Suchtexperten schlagen Alarm: Warum Alkohol in Deutschland teurer werden muss
Ein kühles Bier zum Feierabend oder ein Glas Wein in geselliger Runde – für viele Menschen in Deutschland gehört der Konsum von Alkohol ganz selbstverständlich zum Alltag. Doch Suchtforscher und Mediziner betrachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Angesichts gravierender gesundheitlicher Folgen fordern Experten nun ein drastisches Umdenken in der deutschen Alkoholpolitik und verlangen spürbar strengere Regeln.
Deutschland als Paradies für günstigen Alkohol
Laut dem aktuellen Jahresbericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zählt Deutschland europaweit zu den Ländern mit den lockersten gesetzlichen Vorgaben rund um den Verkauf und Konsum von Alkohol. Die Folgen dieser liberalen Handhabung spiegeln sich deutlich im Trinkverhalten wider: Die Bundesrepublik verzeichnet nach wie vor einen überdurchschnittlich hohen Alkoholkonsum im europäischen Vergleich.
Die Experten kritisieren insbesondere, dass alkoholische Getränke hierzulande im internationalen Vergleich extrem günstig und für nahezu jedermann problemlos verfügbar sind. Diese ständige Präsenz im Alltag senke die Hemmschwelle, gerade auch für junge Menschen, und verharmlose die tatsächlichen Gefahren des Zellgifts Alkohol.
Die Forderung: Höhere Preise zum Schutz der Gesundheit
Alkohol ist längst nicht nur ein privates, sondern ein massives gesellschaftliches Problem. Die gesundheitlichen Folgen sind weitreichend und belasten das Gesundheits- und Pflegesystem enorm. Um diese Krankheitslast zu reduzieren, fordern Suchtforscher nun konkrete Maßnahmen von der Politik.
Ein zentraler Hebel sei dabei die Preisgestaltung. Die Experten setzen sich vehement für höhere Preise beim Verkauf von Alkohol ein. Aus der Suchtforschung ist bekannt, dass die Preisgestaltung ein äußerst effektives Mittel ist, um den Konsum in der Bevölkerung zu drosseln. Schon einfache regulatorische Maßnahmen könnten demnach helfen, den gefährlich hohen Alkoholkonsum in Deutschland schrittweise zu senken.
Ein notwendiger Schritt für die Prävention
Für die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen ist klar: Es geht nicht darum, den Menschen den moderaten Genuss vollständig zu verbieten. Vielmehr müsse der Gesundheit der Bevölkerung endlich Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen eingeräumt werden. Eine restriktivere Gesetzgebung, wie sie in vielen anderen europäischen Nachbarländern bereits erfolgreich praktiziert wird, könnte langfristig nicht nur Leben retten, sondern auch das ohnehin stark beanspruchte Gesundheitssystem spürbar entlasten.
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