Fahrdienst der Tagespflege in Freiburg: Ablauf, Kosten & Tipps 2026

Fahrdienst der Tagespflege in Freiburg: Ablauf, Kosten & Tipps 2026

Einleitung: Die Bedeutung der Tagespflege und ihres Fahrdienstes in Freiburg im Breisgau

Freiburg im Breisgau, mit seiner historischen Altstadt, den malerischen Bächle und der unmittelbaren Nähe zum Schwarzwald, bietet eine unvergleichliche Lebensqualität. Doch wenn das Alter fortschreitet und die eigene Selbstständigkeit nachlässt, stehen Senioren und ihre Angehörigen oft vor großen Herausforderungen. Der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden im vertrauten Freiburger Umfeld wohnen zu bleiben, ist bei den meisten Menschen tief verwurzelt. Genau an diesem Punkt setzt die teilstationäre Pflege, allgemein bekannt als Tagespflege, an. Sie bietet eine ideale Balance: Tagsüber werden die Senioren professionell betreut, gefördert und erleben Gemeinschaft, während sie den späten Nachmittag, den Abend und die Nacht in ihrem eigenen Zuhause verbringen.

Doch ein entscheidendes Bindeglied entscheidet oft darüber, ob dieses Modell in der Praxis funktioniert: der Fahrdienst der Tagespflege. Für viele ältere Menschen in Freiburg, sei es in der hügeligen Wiehre, im dicht besiedelten Stühlinger oder in den Randgemeinden des Breisgaus, ist der eigenständige Weg zur Einrichtung schlichtweg nicht mehr zu bewältigen. Eingeschränkte Mobilität, die Notwendigkeit eines Rollstuhls oder kognitive Einschränkungen wie Demenz machen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wie der VAG-Straßenbahnen unmöglich. Der Fahrdienst schließt diese Lücke. Er holt die Gäste morgens sicher an der eigenen Haustür ab und bringt sie nachmittags wohlbehalten wieder zurück.

In diesem umfassenden und topaktuellen Ratgeber für das Jahr 2026 beleuchten wir detailliert, wie die Fahrdienste der Tagespflegen in und um Freiburg im Breisgau organisiert sind. Wir klären die drängendsten Fragen: Wie weit reicht der geografische Radius dieser Dienste? Ist ein Transport im eigenen Rollstuhl problemlos möglich? Welche Kosten entstehen für die Fahrten, und in welchem Umfang übernimmt die Pflegekasse diese Ausgaben? Als Experten von PflegeHelfer24 möchten wir Ihnen das nötige Wissen an die Hand geben, damit Sie für sich oder Ihre pflegebedürftigen Angehörigen die bestmögliche Entscheidung treffen können.

Was genau umfasst der Fahrdienst einer Tagespflege?

Der Fahrdienst ist weit mehr als nur ein reines Transportmittel von Punkt A nach Punkt B. Er ist ein integraler Bestandteil des pflegerischen Gesamtkonzepts und oft der erste und letzte Kontakt, den der pflegebedürftige Mensch an einem Betreuungstag mit der Einrichtung hat. Die rechtliche Grundlage hierfür findet sich im Sozialgesetzbuch (SGB XI). Gemäß § 41 SGB XI umfasst der Anspruch auf teilstationäre Pflege ausdrücklich auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege und zurück. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber den Transport als untrennbaren Teil der Pflegeleistung anerkennt.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Tagespflegeeinrichtungen in Freiburg entweder über einen eigenen Fuhrpark mit fest angestellten Fahrern verfügen oder fest mit spezialisierten, externen Krankentransport- und Fahrdienstunternehmen kooperieren (wie beispielsweise dem DRK, den Maltesern, den Johannitern oder privaten Anbietern in der Region Südbaden). Diese Spezialisierung ist zwingend erforderlich, da die Fahrgäste besondere Bedürfnisse haben.

Ein qualifizierter Fahrdienst zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Tür-zu-Tür-Service: Die Senioren werden nicht an einer unpersönlichen Sammelhaltestelle abgeholt, sondern direkt an der Haus- oder Wohnungstür in Empfang genommen und bis in die Räumlichkeiten der Tagespflege begleitet.

  • Spezialisierte Fahrzeuge: Zum Einsatz kommen in der Regel umgerüstete Kleinbusse, die über Trittstufen, Haltegriffe und vor allem über Hebebühnen oder Auffahrrampen für Rollstuhlfahrer verfügen.

  • Geschultes Personal: Die Fahrer sind nicht nur Chauffeure, sondern im Umgang mit Senioren geschult. Sie wissen, wie man Menschen mit Demenz beruhigt, wie man Rollstühle fachgerecht sichert und wie man beim Ein- und Aussteigen körperliche Hilfestellung leistet.

  • Feste Routen und Bezugspersonen: Um den Senioren Sicherheit und Struktur zu geben, wird versucht, die Abholzeiten konstant zu halten und möglichst denselben Fahrer auf einer Route einzusetzen.

Ein moderner, weißer Kleinbus mit ausgefahrener Hebebühne steht auf einer gepflasterten Straße in einem ruhigen Wohngebiet. Ein fürsorglicher Fahrer steht hilfsbereit daneben. Realistische Beleuchtung, saubere Umgebung.

Moderne Kleinbusse ermöglichen einen sicheren und bequemen Tür-zu-Tür-Service.

Der geografische Radius: Wie weit fahren die Dienste in und um Freiburg?

Freiburg im Breisgau weist eine besondere topografische und infrastrukturelle Situation auf. Eingebettet zwischen den Ausläufern des Schwarzwaldes im Osten (Schauinsland, Roßkopf) und der Rheinebene im Westen, erstreckt sich die Stadt über ein großes Gebiet. Hinzu kommt die verkehrstechnische Herausforderung durch Hauptverkehrsadern wie die B31, die die Stadt durchschneidet und zu Stoßzeiten stark stauanfällig ist. Diese Faktoren beeinflussen den Aktionsradius der Fahrdienste maßgeblich.

Grundsätzlich gilt in der Pflege der Grundsatz der Zumutbarkeit. Eine Fahrt zur Tagespflege sollte für den älteren, oft geschwächten Menschen nicht zu einer anstrengenden Weltreise werden. Die meisten Einrichtungen in Freiburg und dem angrenzenden Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald definieren ihren Einzugsbereich so, dass die reine Fahrtzeit für den einzelnen Gast im Sammeltransport 45 bis maximal 60 Minuten nicht überschreitet. In Kilometern ausgedrückt entspricht dies meist einem Radius von etwa 10 bis 15 Kilometern rund um die jeweilige Einrichtung.

Wie sieht das in der Freiburger Praxis aus?

  • Innerstädtische Einrichtungen: Eine Tagespflege, die sich beispielsweise im Stadtteil Haslach, Weingarten oder im Stühlinger befindet, deckt in der Regel die gesamte westliche und südliche Kernstadt ab. Auch neuere Stadtteile wie das Rieselfeld oder Vauban werden problemlos angefahren. Der Weg in den äußersten Freiburger Osten (z.B. Littenweiler oder Kappel) könnte jedoch aufgrund des Stadtverkehrs bereits grenzwertig sein, weshalb Einrichtungen hier oft klare Gebietsgrenzen ziehen.

  • Einrichtungen im Freiburger Norden: Tagespflegen in Zähringen, Herdern oder Brühl bedienen häufig nicht nur diese Stadtteile, sondern erweitern ihren Radius in die nördlichen Umlandgemeinden wie Gundelfingen oder Denzlingen.

  • Einrichtungen im Umland (Breisgau-Hochschwarzwald): Viele Senioren leben im Freiburger Umland. Eine Tagespflege im Dreisamtal (z.B. in Kirchzarten oder Stegen) fokussiert sich auf das Tal und die angrenzenden Freiburger Ost-Stadtteile. Einrichtungen im Westen (z.B. in Umkirch oder March) decken die Ortschaften rund um den Tuniberg und den Kaiserstuhl ab und fahren oft bis in die westlichen Freiburger Randgebiete (wie Landwasser oder Mooswald).

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie eine Tagespflege auswählen, sollten Sie zwingend vorab klären, ob Ihre Wohnadresse innerhalb des offiziellen Einzugsgebietes des Fahrdienstes liegt. Liegt die Adresse außerhalb, kann der Transport oft nicht übernommen werden, oder es fallen hohe private Zuzahlungen an, da die Routenplanung der Sammelbusse sonst ineffizient wird.

Rollstuhltransport und besondere körperliche Anforderungen

Eine der häufigsten und wichtigsten Fragen von Angehörigen in Freiburg lautet: "Mein Vater sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr aufstehen. Kann er trotzdem die Tagespflege besuchen?" Die klare Antwort lautet im Jahr 2026: Ja, absolut.

Die Inklusion von schwerstpflegebedürftigen Menschen ist ein Kernauftrag der teilstationären Pflege. Daher sind die Fahrdienste technisch und personell auf den Rollstuhltransport (oft als BTW - Behindertentransportwagen bezeichnet) spezialisiert. Wenn ein Gast nicht in der Lage ist, den Rollstuhl für die Fahrt zu verlassen und auf einen regulären Autositz umzusteigen (sogenannter Umsetz-Transport), wird er mitsamt seinem Rollstuhl befördert.

Hierbei gelten strenge gesetzliche Sicherheitsvorschriften (DIN-Normen), die von den Freiburger Fahrdiensten penibel eingehalten werden müssen:

  1. Fahrzeugausstattung: Die Kleinbusse sind im Heckbereich mit einer elektrohydraulischen Hebebühne oder einer stabilen, rutschfesten Auffahrrampe ausgestattet. So kann der Rollstuhlfahrer ohne jegliche körperliche Anstrengung in das Fahrzeug geschoben oder gefahren werden.

  2. Sicherung im Fahrzeug: Im Fahrzeuginnenraum muss der Rollstuhl über ein spezielles Befestigungssystem (meist ein 4-Punkt-Gurtsystem, das am sogenannten Kraftknoten des Rollstuhls ansetzt) fest mit dem Fahrzeugboden verankert werden. Dies verhindert ein Verrutschen oder Kippen bei Bremsmanövern.

  3. Personensicherung: Zusätzlich zur Sicherung des Rollstuhls wird der Fahrgast selbst mit einem speziellen Becken- und Schultergurt (Dreipunktgurt) gesichert, der unabhängig vom Rollstuhl im Fahrzeug verankert ist.

Besondere Herausforderungen an der Haustür: In Freiburg gibt es, besonders in Vierteln wie der Wiehre oder Herdern, viele historische Altbauten ohne Aufzug. Was passiert, wenn der Rollstuhlfahrer im zweiten Stock wohnt? Hier stoßen reguläre Fahrdienste oft an ihre Grenzen, da die Fahrer aus Arbeitsschutzgründen keine schweren Rollstühle samt Person über mehrere Treppenetagen tragen dürfen. In solchen Fällen kommen spezielle Hilfsmittel wie ein Tragestuhl oder ein mobiler Treppensteiger zum Einsatz. Dies muss jedoch im Vorfeld zwingend mit dem Fahrdienstleiter abgesprochen werden, da hierfür oft zwei Personen (Beifahrer) benötigt werden.

Tipp von PflegeHelfer24: Wenn Treppen im eigenen Zuhause zur unüberwindbaren Barriere werden und den Besuch der Tagespflege gefährden, ist der Einbau eines Treppenlifts oft die nachhaltigste Lösung. Er ermöglicht es dem Senior, sicher und eigenständig das Erdgeschoss zu erreichen, wo der Fahrdienst ihn bequem in Empfang nehmen kann. Die Pflegekasse bezuschusst solche wohnumfeldverbessernden Maßnahmen mit bis zu 4.180 Euro pro Person.

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Ein älterer Herr im Rollstuhl wird von einem freundlichen Fahrer über eine flache, sichere Rampe in einen geräumigen Transporter geschoben. Helle, freundliche Atmosphäre, Fokus auf Sicherheit und Barrierefreiheit.

Der sichere Transport im eigenen Rollstuhl ist dank spezieller Fahrzeuge problemlos möglich.

Kosten und Finanzierung: Was zahlt die Pflegekasse im Jahr 2026?

Die Sorge um die Kosten ist bei vielen Familien groß. Die gute Nachricht: Die Finanzierung der Tagespflege und des dazugehörigen Fahrdienstes ist durch die Pflegeversicherung sehr gut geregelt und wurde in den letzten Jahren kontinuierlich angepasst. Auch im Jahr 2026 profitieren Pflegebedürftige von den erhöhten Leistungsbeträgen, die zuletzt zum 1. Januar 2025 um 4,5 Prozent angehoben wurden und nun stabil fortgelten.

Wie bereits erwähnt, ist der Fahrdienst gesetzlich Teil der teilstationären Pflege (§ 41 SGB XI). Das bedeutet, dass Sie vom Fahrdienst in der Regel keine separate Rechnung für die Fahrten erhalten. Die Transportkosten sind im sogenannten Pflegesatz der Tagespflegeeinrichtung einkalkuliert. Die Einrichtung rechnet diese Gesamtkosten direkt mit der zuständigen Pflegekasse (z.B. AOK Südlicher Oberrhein, TK, Barmer) ab.

Jedem Pflegebedürftigen steht für die Tagespflege ein separates, monatliches Budget zur Verfügung, das sich nach dem festgestellten Pflegegrad richtet. Dieses Budget darf ausschließlich für die teilstationäre Pflege (Pflegekosten, soziale Betreuung und eben den Fahrdienst) verwendet werden. Es wird nicht auf das Pflegegeld oder die ambulanten Pflegesachleistungen angerechnet – Sie erhalten es also zusätzlich!

Die monatlichen Budgets für die Tagespflege (Stand 2026) betragen:

  • Pflegegrad 1: Kein separates Budget nach § 41 SGB XI (Nutzung des Entlastungsbetrags von 131 Euro möglich).

  • Pflegegrad 2:721 Euro pro Monat

  • Pflegegrad 3:1.357 Euro pro Monat

  • Pflegegrad 4:1.685 Euro pro Monat

  • Pflegegrad 5:2.085 Euro pro Monat

Aus diesem Budget werden die Fahrtkosten bezahlt. Die genauen Kosten für eine Fahrt variieren je nach Einrichtung und Entfernung. In der Region Freiburg kalkulieren die Einrichtungen intern oft mit Fahrtkosten zwischen 15 und 30 Euro pro Tag (für Hin- und Rückfahrt zusammen). Solange das monatliche Budget Ihres Pflegegrades nicht ausgeschöpft ist, spüren Sie von diesen Fahrtkosten finanziell nichts – die Pflegekasse übernimmt sie zu 100 Prozent.

Wichtig zu wissen: Hotelkosten sind privat zu tragen. Die Pflegekasse zahlt Pflege, Betreuung und Fahrtkosten. Die sogenannten Hotelkosten (Unterkunft und Verpflegung, also das Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie die anteiligen Raumkosten) müssen vom Gast selbst getragen werden. In Freiburg liegen diese Kosten im Jahr 2026 durchschnittlich zwischen 18 und 25 Euro pro Besuchstag. Auch die sogenannten Investitionskosten (Instandhaltung des Gebäudes) werden oft dem Gast in Rechnung gestellt, können aber in Baden-Württemberg unter bestimmten Voraussetzungen vom Sozialamt gefördert werden.

Konkretes Rechenbeispiel: So setzen sich die Kosten in der Praxis zusammen

Um die abstrakten Zahlen greifbar zu machen, betrachten wir ein realistisches Beispiel aus Freiburg:

Frau Weber (78 Jahre) lebt im Freiburger Stadtteil Mooswald. Sie hat Pflegegrad 3. Um ihre Tochter zu entlasten, besucht sie an zwei Tagen in der Woche (ca. 8 Tage im Monat) eine Tagespflege im benachbarten Stadtteil Landwasser. Sie wird morgens vom rollstuhlgerechten Fahrdienst abgeholt und nachmittags zurückgebracht.

  • Monatliches Budget der Pflegekasse (PG 3):1.357,00 Euro

  • Kosten der Tagespflege pro Tag (Pflege, Betreuung, Fahrdienst): 95,00 Euro

  • Gesamtkosten für 8 Tage: 8 x 95,00 € = 760,00 Euro

Ergebnis Schritt 1: Die 760 Euro für Pflege und Fahrdienst liegen weit unter dem Budget von 1.357 Euro. Die Pflegekasse übernimmt diesen Betrag komplett. Das Pflegegeld von Frau Weber, das ihre Tochter für die häusliche Pflege an den restlichen Tagen erhält, wird dadurch nicht gekürzt.

  • Kosten für Unterkunft & Verpflegung (Hotelkosten) pro Tag: 22,00 Euro

  • Investitionskosten pro Tag: 4,00 Euro

  • Gesamter Eigenanteil pro Tag: 26,00 Euro

  • Eigenanteil für 8 Tage im Monat: 8 x 26,00 € = 208,00 Euro

Ergebnis Schritt 2: Frau Weber erhält monatlich eine private Rechnung über 208 Euro. Doch auch hier hilft der Staat: Sie kann den monatlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 131 Euro (§ 45b SGB XI) einsetzen, um diese Hotelkosten zu decken. Rechnung: 208 € - 131 € = 77,00 Euro. Frau Weber zahlt für 8 Tage Tagespflege inklusive Vollverpflegung und Fahrdienst von Haustür zu Haustür letztendlich nur 77 Euro aus eigener Tasche im Monat.

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Eine ältere Frau sitzt gemeinsam mit ihrer Tochter an einem hellen Esstisch und betrachtet erleichtert einige Dokumente. Eine Tasse Kaffee steht auf dem Tisch, gemütliche Wohnzimmeratmosphäre im Hintergrund.

Die Pflegekasse übernimmt dank fester Budgets oft einen Großteil der Transportkosten.

Was passiert, wenn das Budget der Pflegekasse nicht ausreicht?

Das Budget reicht oft problemlos für ein bis drei Besuche pro Woche. Doch was ist, wenn ein Senior mit Pflegegrad 2 (Budget: 721 Euro) die Tagespflege an fünf Tagen in der Woche besuchen möchte, weil die Angehörigen in Vollzeit arbeiten? In diesem Fall (ca. 20-22 Besuchstage im Monat) wird das Budget von 721 Euro schnell überschritten. Die Pflege, die Betreuung und auch die Kosten für den Fahrdienst, die über das Budget hinausgehen, müssen dann anderweitig finanziert werden.

Ihnen stehen in diesem Fall im Jahr 2026 folgende Optionen zur Verfügung:

  1. Einsatz des Entlastungsbetrages: Die monatlichen 131 Euro können nicht nur für Hotelkosten, sondern auch für ungedeckte Pflege- und Fahrtkosten der Tagespflege genutzt werden. Auch angesparte Beträge aus den Vormonaten können hierfür herangezogen werden.

  2. Umwandlungsanspruch (§ 45a SGB XI): Wenn Sie ambulante Pflegesachleistungen (also das Budget für einen ambulanten Pflegedienst) nicht vollständig ausschöpfen, können Sie bis zu 40 Prozent dieses Budgets umwandeln und für die Tagespflege (inklusive Fahrdienst) nutzen.

  3. Verhinderungspflege: In bestimmten Konstellationen, insbesondere wenn die Hauptpflegeperson vorübergehend verhindert ist (Urlaub, Krankheit), können die Mittel der Verhinderungspflege (im Rahmen des gemeinsamen Jahresbudgets) für die Tagespflege eingesetzt werden.

  4. Private Zuzahlung: Reichen alle Budgets nicht aus, muss der verbleibende Restbetrag privat getragen werden.

  5. Hilfe zur Pflege (Sozialamt): Wenn die finanziellen Mittel des Seniors nicht ausreichen, um die private Zuzahlung zu leisten, kann beim Sozialamt der Stadt Freiburg (Amt für Soziales und Senioren) ein Antrag auf "Hilfe zur Pflege" gestellt werden. Das Amt prüft dann die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und übernimmt gegebenenfalls die Restkosten.

Der tägliche Ablauf: Von der Haustür bis zur Einrichtung

Für viele Senioren und Angehörige ist die Vorstellung, die Verantwortung an einen fremden Fahrdienst abzugeben, zunächst mit Unsicherheit verbunden. Wie läuft so ein Morgen in Freiburg typischerweise ab?

Die Routenplanung ist ein Meisterstück der Logistik. Die Fahrdienstleitung plant die Touren so, dass die Fahrgäste möglichst kurz im Fahrzeug sitzen. In der Regel wird Ihnen ein festes Zeitfenster genannt, z.B. "zwischen 08:00 Uhr und 08:30 Uhr". Pünktlichkeit ist wichtig, aber eine gewisse Flexibilität muss aufgrund der Verkehrslage in Freiburg (z.B. Berufsverkehr auf der B31 oder rund um den Hauptbahnhof) einkalkuliert werden.

Der Fahrer klingelt an der Haustür. Angehörige übergeben den Senior, oft zusammen mit einer kleinen Tasche (Wechselkleidung, Medikamente für den Tag). Der Fahrer hakt den Namen auf seiner Liste ab und begleitet den Gast zum Bus. Ist ein Rollstuhl nötig, wird die Hebebühne bedient, der Gast eingefahren und vorschriftsmäßig gesichert. Sobald alle Gäste einer Route (meist 4 bis 8 Personen pro Bus) eingesammelt sind, geht die Fahrt zur Einrichtung. Dort angekommen, wird nicht einfach nur die Tür geöffnet – das Personal der Tagespflege nimmt die Gäste direkt am Fahrzeug in Empfang und begleitet sie in den Gemeinschaftsraum zum gemeinsamen Frühstück.

Am Nachmittag, meist zwischen 15:30 Uhr und 16:30 Uhr, beginnt die Rückfahrt nach dem gleichen Prinzip. Sollte ein Gast an einem Tag krank sein, muss der Fahrdienst (oder die Einrichtung) zwingend frühzeitig – meist bis spätestens 07:30 Uhr morgens – telefonisch abgemeldet werden, damit der Bus die Adresse nicht umsonst anfährt. Unentschuldigte Leerfahrten können in einigen Fällen privat in Rechnung gestellt werden.

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Wer benötigt die Pflegeberatung?

Fröhliche Senioren werden vor dem Eingang einer modernen Tagespflegeeinrichtung von Pflegekräften herzlich in Empfang genommen. Sonniges Wetter, grüne Bäume im Hintergrund, harmonische Stimmung.

Nach einer sicheren Fahrt folgt der herzliche Empfang an der Tagespflegeeinrichtung.

PflegeHelfer24: Ihre ganzheitliche Unterstützung im Pflegealltag

Die Tagespflege und ihr Fahrdienst sind essenzielle Bausteine, um den Pflegealltag zu Hause zu meistern. Doch die Pflege endet nicht, wenn der Bus am Nachmittag abfährt. Als deutschlandweiter Experte für Seniorenpflege und Hilfsmittel, der auch in der Region Freiburg stark vernetzt ist, bietet PflegeHelfer24 Ihnen ergänzende Lösungen, die perfekt mit der Tagespflege harmonieren:

  • Treppenlifte für einen barrierefreien Weg: Wie oben beschrieben, scheitert der Fahrdienst oft an Treppen vor oder im Haus. Ein maßgeschneiderter Treppenlift von PflegeHelfer24 beseitigt dieses Hindernis dauerhaft. Wir beraten Sie herstellerunabhängig und unterstützen Sie bei der Beantragung des Pflegekassenzuschusses (bis zu 4.180 Euro).

  • Hausnotruf für die Zeit allein: An den Tagen, an denen Ihr Angehöriger nicht in der Tagespflege ist, bietet ein Hausnotruf maximale Sicherheit. Ein Knopfdruck genügt, und rund um die Uhr wird Hilfe organisiert. Die Pflegekasse übernimmt hierfür in der Regel die monatlichen Grundkosten (30,35 Euro) bei anerkanntem Pflegegrad.

  • Elektromobile und Elektrorollstühle: Für die Mobilität in der Freizeit, um beispielsweise selbstständig zum Freiburger Münstermarkt oder in den Seepark zu fahren, bieten wir eine große Auswahl an modernen Elektromobilen und Elektrorollstühlen an.

  • 24-Stunden-Pflege als Alternative: Wenn die Tagespflege an ihre Grenzen stößt (z.B. weil die Nächte unruhig werden oder eine ständige Präsenz erforderlich ist), ist die 24-Stunden-Pflege in den eigenen vier Wänden die beste Alternative zum Pflegeheim. PflegeHelfer24 vermittelt Ihnen liebevolle Betreuungskräfte, die direkt bei Ihnen in Freiburg einziehen und den Alltag vollumfänglich unterstützen.

Zudem unterstützen wir Sie bei der Organisation von Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch (wie Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe oder Bettschutzeinlagen), für die Ihnen monatlich 42 Euro von der Pflegekasse zustehen.

Checkliste: So finden Sie den passenden Fahrdienst und die richtige Tagespflege in Freiburg

Die Auswahl der richtigen Einrichtung in Freiburg sollte wohlüberlegt sein. Nutzen Sie diese praxisnahe Checkliste, um beim Erstgespräch die wichtigsten Punkte zum Thema Fahrdienst zu klären:

  • Liegt meine Adresse im offiziellen Einzugsgebiet? Klären Sie sofort, ob Ihr Stadtteil (z.B. Freiburg-Tiengen oder Kappel) oder Ihre Umlandgemeinde ohne hohe Zusatzkosten angefahren wird.

  • Wie lange dauert die durchschnittliche Fahrtzeit? Fragen Sie konkret nach der Routenplanung. Eine Fahrt sollte 45 bis maximal 60 Minuten nicht überschreiten.

  • Ist der Transport meines Rollstuhls möglich? Geben Sie die genauen Maße und das Gewicht des Rollstuhls an (besonders bei schweren Elektrorollstühlen wichtig!) und fragen Sie nach Hebebühnen und Kraftknoten-Sicherung.

  • Werden Treppen überwunden? Wenn Sie keinen Aufzug haben, klären Sie, ob die Fahrer befugt und ausgerüstet sind (Treppensteiger), um Sie aus der Wohnung zu holen.

  • Wie flexibel sind die Abholzeiten? Fragen Sie nach den genauen Zeitfenstern morgens und nachmittags.

  • Gibt es feste Bezugspersonen? Besonders für Menschen mit Demenz ist es wichtig, dass nicht jeden Tag ein anderer Fahrer vor der Tür steht.

  • Wie werden die Kosten abgerechnet? Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass die Fahrtkosten direkt über das § 41 SGB XI Budget mit der Pflegekasse abgerechnet werden und fragen Sie nach der Höhe der privat zu zahlenden Hotelkosten.

  • Bieten Sie einen Probetag an? Fast alle Freiburger Einrichtungen bieten einen kostenlosen oder stark vergünstigten Probetag an – inklusive Fahrdienst. Nutzen Sie dieses Angebot zwingend, um zu testen, ob Ihr Angehöriger die Fahrt gut verträgt.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Fahrdienst der Tagespflege

Dürfen Angehörige im Fahrdienst mitfahren? In der Regel ist dies nicht vorgesehen und aus versicherungstechnischen Gründen oft nicht erlaubt. Die Fahrzeuge sind als Krankentransport- oder Behindertentransportwagen zugelassen und die Plätze sind für die Pflegebedürftigen reserviert. Eine Ausnahme kann am ersten Eingewöhnungstag (Probetag) gemacht werden, dies muss jedoch zwingend vorab mit der Einrichtungsleitung und dem Fahrdienstleister abgestimmt werden.

Mein Angehöriger leidet an fortgeschrittener Demenz und ist oft unruhig. Ist der Fahrdienst darauf vorbereitet? Ja. Die Fahrer von spezialisierten Fahrdiensten für Tagespflegen werden im Umgang mit demenziell veränderten Menschen geschult. Sie wissen, dass Unruhe, Weglauftendenzen oder plötzliche Ängste auftreten können. Die Fahrer strahlen Ruhe aus, spielen oft beruhigende Musik im Fahrzeug und sorgen dafür, dass die Fahrgäste sicher angeschnallt bleiben. Die Kindersicherung an den Türen verhindert zudem ein unkontrolliertes Aussteigen während der Fahrt oder an Ampeln in der Freiburger Innenstadt.

Was passiert, wenn der Fahrer im Stau steht (z.B. auf der B31)? Verkehrsbehinderungen lassen sich in Freiburg leider nicht immer vermeiden. Wenn sich der Fahrdienst deutlich verspätet, informiert die Leitstelle in der Regel die Tagespflegeeinrichtung. Gute Fahrdienste rufen auch die Angehörigen kurz an, wenn sich die Abholung am Nachmittag massiv verzögert, damit zu Hause keine Panik entsteht. Der Fahrgast wird während des Staus im Fahrzeug weiterhin betreut.

Muss ich den Fahrdienst nutzen oder kann ich meinen Angehörigen selbst bringen? Sie sind nicht verpflichtet, den Fahrdienst zu nutzen. Wenn Sie die Zeit und Möglichkeit haben, können Sie Ihren Angehörigen selbst zur Tagespflege in Freiburg bringen und wieder abholen (sogenannte Eigene Anreise). In diesem Fall fallen logischerweise keine Transportkosten an, wodurch das Budget der Pflegekasse (§ 41 SGB XI) weniger stark belastet wird. Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie das Budget für mehr Besuchstage in der Woche strecken möchten.

Wer haftet, wenn beim Ein- oder Aussteigen etwas passiert? Sobald der Mitarbeiter des Fahrdienstes den Pflegebedürftigen an der Haustür in Empfang nimmt, geht die Aufsichtspflicht auf den Fahrdienst bzw. die Einrichtung über. Die Unternehmen verfügen über entsprechende Haftpflichtversicherungen, die greifen, sollte es wider Erwarten zu einem Sturz oder Unfall während des Transports oder beim Transfer in das Fahrzeug kommen.

Fazit: Ein Stück Lebensqualität und Sicherheit im Alter

Der Fahrdienst der Tagespflegen in Freiburg im Breisgau ist eine unverzichtbare Säule der häuslichen Versorgung. Er schlägt die Brücke zwischen dem sicheren, eigenen Zuhause und der fördernden Gemeinschaft in der Einrichtung. Dank modern ausgestatteter Fahrzeuge ist auch der Transport von Rollstuhlfahrern heute ein sicherer Standard, der Inklusion auf höchstem Niveau ermöglicht. Die klare gesetzliche Verankerung im SGB XI und die großzügigen, 2026 gültigen Budgets der Pflegekassen sorgen dafür, dass die Transportkosten für die meisten Familien kein finanzielles Hindernis darstellen.

Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig informieren, die geografischen Radien der Freiburger Einrichtungen prüfen und den Fahrdienst in Ihre Gesamtplanung einbeziehen. Mit der richtigen Organisation, ergänzt durch sinnvolle Hilfsmittel wie einen Treppenlift oder einen Hausnotruf von PflegeHelfer24, schaffen Sie ein sicheres und lebenswertes Umfeld für Ihre Liebsten. Nutzen Sie die Beratungsangebote, vereinbaren Sie Probetage und zögern Sie nicht, Unterstützung anzunehmen – für mehr Lebensqualität im Alter und eine spürbare Entlastung der pflegenden Angehörigen.

Häufige Fragen

Wichtige Antworten rund um den Fahrdienst der Tagespflege

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