Zweiter amerikanischer Ebola-Patient zur Behandlung in Frankfurt eingetroffen
Knapp zwei Monate nach der Ankunft des ersten Ebola-Falls aus den USA ist erneut ein amerikanischer Staatsbürger zur medizinischen Versorgung nach Deutschland gebracht worden. Der mit dem lebensgefährlichen Virus infizierte Patient landete in der Nacht sicher auf dem Frankfurter Flughafen und wurde umgehend unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in die Universitätsklinik der hessischen Metropole verlegt.
Infektion während humanitärem Einsatz im Kongo
Wie die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, handelt es sich bei dem Betroffenen um einen Mitarbeiter einer humanitären Hilfsorganisation. Dieser war in der Demokratischen Republik Kongo im Einsatz, wo er sich mit der dort aktuell grassierenden Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus infizierte. Ob es sich bei der erkrankten Person um einen Mann oder eine Frau handelt, ließen die Behörden zum Schutz der Privatsphäre zunächst unkommentiert.
Sonderisolierstation am Universitätsklinikum Frankfurt
Die Wahl des Behandlungsortes fiel nicht zufällig auf Frankfurt. Das dortige Universitätsklinikum verfügt über eine hochmoderne Sonderisolierstation, die speziell für die Behandlung von hochpathogenen Infektionskrankheiten ausgelegt ist. Die Einrichtung gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die auf derart komplexe medizinische Notfälle vorbereitet sind und über die nötige Expertise verfügen.
Um sowohl das medizinische Personal als auch die Bevölkerung zu schützen, greifen auf der Station strikte Sicherheitsmaßnahmen:
- Räumliche Trennung: Die Isolierstation ist komplett vom regulären Klinikbetrieb abgeschottet.
- Unterdrucksysteme: Spezielle Belüftungsanlagen verhindern, dass kontaminierte Luft nach außen dringen kann.
- Schutzausrüstung: Das behandelnde Personal arbeitet ausschließlich in speziellen Vollschutzanzügen mit eigener Atemluftversorgung.
- Abfall- und Abwasserentsorgung: Sämtliche Materialien und Abwässer werden noch auf der Station dekontaminiert und gesondert entsorgt.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte die sichere Ankunft und Verlegung des Patienten in der Nacht. Gesundheitsexperten betonen dabei nachdrücklich, dass für die breite Öffentlichkeit zu keinem Zeitpunkt eine Ansteckungsgefahr bestand oder besteht. Die strengen Transport- und Isolationsprotokolle in Deutschland haben sich bereits in der Vergangenheit bewährt und garantieren ein Höchstmaß an Sicherheit.
Die behandelnden Ärzte in Frankfurt konzentrieren sich nun auf die bestmögliche medizinische Versorgung des Patienten. Die kommenden Tage werden entscheidend für den weiteren Verlauf der schweren Viruserkrankung sein.
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