Ein würdevolles Altern in den eigenen vier Wänden ist der Wunsch der meisten Menschen. Gerade in einer lebhaften und vertrauten Metropole wie Frankfurt am Main – sei es im gemütlichen Sachsenhausen, im grünen Nordend oder im historischen Höchst – möchten Senioren ihre gewohnte Umgebung so lange wie möglich genießen. Wenn jedoch im Alter die Kräfte nachlassen oder eine Krankheit den Alltag erschwert, wird professionelle Unterstützung unerlässlich. Hier kommt der ambulante Pflegedienst ins Spiel. Die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes wirft bei Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen jedoch sofort eine drängende Frage auf:
In diesem umfassenden und detaillierten Ratgeber für das Jahr
beleuchten wir die aktuelle Kostenstruktur der ambulanten Pflege in Frankfurt. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, welche Budgets Ihnen zustehen, wie die Abrechnung funktioniert und wie Sie die Leistungen der
optimal ausschöpfen können, um Ihren Geldbeutel zu schonen.
Professionelle Pflegekräfte unterstützen bei der täglichen Grundpflege direkt zu Hause.
Ein ambulanter Pflegedienst ist ein Unternehmen, das pflegebedürftige Menschen direkt in ihrem eigenen Zuhause versorgt. Ziel ist es, den Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Frankfurter Nachbarschaft zu ermöglichen und gleichzeitig pflegende Angehörige körperlich sowie emotional zu entlasten. Die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes lassen sich grundsätzlich in vier Hauptbereiche unterteilen:
Körperbezogene Pflegemaßnahmen: In der Fachsprache wird dies als Grundpflege bezeichnet. Dazu gehören Hilfen bei der täglichen Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden), beim An- und Auskleiden, bei der Nahrungsaufnahme sowie bei der Mobilität innerhalb der Wohnung (z. B. das Umsetzen vom Bett in den Elektrorollstuhl). Diese Leistungen werden nach dem Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) über die Pflegekasse abgerechnet.
Häusliche Krankenpflege: Dies ist die sogenannte Behandlungspflege. Sie umfasst rein medizinische Leistungen, die von einem Arzt verordnet werden müssen. Typische Beispiele sind das Richten und Verabreichen von Medikamenten, das Anlegen von Kompressionsstrümpfen, Wundversorgung, Injektionen (z. B. Insulin) oder das Messen von Blutzucker und Blutdruck. Die Kosten hierfür trägt die Krankenkasse nach dem Sozialgesetzbuch V (SGB V), nicht die Pflegekasse.
Hauswirtschaftliche Versorgung: Hierbei unterstützt das Pflegepersonal bei alltäglichen Aufgaben im Haushalt. Dazu zählen das Einkaufen (beispielsweise auf dem Frankfurter Wochenmarkt oder im Supermarkt um die Ecke), das Kochen, die Reinigung der Wohnung, das Spülen sowie das Waschen der Kleidung.
Pflegerische Betreuungsmaßnahmen: Diese Leistungen dienen der Strukturierung des Alltags und der psychosozialen Unterstützung. Das kann ein gemeinsamer Spaziergang am Mainufer sein, das Vorlesen aus der Tageszeitung, Gedächtnistraining oder einfach die Begleitung bei Arztbesuchen in der Stadt.
Die Kosten für ambulante Pflegeleistungen sind in Deutschland nicht bundeseinheitlich geregelt. Sie werden auf Landesebene und teilweise sogar regional zwischen den Trägern der Pflegedienste und den Pflegekassen verhandelt. In Hessen und somit auch in Frankfurt am Main basiert die Abrechnung der pflegerischen Leistungen (SGB XI) in der Regel auf einem bestimmten System.
Die verschiedenen Pflegetätigkeiten sind in Hessen in sogenannte
(LK) unterteilt. Jeder Leistungskomplex ist mit einer festen Anzahl von Punkten bewertet. Ein Leistungskomplex für eine "Große Morgen- und Abendtoilette" hat beispielsweise einen deutlich höheren Punktwert als das bloße "Kämmen und Rasieren". Der tatsächliche Preis in Euro errechnet sich, indem die Punktzahl des Leistungskomplexes mit dem sogenannten
des jeweiligen Pflegedienstes multipliziert wird. Dieser Punktwert liegt in Frankfurt am Main im Jahr
bei den meisten Anbietern zwischen
pro Punkt.
Anstatt nach Leistungskomplexen abzurechnen, bieten viele Pflegedienste in Frankfurt auch eine
an. Hierbei wird nicht die konkrete Tätigkeit, sondern die beim Patienten verbrachte Zeit abgerechnet – oft im Takt von
oder
. Das kann besonders dann sinnvoll sein, wenn der Pflegebedürftige an manchen Tagen mehr Zeit oder Zuspruch benötigt und die Pflege flexibler gestaltet werden soll.
Frankfurt ist eine verkehrsreiche Stadt. Ob im Berufsverkehr über die Friedberger Landstraße oder bei der Parkplatzsuche in Bornheim – die Anfahrt kostet den Pflegedienst Zeit und Geld. Daher wird für jeden Hausbesuch eine
(auch Einsatzpauschale genannt) in Rechnung gestellt. Diese liegt je nach Tageszeit, Wochentag und Entfernung meist zwischen
pro Besuch.
Ein häufiger Streitpunkt, der bei der ersten Rechnung für Überraschung sorgt, sind die sogenannten
. Das sind betriebswirtschaftliche Kosten des Pflegedienstes für die Anschaffung von Dienstfahrzeugen, die Miete der Büroräume oder die Büroausstattung.
Die Pflegekasse darf diese Investitionskosten gesetzlich nicht übernehmen. Sie werden dem Pflegebedürftigen privat in Rechnung gestellt. In der Regel machen die Investitionskosten etwa
der reinen Pflegekosten aus.
Neben der Pflege übernimmt der Pflegedienst auch hauswirtschaftliche Aufgaben.
Wenn ein ambulanter Pflegedienst die
und die
übernimmt, spricht man im rechtlichen Sinne von
. Der Begriff ist für Laien oft irreführend, da es sich nicht um "Sachen" (wie Pflegebetten), sondern um
handelt. Die Pflegekasse stellt dem Pflegebedürftigen jeden Monat ein festes Budget für diese Pflegesachleistungen zur Verfügung. Der Pflegedienst rechnet seine erbrachten Leistungen am Ende des Monats direkt mit der Pflegekasse ab, sodass Sie nicht in Vorleistung treten müssen. Die Höhe dieses Budgets richtet sich ausschließlich nach dem anerkannten
. Nach den jüngsten Pflegereformen wurden die Beträge für das Jahr
auf folgendem Niveau stabilisiert:
Pflegegrad 1: Es besteht kein Anspruch auf reguläre Pflegesachleistungen. Sie können jedoch den Entlastungsbetrag nutzen.
Pflegegrad 2:796 Euro pro Monat
Pflegegrad 3:1.497 Euro pro Monat
Pflegegrad 4:1.859 Euro pro Monat
Pflegegrad 5:2.299 Euro pro Monat
Das Budget der Pflegekasse ist in den meisten Fällen eine Teilkaskoversicherung. Wenn Sie beispielsweise in Pflegegrad 3 eingestuft sind und der Pflegedienst in einem Monat Leistungen im Wert von
erbringt, zahlt die Pflegekasse ihren Höchstbetrag von
. Die Differenz von
(zuzüglich der Investitionskosten) müssen Sie als Eigenanteil selbst tragen. Der Pflegedienst schickt Ihnen über diesen Differenzbetrag eine private Rechnung.
Nicht jeder Pflegebedürftige in Frankfurt möchte täglich einen Pflegedienst im Haus haben. Viele Senioren werden liebevoll von ihren Ehepartnern, Kindern, Schwiegertöchtern oder auch Nachbarn gepflegt. Wenn die Pflege vollständig durch private, nicht-erwerbsmäßige Pflegepersonen sichergestellt wird, zahlt die Pflegekasse das sogenannte
. Das Pflegegeld wird direkt auf das Konto des Pflegebedürftigen überwiesen. Es ist zur freien Verfügung gedacht, wird aber in der Regel als finanzielle Anerkennung an die pflegenden Angehörigen weitergegeben. Die Sätze für das Pflegegeld im Jahr
lauten:
Pflegegrad 1:0 Euro
Pflegegrad 2:347 Euro pro Monat
Pflegegrad 3:599 Euro pro Monat
Pflegegrad 4:800 Euro pro Monat
Pflegegrad 5:990 Euro pro Monat
In der Praxis der häuslichen Pflege in Frankfurt ist die sogenannte
(auch Kombinationspflege genannt) das am häufigsten genutzte Modell. Hierbei teilen sich Angehörige und ein professioneller ambulanter Pflegedienst die Aufgaben.
Die Tochter übernimmt die abendliche Pflege, das Kochen und die Wochenenden. Der ambulante Pflegedienst kommt von Montag bis Freitag am Morgen, um beim Duschen zu helfen und den Transfer in den
sicher durchzuführen, da dies körperlich sehr anstrengend ist. Bei der Kombinationsleistung wird das Pflegegeld anteilig ausgezahlt, je nachdem, wie viel Prozent der Pflegesachleistungen durch den Pflegedienst verbraucht wurden.
Wenn Sie das Budget für den Pflegedienst (Pflegesachleistung) nur zu
ausschöpfen, haben Sie Anspruch auf die verbleibenden
des Pflegegeldes. Damit Sie dieses Prinzip besser nachvollziehen können, haben wir im folgenden Abschnitt konkrete Rechenbeispiele für Sie vorbereitet.
Eine gute Beratung hilft, die Pflegekosten und Zuschüsse optimal zu berechnen.
Um die abstrakten Zahlen greifbar zu machen, betrachten wir drei typische Situationen aus dem Frankfurter Pflegealltag.
Herr Weber lebt allein in Bockenheim. Er hat
. Ein ambulanter Pflegedienst kommt zweimal wöchentlich zum Duschen und hilft ihm einmal pro Woche im Haushalt. Die monatliche Rechnung des Pflegedienstes beläuft sich auf
für die Pflegeleistungen plus
Investitionskosten. Da Herr Weber in Pflegegrad 2 ein Sachleistungsbudget von
hat, übernimmt die Pflegekasse die
komplett. Das Budget ist damit zu rund
ausgeschöpft. Die Investitionskosten von
muss Herr Weber privat bezahlen. Da er keine Kombinationsleistung beantragt hat, verfällt das restliche Budget.
Frau Schmidt (
) wird von ihrem Sohn gepflegt, der berufstätig ist. Ein Pflegedienst kommt jeden Morgen, um bei der Grundpflege zu helfen. Die Kosten für den Pflegedienst betragen monatlich
. Frau Schmidt hat in Pflegegrad 3 ein Sachleistungsbudget von
. Der Pflegedienst verbraucht exakt
dieses Budgets (1.122,75 Euro / 1.497 Euro = 0,75). Folglich hat Frau Schmidt noch Anspruch auf
ihres regulären Pflegegeldes. Das volle Pflegegeld bei Pflegegrad 3 beträgt
. Rechnung: 25 Prozent von 599 Euro =
. Die Pflegekasse überweist Frau Schmidt somit jeden Monat
anteiliges Pflegegeld auf ihr Konto, mit dem sie ihren Sohn unterstützen kann. Die Investitionskosten des Pflegedienstes zahlt sie separat.
Herr Müller benötigt aufgrund einer schweren Erkrankung mehrmals täglich Hilfe (
). Der Pflegedienst kommt morgens, mittags und abends. Die monatlichen Kosten beläuft sich auf
. Das Sachleistungsbudget bei Pflegegrad 4 liegt bei
. Die Pflegekasse zahlt die maximalen
direkt an den Pflegedienst. Es bleibt eine Differenz von
. Diesen Eigenanteil (plus anfallende Investitionskosten) muss Herr Müller aus seiner eigenen Rente oder seinem Ersparten bezahlen. Ein Pflegegeld wird in diesem Fall nicht mehr ausgezahlt, da das Sachleistungsbudget zu über 100 Prozent ausgeschöpft wurde.
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Zuschüsse der Pflegekasse ermöglichen sinnvolle Umbauten wie einen Treppenlift.
Viele Senioren in Frankfurt wissen nicht, dass ihnen neben dem Pflegegeld und den Pflegesachleistungen noch weitere finanzielle Töpfe der Pflegekasse zustehen. Wer diese Budgets geschickt kombiniert, kann die finanzielle Belastung durch einen ambulanten Pflegedienst erheblich senken.
Jeder Pflegebedürftige ab Pflegegrad 1 hat Anspruch auf den
in Höhe von
pro Monat (dieser Betrag wurde 2025 von 125 Euro auf 131 Euro erhöht und gilt auch 2026). Dieses Geld wird nicht bar ausgezahlt, sondern funktioniert nach dem Kostenerstattungsprinzip. Sie können es für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen. In Frankfurt bieten viele ambulante Pflegedienste oder spezielle Betreuungsdienste Leistungen an, die über diesen Betrag abgerechnet werden können. Dazu zählen:
Begleitung zum Arzt oder zum Einkaufen
Hilfe im Haushalt (Putzen, Wäsche waschen)
Spaziergänge oder Vorlesen zur Entlastung der Angehörigen
Wenn Sie den Betrag in einem Monat nicht aufbrauchen, können Sie ihn in die folgenden Monate ansparen. Das angesparte Guthaben aus dem Vorjahr muss jedoch bis zum
des Folgejahres verbraucht werden, sonst verfällt es.
Wenn pflegende Angehörige durch Krankheit, Urlaub oder Überlastung ausfallen, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzpflege. Seit der Pflegereform steht Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 hierfür ein
in Höhe von bis zu
zur Verfügung. Dieses Budget können Sie äußerst flexibel nutzen. Sie können damit beispielsweise einen ambulanten Pflegedienst in Frankfurt beauftragen, der für drei Wochen die Pflege intensiviert, während die Tochter im Urlaub ist. Auch die Unterbringung in einer stationären Kurzzeitpflegeeinrichtung in Frankfurt kann aus diesem Topf bezahlt werden.
Die häusliche Pflege erfordert oft Materialien, die aus hygienischen Gründen nur einmal verwendet werden können. Die Pflegekasse zahlt hierfür einen monatlichen Zuschuss von
(erhöht seit 2025). Zu diesen
gehören:
Einmalhandschuhe
Flächendesinfektionsmittel
Händedesinfektionsmittel
Bettschutzeinlagen (Einmalgebrauch)
Schutzschürzen und Mundschutz
Es gibt spezialisierte Anbieter, die Ihnen diese Hilfsmittel als "Pflegebox" jeden Monat kostenfrei direkt an Ihre Frankfurter Haustür liefern und direkt mit der Kasse abrechnen.
Um die Pflege zu Hause überhaupt erst zu ermöglichen oder erheblich zu erleichtern, bezuschusst die Pflegekasse Umbauten in der Wohnung mit bis zu
pro Maßnahme. Als Experten für die Seniorenpflege raten wir von PflegeHelfer24 unseren Kunden in Frankfurt häufig zu folgenden sinnvollen Maßnahmen:
Barrierefreier Badumbau: Der Austausch einer hohen Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche minimiert das Sturzrisiko enorm. Alternativ kann ein Badewannenlift installiert werden.
Treppenlift: In vielen Frankfurter Reihenhäusern oder Altbauwohnungen ohne Aufzug werden Treppen zum unüberwindbaren Hindernis. Ein Treppenlift schenkt Mobilität zurück und wird von der Pflegekasse bezuschusst.
Türverbreiterungen für Elektrorollstühle oder Rollatoren.
Leben mehrere Pflegebedürftige zusammen in einer Wohnung (z. B. ein Ehepaar, bei dem beide einen Pflegegrad haben), kann der Zuschuss auf bis zu
(bzw. bis zu 16.720 Euro bei vier Personen in einer WG) steigen.
Für alleinlebende Senioren ist ein
oft lebensrettend. Die Pflegekasse übernimmt bei anerkanntem Pflegegrad die monatlichen Betriebskosten in Höhe von
(als sogenanntes technisches Pflegehilfsmittel). Die einmalige Anschlussgebühr wird in der Regel ebenfalls vollständig getragen.
Ein häufiges Missverständnis bei der Abrechnung ambulanter Pflegedienste betrifft die medizinischen Leistungen. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, fallen medizinische Tätigkeiten unter die
(SGB V). Wenn der Hausarzt in Frankfurt – beispielsweise wegen eines Diabetes mellitus oder nach einer Operation – eine
ausstellt, übernimmt der Pflegedienst Tätigkeiten wie:
Insulinspritzen setzen und Blutzucker messen
Wundverbände wechseln
Medikamente in Wochendispenser richten und verabreichen
Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen
Diese Leistungen werden zu
von Ihrer
bezahlt. Sie belasten
das Budget Ihrer Pflegesachleistungen (SGB XI) bei der Pflegekasse. Sie müssen lediglich eine gesetzliche Zuzahlung leisten (10 Prozent der Kosten für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr plus 10 Euro je Verordnung), es sei denn, Sie sind durch eine Zuzahlungsbefreiung der Krankenkasse davon befreit.
Trotz Pflegesachleistungen und Pflegegeld kommt es vor, dass die Kosten für den ambulanten Pflegedienst in Frankfurt den eigenen finanziellen Rahmen sprengen. Reichen Rente und Ersparnisse nicht aus, um den Eigenanteil zu decken, springt das Sozialamt ein. In Frankfurt am Main sind dafür die regionalen
zuständig. Sie können dort einen Antrag auf
nach dem
stellen.
Das eigene Einkommen (Rente) reicht nicht aus, um die Pflegekosten und den Lebensunterhalt (Miete in Frankfurt, Lebensmittel) zu decken.
Das eigene Vermögen ist aufgebraucht. Hierbei gilt jedoch ein sogenanntes Schonvermögen. Im Jahr 2026 liegt dieses für Alleinstehende in der Regel bei 10.000 Euro (für Ehepaare bei 20.000 Euro). Eine selbst bewohnte, angemessene Immobilie zählt ebenfalls zum Schonvermögen und muss nicht zwangsläufig verkauft werden.
Kinder des Pflegebedürftigen werden vom Sozialamt erst dann zur Kasse gebeten (Elternunterhalt), wenn ihr eigenes Bruttojahreseinkommen die Grenze von 100.000 Euro überschreitet.
Scheuen Sie sich nicht, diese Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn Sie sie benötigen. Es ist ein gesetzlich verbrieftes Recht, um eine würdevolle Pflege sicherzustellen.
Sympathie und Vertrauen sind bei der Wahl des Pflegedienstes entscheidend.
Frankfurt bietet eine große Auswahl an ambulanten Pflegediensten – von großen Wohlfahrtsverbänden (wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz oder dem Frankfurter Verband) bis hin zu vielen privaten Anbietern. Die Wahl des richtigen Partners ist entscheidend für das Wohlbefinden. Achten Sie bei der Suche auf folgende Aspekte:
Wählen Sie einen Pflegedienst, der in Ihrem Frankfurter Stadtteil (z. B. Griesheim, Niederrad oder Seckbach) gut vernetzt ist. Kurze Wege bedeuten weniger Verspätungen durch Staus und geringere Wegepauschalen für Sie.
Frankfurt ist eine internationale Stadt. Viele Pflegedienste haben sich auf bestimmte Kulturkreise spezialisiert und beschäftigen Pflegekräfte, die beispielsweise muttersprachlich Türkisch, Kroatisch, Polnisch oder Russisch sprechen. Dies kann für Senioren, die im Alter in ihre Muttersprache zurückfallen, eine enorme Erleichterung sein.
Bevor Sie einen Pflegevertrag unterschreiben, ist der Pflegedienst gesetzlich verpflichtet, Ihnen einen detaillierten Kostenvoranschlag zu erstellen. Darin muss genau aufgeschlüsselt sein, welche Leistungskomplexe abgerechnet werden, wie hoch die Wegepauschalen sind und welche Investitionskosten auf Sie zukommen. Prüfen Sie, welcher Anteil von der Pflegekasse übernommen wird und wie hoch Ihr persönlicher Eigenanteil ausfällt.
Pflege ist eine sehr intime Angelegenheit. Nutzen Sie das Erstgespräch, um herauszufinden, ob Ihnen die Pflegedienstleitung sympathisch ist und ob auf Ihre individuellen Wünsche (z. B. "Ich möchte immer erst nach 9:00 Uhr gewaschen werden") eingegangen wird.
Als bundesweiter Spezialist für Seniorenpflege-Beratung mit tiefgreifender Expertise wissen wir von
, wie überfordernd die Organisation der Pflege für Angehörige sein kann. Wir lassen Sie in dieser schwierigen Phase nicht allein. Wenn die ambulante Pflege durch einen Pflegedienst nicht mehr ausreicht oder die Kosten explodieren, beraten wir Sie umfassend zu Alternativen. Eine sehr beliebte und bezahlbare Lösung ist die
, bei der eine Betreuungskraft mit in den Haushalt einzieht. Auch hierbei helfen wir Ihnen, seriöse und rechtssichere Anbieter zu finden. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Beantragung und Organisation wichtiger Hilfsmittel, die Ihren Alltag sicherer machen. Ob es um die Installation eines
in Ihrem Frankfurter Zuhause geht, die Anschaffung von
für Ausflüge in den Palmengarten, die Beantragung eines
oder die Vermittlung von modernen
– wir sind Ihr zentraler Ansprechpartner. Unser Ziel ist es, dass Senioren sicher, komfortabel und gut versorgt in den eigenen vier Wänden leben können.
Um Ihnen noch mehr Klarheit zu verschaffen, haben wir die häufigsten Fragen unserer Kunden aus dem Raum Frankfurt zusammengefasst:
Nein. Wenn Sie einen Pflegedienst suchen und sich beraten lassen, ist das Erstgespräch zur Erstellung eines Kostenvoranschlags in der Regel kostenlos. Etwas anderes ist der gesetzlich vorgeschriebene
nach § 37 Abs. 3 SGB XI (den Sie nachweisen müssen, wenn Sie reines Pflegegeld beziehen). Die Kosten für diesen Pflicht-Beratungseinsatz rechnet der Pflegedienst jedoch direkt mit Ihrer Pflegekasse ab. Sie müssen dafür nichts bezahlen.
Ja, Sie haben jederzeit das Recht, den Pflegevertrag zu kündigen. In der Regel gilt eine gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Tagen. Bei einem zerrütteten Vertrauensverhältnis ist unter Umständen auch eine fristlose Kündigung möglich. Da es in Frankfurt jedoch bei vielen Pflegediensten Wartelisten gibt, sollten Sie erst kündigen, wenn Sie sicher einen neuen Anbieter gefunden haben.
Nein. Wenn der Pflegedienst nach Leistungskomplexen (z. B. "Große Körperpflege") abrechnet, zahlen Sie einen Festpreis für die Tätigkeit, unabhängig davon, wie lange die Pflegekraft für die Anreise benötigt. Die Anfahrtskosten sind durch die feste Wegepauschale abgegolten. Das Verkehrsrisiko trägt der Pflegedienst.
Wenn Sie ins Krankenhaus eingeliefert werden, ruht der Vertrag mit dem ambulanten Pflegedienst. Sie müssen für die Tage, an denen Sie nicht zu Hause sind, keine Pflegekosten bezahlen. Auch das Pflegegeld wird in den ersten vier Wochen eines Krankenhausaufenthalts in der Regel weitergezahlt. Informieren Sie den Pflegedienst jedoch unverzüglich über die Krankenhauseinweisung. Weitere detaillierte rechtliche Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung finden Sie auch auf den offiziellen Seiten der Bundesregierung, wie beispielsweise beim
.
Die Organisation eines ambulanten Pflegedienstes in Frankfurt am Main erfordert einige formelle Schritte. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick:
Pflegegrad beantragen: Rufen Sie bei Ihrer Pflegekasse (die bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt ist) an und beantragen Sie Leistungen der Pflegeversicherung.
Begutachtung durch den MDK: Der Medizinische Dienst wird Sie zu Hause in Frankfurt besuchen, um Ihre Selbstständigkeit zu prüfen und einen Pflegegrad festzulegen.
Pflegedienste kontaktieren: Suchen Sie nach ambulanten Pflegediensten in Ihrem Frankfurter Stadtteil. Vereinbaren Sie Termine für Erstgespräche.
Leistungen festlegen: Besprechen Sie genau, welche Aufgaben der Pflegedienst übernehmen soll (Körperpflege, Hauswirtschaft) und welche Aufgaben Angehörige übernehmen (Kombinationsleistung).
Verordnung vom Arzt holen: Falls medizinische Leistungen (wie Medikamentengabe oder Wundversorgung) nötig sind, besorgen Sie sich eine Verordnung für häusliche Krankenpflege von Ihrem Hausarzt.
Kostenvoranschlag prüfen: Lassen Sie sich vom Pflegedienst einen detaillierten Kostenvoranschlag geben. Achten Sie auf die Punktwerte, die Wegepauschalen und die Investitionskosten. Klären Sie ab, wie hoch Ihr monatlicher Eigenanteil sein wird.
Zusatzbudgets aktivieren: Beantragen Sie den Entlastungsbetrag (131 Euro), die Pflegehilfsmittel zum Verbrauch (42 Euro) und prüfen Sie, ob Wohnumfeldverbesserungen (z. B. ein Treppenlift über PflegeHelfer24) sinnvoll sind.
Vertrag unterschreiben: Wenn alles passt, unterschreiben Sie den Pflegevertrag. Der Pflegedienst kümmert sich von nun an um die direkte Abrechnung der Pflegesachleistungen mit der Pflegekasse.
Die Pflege eines geliebten Menschen ist eine große Herausforderung, aber Sie müssen diese Aufgabe nicht allein bewältigen. Die Budgets der Pflegekasse im Jahr 2026 bieten eine solide Grundlage, um professionelle Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst in Frankfurt am Main zu finanzieren. Nutzen Sie die Ihnen zustehenden Mittel voll aus, lassen Sie sich beraten und schaffen Sie so eine Pflegesituation, die sowohl dem Pflegebedürftigen als auch den Angehörigen ein Höchstmaß an Lebensqualität und Entlastung bietet.
Wichtige Antworten rund um den ambulanten Pflegedienst in Frankfurt