Impf-Aktionswoche: Apotheken bieten schnellen Schutz vor Grippe und Corona
Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für Atemwegserkrankungen wieder spürbar an. Um die Bevölkerung rechtzeitig zu wappnen und bestehende Schutzlücken zu schließen, startet das Bundesgesundheitsministerium eine bundesweite Impf-Aktionswoche unter dem Motto „Sich und andere schützen“. Deutsche Apotheken beteiligen sich mit einer gezielten Initiative, um den Zugang zu Auffrisch- und Schutzimpfungen so unkompliziert wie möglich zu gestalten.
Niedrigschwellige Angebote direkt vor Ort
Viele Menschen scheuen lange Wartezeiten oder den organisatorischen Aufwand in vollen Hausarztpraxen. Hier setzen die Apotheken an: Speziell geschultes pharmazeutisches Personal darf bereits seit einiger Zeit Schutzimpfungen gegen Grippe (Influenza) sowie das Coronavirus eigenständig durchführen. Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) haben in der vergangenen Saison bereits fast 220.000 Menschen diesen Service in Anspruch genommen – mit weiter steigender Nachfrage.
Die Aktionswoche soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass der Weg zum wirksamen Impfschutz oft nur wenige Schritte bis zur nächsten Apotheke um die Ecke entfernt ist. Neben ausführlicher Beratung zu fälligen Auffrischungen prüfen viele Teams vor Ort direkt den Impfpass.
Besonderer Schutz für Pflegebedürftige und Pflegekräfte
Gerade für Pflegebedürftige, ältere Personen sowie pflegende Angehörige und Pflegefachkräfte ist ein intakter Impfschutz von zentraler Bedeutung:
- Vermeidung schwerer Krankheitsverläufe: Eine Infektion mit Influenza oder Covid-19 birgt im höheren Alter oder bei Vorerkrankungen erhebliche Risiken für Komplikationen und Krankenhausaufenthalte.
- Fremdschutz für vulnerable Personen: Wer in der Pflege tätig ist oder Angehörige betreut, schützt durch die eigene Immunisierung jene, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst impfen lassen können.
- Entlastung im Pflegealltag: Krankheitsbedingte Ausfälle belasten pflegende Familien und Pflegeteams zusätzlich. Prävention sorgt für Stabilität in der Versorgung.
Höhepunkt: „Lange Nacht des Impfens“
Ein besonderer Termin der Kampagne richtet sich gezielt an Berufstätige und alle, die tagsüber stark eingebunden sind: Am 12. November öffnen viele teilnehmende Apotheken im Rahmen der „Langen Nacht des Impfens“ ihre Türen bis in die Abendstunden. Interessierte können sich nach Feierabend spontan oder mit kurzer Voranmeldung gegen saisonale Grippe oder Covid-19 impfen lassen.
Was zur Impfung mitgebracht werden sollte
Für eine Impfung in der Apotheke genügen in der Regel wenige Unterlagen:
- Der persönliche Impfausweis (gelber Impfpass) zur Dokumentation
- Die elektronische Gesundheitskarte der Krankenkasse
- Ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis)
Laut dem Bundesgesundheitsministerium soll die Aktionswoche künftig ein fester Bestandteil der jährlichen Gesundheitsvorsorge werden. Wer unsicher ist, ob der eigene Impfstatus aktuell ist, kann die Gelegenheit nutzen, sich in den Praxen oder Apotheken vor Ort fachkundig beraten zu lassen.
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