Lungenkrebs-Früherkennung: Mehr Ärzte dürfen ab Oktober beraten

Benedikt Hübenthal
Lungenkrebs-Früherkennung: Ab Oktober mehr Ärzte für Beratung zugelassen

Der Zugang zur Früherkennung von Lungenkrebs wird für gesetzlich Versicherte in Deutschland spürbar erleichtert. Ab dem 1. Oktober dürfen zusätzliche Arztgruppen die qualifizierte Erstberatung sowie die entsprechende Befunderstellung übernehmen und abrechnen. Dies geht aus einem aktuellen Beschluss des Bewertungsausschusses hervor, über den die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert hat.

Niedrigschwelliger Zugang zur Vorsorge

Bislang war die Durchführung und Abrechnung der vorbereitenden Beratung zur Lungenkrebsfrüherkennung auf bestimmte Fachgruppen beschränkt. Durch die Neuregelung können nun auch Praktische Ärzte sowie Ärztinnen und Ärzte ohne Gebietsbezeichnung diese wichtige Leistung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung anbieten. Konkret umfasst dies das ausführliche Aufklärungsgespräch mit Risikopersonen, die Erfassung relevanter Vorerkrankungen und Rauchgewohnheiten sowie das Verfassen des Berichts, der für die Weiterleitung zur Niedrigdosis-Computertomografie erforderlich ist.

Bedeutung der Lungenkrebsfrüherkennung

Lungenkrebs gehört in Deutschland nach wie vor zu den häufigsten und tückischsten Krebserkrankungen, da Symptome oft erst in fortgeschrittenen Stadien auftreten. Die gezielte Früherkennung mittels Niedrigdosis-CT richtet sich insbesondere an langjährige starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren. Wird ein Tumor frühzeitig entdeckt, steigen die Heilungs- und Behandlungschancen signifikant.

Entlastung und breitere Abdeckung

Durch die Einbindung praktischer Ärzte in die Vorstufe des Screenings soll die Hürde für Patientinnen und Patienten gesenkt werden, das Angebot wahrzunehmen. Viele Betroffene haben ein langjähriges Vertrauensverhältnis zu ihrer primären Hausarztpraxis. Indem auch Ärzte ohne spezifische Facharztbezeichnung die Indikationsstellung und Erstberatung durchführen dürfen, wird das Versorgungsnetz engmaschiger und die Akzeptanz des Früherkennungsprogramms weiter gestärkt.

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