Der Umzug in ein Pflegeheim ist für Senioren und ihre Angehörigen meist ein emotionaler und organisatorischer Kraftakt. Wenn die Pflege zu Hause in Heilbronn und Umgebung nicht mehr zu bewältigen ist, rückt unweigerlich die Frage der Finanzierung in den Mittelpunkt. Die Kosten für eine vollstationäre Unterbringung sind in den letzten Jahren rasant gestiegen, und Baden-Württemberg belegt im bundesweiten Vergleich regelmäßig den traurigen Spitzenplatz bei den Zuzahlungen. Wir von PflegeHelfer24 wissen aus unserer täglichen Beratungspraxis, dass die komplexen Begrifflichkeiten wie der
(kurz
), die Investitionskosten oder die gestaffelten Leistungszuschläge der Pflegekasse oft für große Verwirrung sorgen. Dieser umfassende Ratgeber liefert Ihnen alle aktuellen und verifizierten Fakten für das Jahr
. Wir schlüsseln detailliert auf, mit welchen Kosten Sie in einem Pflegeheim in Heilbronn rechnen müssen, welche Zuschüsse Ihnen gesetzlich zustehen und wie Sie sich vor finanzieller Überforderung schützen können.
Die Pflegeheimkosten setzen sich aus verschiedenen streng regulierten Bausteinen zusammen.
Um zu verstehen, warum ein Heimplatz in Heilbronn monatlich oft mehr als
kostet, muss man die Struktur der Heimkosten kennen. Der monatliche Rechnungsbetrag eines Pflegeheims ist keine willkürliche Pauschale, sondern setzt sich aus vier streng regulierten Kostenblöcken zusammen. Jeder dieser Blöcke wird separat berechnet und ausgewiesen.
Dieser Posten deckt die eigentliche pflegerische und medizinische Versorgung ab. Darunter fallen die Gehälter des Pflegepersonals, Betreuungsangebote und Aufwendungen für die Körperpflege oder Nahrungsaufnahme. Seit der Tariftreue-Regelung, die Pflegeheime verpflichtet, ihr Personal nach Tarif zu bezahlen, sind diese Kosten spürbar gestiegen. Für diesen Kostenblock zahlt die Pflegekasse einen festen Zuschuss, der vom jeweiligen Pflegegrad abhängt. Der Restbetrag, der von Ihnen zu zahlen ist, bildet den sogenannten
(EEE).
Diese Kosten werden oft als "Hotelkosten" bezeichnet. Sie umfassen alles, was auch in einem normalen Privathaushalt anfallen würde:
Mahlzeiten und Getränke (in der Regel Vollverpflegung mit mehreren Mahlzeiten am Tag)
Zimmerreinigung und Wäscheservice
Heizung, Strom, Wasser und Müllgebühren
Kosten für die Hauswirtschaft und Verwaltung
Diese Kosten werden
von der Pflegekasse bezuschusst und müssen zu 100 Prozent vom Bewohner selbst getragen werden. In Baden-Württemberg liegen diese Kosten im Jahr 2026 durchschnittlich bei etwa
pro Monat.
Die Investitionskosten entsprechen im Grunde der Kaltmiete für das Zimmer. Das Pflegeheim legt hierüber die Kosten für den Bau, die Instandhaltung, die Modernisierung und die Ausstattung (z. B. Pflegebetten, Rufanlagen, Gemeinschaftsräume) auf die Bewohner um. Auch dieser Betrag ist in voller Höhe vom Bewohner zu zahlen. In Heilbronn und Umgebung müssen Sie hierfür aktuell mit durchschnittlich
monatlich rechnen. Da das Land Baden-Württemberg sich – anders als einige andere Bundesländer – nicht mehr an der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen beteiligt, tragen die Bewohner diese Kosten komplett selbst.
Um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken, werden die Kosten für die Ausbildung neuer Pflegekräfte solidarisch auf alle Pflegeheimbewohner umgelegt. Dieser Betrag variiert leicht, liegt aber in der Regel bei einem moderaten Betrag von etwa
pro Monat.
Der
(EEE) ist der Begriff, der bei der Suche nach einem Pflegeplatz in Heilbronn am häufigsten fällt. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Bis zum Jahr 2016 stiegen die Kosten für den Heimbewohner automatisch an, wenn er pflegebedürftiger wurde und in eine höhere Pflegestufe eingruppiert wurde. Das führte oft zu der paradoxen Situation, dass Menschen Angst vor einer Höherstufung hatten, weil sie sich die Pflege dann nicht mehr leisten konnten. Mit dem Pflegestärkungsgesetz II wurde zum 1. Januar 2017 ein neues System eingeführt. Seitdem gilt: Innerhalb eines bestimmten Pflegeheims zahlen alle Bewohner der
exakt denselben Betrag für die reinen Pflegekosten aus eigener Tasche. Dieser Betrag ist der EEE.
Der EEE ist von Heim zu Heim unterschiedlich. Er wird zwischen dem Pflegeheim, den Pflegekassen und dem Sozialhilfeträger individuell verhandelt.
Ein luxuriöseres Heim oder ein Heim mit einem besseren Personalschlüssel hat in der Regel einen höheren EEE.
Wenn sich der Gesundheitszustand Ihres Angehörigen verschlechtert und er beispielsweise von Pflegegrad 3 auf Pflegegrad 4 hochgestuft wird, erhöht sich sein EEE nicht. Die Pflegekasse zahlt dann zwar einen höheren Betrag an das Heim, der Eigenanteil für den Bewohner bleibt jedoch konstant.
Baden-Württemberg ist für Pflegebedürftige das teuerste Bundesland. Laut aktuellen Auswertungen des
für das Jahr 2026 ist die finanzielle Eigenbeteiligung erneut drastisch gestiegen. Wer in Heilbronn im Jahr 2026 neu in ein Pflegeheim einzieht, muss im ersten Jahr mit einer durchschnittlichen monatlichen Gesamtbelastung von rund
rechnen. Diese Summe setzt sich durchschnittlich wie folgt zusammen (vor Abzug der neuen Leistungszuschläge):
Einrichtungseinheitlicher Eigenanteil (EEE): ca. 1.845 bis 2.081 Euro
Unterkunft und Verpflegung: ca. 1.095 Euro
Investitionskosten: ca. 460 Euro
Bitte beachten Sie, dass dies Durchschnittswerte für Baden-Württemberg sind. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn können die Preise je nach Lage (städtisch vs. ländlich) und Träger (städtisch, kirchlich wie z.B. die Evangelische Heimstiftung oder privat) variieren. Es ist daher unerlässlich, sich von den infrage kommenden Heimen einen detaillierten Kostenvoranschlag geben zu lassen.
Um die enormen Kosten abzufedern, zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung (Pflegekasse) einen monatlichen Pauschalbetrag direkt an das Pflegeheim. Dieser Betrag ist streng an den festgestellten Pflegegrad gekoppelt. Zum
wurden die Leistungsbeträge der Pflegeversicherung bundesweit um
angehoben. Diese erhöhten Sätze gelten selbstverständlich auch im Jahr 2026 unverändert weiter. Für die vollstationäre Pflege (gemäß § 43 SGB XI) gelten aktuell folgende monatliche Zuschüsse der Pflegekasse:
Pflegegrad 1: 131 Euro (Hierbei handelt es sich um den Entlastungsbetrag, es gibt keinen speziellen stationären Leistungsbetrag)
Pflegegrad 2:805 Euro
Pflegegrad 3:1.319 Euro
Pflegegrad 4:1.855 Euro
Pflegegrad 5:2.096 Euro
Diese Beträge fließen direkt in die Berechnung des EEE ein. Das Pflegeheim zieht diese Kassenleistung von den Gesamtkosten der Pflege ab, der Rest ist Ihr EEE.
Mit den Leistungszuschlägen der Pflegekasse sinkt Ihr Eigenanteil im Laufe der Zeit spürbar.
Da selbst nach Abzug der Pflegekassen-Leistungen der Eigenanteil für viele Menschen unbezahlbar wurde, hat der Gesetzgeber den sogenannten
eingeführt. Dieser Zuschlag mindert den EEE und belohnt eine längere Aufenthaltsdauer im Pflegeheim. Je länger Sie oder Ihr Angehöriger in einer vollstationären Einrichtung in Heilbronn leben, desto höher wird der prozentuale Zuschuss der Pflegekasse zum EEE. Stand 2026 gelten folgende, gesetzlich verankerte Entlastungsstufen:
0 bis 12 Monate (1. Jahr): Die Pflegekasse übernimmt 15 Prozent des EEE.
13 bis 24 Monate (2. Jahr): Die Pflegekasse übernimmt 30 Prozent des EEE.
25 bis 36 Monate (3. Jahr): Die Pflegekasse übernimmt 50 Prozent des EEE.
Ab dem 37. Monat (ab dem 4. Jahr): Die Pflegekasse übernimmt 75 Prozent des EEE.
Dieser prozentuale Zuschlag bezieht sich
auf den pflegebedingten Eigenanteil (den EEE). Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und die Investitionskosten werden davon nicht berührt und müssen dauerhaft in voller Höhe selbst bezahlt werden! Wie die Berechnung der Monate genau funktioniert: Die Dauer bemisst sich in Monaten, in denen Leistungen der vollstationären Pflege in Anspruch genommen wurden. Angefangene Monate zählen als volle Monate. Auch wenn Sie das Pflegeheim wechseln (z. B. von Stuttgart nach Heilbronn), nehmen Sie Ihre "gesammelten Monate" mit. Die Pflegekasse berechnet diesen Zuschlag automatisch und überweist ihn direkt an das Pflegeheim, sodass Sie auf Ihrer monatlichen Rechnung nur noch den reduzierten Betrag sehen.
Um die abstrakten Zahlen greifbar zu machen, lassen Sie uns ein realistisches Szenario für das Jahr 2026 durchrechnen. Nehmen wir an, Herr Müller (Pflegegrad 3) zieht in ein Pflegeheim im Landkreis Heilbronn. Das Heim hat folgende monatliche Kostenstruktur:
Gesamte Pflegekosten: 3.164 Euro
Abzüglich Leistung der Pflegekasse (PG 3): - 1.319 Euro
Ergibt den EEE: 1.845 Euro
Unterkunft und Verpflegung: 1.095 Euro
Investitionskosten: 460 Euro
Ohne den neuen Leistungszuschlag müsste Herr Müller monatlich
(1.845 € + 1.095 € + 460 €) aus eigener Tasche zahlen.
Der EEE beträgt 1.845 Euro. Davon übernimmt die Pflegekasse 15 %, also
. Herr Müller zahlt noch 1.568,25 Euro für die Pflege. Zuzüglich U&V (1.095 €) und Investitionskosten (460 €) liegt sein gesamter Eigenanteil im ersten Jahr bei
pro Monat.
Herr Müller lebt nun seit über drei Jahren im Heim. Die Pflegekasse übernimmt nun 75 % seines EEE (1.845 Euro), das entspricht
. Herr Müller zahlt für die reine Pflege nur noch 461,25 Euro. Zuzüglich U&V (1.095 €) und Investitionskosten (460 €) sinkt sein gesamter Eigenanteil auf
pro Monat. Dieses Beispiel zeigt deutlich: Die finanzielle Belastung ist im ersten Jahr extrem hoch und sinkt erst nach drei Jahren auf ein Niveau, das für Menschen mit einer durchschnittlichen Rente annähernd darstellbar ist.
Die bittere Realität in Baden-Württemberg ist, dass die durchschnittliche Rente (Männer ca. 1.405 Euro, Frauen ca. 955 Euro) nicht annähernd ausreicht, um Eigenanteile von über 3.000 Euro im Monat zu decken. Selbst wenn man eine Witwenrente hinzurechnet, klafft oft eine Lücke von 1.000 bis 1.500 Euro monatlich. Wenn die Rente und das Pflegegeld nicht ausreichen, muss zunächst das private Vermögen angetastet werden. Hierbei gilt jedoch ein gesetzliches
. Stand 2026 liegt dieses Schonvermögen bei
für Alleinstehende und
für Ehepaare. Dieses Geld darf vom Staat nicht angetastet werden und dient als finanzielle Reserve für persönliche Ausgaben. Ist das verwertbare Vermögen aufgebraucht, springt das Sozialamt im Rahmen der
(nach dem SGB XII) ein. Im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist hierfür das jeweilige örtliche Sozialamt zuständig.
Stellen Sie den Antrag rechtzeitig. Sozialhilfe wird nicht rückwirkend gezahlt, sondern frühestens ab dem Monat, in dem dem Sozialamt die Notlage bekannt wird.
Das Sozialamt übernimmt die ungedeckten Heimkosten und gewährt dem Pflegebedürftigen zusätzlich einen monatlichen Barbetrag zur persönlichen Verfügung (das sogenannte Taschengeld, aktuell ca. 150 Euro).
Auch die Kosten für notwendige Bekleidung oder Zuzahlungen zu Medikamenten können in Härtefällen übernommen werden.
Das Angehörigen-Entlastungsgesetz schützt Kinder vor finanzieller Überforderung durch hohe Pflegekosten.
Viele Senioren in Heilbronn scheuen den Gang zum Sozialamt, weil sie Angst haben, dass ihre Kinder zur Kasse gebeten werden. Seit dem 1. Januar 2020 gilt jedoch das
. Dieses Gesetz besagt, dass Kinder erst dann für die Pflegekosten ihrer Eltern herangezogen werden (Elternunterhalt), wenn ihr eigenes Bruttojahreseinkommen die Grenze von
übersteigt.
Diese Grenze gilt pro Kind. Das Einkommen des Schwiegerkindes (Ehepartner des Kindes) wird bei der Berechnung dieser 100.000-Euro-Grenze nicht mitgezählt.
Vorhandenes Vermögen der Kinder (z. B. das eigene Haus oder Ersparnisse) bleibt unberücksichtigt. Es zählt rein das Brutto-Erwerbseinkommen.
Verdient ein Kind mehr als 100.000 Euro im Jahr, wird das Sozialamt prüfen, in welcher Höhe Unterhalt gezahlt werden muss. Dabei werden jedoch weitreichende Freibeträge für die eigene Altersvorsorge, Kredite und familiäre Verpflichtungen abgezogen.
Für die weitaus meisten Familien in Heilbronn bedeutet dieses Gesetz eine enorme finanzielle und psychologische Entlastung. Das Sozialamt übernimmt die Kosten, ohne die Kinder zu belasten.
Eine der häufigsten und emotionalsten Fragen in unserer Beratung bei PflegeHelfer24 betrifft die eigene Immobilie. Was passiert mit dem geliebten Eigenheim in Heilbronn, Neckarsulm oder Weinsberg, wenn ein Partner ins Pflegeheim muss? Hier muss streng unterschieden werden, ob die Immobilie noch bewohnt wird oder leer steht:
Solange der nicht pflegebedürftige Ehepartner (oder ein unterhaltsberechtigtes Kind) weiterhin in der Immobilie lebt, gilt das Haus als
. Das Sozialamt kann in diesem Fall
verlangen, dass das Haus verkauft wird, um die Pflegeheimkosten des Partners zu decken. Die Größe des Hauses muss dabei "angemessen" sein, wobei die Rechtsprechung bei Ehepaaren, die schon lange dort leben, oft großzügig ist.
Zieht der alleinstehende Eigentümer in ein Pflegeheim und das Haus steht leer, entfällt der Schutz. Die Immobilie gilt dann als verwertbares Vermögen. Bevor das Sozialamt dauerhaft die Heimkosten übernimmt, wird es fordern, dass das Haus verkauft oder vermietet wird. In der Praxis gewährt das Sozialamt die
in solchen Fällen oft als Darlehen, bis der Verkauf abgewickelt ist. Das Darlehen wird dann durch eine Grundschuld im Grundbuch abgesichert.
Wenn Sie sich im Internet informieren, stoßen Sie oft auf den Begriff
. Es ist extrem wichtig zu wissen:
Pflegewohngeld ist eine landesspezifische Leistung, die beispielsweise in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein gezahlt wird, um die Investitionskosten der Pflegeheime zu bezuschussen. Das Land Baden-Württemberg hat sich jedoch bereits vor Jahren aus der Förderung der Investitionskosten zurückgezogen. Bewohner in Heilbronn haben daher keinen Anspruch auf eine solche pauschale Förderung und sind bei finanzieller Bedürftigkeit ausschließlich auf die klassische
(Sozialamt) angewiesen.
Die 24-Stunden-Pflege ermöglicht es Senioren, ihren Lebensabend im vertrauten Zuhause zu verbringen.
Angesichts von Eigenanteilen von weit über 3.000 Euro im ersten Jahr stellen sich viele Familien in Heilbronn die Frage: Gibt es keine bezahlbaren Alternativen? Die Antwort lautet: Ja, absolut. Die meisten Senioren wünschen sich ohnehin, ihren Lebensabend in den vertrauten eigenen vier Wänden zu verbringen. Wir von PflegeHelfer24 sind darauf spezialisiert, genau dies zu ermöglichen – sicher, würdevoll und finanziell tragbar. Hier sind die wichtigsten Alternativen und Hilfsmittel, die oft weitaus kostengünstiger sind als ein Heimplatz:
Die sogenannte 24-Stunden-Pflege ist die direkteste Alternative zum Pflegeheim. Hierbei zieht eine Betreuungskraft (oft aus dem osteuropäischen Ausland) mit in den Haushalt des Seniors ein. Sie übernimmt die Grundpflege, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, kocht, begleitet zu Arztterminen und leistet Gesellschaft. Der große finanzielle Vorteil: Sie können das
(bei Pflegegrad 3 z.B. 599 Euro, bei PG 4 sind es 800 Euro) sowie die
zur Refinanzierung nutzen. Die eigenen Wohnkosten bleiben unverändert. PflegeHelfer24 berät Sie umfassend zur legalen Vermittlung von qualifizierten Betreuungskräften und rechnet Ihnen die tatsächliche monatliche Belastung transparent vor.
Wenn der Pflegebedarf noch nicht rund um die Uhr besteht, kann ein ambulanter Pflegedienst in Heilbronn mehrmals täglich vorbeikommen. Die Kosten hierfür rechnet der Pflegedienst über die sogenannten
direkt mit der Pflegekasse ab. Zur Entlastung der Angehörigen können zusätzlich unsere Alltagshilfen eingesetzt werden, die beim Einkaufen helfen oder den Haushalt führen. Diese können oft über den
monatlich (nach § 45b SGB XI) abgerechnet werden.
Oft ist es nicht der Gesundheitszustand allein, der einen Umzug ins Heim erzwingt, sondern die Beschaffenheit der Wohnung. Wenn die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis wird oder das Einsteigen in die Badewanne zu gefährlich ist, helfen technische Lösungen:
Hausnotruf: Ein Knopf am Handgelenk bietet Sicherheit rund um die Uhr. Bei anerkanntem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse in der Regel die monatlichen Grundgebühren (aktuell ca. 25,50 Euro).
Treppenlift: Ein Treppenlift macht das obere Stockwerk wieder zugänglich. PflegeHelfer24 berät Sie herstellerunabhängig. Wichtig: Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro (Wohnumfeldverbessernde Maßnahme) pro pflegebedürftiger Person für den Einbau!
Barrierefreier Badumbau: Der Umbau von einer hohen Wanne zur ebenerdigen Dusche dauert oft nur einen Tag. Auch hier greift der Zuschuss von 4.000 Euro. Leben zwei Pflegebedürftige (z. B. ein Ehepaar) im Haushalt, können sogar bis zu 8.000 Euro Zuschuss beantragt werden.
Elektromobile und Elektrorollstühle: Sie erhalten die Mobilität im Außenbereich und verhindern soziale Isolation.
Durch die geschickte Kombination von Pflegegeld, Zuschüssen für den Wohnumbau und unseren Dienstleistungen lässt sich der Umzug in ein teures Pflegeheim in Heilbronn oft um Jahre hinauszögern oder sogar ganz vermeiden.
Sollte ein Umzug in die stationäre Pflege unumgänglich sein, gilt es, das richtige Haus zu finden. In Heilbronn und dem umliegenden Landkreis gibt es zahlreiche Einrichtungen unterschiedlicher Träger. Gehen Sie bei der Suche strukturiert vor:
Nutzen Sie die kostenlosen Beratungsangebote vor Ort. Der
sowie die örtlichen IAV-Stellen (Informations-, Anlauf- und Vermittlungsstellen) bieten neutrale Übersichten über freie Plätze und die genauen Kostenstrukturen der regionalen Heime.
Lassen Sie sich von den Pflegeheimen nicht nur den EEE nennen, sondern fordern Sie eine Gesamtkostenaufstellung (inklusive Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten). Fragen Sie gezielt nach anstehenden Erhöhungen: Werden die Investitionskosten in Kürze wegen geplanter Renovierungen steigen?
Besuchen Sie die Einrichtungen persönlich, idealerweise unangemeldet oder zu den Besuchszeiten. Achten Sie auf die Atmosphäre:
Wie riecht es im Eingangsbereich und auf den Fluren?
Wie gehen die Pflegekräfte mit den Bewohnern um? Wirkt das Personal extrem gehetzt?
Gibt es ansprechende Gemeinschaftsräume und einen zugänglichen Garten oder Innenhof?
Bietet das Heim ein Probewohnen (z. B. im Rahmen der Kurzzeitpflege) an?
Wenn Ihr Angehöriger an Demenz erkrankt ist, fragen Sie nach speziellen Betreuungskonzepten. Gibt es geschützte Wohnbereiche (sogenannte beschützende Stationen) oder spezielle Demenz-Gärten?
Der Heimvertrag regelt alle Rechte und Pflichten. Prüfen Sie insbesondere die Kündigungsfristen und die Regelungen zur Kostenerstattung bei vorübergehender Abwesenheit (z. B. wenn der Bewohner für zwei Wochen ins Krankenhaus nach Heilbronn am Gesundbrunnen muss).
Damit Sie für Ihre Planung alle entscheidenden Fakten auf einen Blick haben, fassen wir die wichtigsten Punkte dieses Ratgebers noch einmal zusammen:
Hohe Kosten: Baden-Württemberg ist das teuerste Bundesland für Pflegeheimbewohner. Rechnen Sie in Heilbronn im ersten Jahr mit einem monatlichen Eigenanteil von rund 3.400 bis 3.600 Euro.
Der EEE ist fix: Der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) für die reinen Pflegekosten ist innerhalb eines Heimes für die Pflegegrade 2 bis 5 immer gleich hoch. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes führt nicht zu höheren Kosten.
Leistungszuschläge entlasten: Die Pflegekasse zahlt ab dem ersten Tag einen prozentualen Zuschuss zum EEE. Dieser steigt von 15 % im ersten Jahr auf bis zu 75 % ab dem vierten Jahr. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen müssen jedoch immer voll selbst bezahlt werden.
Sozialamt hilft: Reichen Rente und Vermögen (Schonvermögen 10.000 Euro) nicht aus, übernimmt das Sozialamt Heilbronn die Restkosten (Hilfe zur Pflege).
Kinder sind geschützt: Dank des Angehörigen-Entlastungsgesetzes müssen Kinder erst ab einem eigenen Bruttojahreseinkommen von über 100.000 Euro für die Heimkosten der Eltern aufkommen.
Alternativen prüfen: Bevor Sie einen teuren Heimvertrag unterschreiben, lassen Sie sich von PflegeHelfer24 zu Alternativen beraten. Eine 24-Stunden-Betreuung, kombiniert mit sinnvollen Hausumbauten (z. B. Treppenlift mit 4.000 Euro Zuschuss), ist oft die bessere und günstigere Lösung.
Die Entscheidung für ein Pflegeheim ist niemals leicht. Mit dem Wissen um die genauen Kostenstrukturen, die Ihnen zustehenden Zuschüsse und die gesetzlichen Schutzmechanismen können Sie diese Herausforderung jedoch sachlich und ohne existenzielle Ängste angehen. Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – sei es bei der Beantragung von Pflegegraden, der Organisation von Hilfsmitteln oder der Suche nach der optimalen Betreuungsform für Ihre Liebsten in Heilbronn.
Wichtige Antworten zu Pflegeheimkosten und Finanzierung in Heilbronn