TI-Konnektoren: Gematik mahnt dringendes Update bis Ende September an

Benedikt Hübenthal
TI-Konnektoren: Gematik fordert Update bis 30. September 2026

In der digitalen Gesundheits- und Pflegelandschaft drängt die Zeit: Die Nationale Agentur für Digitale Medizin (Gematik) weist darauf hin, dass für einen reibungslosen und sicheren Betrieb der Telematikinfrastruktur (TI) zeitnah Software-Updates durchgeführt werden müssen. Betroffen sind sowohl sogenannte Einbox- als auch Highspeed-Konnektoren in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Unterbrechungsfreie Anbindung nur mit neuester Version

Damit der Datenaustausch über die Telematikinfrastruktur weiterhin störungsfrei funktioniert, müssen die Konnektoren bis spätestens zum 30. September 2026 auf den neuesten Stand gebracht werden. Konkret bedeutet dies:

  • Einbox-Konnektoren: Diese Geräte benötigen zwingend das Upgrade auf die Produktversion gemäß PTV6.
  • Highspeed-Konnektoren: Für diese Modelle ist die Aktualisierung auf die Produktversion PTV2 erforderlich.

Werden diese Aktualisierungen nicht fristgerecht eingespielt, drohen Verbindungsabbrüche und der Verlust des Zugriffs auf zentrale TI-Dienste.

Relevanz für den Pflege- und Praxisalltag

Die Telematikinfrastruktur verbindet zunehmend alle Akteure des Gesundheitswesens. Auch für Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste, die Anwendungen wie das sichere E-Mail-Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen), den elektronischen Pflegebericht oder den Zugriff auf digitale Medikationspläne nutzen, ist eine stabile Anbindung unverzichtbar. Ein Ausfall des Konnektors kann den administrativen Ablauf sowie den schnellen Austausch mit Hausärzten und Apotheken empfindlich behindern.

Empfohlene Schritte für Einrichtungsleitungen

Verantwortliche in Praxen und Pflegeunternehmen sollten unverzüglich prüfen, auf welchem Versionsstand sich die im Einsatz befindlichen Konnektoren befinden. Die Gematik empfiehlt folgende Vorgehensweise:

  • IT-Dienstleister kontaktieren: Klären Sie zeitnah mit Ihrem zuständigen Systemhaus oder IT-Betreuer, ob das Update bereits automatisch eingespielt wurde oder manuell freigegeben werden muss.
  • Wartungsfenster einplanen: Da Firmware-Upgrades einen Neustart der Hardware erfordern können, sollte die Installation außerhalb der Kernarbeitszeiten vorgenommen werden.
  • Funktionsprüfung durchführen: Nach dem Update empfiehlt sich ein Testlauf der TI-Dienste, um die unterbrechungsfreie Betriebsbereitschaft sicherzustellen.

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