Herbst-Erkältungswelle: RKI meldet ersten Anstieg bei Corona und Grippe
Mit dem Start in die kältere Jahreszeit kündigt sich in Deutschland die jährliche Infektionswelle an. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht mitteilt, ist bei den typischen Atemwegserregern wie SARS-CoV-2 und Influenzaviren ein erster allmählicher Anstieg der Aktivität zu verzeichnen. Noch bewegt sich das Infektionsgeschehen bundesweit auf einem vergleichsweise moderaten Niveau, doch der Trend weist klar nach oben.
Entwicklung in Deutschland noch verhalten
Während einige Nachbarländer bereits von einem ungewöhnlich frühen Beginn der Grippesaison berichten, verläuft die Entwicklung hierzulande bislang eher gedämpft. Laut den Überwachungssystemen der Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut befinden sich die Fallzahlen von SARS-CoV-2, Influenza und dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) gegenwärtig noch in einem niedrigen Bereich. Dennoch raten Experten dazu, die Dynamik der kommenden Wochen nicht zu unterschätzen, da kühlere Temperaturen und vermehrte Aufenthalte in Innenräumen die Übertragung begünstigen.
Bedeutung für die Pflege und Risikogruppen
Für Beschäftigte in der ambulanten und stationären Pflege sowie pflegende Angehörige markiert dieser Beginn der Saison einen wichtigen Zeitpunkt zur Vorbereitung. Ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen tragen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei Atemwegsinfektionen.
- Impfschutz überprüfen: Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt gefährdeten Personengruppen sowie medizinischem und pflegerischem Personal die jährliche Auffrischung gegen Grippe sowie eine Auffrischungsimpfung gegen COVID-19.
- Basishygiene intensivieren: Konsequente Händehygiene, regelmäßiges Lüften von Wohn- und Gemeinschaftsräumen sowie der umsichtige Einsatz von Schutzmasken bei ersten Krankheitssymptomen tragen maßgeblich zum Schutz vulnerabler Personen bei.
- Frühzeitige Symptomerkennung: Bei plötzlichem Fieber, trockenem Husten oder ausgeprägter Abgeschlagenheit sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden, um Pflegebedürftige vor Ansteckungen zu bewahren.
Vorbereitung auf die Wintermonate
Fachleute gehen davon aus, dass die Zirkulation von Influenza und Coronaviren in den kommenden Wochen kontinuierlich zulegen wird. Einrichtungen und Pflegedienste sind daher angehalten, ihre Schutz- und Hygienekonzepte rechtzeitig aufzufrischen, um Personalengpässe abzufedern und Pflegebedürftige sicher durch den Herbst und Winter zu begleiten.
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