Apotheken geben Entwarnung: Wichtige Medikamente für den Winter gesichert

Djamal Sadaghiani
Keine Engpässe bei Winter-Medikamenten: Apotheken geben Entwarnung

Mit dem Beginn der kühleren Jahreszeit wächst bei vielen Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften traditionell die Sorge vor Lieferengpässen in den Apotheken. Nach den spürbaren Engpässen der vergangenen Jahre gibt es für diese Saison jedoch eine spürbare Entlastung: Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sieht die Versorgungslage bei typischen saisonalen Arzneimitteln vorerst gesichert.

Stabile Bestände bei Grippemitteln und Antibiotika

Präparate gegen Erkältungssymptome, fiebersenkende Mittel sowie wichtige Antibiotika stehen nach aktuellem Stand in ausreichender Menge zur Verfügung. Gerade diese Produktgruppen waren in den Vorjahren immer wieder von gravierenden Lieferproblemen betroffen, was Pflegedienste und Familien vor enorme logistische Hürden stellte. Die Apothekerschaft betont, dass die Lager für die anstehende Infektionswelle gut gerüstet sind und eine akute Unterversorgung derzeit nicht zu befürchten ist.

Aufatmen im Pflegealltag

Für die ambulante und stationäre Pflege bedeutet diese Entwicklung eine erhebliche Erleichterung. Müssen pflegebedürftige Menschen wegen einer bakteriellen Infektion oder eines schweren grippalen Infekts schnell medikamentös versorgt werden, zählt oft jede Stunde. Langwierige Telefonate mit mehreren Apotheken, um letzte Restbestände aufzuspüren, sollten in diesem Winter die Ausnahme bleiben.

  • Schnellere Versorgung: Rezepte für Akutmedikamente können in der Regel sofort vor Ort eingelöst werden.
  • Entlastung für Pflegende: Der zeitliche Aufwand für die Suche nach Alternativpräparaten sinkt spürbar.
  • Bessere Planbarkeit: Wichtige Standardarzneimittel sind über die üblichen Großhandelswege verlässlich abrufbar.

Vorbereitung ohne Hamsterkäufe

Trotz der positiven Gesamtlage raten Experten zu einer besonnenen Beorratung. Pflegebedürftige und pflegende Angehörige sollten die heimische Hausapotheke zwar rechtzeitig auf Haltbarkeit und Vollständigkeit prüfen, von übertriebenen Vorratskäufen jedoch absehen. Übermäßige Hamsterkäufe könnten die Lieferketten unnötig belasten, während eine bedarfsgerechte Beschaffung das System stabil hält. Wer chronische Beschwerden hat oder regelmäßig auf bestimmte Präparate angewiesen ist, sollte Folgerezepte dennoch mit etwas Vorlauf beim behandelnden Arzt anfordern.

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