Die Diagnose einer Pflegebedürftigkeit oder eine fortschreitende Demenz verändern das Leben von Senioren und ihren Angehörigen von Grund auf. Viele Familien in Solingen und Umgebung stehen vor der großen Herausforderung, die Betreuung zu Hause sicherzustellen, ohne sich dabei selbst völlig zu verausgaben. Der Gedanke an eine
löst bei vielen Betroffenen zunächst Unbehagen, Ängste oder gar ein schlechtes Gewissen aus. Doch genau hier setzt die
an: Sie bildet die perfekte Brücke zwischen der vertrauten häuslichen Umgebung und einer professionellen Pflegeeinrichtung. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie detailliert, wie ein typischer Tag in einer Tagespflege in Solingen abläuft, welche vielfältigen Beschäftigungsangebote auf die Senioren warten und warum dieser Schritt sowohl für pflegebedürftige Menschen als auch für pflegende Angehörige eine enorme Bereicherung darstellt. Zudem beleuchten wir die aktuellen
, damit Sie bestens informiert die richtige Entscheidung für Ihre familiäre Situation treffen können.
Die
ist ein Angebot der sogenannten
. Das bedeutet, dass pflegebedürftige Menschen den Tag über in einer spezialisierten Einrichtung von professionellen Pflege- und Betreuungskräften versorgt werden, den späten Nachmittag, den Abend und die Nacht jedoch in ihrem eigenen Zuhause oder bei ihren Angehörigen verbringen. Die Einrichtungen haben in der Regel von Montag bis Freitag geöffnet, meist in der Zeit von
. Das primäre Ziel der Tagespflege ist es, die Selbstständigkeit der Senioren so lange wie möglich zu erhalten, soziale Isolation zu verhindern und gleichzeitig die pflegenden Angehörigen spürbar zu entlasten. Es handelt sich nicht um ein Pflegeheim im klassischen Sinne, sondern vielmehr um einen strukturierten, geselligen Ort, der an einen Seniorenclub mit umfassender medizinischer und pflegerischer Absicherung erinnert. Die Gäste können dabei flexibel entscheiden, ob sie die Einrichtung an nur einem Tag, an drei Tagen oder an allen fünf Werktagen in der Woche besuchen möchten.
Das Angebot der Tagespflege richtet sich an eine breite Zielgruppe von Senioren. Grundsätzlich ist sie für jeden älteren Menschen geeignet, der tagsüber Unterstützung benötigt, Gesellschaft sucht oder dessen Sicherheit allein zu Hause nicht mehr vollumfänglich gewährleistet ist. Insbesondere für folgende Personengruppen ist der Besuch einer Tagespflege in Solingen hochgradig empfehlenswert:
Senioren mit beginnender oder fortgeschrittener Demenz: Menschen mit demenziellen Veränderungen benötigen eine feste Tagesstruktur, ständige Orientierungshilfen und eine engmaschige Betreuung, die Angehörige allein kaum rund um die Uhr leisten können. Spezialisierte gerontopsychiatrische Fachkräfte in den Solinger Einrichtungen wissen genau, wie sie mit Weglauftendenzen, Unruhe oder Ängsten umgehen müssen.
Körperlich eingeschränkte Menschen: Nach einem Schlaganfall, bei Parkinson oder schwerer Arthrose fallen alltägliche Handgriffe schwer. In der Tagespflege erhalten diese Gäste Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, beim Toilettengang und bei der sicheren Fortbewegung.
Einsame und isolierte Senioren: Wenn der Partner verstorben ist und die Kinder beruflich stark eingebunden sind, droht oft die soziale Isolation. Die Tagespflege bietet eine lebendige Gemeinschaft, in der neue Freundschaften geschlossen werden können.
Senioren mit hohem medizinischen Pflegebedarf: Wenn tagsüber regelmäßig Medikamente verabreicht, Blutzuckerwerte gemessen oder Injektionen gegeben werden müssen, übernehmen dies die examinierten Pflegekräfte vor Ort zuverlässig und pünktlich.
Der sichere Fahrdienst holt Senioren direkt an der Haustür ab.
Beim gemeinsamen Frühstück beginnt der Tag in geselliger und entspannter Runde.
Einer der größten Vorteile der Tagespflege ist die verlässliche, wiederkehrende Struktur. Gerade für Menschen mit kognitiven Einschränkungen vermittelt ein fester Rhythmus enorme Sicherheit und Geborgenheit. Auch wenn jede Einrichtung in den Solinger Stadtteilen – sei es in Ohligs, Wald, Gräfrath, Mitte oder Höhscheid – ihre eigenen kleinen Besonderheiten hat, so folgt der Tagesablauf doch einem bewährten, harmonischen Muster.
Der Tag beginnt völlig stressfrei. Die meisten Tagespflegen in Solingen arbeiten mit einem eigenen
oder kooperieren mit lokalen Transportunternehmen. Speziell umgebaute Kleinbusse holen die Senioren direkt an der Haustür ab. Das Fahrpersonal ist geschult im Umgang mit älteren Menschen und hilft beim Einstieg. Auch Gäste, die auf einen Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen sind, werden sicher und barrierefrei transportiert. Angehörige müssen sich somit keine Gedanken um den morgendlichen Berufsverkehr auf der Schlagbaumer Straße oder der Bonner Straße machen.
In der Einrichtung angekommen, werden die Gäste vom Pflegepersonal herzlich in Empfang genommen. Man legt großen Wert darauf, dass jeder Gast seinen festen, vertrauten Sitzplatz hat. Das gemeinsame Frühstück ist der erste soziale Höhepunkt des Tages. In gemütlicher Atmosphäre wird frischer Kaffee oder Tee serviert, es gibt Brötchen, Brot, Marmelade und Aufschnitt. Das Personal unterstützt dezent beim Schmieren der Brote oder beim Einschenken der Getränke. Hierbei wird bereits die Feinmotorik trainiert, und die Senioren kommen sanft im Tag an.
Nach dem Frühstück findet traditionell die Zeitungsrunde statt. Eine Betreuungskraft liest die wichtigsten Meldungen aus dem
vor. Dabei geht es nicht nur um Weltpolitik, sondern ganz gezielt um lokale Ereignisse: Was passiert am Fronhof? Gibt es Neuigkeiten von der Müngstener Brücke oder aus Schloss Burg? Diese lokalen Anknüpfungspunkte sind essenziell für die
. Sie wecken Erinnerungen bei den Senioren, regen zu Diskussionen an und trainieren ganz nebenbei das Langzeitgedächtnis und die sprachlichen Fähigkeiten.
Der Vormittag ist die aktivste Phase des Tages. In dieser Zeit finden verschiedene Gruppen- oder Einzelangebote statt (mehr dazu im nächsten Abschnitt). Die Senioren können je nach Neigung, Tagesform und gesundheitlicher Verfassung an Gymnastikrunden, Gedächtnistrainings oder kreativen Runden teilnehmen. Wer sich an einem Tag nicht aktiv beteiligen möchte, darf selbstverständlich auch einfach nur zuschauen und die Gemeinschaft passiv genießen. Zwang gibt es in der Tagespflege niemals – das Prinzip der Freiwilligkeit und der individuellen Tagesform steht immer an erster Stelle.
Viele Tagespflegeeinrichtungen bereiten das Mittagessen frisch vor Ort zu, oft sogar unter Einbeziehung der Gäste, die beim Kartoffelschälen oder Gemüseputzen helfen möchten. Der Duft von frisch gekochtem Essen durchströmt die Räume, was nachweislich den Appetit anregt – ein wichtiger Faktor, da viele ältere Menschen zu Hause oft das Essen vergessen oder mangelnden Appetit verspüren. Es wird auf spezielle Diäten, Unverträglichkeiten oder Schluckbeschwerden (Dysphagie) selbstverständlich Rücksicht genommen.
Nach dem Essen kehrt Ruhe in der Einrichtung ein. Die Senioren haben die Möglichkeit, sich in spezielle Ruheräume zurückzuziehen. Hier stehen bequeme Liegesessel, Ruhesessel oder auch Pflegebetten bereit. Wer nicht schlafen möchte, kann in einer ruhigen Ecke lesen, leise Musik hören oder sich in kleinen Gruppen unterhalten. Diese Erholungsphase ist essenziell, um eine Reizüberflutung zu vermeiden und neue Energie für den Nachmittag zu sammeln.
Nach der Ruhephase wird gemeinsam Kaffee getrunken. Oft gibt es dazu Kuchen, der am Vormittag vielleicht sogar gemeinsam gebacken wurde. Die Stimmung ist nun meist sehr gelöst. Es werden Lieder gesungen, Gesellschaftsspiele wie "Mensch ärgere Dich nicht" oder Bingo gespielt, oder es finden kleinere Spaziergänge im Garten der Einrichtung statt.
Gegen späten Nachmittag bereitet das Team die Gäste auf die Heimreise vor. Jacken werden angezogen, Taschen gepackt und persönliche Verabschiedungen runden den Tag ab. Der Fahrdienst steht wieder bereit und bringt die Senioren sicher zurück in ihr Zuhause in Solingen, wo sie den Abend im Kreis ihrer Familie verbringen können.
Sanfte Bewegung und Gymnastik halten Körper und Geist der Senioren fit.
Eine exzellente Tagespflege zeichnet sich durch ein abwechslungsreiches, therapeutisch fundiertes Beschäftigungsprogramm aus. Es geht nicht um bloße "Aufbewahrung", sondern um die gezielte
vorhandener Ressourcen. Die Angebote lassen sich grob in vier Bereiche unterteilen:
Das Gehirn muss trainiert werden wie ein Muskel. Durch gezieltes Gedächtnistraining (z. B. Stadt-Land-Fluss für Senioren, Sprichwörter ergänzen, Quizfragen) wird die geistige Fitness erhalten. Ein besonders wertvolles Instrument ist die
. Wenn die Betreuungskräfte mit den Gästen über deren Vergangenheit sprechen – etwa über die Arbeit in der Solinger Schneidwarenindustrie, Erinnerungen an die alte Straßenbahn oder Feste im Bergischen Land –, blühen gerade demenziell erkrankte Menschen sichtlich auf. Sie fühlen sich verstanden, wertgeschätzt und in ihrer Identität gestärkt.
Bewegungsmangel ist im Alter eine der Hauptursachen für den Verlust der Selbstständigkeit. Tägliche Bewegungseinheiten sind daher fester Bestandteil. Dazu gehören
, leichte Yoga-Übungen für Senioren, Bewegungsspiele mit Tüchern oder Bällen sowie gezielte Übungen zur Sturzprävention. Auch das einfache, begleitete Spazierengehen an der frischen Luft fördert den Kreislauf und stärkt die Muskulatur.
Musik hat eine geradezu magische Wirkung auf das menschliche Gehirn. Selbst Menschen mit schwerer Demenz, die kaum noch sprechen können, können oft fehlerfrei alte Volkslieder mitsingen. Musiktherapeuten oder geschulte Betreuungskräfte singen gemeinsam mit den Gästen, spielen Instrumente oder hören klassische Musik. Auch kreatives Gestalten wie Malen, Basteln (passend zur Jahreszeit, z. B. Weihnachtsdekoration oder Osterkränze) und Handarbeiten fördern die Feinmotorik und das Selbstbewusstsein durch das Erschaffen eigener kleiner Kunstwerke.
Der Erhalt von Alltagskompetenzen ist enorm wichtig. Die Gäste werden ermutigt, bei leichten hauswirtschaftlichen Tätigkeiten zu helfen. Das Tischdecken, das Falten von Servietten, das gemeinsame Backen eines Kuchens oder das Gießen der Pflanzen im hauseigenen Garten gibt den Senioren das Gefühl, gebraucht zu werden und eine sinnvolle Aufgabe zu haben.
Neben der sozialen Betreuung ist die medizinische Sicherheit ein zentraler Baustein der Tagespflege. Examinierte Pflegefachkräfte sind permanent vor Ort und gewährleisten eine Versorgung, die den Vorgaben der behandelnden Ärzte entspricht. Zu den pflegerischen und medizinischen Leistungen (der sogenannten
) gehören unter anderem:
Medikamentenmanagement: Fachgerechte Dosierung und pünktliche Verabreichung von Tabletten, Tropfen oder Pflastern nach ärztlicher Verordnung.
Vitalzeichenkontrolle: Regelmäßiges Messen von Blutdruck, Puls und Blutzucker.
Injektionen: Verabreichung von Insulinspritzen für Diabetiker.
Wundversorgung: Fachgerechter Wechsel von Verbänden.
Körperpflege: Auf Wunsch und bei Bedarf übernehmen die Pflegekräfte auch Teile der Grundpflege (z. B. Duschen, Baden, Hilfe beim Toilettengang), falls dies zu Hause für die Angehörigen zu beschwerlich geworden ist.
Darüber hinaus kooperieren viele Solinger Tagespflegen mit externen Dienstleistern, die direkt in die Einrichtung kommen. So können Termine für
, Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie bequem in den Tagesablauf der Einrichtung integriert werden. Das erspart den Senioren und Angehörigen zusätzliche, oft anstrengende Arzt- und Therapietermine am späten Nachmittag.
Der Besuch einer Tagespflege bringt für die älteren Menschen tiefgreifende, positive Veränderungen mit sich, die weit über die reine pflegerische Versorgung hinausgehen:
Einsamkeit macht krank. In der Tagespflege finden Senioren Gleichgesinnte. Es wird gemeinsam gelacht, geredet und manchmal auch gemeinsam getrauert. Das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, wirkt stark antidepressiv und steigert die Lebensqualität enorm.
Wer den ganzen Tag allein vor dem Fernseher sitzt, baut kognitiv und physisch rapide ab. Die kontinuierliche, sanfte Stimulation durch das Fachpersonal in der Tagespflege verlangsamt den Abbauprozess bei Demenz und erhält die körperliche Mobilität deutlich länger.
Die ständige Anwesenheit von Fachpersonal gibt den Senioren die Sicherheit, dass im Falle eines Schwächeanfalls oder Sturzes sofort professionelle Hilfe zur Stelle ist.
Durch das Einbinden in alltagspraktische Aufgaben und die wertschätzende Kommunikation erfahren die Gäste, dass sie trotz ihrer Einschränkungen ein wertvoller Teil der Gesellschaft sind.
Pflegende Angehörige finden durch die Tagespflege endlich wertvolle Zeit zum Durchatmen.
Die häusliche Pflege eines geliebten Menschen ist ein Akt tiefer Zuneigung, aber sie ist auch ein knochenharter Fulltime-Job, der Angehörige oft an den Rand der physischen und psychischen Erschöpfung bringt. Die Tagespflege ist hier oft der rettende Anker.
Viele Angehörige stehen mitten im Berufsleben. Wenn der pflegebedürftige Vater oder die Mutter tagsüber professionell betreut wird, können Töchter oder Söhne beruhigt ihrer Arbeit nachgehen, ohne ständige Angst haben zu müssen, dass zu Hause etwas passiert ist.
Pflegende Angehörige vergessen oft sich selbst. Die Tage, an denen der Senior in der Tagespflege ist, bieten Zeit zum Durchatmen. Zeit, um in Ruhe einkaufen zu gehen, eigene Arzttermine wahrzunehmen, Sport zu treiben oder einfach mal eine Tasse Kaffee in der Solinger Innenstadt zu trinken. Diese Auszeiten sind überlebenswichtig, um die Kraft für die Pflege am Abend und am Wochenende aufrechtzuerhalten.
Wenn die ständige Belastung und der Stress der 24-Stunden-Betreuung abfallen, entspannt sich oft auch das Verhältnis zwischen dem Pflegenden und dem Pflegebedürftigen. Die gemeinsame Zeit am Abend wird wieder als Qualitätszeit wahrgenommen, anstatt nur als Aneinanderreihung von Pflegeaufgaben.
Die Pflegekasse übernimmt einen Großteil der anfallenden Kosten für die Tagespflege.
Einer der häufigsten Gründe, warum Familien vor der Tagespflege zurückschrecken, ist die Angst vor hohen Kosten. Diese Sorge ist jedoch in den allermeisten Fällen unbegründet, denn der Gesetzgeber hat die immense Wichtigkeit der teilstationären Pflege erkannt und fördert diese massiv.
Die Leistungen für die Tagespflege werden von der Pflegekasse
zum Pflegegeld oder zu den ambulanten Pflegesachleistungen gewährt. Das bedeutet: Wer eine Tagespflege besucht, dem wird das Pflegegeld, das er für die häusliche Pflege erhält,
Sie können das volle Pflegegeld behalten und gleichzeitig das separate Tagespflege-Budget ausschöpfen. Die Pflegekassen stellen im Jahr
folgende monatliche Budgets rein für die teilstationäre Tages- und Nachtpflege zur Verfügung:
Pflegegrad 1: Kein separates Tagespflege-Budget (Finanzierung teilweise über den Entlastungsbetrag möglich).
Pflegegrad 2:721 Euro pro Monat
Pflegegrad 3:1.357 Euro pro Monat
Pflegegrad 4:1.685 Euro pro Monat
Pflegegrad 5:2.086 Euro pro Monat
Mit diesen Beträgen werden die reinen
sowie die
(Hol- und Bringdienst) abgedeckt.
Die Pflegekasse übernimmt gesetzlich bedingt nicht die Kosten für Unterkunft (Strom, Wasser, Raummiete) und Verpflegung (Essen und Getränke) sowie die sogenannten Investitionskosten (Instandhaltung des Gebäudes). Diese Kosten bilden den privaten
, der pro Besuchstag berechnet wird (oft zwischen 15 und 25 Euro pro Tag, je nach Einrichtung). Doch auch hier gibt es eine massive finanzielle Erleichterung: Für diesen Eigenanteil können Sie den
(Stand 2026) einsetzen. Wenn Sie diesen Betrag ansparen oder monatlich abtreten, reduzieren sich die privaten Zuzahlungen für die Tagespflege drastisch. In vielen Fällen (z. B. bei einem Besuch von 1-2 Tagen pro Woche) decken das Tagespflege-Budget und der Entlastungsbetrag die gesamten Kosten, sodass für die Familie
entstehen.
Lassen Sie sich von der Leitung der Tagespflegeeinrichtung in Solingen einen detaillierten, unverbindlichen Kostenvoranschlag erstellen. Die Einrichtungen rechnen direkt mit der Pflegekasse ab, sodass Sie sich nicht um komplizierte Anträge und Abrechnungen kümmern müssen. Weitere offizielle und detaillierte Informationen zu den aktuellen Leistungsbeträgen finden Sie stets aktuell auf den Seiten des
.
In Solingen gibt es verschiedene Träger (wie etwa die Wohlfahrtsverbände, kirchliche Träger oder private Anbieter), die hervorragende Tagespflegeeinrichtungen betreiben. Bei der Auswahl sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
Wohnortnähe: Auch wenn es einen Fahrdienst gibt, sollte die Einrichtung nicht zu weit entfernt sein, um die Fahrtzeiten für den Senior kurz zu halten. Suchen Sie gezielt in Ihrem Stadtteil (z.B. Ohligs, Wald oder Krahenhöhe).
Spezialisierung: Wenn Ihr Angehöriger an einer fortgeschrittenen Demenz leidet, achten Sie darauf, dass die Einrichtung ein spezielles gerontopsychiatrisches Konzept anbietet und über geschützte Bereiche (z. B. einen umzäunten Sinnesgarten) verfügt.
Öffnungszeiten: Prüfen Sie, ob die Bring- und Abholzeiten mit Ihren eigenen Arbeitszeiten vereinbar sind.
Atmosphäre: Der wichtigste Faktor ist das Bauchgefühl. Sind die Räume hell und freundlich? Geht das Personal liebevoll und geduldig mit den Gästen um? Riecht es angenehm?
Um den Senioren die Angst vor dem Unbekannten zu nehmen, bieten nahezu alle Tagespflegen in Solingen einen kostenlosen und unverbindlichen
(Probetag) an. An diesem Tag kann Ihr Angehöriger, gerne auch in Ihrer Begleitung, den Ablauf live miterleben. Damit der Probetag ein Erfolg wird, nutzen Sie diese Checkliste:
Vorbereitung: Sprechen Sie positiv über den Tag. Nennen Sie es nicht "Pflege", sondern "Seniorentreff", "Ausflug" oder "Club". Das nimmt den Druck.
Mitbringen: Packen Sie bequeme Kleidung, Hausschuhe oder rutschfeste Socken, eventuell benötigte Medikamente für den Tag sowie Hilfsmittel (Gehstock, Rollator, Brille, Hörgerät) ein.
Beobachtung vor Ort: Wie wird Ihr Angehöriger begrüßt? Nimmt sich das Personal Zeit für ein Aufnahmegespräch? Wird Ihr Angehöriger aktiv in die Gruppe integriert oder sich selbst überlassen?
Das Essen: Schmeckt das Essen? Wird Hilfe beim Schneiden oder Trinken angeboten, falls nötig?
Nachgespräch: Fragen Sie Ihren Angehörigen abends nach seinen Eindrücken. War es laut? War es gemütlich? Hat er sich wohlgefühlt? Geben Sie dem Ganzen Zeit. Manchmal braucht es zwei oder drei Besuche, bis das Eis gebrochen ist und die anfängliche Skepsis der Freude auf die Gemeinschaft weicht.
Ein moderner Treppenlift sorgt für Barrierefreiheit in den eigenen vier Wänden.
Die Tagespflege deckt den Zeitraum von etwa 08:00 bis 16:30 Uhr ab. Doch was passiert in den Abendstunden, in der Nacht oder am Wochenende? Um ein ganzheitliches, sicheres Pflegekonzept zu Hause zu etablieren, sollten Sie die teilstationäre Pflege mit weiteren Hilfsmitteln und Dienstleistungen kombinieren. Genau hier setzen die ganzheitlichen Lösungen an, die den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern.
Wenn der pflegebedürftige Mensch abends oder am Wochenende allein zu Hause ist, ist ein
unverzichtbar. Ein kleiner Sender, der als Armband oder Halskette getragen wird, stellt im Falle eines Sturzes sofort eine Verbindung zu einer Notrufzentrale her. Bei einem anerkannten Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse in der Regel die monatlichen Grundkosten für dieses lebensrettende System.
Wenn die Treppe im Solinger Schieferhaus zum unüberwindbaren Hindernis wird, schützt ein
vor gefährlichen Stürzen und erhält die Mobilität im ganzen Haus. Im Badezimmer sorgt ein
oder ein komplett
(der von der Pflegekasse mit bis zu 4.000 Euro bezuschusst werden kann) dafür, dass die Körperpflege sicher und würdevoll ablaufen kann.
Für das Wochenende, wenn keine Tagespflege stattfindet, bietet ein
oder ein
die Möglichkeit, weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen. Ein Ausflug auf der Korkenziehertrasse oder ein Besuch auf dem Wochenmarkt in Solingen-Mitte wird so wieder mühelos möglich.
Reicht die Tagespflege allein nicht mehr aus, um die Versorgung sicherzustellen, kann sie problemlos mit einem
kombiniert werden. Dieser kommt dann beispielsweise morgens vor der Abholung durch den Fahrdienst, um bei der Grundpflege anzuleiten, oder abends, um den Senioren bettfertig zu machen. Bei sehr hohem Pflegebedarf bietet eine
(Betreuung in häuslicher Gemeinschaft) die maximale Sicherheit, wobei die Tagespflege hierbei eine wunderbare Ergänzung sein kann, um der Betreuungskraft freie Zeiten zu ermöglichen und dem Senior externe soziale Kontakte zu bieten.
Ein Tag in der Tagespflege in Solingen ist weit mehr als nur eine Betreuungsmaßnahme. Er ist ein strukturierter, liebevoll gestalteter Tag voller sozialer Interaktion, kognitiver Förderung und medizinischer Sicherheit. Für pflegebedürftige Senioren bedeutet die Tagespflege den Weg aus der Isolation, den Erhalt wichtiger Alltagskompetenzen und eine spürbare Steigerung der Lebensfreude. Für die pflegenden Angehörigen ist sie das rettende Instrument, um Beruf, Familie und Pflege miteinander zu vereinbaren, ohne dabei die eigene körperliche und seelische Gesundheit zu opfern. Dank der großzügigen, separaten Budgets der Pflegekasse im Jahr 2026 ist die Finanzierung dieses Angebots hervorragend geregelt und führt bei richtiger Kombination mit dem Entlastungsbetrag kaum zu finanziellen Mehrbelastungen für die Familien. Haben Sie keine Scheu vor dem Begriff der "Fremdbetreuung". Sehen Sie die Tagespflege als das, was sie wirklich ist: Ein hochqualifizierter Seniorenclub, der das Leben Ihres Angehörigen bereichert und Ihnen die Kraft gibt, die gemeinsame Zeit am Abend und am Wochenende wieder mit Liebe und Geduld genießen zu können. Nutzen Sie das Angebot eines unverbindlichen Schnuppertages in einer Solinger Einrichtung – es könnte die beste Entscheidung sein, die Sie für Ihre Pflegesituation treffen.
Hier finden Sie die wichtigsten Antworten rund um den Besuch einer teilstationären Einrichtung.