtungen nicht selbst übernehmen können. Im Jahr 2026 haben sich die Anforderungen an diese Dienste sowie die finanziellen Rahmenbedingungen der Pflegekassen weiterentwickelt. Für Sie als Angehörige oder Betroffene ist es daher essenziell zu verstehen, welche Leistungen abgedeckt sind, wie weit der Radius in Hannover reicht und welche Kosten auf Sie zukommen.
In diesem umfassenden Ratgeber beleuchten wir jedes Detail des Tagespflege-Fahrdienstes in Hannover. Wir erklären Ihnen die aktuellen Budgets der Pflegekasse, zeigen auf, wie Rollstuhltransporte sicher durchgeführt werden, und geben Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie den Alltag mit dem Fahrdienst optimal organisieren. Als Experten von PflegeHelfer24 wissen wir, dass Mobilität im Alter ein komplexes Thema ist, das von der barrierefreien Wohnung bis zum sicheren Transportfahrzeug reicht.
Ein Fahrdienst für die Tagespflege ist weit mehr als nur ein gewöhnliches Taxiunternehmen. Es handelt sich um einen spezialisierten Hol- und Bringdienst, der exakt auf die Bedürfnisse von pflegebedürftigen, demenziell erkrankten oder körperlich eingeschränkten Senioren zugeschnitten ist. Die meisten Tagespflegeeinrichtungen in Hannover betreiben entweder eine eigene Flotte von Kleinbussen oder kooperieren fest mit etablierten externen Dienstleistern wie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), den Johannitern, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) oder spezialisierten privaten Behinderten- und Krankenfahrdiensten.
Das Besondere an diesem Service ist die Kontinuität und die pflegerische Ausrichtung. Die Fahrerinnen und Fahrer sind in der Regel speziell geschult. Sie wissen, wie sie mit Fahrgästen umgehen müssen, die vielleicht verwirrt, ängstlich oder körperlich sehr fragil sind. Ein Standard-Taxifahrer holt seinen Fahrgast am Bordstein ab; der Fahrer eines Tagespflege-Fahrdienstes hingegen leistet oft eine begleitende Hilfe. Er holt den Senior direkt an der Wohnungstür ab, reicht ihm den Arm, hilft beim Einsteigen in den Kleinbus und sichert Gehhilfen wie Rollatoren fachgerecht im Kofferraum.
Die eingesetzten Fahrzeuge sind in der Regel geräumige Kleinbusse (oft als Sprinter oder Crafter bezeichnet), die Platz für mehrere Senioren bieten. Dies bedeutet, dass der Fahrdienst als Sammeltransport organisiert ist. Der Fahrer fährt eine festgelegte Route durch verschiedene Stadtteile Hannovers, sammelt die Tagesgäste nacheinander ein und bringt sie gemeinsam zur Einrichtung. Diese gemeinsame Fahrt ist für viele Senioren bereits der erste soziale Kontakt des Tages und wird oft als gesellige Einstimmung auf den Tag in der Pflegeeinrichtung empfunden.
Die geschulten Fahrer helfen stets beim sicheren Einstieg in den Kleinbus.
Hannover ist flächenmäßig eine große Stadt und bildet zusammen mit den Umlandgemeinden die weitläufige Region Hannover. Für den Fahrdienst einer Tagespflege ist die Routenplanung eine logistische Meisterleistung. Daher ist der Abdeckungsradius ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl der passenden Tagespflegeeinrichtung. Kein Fahrdienst kann die gesamte Region abdecken, da die Fahrzeiten für die Senioren sonst unzumutbar lang würden.
Typische Einzugsgebiete in der Stadt Hannover: Eine Tagespflegeeinrichtung, die beispielsweise im Stadtteil List oder Oststadt ansässig ist, wird ihren Fahrdienst in der Regel auf die angrenzenden Viertel wie Vahrenwald, Bothfeld, Groß-Buchholz oder die Südstadt beschränken. Einrichtungen in Linden oder Limmer decken oft den westlichen Bereich inklusive Ahlem oder Badenstedt ab. Der Radius ist meist auf etwa 5 bis maximal 15 Kilometer um die Einrichtung herum begrenzt.
Die Situation in der Region Hannover: Wenn Sie im Umland leben, beispielsweise in Garbsen, Langenhagen, Laatzen oder Lehrte, orientieren sich die Fahrdienste stark an den Stadt- und Gemeindegrenzen. Eine Tagespflege in Langenhagen wird in der Regel keine Gäste aus dem tiefsten Süden Hannovers abholen. Der Grund dafür ist einfach: Die Fahrtzeit für den einzelnen Senior sollte im Idealfall 45 bis 60 Minuten nicht überschreiten. Längere Fahrzeiten im Stop-and-Go-Verkehr auf der Vahrenwalder Straße oder im Stau auf dem Messeschnellweg sind für ältere, pflegebedürftige Menschen körperlich und mental zu anstrengend.
Bevor Sie sich für eine Tagespflege entscheiden, müssen Sie daher zwingend abklären, ob Ihre Wohnadresse innerhalb des Tourenplans des jeweiligen Fahrdienstes liegt. Manche Einrichtungen machen Ausnahmen, wenn die Adresse nur knapp außerhalb des Radius liegt, berechnen dann aber unter Umständen einen Distanzzuschlag, den Sie privat tragen müssen.
Ein enorm wichtiges Thema für viele Familien ist der Transport von Rollstuhlfahrern. Nicht jeder Senior kann die Stufen in einen Kleinbus selbstständig bewältigen. Die gute Nachricht: Die meisten Fahrdienste der Tagespflegen in Hannover sind auf Rollstuhltransporte vorbereitet. Allerdings gibt es hier gravierende technische und organisatorische Unterschiede, die Sie kennen müssen.
Unterscheidung der Rollstuhlarten: Es macht für den Fahrdienst einen gewaltigen Unterschied, ob der Senior einen faltbaren Standardrollstuhl nutzt, in den er sich nur für längere Strecken setzt, oder ob er dauerhaft auf einen schweren Elektrorollstuhl angewiesen ist. Einen Faltrollstuhl kann der Fahrer zusammenklappen und im Kofferraum verstauen, während der Senior auf einem normalen Sitzplatz im Bus Platz nimmt. Wenn der Senior jedoch im Rollstuhl sitzend transportiert werden muss (sogenannter Rollstuhl-In-Sitz-Transport), benötigt das Fahrzeug eine spezielle Ausstattung.
Fahrzeuge für den Transport von sitzenden Rollstuhlfahrern müssen über eine Auffahrrampe oder eine hydraulische Hebebühne verfügen. Zudem greifen hier strenge gesetzliche Sicherheitsvorschriften. Der Rollstuhl muss mit einem zertifizierten Kraftknotensystem (nach DIN 75078) im Fahrzeugboden verankert werden. Der Senior selbst wird mit einem speziellen Becken- und Schultergurt gesichert. Wenn Ihr Angehöriger einen schweren Elektrorollstuhl oder ein Elektromobil nutzt (wie sie PflegeHelfer24 anbietet), müssen Sie dies der Tagespflege zwingend im Vorfeld mitteilen. Nicht jeder Kleinbus hat eine Hebebühne, die das hohe Eigengewicht eines Elektrorollstuhls (oft über 100 Kilogramm plus Personengewicht) heben kann.
Die Hürde vor der Haustür: Barrierefreiheit beginnt nicht erst am Fahrzeug, sondern bereits in der Wohnung. Der Fahrer des Tagespflege-Fahrdienstes darf aus versicherungstechnischen und arbeitsschutzrechtlichen Gründen in der Regel keine Rollstuhlfahrer mitsamt Rollstuhl über Treppenstufen tragen. Wenn Sie im ersten Stock eines Altbaus in der Hannover-Südstadt ohne Aufzug wohnen, muss der Weg nach unten gesichert sein. Hier kommen Hilfsmittel wie ein Treppenlift ins Spiel. PflegeHelfer24 berät Sie deutschlandweit zu Treppenliften, die exakt diese Lücke schließen und sicherstellen, dass der Senior pünktlich und sicher zur Haustür gelangt, wo der Fahrdienst ihn in Empfang nehmen kann.
Sicherheit geht vor: Rollstühle werden fachgerecht im Fahrzeugboden verankert.
Die Frage nach den Kosten ist für Angehörige meist die drängendste. Die erfreuliche Nachricht vorweg: Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, übernimmt die Pflegekasse den Großteil, wenn nicht gar die gesamten Kosten für den Fahrdienst, sofern das Budget nicht durch die Pflegekosten in der Einrichtung selbst bereits ausgeschöpft ist.
Wie setzen sich die Kosten zusammen? Die Abrechnung des Fahrdienstes erfolgt in der Regel nicht direkt mit Ihnen, sondern die Tagespflegeeinrichtung rechnet die Fahrtkosten als Teil ihrer Gesamtleistung ab. Die Kostenmodelle variieren je nach Einrichtung in Hannover:
Wegepauschalen: Viele Tagespflegen berechnen eine feste Pauschale pro Anwesenheitstag. Diese liegt in Hannover im Jahr 2026 durchschnittlich zwischen 15,00 Euro und 30,00 Euro für die Hin- und Rückfahrt zusammen.
Kilometergenaue Abrechnung: Andere Dienste berechnen die exakte Entfernung. Hier liegen die Sätze oft zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro pro gefahrenem Kilometer.
Rollstuhlzuschläge: Für den aufwendigeren Transport von Rollstuhlfahrern (Nutzung der Hebebühne, aufwendige Sicherung) wird häufig ein Zuschlag von wenigen Euro pro Fahrt erhoben.
Wichtig zu verstehen ist, dass diese Fahrtkosten auf der monatlichen Rechnung der Tagespflege erscheinen. Sie werden zusammen mit den Pflegekosten, den Betreuungskosten und den Kosten für Unterkunft und Verpflegung (U&V) ausgewiesen.
Um die Finanzierung zu verstehen, müssen wir einen Blick auf die aktuellen Budgets der gesetzlichen Pflegeversicherung (BMG - Leistungen der Tages- und Nachtpflege) werfen. Für die teilstationäre Pflege (Tagespflege) stellt die Pflegekasse ein separates Budget zur Verfügung, das zusätzlich zum Pflegegeld oder zu den ambulanten Pflegesachleistungen genutzt werden kann. Das bedeutet: Wenn Ihr Angehöriger zweimal pro Woche in die Tagespflege geht, wird sein Pflegegeld, das er für die häusliche Pflege erhält, dadurch nicht gekürzt.
Seit der letzten Erhöhung der Leistungsbeträge gelten für das Jahr 2026 folgende monatliche Budgets für die Tagespflege (inklusive Fahrtkosten):
Pflegegrad 1: 0 Euro (Hier greift nur der Entlastungsbetrag, siehe unten)
Pflegegrad 2:721 Euro monatlich
Pflegegrad 3:1.357 Euro monatlich
Pflegegrad 4:1.685 Euro monatlich
Pflegegrad 5:2.085 Euro monatlich
Ein konkretes Rechenbeispiel für Hannover: Herr Müller (Pflegegrad 2) besucht an zwei Tagen in der Woche eine Tagespflege in Hannover-Bothfeld. Im Monat sind das durchschnittlich 8 Besuchstage. Die Einrichtung berechnet 70 Euro für Pflege und Betreuung pro Tag sowie eine Fahrtkostenpauschale von 20 Euro pro Tag. Die täglichen Kosten belaufen sich somit auf 90 Euro (ohne Unterkunft und Verpflegung, die immer privat gezahlt werden müssen). Bei 8 Tagen im Monat entstehen Kosten in Höhe von 720 Euro. Da das Budget der Pflegekasse für Pflegegrad 2 bei 721 Euro liegt, werden die gesamten Pflege- und Fahrtkosten komplett von der Pflegekasse übernommen.
Der Entlastungsbetrag (131 Euro): Sollten die Fahrtkosten das Budget für die Tagespflege übersteigen (beispielsweise, wenn der Senior an vier oder fünf Tagen pro Woche in die Einrichtung fährt), können Sie den monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 131 Euro (Stand 2025/2026) nutzen, um die restlichen Fahrtkosten oder die privat zu tragenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung zu decken.
Mit dem passenden Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse in der Regel die Fahrtkosten.
Damit die Fahrtkosten reibungslos über die Budgets der Pflegekasse abgerechnet werden können, müssen einige grundlegende formelle Voraussetzungen erfüllt sein. Es reicht nicht aus, einfach ein privates Taxi zu rufen und die Quittung bei der Kasse einzureichen.
Anerkannter Pflegegrad: Der Senior muss mindestens in den Pflegegrad 2 eingestuft sein, um das volle Budget für die teilstationäre Pflege abrufen zu können. Personen mit Pflegegrad 1 können lediglich den Entlastungsbetrag von 131 Euro für die Tagespflege und den Transport nutzen.
Zugelassene Einrichtung: Die Tagespflegeeinrichtung in Hannover muss einen gültigen Versorgungsvertrag mit den Landesverbänden der Pflegekassen abgeschlossen haben. Nur dann ist sie berechtigt, Leistungen direkt mit der Kasse abzurechnen.
Abtretungserklärung: In der Praxis unterschreiben Sie bei der Anmeldung in der Tagespflege eine sogenannte Abtretungserklärung. Diese ermächtigt die Einrichtung, die anfallenden Kosten (inklusive des eigenen Fahrdienstes) direkt mit der Pflegekasse abzurechnen. Sie erhalten dann lediglich eine Rechnung über den eventuell verbleibenden Eigenanteil (Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten).
Medizinische Notwendigkeit (Krankentransport): Wichtig zu wissen ist, dass der normale Tagespflege-Fahrdienst kein medizinischer Krankentransport auf Rezept (Muster 4) ist. Sie benötigen also keine ärztliche Verordnung, um den Fahrdienst der Tagespflege nutzen zu dürfen. Die Einstufung in einen Pflegegrad reicht völlig aus.
Für viele Senioren, besonders für solche mit beginnender Demenz, ist ein strukturierter, vorhersehbarer Tagesablauf extrem wichtig. Der Fahrdienst prägt den Start und das Ende dieses Tages maßgeblich.
Die morgendliche Abholung: Die Fahrdienste in Hannover beginnen ihre Touren meist früh am Morgen. Das typische Abholfenster liegt zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr. Da es sich um Sammeltransporte handelt, kann die exakte Abholzeit von Tag zu Tag um einige Minuten variieren, je nachdem, wie die aktuelle Verkehrslage ist oder ob ein anderer Fahrgast an diesem Tag abgesagt hat. Der Fahrer klingelt an der Wohnungstür. Es wird erwartet, dass der Senior zu diesem Zeitpunkt fertig angezogen und abfahrbereit ist. Der Fahrer hilft beim Anziehen der Jacke, reicht den Arm für den Weg zum Fahrzeug und sichert den Fahrgast im Bus.
Sicherheits-Tipp von PflegeHelfer24: Die Wartezeit am Morgen kann manchmal stressig sein. Wenn der Senior alleine lebt und auf den Fahrer wartet, bietet ein Hausnotruf ein enormes Maß an Sicherheit. Sollte der Senior in der Aufregung des Morgens stürzen, bevor der Fahrer eintrifft, kann er per Knopfdruck sofort Hilfe rufen.
Die Fahrt durch die Stadt: Während der Fahrt sammelt der Bus weitere Gäste ein. Die Fahrer bemühen sich, die Routen so effizient wie möglich zu gestalten. Nach Ankunft an der Tagespflegeeinrichtung hilft der Fahrer jedem Gast beim Aussteigen und begleitet die Gruppe sicher in die Räumlichkeiten, wo das Pflegepersonal der Tagespflege die Senioren in Empfang nimmt und der Tag mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt.
Die Rückfahrt am Nachmittag: Zwischen 15:30 Uhr und 16:30 Uhr rüsten sich die Fahrdienste für die Rückfahrt. Der Ablauf erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Der Fahrer bringt den Senior bis an die Wohnungstür und vergewissert sich, dass dieser sicher in seiner Wohnung angekommen ist, bevor er zum nächsten Fahrgast weiterfährt.
Nach der sicheren Fahrt beginnt der Tag meist mit einem gemeinsamen Frühstück.
Sie vertrauen dem Fahrdienst das Wertvollste an, das Sie haben: Ihre pflegebedürftigen Angehörigen. Daher sollten Sie bei der Auswahl der Tagespflege auch gezielt nach der Qualität des Fahrdienstes fragen. Ein guter Fahrdienst zeichnet sich durch weit mehr aus als nur durch unfallfreies Fahren.
Feste Bezugspersonen: Gerade für demenziell veränderte Menschen ist es fatal, wenn jeden Tag ein anderes Gesicht am Steuer sitzt. Hochwertige Fahrdienste bemühen sich um feste Fahrer für bestimmte Routen, sodass eine Vertrauensbasis zwischen Fahrer und Senior entstehen kann.
Spezielle Schulungen: Ein exzellenter Fahrer hat eine Schulung im Umgang mit Demenzpatienten absolviert. Er weiß, wie er reagieren muss, wenn ein Fahrgast plötzlich ängstlich wird, nach Hause möchte oder während der Fahrt unruhig ist. Auch ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs ist absolute Pflicht.
Zustand der Fahrzeuge: Achten Sie auf den optischen und technischen Zustand der Kleinbusse. Sind sie sauber? Funktionieren die Trittstufen und Haltegriffe? Ist die Hebebühne für den Rollstuhl regelmäßig gewartet (UVV-Prüfung)?
Kommunikation bei Verspätungen: Ein Stau auf dem Südschnellweg kann jeden treffen. Ein guter Fahrdienst zeichnet sich dadurch aus, dass die Zentrale oder der Fahrer die Angehörigen proaktiv telefonisch informiert, wenn sich die Abholung oder die Rückkehr um mehr als 15 Minuten verzögert.
Nicht jede Tagespflege in Hannover betreibt einen eigenen Fuhrpark. Manche Einrichtungen lagern diesen Service aus, oder Sie stellen fest, dass der einrichtungseigene Dienst Ihre Wohnadresse nicht anfährt. In solchen Fällen gibt es Alternativen, die Sie nutzen können, um die Tagespflege dennoch zu erreichen.
Externe Behinderten- und Krankenfahrdienste: In Hannover gibt es eine Vielzahl von professionellen Anbietern, die sich auf den Transport von Menschen mit Einschränkungen spezialisiert haben. Große Hilfsorganisationen wie die Johanniter-Unfall-Hilfe, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bieten dedizierte Fahrdienste an. Diese rechnen in vielen Fällen ebenfalls direkt mit der Pflegekasse ab, sofern Sie das Budget der Tagespflege nutzen möchten. Der organisatorische Aufwand ist für Sie etwas höher, da Sie den Transport unabhängig von der Tagespflege buchen und koordinieren müssen.
Taxiunternehmen: Ein normales Taxi ist für Rollstuhlfahrer ungeeignet, aber für Senioren, die noch gut zu Fuß sind, eine Option. Einige Taxi-Unternehmen in Hannover bieten regelmäßige Fahrten auf Rechnung an. Beachten Sie jedoch, dass Taxifahrten pro Kilometer oft teurer sind als die Sammeltransporte der Tagespflegen, wodurch das Budget der Pflegekasse schneller aufgebraucht sein kann.
Öffentliche Verkehrsmittel (GVH): Für Senioren, die noch sehr mobil und kognitiv fit sind, kann die Anreise mit den Bussen und Bahnen der ÜSTRA (GVH) eine Alternative sein. Hannover verfügt über ein sehr gut ausgebautes, weitgehend barrierefreies Nahverkehrsnetz. Dies ist jedoch in der Praxis der Tagespflege eher die Ausnahme, da die meisten Gäste aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit auf einen Tür-zu-Tür-Service angewiesen sind.
Selbst beim besten Fahrdienst läuft nicht immer alles perfekt. Wer die Verkehrssituation in Hannover kennt, weiß, dass Baustellen, Messen oder Unfälle den Zeitplan schnell durcheinanderbringen können. Es ist wichtig, auf diese Herausforderungen vorbereitet zu sein.
Verkehr und Verspätungen: Hannover ist ein Verkehrsknotenpunkt. Wenn auf der A2 oder A7 ein Stau ist, weicht der Verkehr oft in die Stadt aus. Baustellen am Südschnellweg oder rund um den Messeschnellweg können die Fahrtzeiten der Kleinbusse massiv verlängern. Lösungsansatz: Planen Sie morgens und nachmittags einen Puffer von mindestens 20 Minuten ein. Geben Sie dem Fahrer eine Handynummer, unter der Sie immer erreichbar sind. Wenn Sie nachmittags zur Arbeit müssen und der Senior noch nicht zurück ist, brauchen Sie einen Notfallplan (z.B. ein Nachbar, der den Senior in Empfang nehmen kann).
Krankheit und kurzfristige Absagen: Senioren können über Nacht krank werden. Wenn Ihr Angehöriger morgens mit Fieber aufwacht, müssen Sie den Fahrdienst schnellstmöglich informieren, damit der Bus nicht umsonst vor der Tür steht und andere Gäste warten lässt.Lösungsansatz: Klären Sie im Vorfeld, bis zu welcher Uhrzeit eine kostenfreie Stornierung der Fahrt möglich ist. Oft verlangen Einrichtungen eine Absage bis spätestens 7:00 Uhr morgens, andernfalls kann eine Ausfallgebühr berechnet werden, die Sie unter Umständen privat tragen müssen.
Konflikte im Bus: Da es sich um einen Sammeltransport handelt, sitzen Senioren mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern auf engem Raum zusammen. Manchmal kommt es zu Spannungen, besonders wenn demenziell veränderte Fahrgäste unruhig werden.Lösungsansatz: Suchen Sie bei Problemen das Gespräch mit der Pflegedienstleitung der Einrichtung. Oft hilft es schon, die Sitzordnung im Bus zu ändern oder den Fahrgast auf eine andere Route zu buchen.
Um Ihnen den Start in die Tagespflege so einfach wie möglich zu machen, haben wir von PflegeHelfer24 eine praktische Checkliste für Sie zusammengestellt. Gehen Sie diese Punkte durch, bevor Sie den Vertrag mit der Tagespflege in Hannover unterschreiben:
Wohnort prüfen: Liegt die Adresse des Seniors im offiziellen Abdeckungsradius des Fahrdienstes?
Rollstuhleignung klären: Wenn ein Elektrorollstuhl oder ein Elektromobil genutzt wird: Verfügt der Bus über eine ausreichend starke Hebebühne und das gesetzlich vorgeschriebene Kraftknotensystem?
Barrierefreiheit zu Hause: Kommt der Senior sicher zur Haustür? Muss eventuell ein Treppenlift installiert werden, um die Treppen im Hausflur zu überwinden?
Kostenaufstellung anfordern: Lassen Sie sich schriftlich geben, wie hoch die Fahrtkosten pro Tag sind und ob diese komplett vom Budget der Pflegekasse (z.B. 721 Euro bei Pflegegrad 2) gedeckt werden.
Notfallkontakte hinterlegen: Hat der Fahrdienst Ihre aktuelle Handynummer und die Nummer einer Ersatzperson (z.B. Nachbar oder anderer Verwandter), falls Sie bei der Rückkehr des Seniors nicht zu Hause sind?
Schlüsselübergabe klären: Wie kommt der Senior nachmittags in die Wohnung? Hat er den Schlüssel selbst, oder muss der Fahrer klingeln?
Hausnotruf einrichten: Ist der Senior während der Wartezeit am Morgen abgesichert? Ein Hausnotruf bietet hier die nötige Sicherheit.
Muss der Fahrer den Senior in der Wohnung abholen? Grundsätzlich ist der Fahrdienst ein Service von "Tür zu Tür". Das bedeutet, der Fahrer holt den Fahrgast an der Haus- bzw. Wohnungstür ab. Er darf jedoch aus haftungsrechtlichen Gründen keine schweren körperlichen Pflegeleistungen erbringen. Das Tragen eines Rollstuhls über Treppen ist dem Fahrer in der Regel untersagt. Der Senior muss also, gegebenenfalls mit Hilfe eines Treppenlifts, in der Lage sein, die Haustür zu erreichen.
Kann der Fahrdienst auch für Fahrten zum Arzt genutzt werden? Nein. Das Budget der teilstationären Pflege und der damit verbundene Fahrdienst ist streng zweckgebunden für den Weg zwischen der häuslichen Wohnung und der Tagespflegeeinrichtung. Für Fahrten zum Arzt, zur Physiotherapie oder zum Einkaufen müssen Sie andere Budgets (wie den Entlastungsbetrag) nutzen oder eine ärztliche Verordnung für eine Krankenfahrt beantragen.
Was passiert, wenn das Budget der Pflegekasse nicht ausreicht? Wenn Ihr Angehöriger die Tagespflege sehr oft besucht (z.B. fünf Tage die Woche) und die Fahrtkosten hoch sind, kann das monatliche Budget der Pflegekasse (z.B. 1.357 Euro bei Pflegegrad 3) überschritten werden. In diesem Fall müssen Sie die Differenz als Eigenanteil selbst bezahlen. Sie können jedoch den monatlichen Entlastungsbetrag von 131 Euro nutzen, um diesen Eigenanteil abzufedern.
Kann auch ein Rollator im Bus mitgenommen werden? Ja, die Mitnahme eines Standard-Rollators ist bei fast allen Fahrdiensten in Hannover problemlos möglich und gehört zum Alltag. Der Fahrer klappt den Rollator zusammen und verstaut ihn sicher im Kofferraum des Kleinbusses, damit er bei einem Bremsmanöver nicht zur Gefahr wird.
Darf ich den Fahrdienst nur für eine Strecke nutzen? Ja, das ist oft möglich. Wenn Sie beispielsweise morgens auf dem Weg zur Arbeit die Zeit haben, Ihren Angehörigen selbst in der Tagespflege in Hannover abzuliefern, können Sie vereinbaren, dass der Fahrdienst nur die Rückfahrt am Nachmittag übernimmt. Dies reduziert die Fahrtkosten und schont das Budget der Pflegekasse. Klären Sie dies jedoch im Vorfeld vertraglich mit der Einrichtung ab.
Der Fahrdienst ist das pulsierende Herzstück der teilstationären Pflege in Hannover. Er sorgt dafür, dass Senioren trotz körperlicher Einschränkungen oder demenzieller Veränderungen sicher und verlässlich an den Angeboten der Tagespflege teilnehmen können. Im Jahr 2026 bieten die Budgets der Pflegekassen eine solide finanzielle Grundlage, um diese Transportkosten in den allermeisten Fällen vollständig abzudecken. Von den 721 Euro bei Pflegegrad 2 bis zu den 2.085 Euro bei Pflegegrad 5 stehen ausreichend Mittel zur Verfügung, um Pflege, Betreuung und den Transport zu finanzieren.
Achten Sie bei der Wahl der Einrichtung in Hannover genau auf den Abdeckungsradius, die Qualität der Fahrzeuge und die Schulung der Fahrer. Vergessen Sie dabei nicht die Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden: Wenn der Weg zur Haustür durch Treppen versperrt ist, kann ein Treppenlift die entscheidende Lösung sein, um den Fahrdienst überhaupt nutzen zu können. Mit der richtigen Planung, klaren Absprachen und dem Wissen über Ihre gesetzlichen Ansprüche wird der Fahrdienst zu dem, was er sein soll: Einer enormen Erleichterung für Sie und einem sicheren Start in den Tag für Ihre pflegebedürftigen Angehörigen.
Die wichtigsten Antworten auf einen Blick