Sanitätshaus in Bochum finden: Hilfsmittel, Kosten & Tipps

Sanitätshaus in Bochum finden: Hilfsmittel, Kosten & Tipps

Einleitung: Selbstbestimmt leben in Bochum – Die Wahl des richtigen Sanitätshauses

Das Älterwerden in den eigenen vier Wänden ist der Wunsch der meisten Menschen. Wenn die Mobilität nachlässt oder eine Pflegebedürftigkeit eintritt, verändert sich der Alltag für Senioren und deren Angehörige oft drastisch. Plötzlich stehen Begriffe wie Pflegegrad, Hilfsmittelverzeichnis oder Wohnumfeldverbesserung im Raum. In einer Großstadt wie Bochum, vom lebhaften Ehrenfeld bis hin zu den ruhigeren Vierteln in Stiepel oder Wattenscheid, gibt es ein breites Angebot an medizinischer und pflegerischer Versorgung. Doch gerade diese Vielfalt kann überwältigend sein. Die Suche nach dem passenden Sanitätshaus für einen Rollstuhl, ein Pflegebett oder andere wichtige Hilfsmittel ist ein entscheidender Schritt, um die Lebensqualität und Selbstständigkeit im Alter zu erhalten.

Als Experten für Seniorenpflege und Hilfsmittel wissen wir von PflegeHelfer24, dass die richtige Ausstattung den Unterschied zwischen Abhängigkeit und einem selbstbestimmten Leben ausmacht. Dieser umfassende Ratgeber richtet sich direkt an Sie – ob Sie selbst betroffen sind oder als fürsorglicher Angehöriger handeln. Wir erklären Ihnen detailliert, wie Sie das beste Sanitätshaus in Bochum finden, welche Hilfsmittel Ihnen zustehen, wie die Finanzierung durch die Kranken- und Pflegekassen funktioniert und worauf Sie bei der Auswahl unbedingt achten müssen.

Die zentrale Rolle des Sanitätshauses in der Pflege

Ein Sanitätshaus ist weit mehr als nur ein Geschäft für medizinische Artikel. Es ist ein essenzieller Partner in der Gesundheitsversorgung und fungiert als Bindeglied zwischen Ärzten, Therapeuten, Krankenkassen und den Patienten. Ein zertifiziertes Sanitätshaus bietet nicht nur Produkte an, sondern liefert eine umfassende Dienstleistung, die von der ersten Beratung über die Anpassung der Hilfsmittel bis hin zur Wartung und Reparatur reicht.

Wenn Sie in Bochum ein Sanitätshaus betreten oder einen Hausbesuch vereinbaren, treffen Sie auf speziell ausgebildete Medizinprodukteberater, Orthopädietechniker oder Reha-Fachberater. Diese Experten haben die Aufgabe, Ihre individuelle Wohn- und Lebenssituation zu analysieren. Ein Standard-Rollstuhl nützt Ihnen wenig, wenn die Türen in Ihrer Bochumer Altbauwohnung zu schmal sind. Ein Pflegebett muss nicht nur funktionell sein, sondern sich auch harmonisch in das heimische Schlafzimmer integrieren lassen. Die Kernkompetenz eines guten Sanitätshauses liegt daher in der individuellen Maßanpassung und der bedarfsgerechten Versorgung.

Klassische Hilfsmittel: Rollstuhl, Pflegebett und Rollator

Um die Mobilität und Pflege zu Hause sicherzustellen, gibt es eine Reihe von klassischen Hilfsmitteln, die in fast jedem Sanitätshaus in Bochum erhältlich sind. Es ist wichtig, die Unterschiede und spezifischen Funktionen zu kennen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Der Rollstuhl: Mobilität trotz Einschränkungen Der Rollstuhl ist das wohl bekannteste Hilfsmittel. Doch Rollstuhl ist nicht gleich Rollstuhl. Die Auswahl richtet sich stark nach den körperlichen Fähigkeiten des Nutzers und dem Einsatzort:

  • Standardrollstuhl: Dieses Modell dient oft als kurzfristige Lösung, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt. Er ist robust, aber mit einem Gewicht von oft über 18 Kilogramm relativ schwer und schwerfällig. Für den dauerhaften Einsatz ist er meist nicht die beste Wahl.

  • Leichtgewichtsrollstuhl: Aus Aluminium gefertigt, wiegt dieser Rollstuhl meist nur zwischen 13 und 15 Kilogramm. Er lässt sich von Angehörigen leichter verladen, etwa in den Kofferraum, und vom Nutzer selbst leichter antreiben.

  • Multifunktionsrollstuhl (Pflegerollstuhl): Dieser Rollstuhl bietet vielfältige Einstellmöglichkeiten für Sitz- und Rückenlehne. Er eignet sich für Menschen, die viel Zeit im Rollstuhl verbringen und eine stabile Sitzposition sowie Druckentlastung benötigen.

  • Elektrorollstuhl: Für Senioren, die nicht mehr die Kraft haben, einen manuellen Rollstuhl zu bewegen, bietet ein Elektrorollstuhl maximale Unabhängigkeit. Er wird per Joystick gesteuert. PflegeHelfer24 ist auf die Beratung und Vermittlung von hochwertigen Elektrorollstühlen spezialisiert, die sowohl für den Innenbereich als auch für Ausflüge, etwa zum Kemnader See in Bochum, geeignet sind.

Das Pflegebett: Zentrum der häuslichen Pflege Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird, verbringt er oft viel Zeit im Bett. Ein handelsübliches Bett stößt hier schnell an seine Grenzen. Ein medizinisches Pflegebett (auch Krankenbett genannt) ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, das sowohl dem Patienten als auch den pflegenden Angehörigen oder dem ambulanten Pflegedienst den Alltag massiv erleichtert.

  • Höhenverstellbarkeit: Die Liegefläche lässt sich elektrisch per Knopfdruck in der Höhe verstellen. Eine niedrige Position schützt vor Sturzverletzungen, während eine hohe Position (oft bis zu 80 Zentimeter) eine rückenschonende Pflege für die Angehörigen ermöglicht.

  • Verstellbare Liegeflächen: Kopf- und Fußteil können unabhängig voneinander angehoben werden. Dies erleichtert das Essen, Lesen und Atmen und hilft bei der Vorbeugung von Thrombosen.

  • Seitengitter und Aufrichter: Integrierte, hochklappbare Seitengitter verhindern das Herausfallen in der Nacht. Der Aufrichter (Bettgalgen) hilft dem Senioren, sich selbstständig im Bett aufzurichten oder die Position zu wechseln.

Der Rollator: Sicherheit bei jedem Schritt Für Senioren, die noch eigenständig gehen können, aber an Unsicherheit oder Schwindel leiden, ist der Rollator das Mittel der Wahl. Auch hier gibt es große Unterschiede. Während die Krankenkassen oft nur einfache, schwere Standardmodelle (Kassenmodelle) finanzieren, entscheiden sich viele Bochumer Senioren für einen leichten Carbon-Rollator. Dieser ist mit einem Gewicht von oft nur 5 bis 6 Kilogramm deutlich leichter zu handhaben, insbesondere wenn Bordsteine oder Treppenstufen überwunden werden müssen.

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Erweiterte Versorgung: Treppenlifte, Elektromobile und Badumbau

Neben den klassischen Sanitätshaus-Artikeln gibt es hochspezialisierte Hilfsmittel und Wohnraumanpassungen, die für ein barrierefreies Leben in Bochum essenziell sind. PflegeHelfer24 hat sich darauf spezialisiert, genau diese komplexen Lösungen aus einer Hand zu koordinieren.

Der Treppenlift: Barrieren im eigenen Haus überwinden Viele Senioren in Bochum leben in Einfamilienhäusern oder mehrstöckigen Wohnungen, etwa in den Siedlungen von Weitmar oder Linden. Wenn das Treppensteigen zur Qual oder Gefahr wird, droht oft der ungewollte Umzug. Ein Treppenlift ist hier die ideale Lösung. Man unterscheidet zwischen Sitzliften für gerade Treppen und maßgefertigten Kurvenliften für gewendelte Treppenhäuser. Die Kosten variieren stark: Ein gerader Lift beginnt bei etwa 3.500 Euro, während ein Kurvenlift schnell 8.000 Euro oder mehr kosten kann. Wichtig: Wenn ein Pflegegrad vorliegt, gewährt die Pflegekasse einen Zuschuss zur Wohnumfeldverbesserung von bis zu 4.000 Euro pro pflegebedürftiger Person im Haushalt.

Das Elektromobil (Seniorenmobil): Freiheit an der frischen Luft Ein Elektromobil ist ein motorisierter Scooter, der Senioren die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht. Ob für den Einkauf auf dem Bochumer Wochenmarkt oder den Besuch bei Freunden – Elektromobile bieten Komfort und Reichweite. Sie sind in verschiedenen Geschwindigkeitsklassen (oft 6 km/h oder 15 km/h) erhältlich. Modelle bis 6 km/h dürfen auf dem Bürgersteig gefahren werden und benötigen keinen Führerschein, jedoch empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung.

Badewannenlift und barrierefreier Badumbau Das Badezimmer ist der Ort mit der höchsten Unfallgefahr im Haus. Nasse Fliesen und hohe Badewannenränder sind tückische Stolperfallen. Ein Badewannenlift ist ein elektrischer Sitz, der in die vorhandene Wanne gestellt wird und den Nutzer sicher ins Wasser und wieder heraus hebt. Noch nachhaltiger ist jedoch ein kompletter barrierefreier Badumbau. Hierbei wird beispielsweise die alte Badewanne entfernt und durch eine bodengleiche, begehbare Dusche ersetzt. PflegeHelfer24 berät Sie intensiv zu diesen Umbaumaßnahmen. Auch hier greift der Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.000 Euro, sofern ein Pflegegrad (1 bis 5) anerkannt wurde.

Hausnotruf: Sicherheit auf Knopfdruck Ein Hausnotrufsystem ist ein kleines, aber lebensrettendes Hilfsmittel. Es besteht aus einer Basisstation und einem wasserdichten Sender, der als Armband oder Halskette getragen wird. Bei einem Sturz oder einem medizinischen Notfall genügt ein Knopfdruck, um sofort eine Verbindung zu einer 24-Stunden-Notrufzentrale herzustellen. Liegt mindestens Pflegegrad 1 vor, übernimmt die Pflegekasse in der Regel die monatlichen Grundkosten von 25,50 Euro für das Basis-System.

Hörgeräte: Wieder aktiv am Leben teilnehmen Ein oft unterschätztes Hilfsmittel sind Hörgeräte. Schwerhörigkeit führt im Alter häufig zu sozialer Isolation, da Gespräche in Gesellschaft zu anstrengend werden. Moderne Hörgeräte sind winzige Hightech-Computer, die Störgeräusche herausfiltern und sich per Bluetooth mit dem Fernseher oder Smartphone verbinden lassen. Ein gutes Sanitätshaus oder ein spezialisierter Hörakustiker in Bochum führt einen kostenlosen Hörtest durch und berät Sie zu den Festbeträgen der Krankenkassen.

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Der rechtliche Rahmen: Krankenkasse vs. Pflegekasse

Um die Finanzierung von Hilfsmitteln zu verstehen, muss man das deutsche Sozialgesetzbuch (SGB) kennen. Es gibt eine strikte Trennung zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV). Diese Unterscheidung ist für Sie als Patient in Bochum von enormer Bedeutung, da sie bestimmt, wer die Kosten für Ihr Hilfsmittel trägt.

Das SGB V: Leistungen der Krankenkasse Die Krankenkasse ist zuständig, wenn ein Hilfsmittel dazu dient, den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bestehende Behinderung auszugleichen. Die rechtliche Grundlage hierfür ist § 33 SGB V. Typische Beispiele für Hilfsmittel der Krankenkasse sind:

  • Maßgefertigte Rollstühle und Elektrorollstühle

  • Rollatoren und Gehhilfen

  • Prothesen und Orthesen

  • Inkontinenzmaterial (bei medizinischer Indikation)

  • Hörgeräte

Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist immer eine

. Auf diesem Rezept muss die sogenannte

(Positionsnummer aus dem Hilfsmittelverzeichnis) oder zumindest eine sehr präzise Diagnose und Beschreibung des benötigten Hilfsmittels stehen.

Das SGB XI: Leistungen der Pflegekasse Die Pflegekasse ist zuständig, wenn das Hilfsmittel die häusliche Pflege erleichtert, die Beschwerden des Pflegebedürftigen lindert oder ihm eine selbstständigere Lebensführung ermöglicht. Die rechtliche Grundlage ist § 40 SGB XI. Typische Beispiele für Pflegehilfsmittel sind:

  • Pflegebetten und Pflegebettzubehör (z.B. Bettgalgen)

  • Badewannenlifte

  • Hausnotrufsysteme

  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (z.B. Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen)

Für Pflegehilfsmittel benötigen Sie in der Regel

. Voraussetzung ist jedoch, dass bei dem Betroffenen ein anerkannter

vorliegt. Der Antrag wird direkt bei der Pflegekasse (die an die Krankenkasse angegliedert ist) gestellt. Oft hilft das Sanitätshaus oder ein Pflegeberater von PflegeHelfer24 bei der Antragsstellung.

Für detaillierte und tagesaktuelle Informationen zu den gesetzlichen Regelungen und dem Hilfsmittelverzeichnis empfehlen wir einen Blick auf die offiziellen Seiten des Bundesgesundheitsministeriums: Offizieller Ratgeber zu Pflegehilfsmitteln des BMG.

Kosten, Zuzahlungen und die Pflegehilfsmittelpauschale

Die Sorge vor hohen Kosten ist bei vielen Senioren und Angehörigen in Bochum groß. Doch das deutsche Gesundheitssystem bietet weitreichende finanzielle Unterstützung, wenn man die Regeln kennt.

Die gesetzliche Zuzahlung (Krankenkasse) Wenn Ihre Krankenkasse ein Hilfsmittel genehmigt, müssen Sie als volljähriger Versicherter eine gesetzliche Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Kostet ein Rollator beispielsweise 150 Euro, zahlen Sie 10 Euro dazu. Kostet ein Elektrorollstuhl 4.000 Euro, zahlen Sie ebenfalls nur den Maximalbetrag von 10 Euro. Wichtig: Wenn Sie im Laufe eines Kalenderjahres die sogenannte Belastungsgrenze (in der Regel 2 Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken 1 Prozent) erreichen, können Sie sich bei Ihrer Krankenkasse von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Sammeln Sie daher alle Quittungen!

Wirtschaftliche Aufzahlung (Mehrkosten) Es ist wichtig, zwischen der gesetzlichen Zuzahlung und der wirtschaftlichen Aufzahlung zu unterscheiden. Die Krankenkasse zahlt immer nur den Betrag für eine "ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche" Versorgung (das sogenannte Kassenmodell). Wenn Sie sich im Sanitätshaus in Bochum für ein höherwertiges Modell entscheiden – etwa einen besonders leichten Carbon-Rollator statt eines Standard-Stahlrohr-Rollators oder ein optisch ansprechenderes Pflegebett mit Holzdekor –, müssen Sie die Differenzkosten (Mehrkosten) selbst tragen. Ein seriöses Sanitätshaus muss Sie vorab zwingend über diese Mehrkosten aufklären und Ihnen immer auch ein aufzahlungsfreies Kassenmodell anbieten.

Die Pflegehilfsmittelpauschale (Pflegekasse) Ein enorm wichtiger, aber oft übersehener Anspruch ist die Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Jeder Mensch mit einem anerkannten Pflegegrad (1 bis 5), der zu Hause gepflegt wird, hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 40 Euro pro Monat. Dazu gehören:

  • Händedesinfektionsmittel

  • Flächendesinfektionsmittel

  • Einmalhandschuhe

  • Mundschutz / FFP2-Masken

  • Saugende Bettschutzeinlagen (Einmalgebrauch)

  • Schutzschürzen

Dieser Betrag wird nicht ausgezahlt, sondern Sie erhalten die Produkte im Gegenwert. Viele Sanitätshäuser in Bochum oder spezialisierte Online-Anbieter bieten sogenannte "Pflegeboxen" an. Sie füllen einmalig einen Antrag aus, und das Sanitätshaus rechnet die

direkt mit der Pflegekasse ab und schickt Ihnen jeden Monat ein Paket mit den gewünschten Artikeln bequem nach Hause.

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Mieten oder Kaufen? Die Fallpauschalen der Kassen

Eine häufige Frage, die uns bei PflegeHelfer24 gestellt wird: "Gehört mir der Rollstuhl jetzt, wenn die Kasse ihn bezahlt hat?" Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen: Nein.

Die Krankenkassen arbeiten heute fast ausschließlich mit sogenannten Fallpauschalen. Das bedeutet: Wenn Sie ein Rezept für einen Standardrollstuhl oder ein Pflegebett einreichen, zahlt die Krankenkasse dem Sanitätshaus in Bochum einen festen Betrag für einen bestimmten Zeitraum (z.B. für zwei oder drei Jahre). In diesem Betrag sind die Miete für das Hilfsmittel, die Lieferung, Einweisung, Wartung und eventuelle Reparaturen enthalten.

Das Hilfsmittel bleibt Eigentum des Sanitätshauses oder der Krankenkasse. Wenn Sie das Hilfsmittel nicht mehr benötigen, wird es vom Sanitätshaus wieder abgeholt, hygienisch aufbereitet und an den nächsten Patienten weitergegeben (Wiedereinsatz). Dies ist ein ökologisch und ökonomisch sinnvolles System.

Wann lohnt sich ein privater Kauf? Einen Rollator, einen Rollstuhl oder ein Pflegebett privat zu kaufen, kann in folgenden Situationen sinnvoll sein:

  1. Keine medizinische Indikation: Sie haben kein Rezept vom Arzt und keinen Pflegegrad, möchten aber aus Komfortgründen ein Hilfsmittel nutzen (z.B. ein Elektromobil für Ausflüge).

  2. Wunsch nach Eigentum und freier Wahl: Sie möchten ein ganz spezifisches Premium-Modell, das weit über den Standard der Kassen hinausgeht, und möchten sich nicht mit Genehmigungsverfahren der Krankenkasse aufhalten.

  3. Zweitversorgung: Die Krankenkasse zahlt in der Regel nur einen Rollstuhl. Wenn Sie einen zweiten Rollstuhl benötigen (z.B. einen fest im Auto der Tochter, einen im Haus), müssen Sie diesen privat finanzieren.

Auch beim privaten Kauf stehen Ihnen die Fachberater in den Bochumer Sanitätshäusern mit ihrer Expertise zur Seite.

Wie Sie das beste Sanitätshaus in Bochum finden

Bochum verfügt über eine hervorragende medizinische Infrastruktur. In der Innenstadt, aber auch in den Stadtteilen wie Langendreer, Linden oder Wattenscheid finden sich zahlreiche Sanitätshäuser. Doch wie erkennen Sie einen guten Anbieter? Die Wahl des richtigen Partners ist entscheidend, da Sie oft über Jahre hinweg mit diesem Unternehmen zusammenarbeiten werden.

Achten Sie auf folgende Qualitätsmerkmale bei der Auswahl Ihres Sanitätshauses in Bochum:

  • Präqualifizierung: Dies ist das wichtigste formale Kriterium. Nur ein präqualifiziertes Sanitätshaus darf Rezepte mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Es ist ein staatlich anerkanntes Gütesiegel, das bestätigt, dass das Unternehmen über die nötigen räumlichen, sachlichen und personellen Voraussetzungen (z.B. Meisterpräsenz in der Orthopädietechnik) verfügt.

  • Beratung im häuslichen Umfeld: Ein exzellentes Sanitätshaus verlangt nicht, dass ein schwer gehbehinderter Senior ins Geschäft kommt. Die Berater bieten Hausbesuche in ganz Bochum an. Nur vor Ort lässt sich seriös beurteilen, ob ein Rollstuhl durch die Flurtür passt oder wo ein Pflegebett am besten aufgestellt werden kann.

  • Transparenz bei Kosten: Ein seriöser Berater zeigt Ihnen unaufgefordert das aufzahlungsfreie Kassenmodell. Erklärt er Ihnen nur die teuren Premium-Modelle und drängt auf hohe private Zuzahlungen, sollten Sie skeptisch werden. Sie müssen schriftlich über eventuelle Mehrkosten aufgeklärt werden (Mehrkostenvereinbarung).

  • Probefahrt und Teststellung: Kaufen oder mieten Sie niemals einen Elektrorollstuhl oder ein Elektromobil aus dem Katalog. Ein gutes Sanitätshaus in Bochum bringt das gewünschte Modell zu Ihnen nach Hause, damit Sie eine Probefahrt in Ihrer gewohnten Umgebung (z.B. auf den Gehwegen in Ihrem Viertel) machen können.

  • Eigener Reparaturservice und Notdienst: Hilfsmittel können kaputtgehen. Wenn das Pflegebett am Freitagabend klemmt oder der Elektrorollstuhl einen Platten hat, brauchen Sie schnelle Hilfe. Fragen Sie gezielt nach einem hauseigenen Reparaturservice und den Reaktionszeiten. Manche Häuser bieten einen 24-Stunden-Notdienst für lebenserhaltende oder zwingend notwendige Hilfsmittel an.

  • Breites Netzwerk: Top-Sanitätshäuser arbeiten eng mit Bochumer Hausärzten, dem Knappschaftskrankenhaus, dem Bergmannsheil oder lokalen Pflegediensten zusammen. Dieses Netzwerk erleichtert die unbürokratische Abstimmung bei komplexen Versorgungen.

Ein Orthopädietechniker kniet neben einem älteren Herrn und passt geduldig die Fußstützen eines modernen Rollstuhls an. Helles, gemütliches Wohnzimmer, freundliche Stimmung, professionelle Pflege.

Gute Sanitätshäuser bieten eine individuelle Beratung direkt bei Ihnen zu Hause.

Der Weg zum Hilfsmittel: Ein Schritt-für-Schritt-Prozess

Für viele Angehörige ist der Prozess der Hilfsmittelbeschaffung anfangs undurchsichtig. Wenn Sie in Bochum leben und feststellen, dass ein Rollstuhl oder ein Pflegebett benötigt wird, folgen Sie dieser bewährten Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt 1: Bedarfsermittlung und Arztbesuch Sprechen Sie mit dem Hausarzt oder Facharzt (z.B. Orthopäde oder Neurologe) in Bochum über Ihre Einschränkungen im Alltag. Der Arzt beurteilt die medizinische Notwendigkeit. Wenn diese gegeben ist, stellt er eine Verordnung (Rezept) aus. Unser Tipp: Bitten Sie den Arzt, das Rezept so detailliert wie möglich auszufüllen. Statt nur "Rollstuhl" sollte dort beispielsweise "Leichtgewichtsrollstuhl mit Trommelbremse für Begleitperson aufgrund von schwerer Arthrose in den Händen" stehen. Je genauer die Diagnose und die Begründung, desto unwahrscheinlicher ist eine Ablehnung durch die Krankenkasse.

Schritt 2: Das Sanitätshaus kontaktieren Mit dem Rezept wenden Sie sich an ein Sanitätshaus Ihrer Wahl. Sie haben in Deutschland das Recht auf freie Anbieterwahl, solange das Sanitätshaus einen Vertrag mit Ihrer Krankenkasse hat. Das Sanitätshaus berät Sie, misst Sie gegebenenfalls aus (z.B. Sitzbreite und Sitztiefe für den Rollstuhl) und wählt das passende Produkt aus dem Hilfsmittelverzeichnis aus.

Schritt 3: Erstellung des Kostenvoranschlags Sie müssen das Rezept nicht selbst bei der Krankenkasse einreichen. Das übernimmt das Sanitätshaus für Sie. Es erstellt einen elektronischen Kostenvoranschlag (eKV) und sendet diesen zusammen mit dem Rezept an Ihre Krankenkasse.

Schritt 4: Prüfung und Genehmigung durch die Krankenkasse Die Krankenkasse prüft nun den Antrag. In einfachen Fällen (z.B. Standard-Rollator) erfolgt die Genehmigung oft innerhalb weniger Tage. Bei teuren oder komplexen Hilfsmitteln (z.B. Elektrorollstuhl oder maßgefertigter Aktivrollstuhl) schaltet die Krankenkasse oft den Medizinischen Dienst (MD) ein. Der MD prüft die medizinische Notwendigkeit nach Aktenlage oder durch einen Hausbesuch in Bochum. Die gesetzliche Frist für die Kasse beträgt drei Wochen (bzw. fünf Wochen bei Einschaltung des MD). Meldet sich die Kasse in dieser Zeit nicht, gilt das Hilfsmittel als genehmigt (Genehmigungsfiktion).

Schritt 5: Auslieferung und Einweisung Nach der Genehmigung bestellt das Sanitätshaus das Hilfsmittel oder bereitet es aus dem eigenen Bestand vor. Es wird Ihnen nach Hause geliefert. Ganz wichtig: Das Sanitätshaus ist gesetzlich verpflichtet, Sie und Ihre pflegenden Angehörigen in den sicheren Gebrauch des Hilfsmittels einzuweisen. Lassen Sie sich die Bremsen des Rollstuhls, die Fernbedienung des Pflegebetts oder die Ladetechnik des Elektromobils genau erklären.

Was tun bei einer Ablehnung? Es kommt vor, dass Krankenkassen einen Antrag ablehnen. Lassen Sie sich davon nicht entmutigen! Sie haben das Recht, innerhalb von einem Monat schriftlich Widerspruch einzulegen. Oft reicht es aus, eine ausführlichere Stellungnahme Ihres behandelnden Arztes nachzureichen, die genau begründet, warum ein einfacheres Hilfsmittel nicht ausreicht. Auch das Sanitätshaus oder die Experten von PflegeHelfer24 können Sie bei der Formulierung des Widerspruchs unterstützen.

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Ein Arzt in weißem Kittel überreicht einer lächelnden Seniorin ein Rezept in einer hellen, freundlichen Arztpraxis. Vertrauensvolle Atmosphäre, professionelle Fotografie.

Der erste Schritt zum Hilfsmittel ist die Verordnung durch den Arzt.

PflegeHelfer24: Ihr ganzheitlicher Partner über das Sanitätshaus hinaus

Ein Sanitätshaus liefert die physischen Hilfsmittel. Doch die Pflege eines Angehörigen in Bochum umfasst weitaus mehr. PflegeHelfer24 versteht sich als Ihr umfassender Ansprechpartner für alle Belange der Seniorenbetreuung. Wir schließen die Lücke zwischen der reinen Hilfsmittelversorgung und der täglichen Pflegeorganisation.

Neben der Beratung zu Hausnotruf, Elektrorollstühlen, Treppenliften und Badewannenliften unterstützen wir Sie bei der Organisation von Pflegedienstleistungen:

  • Pflegeberatung und Pflegegrad-Antrag: Wir helfen Ihnen, den Dschungel der Bürokratie zu durchschauen. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung eines Pflegegrades beim Medizinischen Dienst und bereiten Sie auf das Begutachtungsgespräch vor.

  • Ambulante Pflege und Alltagshilfe: Wenn das Pflegebett steht, wird oft Hilfe bei der Körperpflege oder Medikamentengabe benötigt. Wir vermitteln zuverlässige ambulante Pflegedienste in Bochum sowie Alltagshilfen, die beim Einkaufen oder im Haushalt unterstützen.

  • 24-Stunden-Pflege: Wenn die ambulante Pflege nicht mehr ausreicht, ein Umzug in ein Bochumer Pflegeheim aber vermieden werden soll, ist die sogenannte 24-Stunden-Pflege (Betreuung in häuslicher Gemeinschaft) die beste Alternative. Hierbei zieht eine Betreuungskraft mit in den Haushalt ein, übernimmt hauswirtschaftliche Tätigkeiten, leistet Gesellschaft und unterstützt bei der Grundpflege.

  • Intensivpflege: Für schwerstpflegebedürftige Menschen, die beispielsweise beatmet werden müssen, organisieren wir hochspezialisierte Intensivpflegedienste.

Unser Ziel ist es, dass alle Bausteine – vom Rollstuhl aus dem Sanitätshaus bis zur Betreuungskraft – perfekt ineinandergreifen, um Ihnen oder Ihren Angehörigen in Bochum ein würdevolles Leben zu Hause zu ermöglichen.

Checklisten für Angehörige: Gut vorbereitet ins Sanitätshaus

Damit Sie bei der Beratung im Sanitätshaus an alles denken, haben wir zwei praktische Checklisten für Sie zusammengestellt.

Checkliste 1: Vor dem Besuch / Vor dem Beratungsgespräch

  • Habe ich ein gültiges, detailliert ausgefülltes Rezept vom Arzt?

  • Liegt bereits ein Pflegegrad vor? (Wichtig für eventuelle Zuschüsse).

  • Habe ich die genauen Maße der Türen, Flure und des Aufzugs in der Wohnung in Bochum notiert? (Ein Standardrollstuhl passt oft nicht durch 70-cm-Badezimmertüren).

  • Wo ist der vorgesehene Platz für das Pflegebett? Gibt es dort ausreichend Steckdosen?

  • Gibt es Stufen am Hauseingang, die mit einem Rollator oder Rollstuhl überwunden werden müssen?

  • Ist der Nutzer kognitiv in der Lage, elektrische Hilfsmittel (Elektrorollstuhl, Fernbedienung Pflegebett) zu bedienen?

Checkliste 2: Fragen an den Berater im Sanitätshaus

  • Ist Ihr Sanitätshaus präqualifiziert und Partner meiner Krankenkasse?

  • Wird das Hilfsmittel gemietet (Fallpauschale) oder geht es in mein Eigentum über?

  • Wie hoch ist die gesetzliche Zuzahlung?

  • Gibt es ein aufzahlungsfreies Kassenmodell, das meinen medizinischen Zweck voll erfüllt?

  • Wenn mir ein Premium-Modell angeboten wird: Wie hoch ist die exakte wirtschaftliche Aufzahlung (Mehrkosten)?

  • Bieten Sie einen Lieferservice und bauen Sie das Pflegebett bei mir in Bochum auf?

  • Wer ist mein Ansprechpartner im Falle eines Defekts? Gibt es einen Notdienst am Wochenende?

  • Helfen Sie mir bei der Beantragung der 40-Euro-Pauschale für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Zusammenfassung und Fazit

Die Organisation von Pflege und Mobilität im Alter ist eine komplexe Aufgabe, aber Sie müssen diese nicht alleine bewältigen. Ein kompetentes Sanitätshaus in Bochum ist Ihr wichtigster Verbündeter, wenn es um die Versorgung mit einem Rollstuhl, einem Pflegebett, einem Rollator oder anderen essenziellen Hilfsmitteln geht.

Achten Sie bei der Auswahl Ihres Partners auf Qualität, Transparenz und den Service vor Ort. Ein gutes Sanitätshaus zeichnet sich durch Hausbesuche, detaillierte Beratung zu Kassenmodellen versus Premium-Produkten und einen verlässlichen Reparaturservice aus. Verstehen Sie den Unterschied zwischen den Leistungen der Krankenkasse (SGB V), die auf ärztliche Verordnung Hilfsmittel wie Rollstühle bezahlt, und der Pflegekasse (SGB XI), die bei anerkanntem Pflegegrad Pflegebetten, Hausnotrufsysteme und Umbauten wie einen Treppenlift bezuschusst.

Denken Sie daran: Sie haben ein Recht auf eine bedarfsgerechte Versorgung. Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen, Probefahrten einzufordern oder bei einer Ablehnung durch die Krankenkasse Widerspruch einzulegen. Nutzen Sie alle Ihnen zustehenden finanziellen Hilfen, insbesondere die monatliche Pflegehilfsmittelpauschale von 40 Euro und die Zuschüsse zur Wohnumfeldverbesserung von bis zu 4.000 Euro.

PflegeHelfer24 steht Ihnen dabei als überregionaler und lokaler Experte zur Seite. Wir unterstützen Sie nicht nur bei der Auswahl technischer Hilfsmittel wie Elektromobilen oder Badewannenliften, sondern koordinieren auf Wunsch auch Ihre gesamte Pflegesituation – von der Pflegeberatung über die ambulante Pflege bis hin zur 24-Stunden-Betreuung. So stellen wir gemeinsam sicher, dass Sie oder Ihre Angehörigen in Bochum weiterhin sicher, komfortabel und in Würde im eigenen Zuhause leben können.

Häufige Fragen zu Sanitätshäusern und Hilfsmitteln

Die wichtigsten Antworten auf einen Blick