Entlastungsbetrag 2026 in Bielefeld: 131 Euro für Ihre Haushaltshilfe nutzen

Entlastungsbetrag 2026 in Bielefeld: 131 Euro für Ihre Haushaltshilfe nutzen

Ein gepflegtes Zuhause ist für die meisten Menschen der wichtigste Rückzugsort – besonders im Alter. Wenn die Kräfte langsam nachlassen, fallen alltägliche Aufgaben wie Staubsaugen, Fensterputzen oder der wöchentliche Lebensmitteleinkauf jedoch zunehmend schwerer. Für viele Seniorinnen und Senioren in Bielefeld stellt sich dann die drängende Frage: Wie kann ich meine Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden bewahren, ohne meine Angehörigen zu überlasten? Die Antwort der Pflegeversicherung lautet: durch den

. Dieser Artikel richtet sich direkt an Sie als pflegebedürftige Person oder als sorgender Angehöriger. Wir erklären Ihnen detailliert, tagesaktuell für das Jahr

und spezifisch für die Region

, wie Sie finanzielle Zuschüsse der Pflegekasse für eine professionelle Haushaltshilfe nutzen können. Sie erfahren, welche gesetzlichen Hürden in Nordrhein-Westfalen gelten, warum nicht jede Putzhilfe über die Pflegekasse abgerechnet werden darf und wie Sie Ihr monatliches Budget clever maximieren.

Der Entlastungsbetrag 2026: Warum aus den bekannten 125 Euro mittlerweile 131 Euro geworden sind

Wenn Sie sich mit dem Thema Pflegeleistungen beschäftigen, werden Sie unweigerlich auf den Begriff

stoßen. Dieser Begriff hat sich in den vergangenen Jahren so stark in den Köpfen verankert, dass er umgangssprachlich fast wie ein Eigenname verwendet wird. Doch hier gibt es eine wichtige, positive Neuerung für Sie: Im Rahmen der Pflegereform und der turnusmäßigen Dynamisierung der Pflegeleistungen wurde dieser Betrag bereits zum 1. Januar 2025 um 4,5 Prozent angehoben. Das bedeutet für Sie im Jahr

: Der sogenannte 125-Euro-Entlastungsbetrag beträgt in Wahrheit

. Gesetzlich verankert ist diese Leistung im

. Der Gesetzgeber hat diesen Betrag nicht als klassisches Pflegegeld konzipiert, das Sie zur freien Verfügung auf Ihr Konto überwiesen bekommen. Vielmehr handelt es sich um eine

beziehungsweise einen Kostenerstattungsanspruch. Das Ziel ist klar definiert: Die Förderung der Selbstständigkeit von Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags und die spürbare Entlastung der pflegenden Angehörigen. Auf das gesamte Jahr gerechnet, steht Ihnen somit ein Budget von

zur Verfügung, das Sie gezielt für hauswirtschaftliche und betreuende Hilfen einsetzen können.

Wer hat Anspruch auf diese finanzielle Unterstützung?

Die gute Nachricht vorweg: Die Hürden, um den Entlastungsbetrag zu erhalten, sind erfreulich niedrig. Im Gegensatz zu vielen anderen Leistungen der Pflegeversicherung, die erst ab höheren Pflegegraden greifen, steht Ihnen der Entlastungsbetrag bereits ab dem

in voller Höhe zu. Um die monatlichen 131 Euro nutzen zu können, müssen exakt zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Anerkannter Pflegegrad: Sie müssen von der Pflegekasse (nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst) in einen der fünf Pflegegrade (1 bis 5) eingestuft worden sein.

  • Häusliche Pflege: Sie müssen in Ihrer eigenen Häuslichkeit, in einer Senioren-Wohngemeinschaft oder im sogenannten "Betreuten Wohnen" leben. Personen, die dauerhaft in einem vollstationären Pflegeheim leben, haben keinen Anspruch auf den Entlastungsbetrag für Haushaltshilfen.

Ein weiterer großer Vorteil für Sie: Sie müssen für den Entlastungsbetrag

bei Ihrer Pflegekasse stellen. Sobald Ihnen ein Pflegegrad zuerkannt wird, wird automatisch auch das Budget von 131 Euro monatlich für Sie im Hintergrund freigeschaltet. Sie müssen lediglich die entsprechenden Rechnungen einreichen oder eine Direktabrechnung veranlassen, um das Geld abzurufen.

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Wer benötigt die Haushaltshilfe?

Eine ältere Dame und eine jüngere Betreuungskraft spazieren entspannt durch einen grünen Park, umgeben von alten Bäumen an einem sonnigen Nachmittag.

Gemeinsame Spaziergänge an der frischen Luft fördern die Mobilität.

Eine saubere, moderne Küche mit glänzenden Arbeitsflächen. Ein Korb mit frischem Gemüse steht auf dem Tresen, im Hintergrund weht eine weiße Gardine.

Professionelle Unterstützung sorgt für hygienische Sauberkeit im eigenen Zuhause.

Wofür genau darf das Budget in Bielefeld verwendet werden?

Der Gesetzgeber spricht abstrakt von

. In der Praxis bedeutet das, dass Sie den Entlastungsbetrag sehr flexibel für verschiedene Dienstleistungen einsetzen können, die Ihnen das Leben zu Hause erleichtern. Grundsätzlich lassen sich die Leistungen in drei Hauptkategorien unterteilen:

Dies ist der häufigste und beliebteste Verwendungszweck. Eine professionelle Kraft kommt zu Ihnen nach Hause und übernimmt die körperlich anstrengenden Aufgaben. Dazu gehören unter anderem:

  • Die gründliche Reinigung der Wohnräume (Staubsaugen, Wischen, Staubputzen)

  • Das Reinigen von Bad und Küche

  • Das Waschen, Aufhängen und Bügeln Ihrer Kleidung und Bettwäsche

  • Das Beziehen der Betten

  • Das Erledigen von Lebensmitteleinkäufen (mit oder ohne Ihre Begleitung)

  • Die Zubereitung von Mahlzeiten

Manchmal ist weniger die schmutzige Wohnung das Problem, sondern vielmehr die Einsamkeit oder die Unsicherheit, das Haus alleine zu verlassen. Der Entlastungsbetrag kann für Betreuungskräfte genutzt werden, die:

  • Mit Ihnen spazieren gehen (zum Beispiel im Bielefelder Bürgerpark oder am Obersee)

  • Sie zu Arztterminen, zum Apotheker oder zu Behörden begleiten

  • Ihnen vorlesen, mit Ihnen Gesellschaftsspiele spielen oder einfach nur ein offenes Ohr für Gespräche haben

  • Mit Ihnen gemeinsam kochen oder backen, um Ihre motorischen Fähigkeiten zu erhalten

Sollten Sie eine Tagespflegeeinrichtung besuchen (beispielsweise in Bielefeld-Schildesche oder Brackwede), fallen dort neben den reinen Pflegekosten auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung (der sogenannte

) an. Diese Eigenanteile können Sie ebenfalls über den Entlastungsbetrag refinanzieren lassen.

Für körperbezogene Pflegemaßnahmen (wie Waschen, Duschen, Anziehen) darf der Entlastungsbetrag ab Pflegegrad 2

verwendet werden. Hierfür sind die regulären Pflegesachleistungen vorgesehen. Eine Ausnahme bildet lediglich der Pflegegrad 1: Da Personen mit Pflegegrad 1 keine regulären Pflegesachleistungen erhalten, dürfen sie die 131 Euro ausnahmsweise auch für die Körperpflege durch einen ambulanten Pflegedienst nutzen.

Die Gesetzeslage in Nordrhein-Westfalen: Warum die AnFöVO so entscheidend ist

An diesem Punkt machen viele Familien den ersten großen Fehler. Sie suchen über Kleinanzeigen oder das örtliche Anzeigenblatt nach einer freundlichen Putzhilfe, zahlen dieser am Ende des Monats 100 Euro bar auf die Hand oder auf Rechnung und reichen die Quittung bei der Pflegekasse ein. Die böse Überraschung folgt wenige Tage später:

Warum ist das so? Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat zum Schutz der Pflegebedürftigen sehr strenge Qualitätsrichtlinien erlassen. Geregelt sind diese in der sogenannten

. Die Pflegekasse erstattet die Kosten aus dem Entlastungsbetrag

dann, wenn der Dienstleister nach Landesrecht (also nach der AnFöVO NRW) offiziell anerkannt und zertifiziert ist. Diese Regelung soll sicherstellen, dass keine kriminellen Strukturen gefördert werden, dass die Hygiene- und Sicherheitsstandards eingehalten werden und dass die Mitarbeiter im Umgang mit Senioren und demenzkranken Menschen geschult sind. Ein zertifizierter Anbieter in Bielefeld muss unter anderem nachweisen:

  • Dass alle eingesetzten Mitarbeiter eine spezielle Basisqualifikation (mindestens 40 Unterrichtseinheiten) absolviert haben.

  • Dass eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung besteht, falls im Haushalt des Seniors etwas beschädigt wird.

  • Dass die Mitarbeiter regelmäßig an Erste-Hilfe-Kursen teilnehmen.

  • Dass ein polizeiliches Führungszeugnis der Mitarbeiter vorliegt.

Sie können also nicht einfach Ihre Schwiegertochter, den Enkel oder die nette Studentin von nebenan über den Entlastungsbetrag regulär als gewerbliche Haushaltshilfe abrechnen. Es muss ein zertifizierter Betrieb sein.

Die Ausnahme in NRW: Die anerkannte Nachbarschaftshilfe

Es gibt in Nordrhein-Westfalen eine gesetzliche Hintertür für Privatpersonen, die sogenannte

. Wenn Sie jemanden aus Ihrer Nachbarschaft oder Ihrem Bekanntenkreis haben, der Ihnen im Haushalt hilft, kann diese Person über den Entlastungsbetrag entlohnt werden (meist mit einer Aufwandsentschädigung von wenigen Euro pro Stunde). Hierfür gelten jedoch strenge bürokratische Auflagen:

  1. Die helfende Person darf nicht mit Ihnen bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sein und darf nicht mit Ihnen in einer häuslichen Gemeinschaft leben.

  2. Die Person muss sich bei der zuständigen Pflegekasse offiziell als Nachbarschaftshelfer registrieren lassen.

  3. Die Person muss einen Pflegekurs oder einen speziellen Nachbarschaftshilfe-Kurs absolviert haben. (Solche Kurse werden in Bielefeld oft über die Volkshochschule oder Wohlfahrtsverbände angeboten).

  4. Es darf keine gewerbliche Gewinnabsicht dahinterstehen.

Für viele Senioren ist dieser Weg zu aufwendig. Daher entscheiden sich die meisten dafür, eine professionelle, nach AnFöVO zertifizierte Agentur für Haushaltshilfe in Bielefeld zu beauftragen.

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Ein glückliches älteres Ehepaar sitzt am Esstisch und schaut entspannt in den aufgeräumten Raum, während im Hintergrund eine Reinigungskraft unauffällig Staub wischt.

Mit dem Umwandlungsanspruch finanzieren Sie eine umfassende Hilfe im Alltag.

Insider-Tipp: So vervielfachen Sie Ihr Budget für die Haushaltshilfe (Der Umwandlungsanspruch)

Die monatlichen 131 Euro sind eine wunderbare Hilfe, doch seien wir ehrlich: Bei den heutigen Stundensätzen reicht dieser Betrag oft nur für etwa 3 bis 4 Stunden Haushaltshilfe im Monat. Wenn Sie eine größere Wohnung haben oder wöchentliche Unterstützung beim Putzen und Einkaufen benötigen, reicht das Budget schnell nicht mehr aus. Hier kommt ein rechtliches Instrument ins Spiel, das viele Pflegebedürftige nicht kennen: der

. Wenn Sie mindestens den

haben, steht Ihnen monatlich ein Budget für ambulante Pflegesachleistungen zur Verfügung (im Jahr 2026 sind das bei Pflegegrad 2 rund 795 Euro). Dieses Geld ist eigentlich für den ambulanten Pflegedienst gedacht, der zum Beispiel beim Duschen oder der Medikamentengabe hilft. Wenn Sie dieses Sachleistungsbudget jedoch nicht oder nicht vollständig ausschöpfen, dürfen Sie

in zusätzliche Mittel für die Haushaltshilfe (Unterstützungsangebote im Alltag) umwandeln!

Herr Schmidt (Pflegegrad 2) wird von seiner Frau gepflegt. Er benötigt keinen ambulanten Pflegedienst für die Körperpflege. Er hat Anspruch auf 795 Euro Pflegesachleistungen, nutzt diese aber zu 0 Prozent. Er kann nun 40 Prozent von 795 Euro umwandeln. Das sind

. Rechnet man nun den regulären Entlastungsbetrag von 131 Euro hinzu, stehen Herrn Schmidt plötzlich

für eine professionelle Haushaltshilfe zur Verfügung! Damit kann problemlos eine wöchentliche, mehrstündige Reinigungskraft inklusive Fensterputzen und Einkaufsdienst finanziert werden.

Was kostet eine zertifizierte Haushaltshilfe in Bielefeld?

Die Preise für anerkannte Alltagsbegleiter und Haushaltshilfen variieren je nach Anbieter. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in NRW legt jedoch Höchstgrenzen fest, um Wucher zu vermeiden. Im Jahr 2026 liegt der maximal erstattungsfähige Stundensatz für Unterstützungsleistungen im Alltag bei

. In Bielefeld rufen die meisten zertifizierten Agenturen und Pflegedienste Stundensätze zwischen

auf. In diesem Preis sind in der Regel alle Nebenkosten, die Anfahrt (Wegegeld), die Versicherung und die Lohnnebenkosten der Reinigungskraft bereits enthalten. Sie müssen sich weder um die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale noch um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall kümmern – all das übernimmt der Dienstleister.

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So finden Sie den richtigen, zertifizierten Anbieter in Bielefeld

Die Suche nach einem freien Platz bei einem Pflegedienst oder einer Betreuungsagentur kann frustrierend sein, da der Fachkräftemangel auch in Ostwestfalen-Lippe deutlich spürbar ist. Um seriöse und vor allem nach AnFöVO zertifizierte Anbieter in Bielefeld zu finden, haben Sie mehrere verlässliche Anlaufstellen:

Die Stadt Bielefeld bietet eine neutrale und kostenlose Pflegeberatung an. Der Pflegestützpunkt befindet sich zentral im Neuen Rathaus (Niederwall 23, 33602 Bielefeld). Die speziell geschulten Beraterinnen und Berater haben stets aktuelle Listen von ambulanten Pflegediensten und Haushaltshilfe-Agenturen, die in den verschiedenen Stadtteilen (von Jöllenbeck über Heepen bis Sennestadt) freie Kapazitäten haben.

Dieses Büro ist eine Initiative der Landesregierung NRW und der Pflegekassen. Es hat seinen Sitz in der Engelbert-Kaempfer-Str. 10 in 33605 Bielefeld. Das Regionalbüro fördert den Auf- und Ausbau von Unterstützungsangeboten und kann Ihnen wertvolle Tipps geben, welche Anbieter sich besonders gut auf Ihre individuellen Bedürfnisse (zum Beispiel bei beginnender Demenz) eingestellt haben.

Das Land Nordrhein-Westfalen betreibt ein Online-Portal, den Pflegewegweiser NRW. Hier können Sie auf der Website

Ihre Bielefelder Postleitzahl eingeben und gezielt nach "Angeboten zur Unterstützung im Alltag" filtern. Alle dort gelisteten Unternehmen besitzen die zwingend erforderliche AnFöVO-Zertifizierung.

Zwei Frauen sitzen bei einer Tasse Kaffee zusammen am Tisch und unterhalten sich freundlich, eine vertrauensvolle und harmonische Gesprächssituation im hellen Wohnzimmer.

Feste Bezugspersonen schaffen Vertrauen und emotionale Sicherheit für Senioren.

Qualitätsmerkmale: Woran Sie eine gute Betreuungsagentur erkennen

Nicht jede zertifizierte Agentur passt menschlich zu Ihnen. Wenn Sie einen Anbieter in Bielefeld kontaktieren, achten Sie auf folgende Qualitätskriterien, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben:

  • Kostenloses Erstgespräch: Ein seriöser Anbieter kommt immer zuerst unverbindlich zu Ihnen nach Hause, um den Hilfebedarf zu ermitteln und Sie kennenzulernen.

  • Feste Bezugspersonen: Es ist für ältere Menschen extrem belastend, wenn jede Woche eine andere Person vor der Tür steht. Bestehen Sie darauf, dass Ihnen eine feste Stammkraft sowie eine definierte Vertretungskraft zugewiesen wird.

  • Transparente Verträge: Der Vertrag muss die genauen Stundensätze, die Kündigungsfristen und die Regelungen zu Fahrtkosten glasklar ausweisen.

  • Keine versteckten Gebühren: Achten Sie darauf, dass keine horrenden "Verwaltungspauschalen" berechnet werden, die Ihr 131-Euro-Budget unnötig schmälern.

Der Abrechnungsprozess mit der Pflegekasse: Machen Sie es sich einfach!

Wenn Sie eine passende Haushaltshilfe gefunden haben, stellt sich die Frage der Bezahlung. Da der Entlastungsbetrag eine Erstattungsleistung ist, gibt es grundsätzlich zwei Wege, wie das Geld von der Pflegekasse zum Dienstleister fließt:

Die Agentur stellt Ihnen am Ende des Monats eine Rechnung, beispielsweise über 120 Euro. Sie überweisen den Betrag von Ihrem privaten Girokonto an die Agentur. Anschließend reichen Sie die Originalrechnung zusammen mit einem formlosen Erstattungsantrag bei Ihrer Pflegekasse (z. B. AOK NordWest, TK, Barmer) ein. Die Kasse prüft die Rechnung und überweist Ihnen die 120 Euro wenige Wochen später auf Ihr Konto zurück.

Sie müssen in Vorleistung gehen und haben monatlichen Papierkram.

Sie unterschreiben bei Vertragsbeginn mit dem Dienstleister eine sogenannte

. Damit ermächtigen Sie die Haushaltshilfe-Agentur, ihre Leistungen direkt mit Ihrer Pflegekasse abzurechnen. Sie erhalten am Monatsende lediglich eine Kopie der Rechnung zu Ihren Akten, müssen aber nichts selbst überweisen und keine Briefe an die Pflegekasse schicken. Der Dienstleister holt sich das Geld direkt aus Ihrem Entlastungsbudget. Das ist der bequemste und sicherste Weg für Sie und Ihre Angehörigen.

Fristen und Verfall: Das Ansparprinzip richtig nutzen

Ein weiterer großer Vorteil des Entlastungsbetrags ist das gesetzlich verankerte Ansparprinzip. Was passiert, wenn Sie im Januar, Februar und März keine Haushaltshilfe benötigen und das Budget von jeweils 131 Euro nicht abrufen? Verfällt das Geld am Monatsende? Nein! Das Geld bleibt auf Ihrem virtuellen Konto bei der Pflegekasse stehen und summiert sich auf. Sie können nicht genutzte Beträge in die Folgemonate übertragen. Noch besser: Nicht verbrauchte Beträge aus einem Kalenderjahr können Sie mit in das nächste Jahr nehmen. Die absolute Verfallsfrist ist der

.

Wenn Sie im gesamten Jahr 2026 Ihren Entlastungsbetrag nicht nutzen, haben Sie Ende 2026 exakt 1.572 Euro angespart. Dieses Geld können Sie noch bis zum 30. Juni 2027 abrufen – zum Beispiel für einen großen Frühjahrsputz, eine intensive Gartenhilfe im Frühling oder für eine teurere Kurzzeitpflege nach einem Krankenhausaufenthalt. Alles, was bis zum 30. Juni 2027 nicht aus dem Budget von 2026 verbraucht wurde, verfällt dann unwiderruflich. Lassen Sie dieses Geld nicht verfallen!

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Eine Nahaufnahme der Hand eines Seniors, der sicher den Handlauf eines modernen Treppenlifts greift, im Hintergrund eine gut beleuchtete, elegante Holztreppe.

Ein Treppenlift ergänzt die Haushaltshilfe für ein barrierefreies Zuhause.

Ganzheitliche Pflege: Wie Haushaltshilfe und Pflegehilfsmittel ineinandergreifen

Eine Haushaltshilfe ist ein enormer Gewinn für die Lebensqualität. Doch die häusliche Pflege ist ein komplexes Gefüge, das nur optimal funktioniert, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Wir von

wissen aus unserer täglichen Beratungspraxis, dass die Haushaltshilfe oft nur der erste Schritt ist, um das Zuhause seniorengerecht zu gestalten. Wenn die Haushaltskraft Ihre Wohnung auf Vordermann bringt, Sie sich aber unsicher auf den Beinen fühlen, wenn Sie alleine sind, sollten Sie den ganzheitlichen Ansatz der Pflegeversicherung nutzen:

  • Der Hausnotruf: Die Haushaltshilfe ist meist nur wenige Stunden pro Woche bei Ihnen. Was passiert in der restlichen Zeit, wenn Sie stürzen? Ein Hausnotrufsystem bietet 24/7 Sicherheit. Die Pflegekasse übernimmt hierfür in der Regel die monatlichen Mietkosten in Höhe von 25,50 Euro (bei anerkanntem Pflegegrad).

  • Der Treppenlift: Wenn die Reinigungskraft den ersten Stock saugt, Sie selbst aber die Treppe kaum noch bewältigen können, wird das eigene Haus zum Gefängnis. Für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (wie den Einbau eines Treppenlifts oder einen barrierefreien Badumbau) zahlt die Pflegekasse einen einmaligen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro pro pflegebedürftiger Person im Haushalt!

  • Mobilität außer Haus: Wenn Ihre Alltagsbegleitung mit Ihnen einkaufen gehen möchte, die Wege aber zu lang werden, können Elektromobile oder Elektrorollstühle Ihnen die nötige Reichweite und Freiheit zurückgeben.

  • Kommunikation: Eine gute Betreuung lebt vom Gespräch. Moderne, diskrete Hörgeräte stellen sicher, dass Sie sich mühelos mit Ihrer Haushaltshilfe oder Alltagsbegleitung unterhalten können, ohne dass es zu Missverständnissen kommt.

Nutzen Sie die Synergien! Eine saubere Wohnung durch den Entlastungsbetrag kombiniert mit der Sicherheit eines Hausnotrufs und der Barrierefreiheit eines Treppenlifts ermöglicht es Ihnen, noch viele Jahre glücklich und selbstbestimmt in Bielefeld zu leben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Haushaltshilfe in Bielefeld

Nein. Der Entlastungsbetrag ist eine reine Sach- bzw. Erstattungsleistung. Eine Barauszahlung ohne Vorlage entsprechender Rechnungen von zertifizierten Dienstleistern ist gesetzlich ausgeschlossen.

Grundsätzlich nein. Diese Dienstleistungen fallen nicht unter die "Angebote zur Unterstützung im Alltag". Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn der Friseur oder Fußpfleger zufällig eine AnFöVO-Zertifizierung des Landes NRW besitzt, was in der Praxis so gut wie nie vorkommt.

Nein. Verwandte bis zum zweiten Grad (Dazu gehören Kinder, Enkel, Geschwister, Schwiegerkinder) dürfen nicht über den Entlastungsbetrag bezahlt werden. Für die Pflege durch Angehörige zahlt die Pflegekasse das reguläre Pflegegeld, welches Sie frei an Ihre Angehörigen weitergeben können.

Wenn Sie eine zertifizierte Agentur beauftragen, ist diese vertraglich verpflichtet, Ihnen eine Vertretungskraft zu stellen. Sie zahlen nur für die tatsächlich erbrachten Stunden. Fällt die Hilfe aus und Sie nutzen das Budget in dem Monat nicht, wird das Geld automatisch für die Folgemonate angespart.

Ihre praktische Checkliste: In 5 Schritten zur Haushaltshilfe in Bielefeld

Damit Sie sofort ins Handeln kommen können, haben wir die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst:

  1. Pflegegrad prüfen: Stellen Sie sicher, dass bei Ihnen oder Ihrem Angehörigen mindestens Pflegegrad 1 vorliegt. Falls nicht, beantragen Sie diesen umgehend bei Ihrer Pflegekasse.

  2. Bedarf ermitteln: Überlegen Sie genau, wobei Sie Hilfe benötigen. Geht es primär um das Putzen der Böden, um das Fensterputzen, um Einkäufe oder um Gesellschaft und Begleitung?

  3. Budget berechnen: Prüfen Sie, ob Ihnen die 131 Euro ausreichen oder ob Sie (ab Pflegegrad 2) den Umwandlungsanspruch nutzen möchten, um das Budget auf über 400 Euro aufzustocken.

  4. Zertifizierten Anbieter suchen: Kontaktieren Sie den Pflegestützpunkt Bielefeld oder suchen Sie online nach AnFöVO-zertifizierten Dienstleistern in Ihrem Stadtteil.

  5. Abtretungserklärung unterschreiben: Vereinbaren Sie ein kostenloses Kennenlerngespräch. Wenn die Chemie stimmt, unterschreiben Sie den Vertrag und die Abtretungserklärung, damit die Agentur direkt mit der Pflegekasse abrechnen kann.

Fazit: Holen Sie sich die Unterstützung, die Ihnen zusteht!

Der Entlastungsbetrag in Höhe von 131 Euro ist ein wertvolles Instrument der Pflegeversicherung, das leider noch immer von zu vielen Senioren aus Unwissenheit oder falscher Bescheidenheit ungenutzt bleibt. Jeder Euro, den Sie verfallen lassen, ist verschenktes Geld, das Ihnen gesetzlich zusteht, um Ihren Lebensabend in Bielefeld würdevoller und stressfreier zu gestalten. Lassen Sie sich nicht von der Bürokratie in Nordrhein-Westfalen abschrecken. Sobald Sie einmal einen zertifizierten Dienstleister gefunden und die Abtretungserklärung unterschrieben haben, läuft der Prozess völlig geräuschlos im Hintergrund ab. Sie können sich entspannt zurücklehnen, sich an einer sauberen Wohnung erfreuen und haben wieder mehr Energie für die schönen Dinge des Lebens. Kombinieren Sie diese Hilfe im Alltag mit den richtigen Pflegehilfsmitteln wie einem Hausnotruf oder einem Treppenlift, und Sie schaffen sich ein rundum sicheres, komfortables Zuhause für die Zukunft. Nehmen Sie die Hilfe an – Sie haben sie sich verdient!

Häufige Fragen

Wichtige Antworten rund um die Haushaltshilfe und den Entlastungsbetrag in Bielefeld

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