Rollstuhl & Pflegebett in Braunschweig: Ratgeber für Sanitätshäuser & Kosten 2026

Rollstuhl & Pflegebett in Braunschweig: Ratgeber für Sanitätshäuser & Kosten 2026

Rollstuhl, Pflegebett & Co. in Braunschweig: Ihr Weg zu mehr Mobilität und Pflegekomfort

Wenn die Mobilität im Alter nachlässt oder eine plötzliche Pflegebedürftigkeit eintritt, verändert sich der Alltag für Senioren und deren Angehörige oft von einem Tag auf den anderen. In einer so lebendigen und historisch gewachsenen Stadt wie Braunschweig – der Löwenstadt – ist es von größter Bedeutung, dass ältere Menschen weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können. Ob ein Spaziergang im Prinz-Albrecht-Park, ein Ausflug in den Bürgerpark oder der barrierefreie Alltag in den eigenen vier Wänden im Östlichen Ringgebiet, in Querum oder im Kanzlerfeld: Die richtigen medizinischen Hilfsmittel sind der Schlüssel zu mehr Selbstständigkeit, Sicherheit und Lebensqualität.

Doch die Beschaffung von großen Hilfsmitteln wie einem Rollstuhl, einem Pflegebett oder einem Patientenlifter wirft oft viele Fragen auf. Wo findet man in Braunschweig ein verlässliches Sanitätshaus? Ist es sinnvoller, diese teuren Geräte zu mieten oder zu kaufen? Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse oder die Pflegekasse im Jahr 2026? Und wie kommt das schwere Pflegebett eigentlich in die Wohnung im dritten Stock?

Als renommierte Experten für die Organisation der Seniorenpflege wissen wir, wie überfordernd der Dschungel aus Rezepten, Genehmigungsverfahren und Zuzahlungen sein kann. Dieser umfassende und detaillierte Ratgeber nimmt Sie an die Hand. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie in Braunschweig das passende Sanitätshaus finden, wie der Mietprozess für große Hilfsmittel abläuft und welche gesetzlichen Ansprüche Ihnen zustehen. Unser Ziel ist es, dass Sie oder Ihre Angehörigen genau die Unterstützung erhalten, die für ein würdevolles und sicheres Leben zu Hause notwendig ist.

Ein moderner, zusammenklappbarer Leichtgewichtsrollstuhl steht in einem hellen Wohnzimmer mit Parkettboden neben einem gemütlichen Sessel.

Ein Leichtgewichtsrollstuhl bietet Flexibilität für Zuhause.

Ein älterer Herr geht mit einem ergonomischen Rollator sicher durch einen sonnigen Park mit großen Bäumen.

Mit dem passenden Rollator sicher im Park unterwegs.

Was leistet ein Sanitätshaus in Braunschweig für Sie?

Ein Sanitätshaus ist weit mehr als nur ein Geschäft für medizinische Artikel. Es ist Ihr zentraler, lokaler Ansprechpartner für die sogenannte Rehatechnik, Orthopädietechnik und den Homecare-Bereich. In einer Großstadt wie Braunschweig profitieren Sie von einer hervorragenden Infrastruktur an zertifizierten Gesundheitsdienstleistern, die sich auf die Versorgung von Senioren und pflegebedürftigen Menschen spezialisiert haben.

Die Kernkompetenz eines guten Sanitätshauses liegt in der individuellen Beratung und der passgenauen Versorgung. Jeder Mensch ist anders, und ein Hilfsmittel erfüllt nur dann seinen Zweck, wenn es exakt auf die körperlichen Gegebenheiten und das häusliche Umfeld des Nutzers abgestimmt ist. Die Dienstleistungen eines modernen Sanitätshauses in Braunschweig umfassen im Jahr 2026 unter anderem:

  • Beratung vor Ort: Fachberater kommen auf Wunsch direkt zu Ihnen nach Hause – sei es nach Riddagshausen, in die Weststadt oder nach Heidberg –, um die Wohnsituation zu analysieren. So wird beispielsweise geprüft, ob die Türen breit genug für einen Standardrollstuhl sind oder ob ein Leichtgewichtsrollstuhl benötigt wird.

  • Rehatechnik: Hierzu zählen alle großen Mobilitäts- und Pflegehilfen wie Rollstühle, Rollatoren, Pflegebetten, Patientenlifter und Toilettenstühle.

  • Orthopädietechnik: Die maßgeschneiderte Anfertigung von Prothesen, Orthesen, Einlagen und Kompressionsstrümpfen.

  • Homecare: Die Versorgung mit speziellen Produkten für die häusliche Pflege, wie etwa Inkontinenzmaterial, Wundversorgung oder Stoma-Artikel.

  • Reparatur und Wartung: Ein lokales Sanitätshaus bietet eine eigene Werkstatt und einen Notdienst. Wenn am Wochenende der Motor des Pflegebetts ausfällt, ist schnelle Hilfe in Braunschweig garantiert.

Achten Sie bei der Wahl Ihres Anbieters darauf, dass das Sanitätshaus über eine sogenannte Präqualifizierung nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) verfügt. Nur präqualifizierte Betriebe sind berechtigt, direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen und Pflegekassen abzurechnen. Dies erspart Ihnen viel bürokratischen Aufwand, da das Sanitätshaus die Genehmigung des ärztlichen Rezepts direkt mit dem Kostenträger klärt.

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Hilfsmittel mieten oder kaufen? Eine wirtschaftliche und praktische Abwägung

Eine der häufigsten Fragen, die uns von Angehörigen in Braunschweig gestellt wird, lautet: Sollten wir den Rollstuhl oder das Pflegebett besser kaufen oder über ein Sanitätshaus mieten? Die Antwort hängt maßgeblich von der voraussichtlichen Nutzungsdauer, der Art der Erkrankung und der Kostenübernahme durch die Kassen ab.

Wann ist die Miete eines Hilfsmittels sinnvoll? Die Miete (auch als Fallpauschale oder Leihgabe bezeichnet) ist in den meisten Fällen der Standardweg, wenn die Kosten von der gesetzlichen Kranken- oder Pflegekasse übernommen werden. Die Kassen schließen mit den Sanitätshäusern Verträge über sogenannte Fallpauschalen ab. Das bedeutet: Das Sanitätshaus stellt das Hilfsmittel für einen bestimmten Zeitraum (oft zwei bis fünf Jahre) zur Verfügung und kümmert sich um Lieferung, Wartung, Reparaturen und die spätere Abholung. Das Gerät bleibt Eigentum des Sanitätshauses oder der Krankenkasse.

Aber auch für Selbstzahler ist die Miete oft die bessere Wahl, insbesondere bei:

  • Vorübergehendem Bedarf: Nach einem Sturz, einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt wird ein Rollstuhl oft nur für wenige Wochen zur Rehabilitation benötigt.

  • Fortschreitenden Erkrankungen: Bei Krankheitsbildern, die sich verändern (wie Demenz oder Parkinson), müssen Hilfsmittel oft nach kurzer Zeit angepasst oder gegen andere Modelle ausgetauscht werden. Ein gemietetes Gerät kann problemlos zurückgegeben werden.

  • Urlaub oder Ausflügen: Wenn die Enkel in Braunschweig zu Besuch sind und ein Ausflug in die Schloss-Arkaden geplant ist, kann ein Rollstuhl oder ein Elektromobil auch nur für ein Wochenende gemietet werden.

Typische Mietkosten in Braunschweig (für Selbstzahler im Jahr 2026): Wenn Sie kein Rezept haben oder die Kasse die Kosten aus bestimmten Gründen ablehnt, können Sie Hilfsmittel auch privat mieten. Die Preise variieren je nach Anbieter, orientieren sich aber an folgenden realistischen Marktwerten:

  • Manueller Rollstuhl: ca. 30 Euro pro Woche (zuzüglich einer Kaution von ca. 100 Euro und Lieferkosten).

  • Elektrisches Pflegebett: ca. 50 Euro pro Woche (oft wird bei längerer Mietdauer eine Jahrespauschale von ca. 600 bis 700 Euro angeboten).

  • Toilettenstuhl: ca. 20 Euro pro Woche.

  • Rollator: ca. 25 Euro pro Woche.

  • Lieferung und Abholung: Für große Hilfsmittel wie Betten berechnen Sanitätshäuser in Braunschweig oft zwischen 50 und 100 Euro je Wegstrecke für den Transport und den fachgerechten Aufbau.

Wann lohnt sich ein Kauf? Der Kauf eines Hilfsmittels ist dann ratsam, wenn es sich um einen dauerhaften, lebenslangen Bedarf handelt und Sie als Selbstzahler agieren möchten, um absolute Modellfreiheit zu genießen. Wer beispielsweise einen ganz bestimmten, ultraleichten Carbon-Rollstuhl wünscht, der über die Standardversorgung der Kassen weit hinausgeht, wählt oft den Kauf. Auch bei kleineren Hilfsmitteln wie einem Standard-Rollator (Kaufpreis oft zwischen 100 und 250 Euro) lohnt sich die Miete für Selbstzahler meist nicht, da der Kaufpreis schnell erreicht ist.

Ein elektrisch verstellbares Pflegebett in einem freundlich eingerichteten Schlafzimmer. Das Kopfteil ist leicht aufgerichtet, das Bett ist mit frischer weißer Bettwäsche bezogen.

Ein modernes Pflegebett fügt sich harmonisch ins Schlafzimmer ein.

Eine Pflegekraft reicht einer älteren Dame, die bequem in einem höhenverstellbaren Pflegebett sitzt, ein Glas Wasser in einem hellen, wohnlichen Zimmer.

Komfort und Sicherheit bei der häuslichen Pflege.

Tiefenblick: Das Pflegebett als Zentrum der häuslichen Pflege

Das Pflegebett ist das mit Abstand wichtigste Hilfsmittel, wenn eine Person bettlägerig wird oder einen Großteil des Tages im Bett verbringt. Ein herkömmliches Ehebett oder Senioren-Bett reicht bei echter Pflegebedürftigkeit nicht mehr aus. Es gefährdet die Gesundheit der pflegenden Angehörigen (Rückenprobleme durch ständiges Bücken) und schränkt die Selbstständigkeit des Seniors massiv ein.

Die Funktionen eines modernen Pflegebetts: Ein professionelles Pflegebett, das Sie in einem Braunschweiger Sanitätshaus mieten können, ist elektrisch über eine Fernbedienung steuerbar. Es bietet eine elektrische Höhenverstellung, die es ermöglicht, das Bett auf die ergonomisch korrekte Arbeitshöhe für die Pflegekraft oder den ambulanten Pflegedienst anzuheben. Gleichzeitig kann es zum Schlafen oder für den sicheren Ein- und Ausstieg sehr weit nach unten gefahren werden. Zudem lassen sich das Kopf- und Fußteil elektrisch neigen, was für die Nahrungsaufnahme, das Lesen oder zur Entlastung der Beine essenziell ist.

Verschiedene Arten von Pflegebetten:

  • Standard-Pflegebett: Erfüllt alle grundlegenden Anforderungen, ist höhenverstellbar und besitzt meist geteilte Seitengitter, um ein Herausfallen zu verhindern.

  • Niedrigflurbett (Niederflurbett): Dieses Bett lässt sich extrem tief absenken (oft bis auf 15 bis 20 Zentimeter über dem Boden). Es ist besonders wichtig für unruhige Patienten oder Demenzkranke, bei denen eine erhöhte Sturzgefahr besteht. Fällt die Person aus dem Bett, ist die Fallhöhe so gering, dass schwere Verletzungen vermieden werden. Dies ist eine hervorragende Alternative zu geschlossenen Seitengittern, die rechtlich oft als Freiheitsentziehende Maßnahme (FEM) gelten und vermieden werden sollten.

  • Schwerlastbett (Bariatrisches Bett): Für stark übergewichtige Senioren (oft ab 150 kg Körpergewicht) bieten Sanitätshäuser spezielle Schwerlastbetten mit verstärkten Motoren und breiteren Liegeflächen an.

  • Aufstehbett: Eine hochmoderne Variante, bei der sich die Liegefläche drehen und in eine Art Sessel verwandeln lässt, um den Patienten sanft in den Stand zu heben.

Zubehör und Matratzen: Ein Pflegebett wird standardmäßig mit einem Bettgalgen (Aufrichter) geliefert, an dem sich der Senior hochziehen kann. Die Wahl der richtigen Matratze ist extrem wichtig. Die Standard-Schaumstoffmatratze reicht oft nicht aus, wenn der Patient gefährdet ist, sich wundzuliegen (Dekubitus). In diesem Fall muss der Arzt ein Rezept für eine spezielle Dekubitus-Wechseldruckmatratze oder eine Weichlagerungsmatratze ausstellen, die ebenfalls über das Sanitätshaus geliefert wird.

Der Aufbau in Ihrer Braunschweiger Wohnung: Pflegebetten sind schwer und sperrig. Die Monteure des Sanitätshauses liefern das Bett in Einzelteilen an. Bitte stellen Sie sicher, dass im Vorfeld genug Platz im Schlafzimmer geschaffen wurde. Alte Möbel müssen vor der Lieferung aus dem Weg geräumt werden, da die Mitarbeiter des Sanitätshauses aus versicherungstechnischen Gründen keine privaten Möbelpacker-Dienste übernehmen dürfen. Der Aufbau dauert in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten. Anschließend erfolgt eine gesetzlich vorgeschriebene Einweisung in die Bedienung des Bettes nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV).

Tiefenblick: Den passenden Rollstuhl in Braunschweig finden und mieten

Die Auswahl des richtigen Rollstuhls ist eine Wissenschaft für sich. Ein falsch angepasster Rollstuhl kann zu Haltungsschäden, Druckstellen und Schmerzen führen. Wenn Sie in Braunschweig einen Rollstuhl über ein Sanitätshaus beziehen, wird das Fachpersonal eine genaue Abmessung vornehmen.

Die entscheidenden Maße: Die wichtigste Kennzahl ist die Sitzbreite. Sie wird gemessen, indem der Senior aufrecht sitzt und die breiteste Stelle des Beckens ermittelt wird – plus etwa zwei bis drei Zentimeter Spielraum auf jeder Seite für winterliche Kleidung. Ist der Rollstuhl zu eng, drohen schmerzhafte Druckstellen an den Oberschenkeln. Ist er zu breit, kippt der Nutzer zur Seite und die Wirbelsäule verkrümmt sich. Weitere wichtige Maße sind die Sitztiefe, die Rückenhöhe und die Unterschenkellänge für die korrekte Einstellung der Fußstützen.

Die verschiedenen Rollstuhl-Kategorien:

  1. Der Standardrollstuhl: Das Basismodell der Krankenkassen. Er ist robust, wiegt jedoch oft 18 bis 20 Kilogramm. Er eignet sich in erster Linie für den Transport innerhalb von Kliniken oder Pflegeheimen, ist aber für den dauerhaften, aktiven Einsatz im Alltag oder für Angehörige, die den Stuhl häufig in ein Auto heben müssen, oft zu schwer.

  2. Der Leichtgewichtsrollstuhl: Er besteht aus Aluminium und wiegt nur ca. 13 bis 15 Kilogramm. Er lässt sich deutlich leichter schieben und falten. Wenn Angehörige den Senior regelmäßig im Auto mitnehmen möchten (z.B. für einen Arztbesuch in der Braunschweiger Innenstadt), ist dieser Rollstuhltypus die absolute Mindestanforderung.

  3. Der Pflegerollstuhl (Multifunktionsrollstuhl): Wenn der Senior nicht mehr in der Lage ist, den Oberkörper selbstständig aufrecht zu halten, kommt dieser Stuhl zum Einsatz. Er verfügt über eine hohe Rückenlehne mit Kopfstütze und lässt sich stufenlos nach hinten neigen (Kantelungsfunktion). Er ist sehr schwer und eignet sich kaum für den Transport im normalen PKW, bietet dafür aber maximalen Sitz- und Liegekomfort.

  4. Der Elektrorollstuhl: Für Senioren, die geistig noch fit sind, aber nicht mehr die Kraft haben, einen manuellen Rollstuhl über die Greifreifen anzutreiben. Die Steuerung erfolgt über einen Joystick. Elektrorollstühle ermöglichen eine enorme Unabhängigkeit, um beispielsweise allein zum Bäcker um die Ecke zu fahren. Sie erfordern jedoch eine ärztliche Verordnung, die eine ausreichende Seh- und Reaktionsfähigkeit des Nutzers bestätigt.

Probefahrt und Anpassung: Ein gutes Sanitätshaus in Braunschweig bietet Ihnen die Möglichkeit, verschiedene Modelle auszuprobieren. Testen Sie, ob Sie mit dem Rollstuhl über die Türschwellen in Ihrer Wohnung kommen. Prüfen Sie, ob die Bremsen leichtgängig sind und ob sich die Fußstützen problemlos zur Seite klappen lassen, um das Umsetzen vom Bett in den Rollstuhl zu erleichtern.

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Was für einen Elektrorollstuhl suchen Sie?

Ein rotes Elektromobil für Senioren steht geparkt auf einem gepflasterten Weg vor einem modernen Supermarkt an einem sonnigen Tag.

Elektromobile ermöglichen selbstständige Einkäufe und Ausflüge.

Ein elektrischer Patientenlifter steht einsatzbereit neben einem Bett in einem aufgeräumten, barrierefreien Schlafzimmer.

Ein Patientenlifter entlastet den Rücken der pflegenden Angehörigen.

Weitere essenzielle Hilfsmittel: Vom Patientenlifter bis zum Elektromobil

Neben Betten und Rollstühlen gibt es eine Vielzahl weiterer großer Hilfsmittel, die Sie in Braunschweig mieten oder über Rezept beziehen können, um den Pflegealltag zu erleichtern.

Patientenlifter (Hebelifter): Wenn ein Angehöriger vollständig immobil ist, wird das Umsetzen (der sogenannte Transfer) vom Bett in den Rollstuhl oder auf den Toilettenstuhl zu einem enormen Kraftakt. Hier schützt ein elektrischer Patientenlifter den Rücken der Pflegeperson. Der Senior wird in ein spezielles Tragetuch (Gurt) gebettet, welches am Hebearm des Lifters befestigt wird. Per Knopfdruck hebt der Motor den Patienten schonend an. Der Lifter steht auf Rollen und kann dann zum Rollstuhl gefahren werden. Voraussetzung für die Nutzung in der Wohnung ist ausreichend Platz unter dem Pflegebett, damit die Fahrgestell-Beine des Lifters darunter geschoben werden können.

Elektromobile (Seniorenmobile): Diese vierrädrigen Flitzer mit Lenker sind ideal für Senioren, die noch relativ gut sitzen und lenken können, aber keine weiten Strecken mehr zu Fuß schaffen. Sie sind perfekt für den Einkauf oder Spazierfahrten im Grünen. Elektromobile mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h können oft ärztlich verordnet und von der Krankenkasse bezuschusst werden, wenn sie notwendig sind, um Grundbedürfnisse (wie den Weg zum Arzt oder Supermarkt) zu erfüllen. Modelle, die 15 km/h schnell fahren, sind meist Privatvergnügen und müssen selbst gekauft oder gemietet werden. Hinweis: Elektromobile gehören ebenfalls zum umfassenden Beratungs- und Vermittlungsportfolio von PflegeHelfer24.

Badewannenlifte: Ein heißes Bad ist für viele Senioren ein Stück Lebensqualität. Doch der Einstieg in die Wanne ist gefährlich. Ein Badewannenlift wird in die Wanne gestellt und saugt sich am Boden fest. Der Senior setzt sich auf den Sitz, und per wasserdichter Fernbedienung wird der Sitz elektrisch auf den Wannenboden abgesenkt und später wieder angehoben. Auch dieses Hilfsmittel kann über ein Rezept verordnet und vom Sanitätshaus geliefert werden.

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Schritt für Schritt: Vom ärztlichen Rezept zur Lieferung in Braunschweig

Der bürokratische Weg zu einem kassenfinanzierten Hilfsmittel wirkt auf den ersten Blick kompliziert. Wenn Sie jedoch die Reihenfolge kennen und ein kompetentes Sanitätshaus an Ihrer Seite haben, ist der Prozess im Jahr 2026 gut strukturiert. So gehen Sie vor:

Schritt 1: Der Arztbesuch und das Rezept (E-Rezept) Der erste Weg führt immer zum Hausarzt oder Facharzt (z.B. Orthopäde oder Neurologe) in Braunschweig. Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, stellt der Arzt eine Verordnung für medizinische Hilfsmittel aus. Im Jahr 2026 erfolgt dies in der Regel digital als E-Rezept oder als Ausdruck mit einem speziellen Barcode. Wichtig: Der Arzt muss die Verordnung so präzise wie möglich formulieren. Ein Rezept mit der Aufschrift "Ein Rollstuhl" reicht nicht aus. Es muss beispielsweise heißen: "Leichtgewichtsrollstuhl, Sitzbreite 45 cm, wegen fortgeschrittener Arthrose und Gehunfähigkeit, zur Erhaltung der Mobilität im Alltag." Je genauer die Diagnose und die Begründung, desto seltener lehnt die Krankenkasse ab. Optimal ist es, wenn der Arzt direkt die 7-stellige Hilfsmittelnummer aus dem offiziellen Hilfsmittelverzeichnis notiert.

Schritt 2: Der Gang zum Sanitätshaus Mit diesem Rezept wenden Sie sich an ein Sanitätshaus Ihrer Wahl. Achtung: Gesetzlich Versicherte haben grundsätzlich das Recht auf freie Wahl der Leistungserbringer. Allerdings haben viele Krankenkassen Exklusivverträge mit bestimmten Sanitätshäusern geschlossen. Fragen Sie am besten vorab bei Ihrer Kasse nach, welche Vertragspartner in Braunschweig für Sie zuständig sind, um Mehrkosten zu vermeiden.

Schritt 3: Beratung und Kostenvoranschlag Das Sanitätshaus berät Sie und wählt das passende Modell aus. Anschließend erstellt das Sanitätshaus einen elektronischen Kostenvoranschlag (eKV) und reicht diesen zusammen mit dem Rezept bei Ihrer Krankenkasse oder Pflegekasse ein. Sie müssen sich um diesen bürokratischen Schritt nicht selbst kümmern.

Schritt 4: Die Genehmigung durch die Kasse Nun prüft der Kostenträger den Antrag. Bei Standardhilfsmitteln (wie einem einfachen Rollator) erfolgt die Genehmigung oft innerhalb weniger Tage. Bei teuren Geräten (wie einem Elektrorollstuhl oder einem speziellen Pflegebett) kann die Kasse den Medizinischen Dienst (MD) einschalten, um die Notwendigkeit zu überprüfen. Laut Gesetz hat die Kasse in der Regel drei Wochen Zeit, um über den Antrag zu entscheiden.

Schritt 5: Lieferung und Einweisung Nach der Genehmigung vereinbart das Sanitätshaus einen Liefertermin mit Ihnen. Die Techniker bringen das Hilfsmittel zu Ihnen nach Hause, bauen es auf und erklären Ihnen und Ihren Angehörigen die sichere Bedienung.

Nahaufnahme von Händen, die sorgfältig ein ärztliches Rezept über einen Holztisch reichen. Im Hintergrund steht unscharf eine Kaffeetasse.

Das ärztliche Rezept ist der erste Schritt zum Hilfsmittel.

Ein älteres Ehepaar sitzt am Esstisch und bespricht entspannt Unterlagen und Broschüren bei einer Tasse Tee.

Gemeinsam in Ruhe die Kosten und Zuschüsse klären.

Kostenübernahme im Jahr 2026: Was zahlen Krankenkasse und Pflegekasse?

Die Finanzierung von Hilfsmitteln ist im deutschen Sozialrecht strikt getrennt. Es ist entscheidend zu wissen, ob die Krankenkasse (SGB V) oder die Pflegekasse (SGB XI) zuständig ist. Dies hat Auswirkungen auf die Zuzahlungen und die Genehmigungskriterien.

Die gesetzliche Krankenkasse (SGB V): Die Krankenkasse ist immer dann zuständig, wenn das Hilfsmittel dazu dient, den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bestehende Behinderung auszugleichen. Typische Beispiele sind Rollstühle, Rollatoren, Prothesen oder Hörgeräte. Ein anerkannter Pflegegrad ist hierfür nicht erforderlich.Ihre Zuzahlung 2026: Für Hilfsmittel der Krankenkasse müssen volljährige Versicherte eine gesetzliche Zuzahlung leisten. Diese beträgt 10 Prozent des Abgabepreises, jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro pro Hilfsmittel. Wenn Sie also einen Rollstuhl mieten, der die Kasse monatlich viel Geld kostet, zahlen Sie dennoch einmalig maximal 10 Euro Zuzahlung an das Sanitätshaus.

Die gesetzliche Pflegekasse (SGB XI): Die Pflegekasse tritt ein, wenn das Hilfsmittel in erster Linie dazu dient, die häusliche Pflege zu erleichtern, die Beschwerden des Pflegebedürftigen zu lindern oder ihm eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen. Das klassische Beispiel hierfür ist das Pflegebett oder der Patientenlifter. Voraussetzung ist, dass die betroffene Person mindestens den Pflegegrad 1 besitzt. Der Antrag kann hier oft formlos (ohne ärztliches Rezept) direkt bei der Pflegekasse gestellt werden, wobei eine Empfehlung einer Pflegefachkraft (z.B. vom ambulanten Pflegedienst) sehr hilfreich ist.Ihre Zuzahlung 2026: Bei technischen Pflegehilfsmitteln (wie dem Bett) übernimmt die Pflegekasse die Kosten. Allerdings ist hier eine Zuzahlung von 10 Prozent der Kosten vorgesehen, die jedoch auf maximal 25 Euro je Pflegehilfsmittel begrenzt ist.

Zuzahlungsbefreiung (Belastungsgrenze): Niemand soll durch Krankheitskosten finanziell überfordert werden. Die gesetzliche Belastungsgrenze liegt bei 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Für chronisch Kranke (die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind) sinkt die Grenze auf 1 Prozent. Sobald Sie im Kalenderjahr 2026 durch Zuzahlungen für Medikamente, Krankenhausaufenthalte und Hilfsmittel diese Grenze erreicht haben, können Sie bei Ihrer Krankenkasse einen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung stellen. Sammeln Sie daher alle Quittungen des Sanitätshauses sorgfältig auf!

Wichtiger Hinweis zu Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch: Neben den großen, technischen Hilfsmitteln gibt es die sogenannten zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel (wie Einmalhandschuhe, Flächendesinfektion, Händedesinfektion und Bettschutzeinlagen). Wenn ein Pflegegrad (1 bis 5) vorliegt und die Person zu Hause gepflegt wird, übernimmt die Pflegekasse hierfür im Jahr 2026 eine Pauschale von bis zu 42 Euro pro Monat. Diese Produkte können Sie sich bequem und zuzahlungsfrei in Form einer monatlichen Pflegebox direkt nach Braunschweig liefern lassen. Ausführliche Informationen zu allen Pflegeleistungen finden Sie auch beim Bundesgesundheitsministerium.

Wirtschaftliche Aufzahlung (Mehrkosten): Vorsicht vor der sogenannten Aufzahlung! Wenn die Kasse ein Hilfsmittel bewilligt, zahlt sie den Preis für ein zweckmäßiges und ausreichendes Standardmodell (Kassenleistung). Wenn Sie sich im Sanitätshaus jedoch für ein optisch schöneres, leichteres oder komfortableres Premium-Modell entscheiden, das über das medizinisch Notwendige hinausgeht, müssen Sie die Preisdifferenz als private Aufzahlung selbst tragen. Lassen Sie sich vom Sanitätshaus immer ausdrücklich bestätigen, ob es sich um eine aufzahlungsfreie Kassenversorgung handelt.

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Lieferung, Aufbau und Einweisung: Der Vor-Ort-Service in Braunschweig

Haben Sie sich für ein Sanitätshaus in Braunschweig entschieden und ist die Genehmigung erteilt, folgt die Auslieferung. Gerade bei schweren Geräten wie einem Pflegebett oder einem Patientenlifter ist ein professioneller Lieferservice unerlässlich.

Die Auslieferung erfolgt in der Regel durch geschulte Medizinprodukteberater des Sanitätshauses. Diese bringen das Hilfsmittel nicht nur bis zur Bordsteinkante, sondern direkt an den Verwendungsort in Ihrer Wohnung – egal ob Sie im Erdgeschoss in Riddagshausen oder im vierten Stock ohne Aufzug im Östlichen Ringgebiet wohnen.

Nach dem fachgerechten Aufbau ist das Personal gesetzlich verpflichtet, eine detaillierte Geräteeinweisung durchzuführen. Dies ist keine bloße Höflichkeit, sondern eine strenge Vorgabe der Medizinprodukte-Betreiberverordnung. Sie oder Ihre pflegenden Angehörigen müssen lernen:

  • Wie die Bremsen am Rollstuhl oder Pflegebett arretiert werden.

  • Wie die Notabsenkung beim elektrischen Pflegebett im Falle eines Stromausfalls funktioniert.

  • Wie die Akkus von Patientenliftern oder Elektromobilen korrekt geladen werden, um die Lebensdauer zu maximieren.

  • Wie das Hilfsmittel hygienisch einwandfrei gereinigt wird.

Lassen Sie sich Zeit bei dieser Einweisung. Stellen Sie alle Fragen, die Ihnen in den Sinn kommen, und lassen Sie sich die Handgriffe so oft zeigen, bis Sie sich absolut sicher fühlen.

Checkliste: So wählen Sie das richtige Sanitätshaus in Braunschweig

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir eine praktische Checkliste zusammengestellt. Ein exzellentes Sanitätshaus in Braunschweig erkennen Sie an folgenden Qualitätsmerkmalen:

  • Zertifizierung: Ist das Unternehmen präqualifiziert und Vertragspartner Ihrer Kranken- oder Pflegekasse?

  • Hausbesuche: Bietet das Sanitätshaus eine kostenlose, unverbindliche Wohnraumanalyse bei Ihnen zu Hause an?

  • Erreichbarkeit und Notdienst: Gibt es eine regionale Werkstatt in Braunschweig und einen telefonischen Notdienst an Wochenenden (z.B. für defekte Pflegebetten oder Sauerstoffgeräte)?

  • Transparenz bei Kosten: Klärt man Sie proaktiv über die gesetzliche Zuzahlung (max. 10 Euro) und eventuelle private Aufzahlungen für Premium-Produkte auf?

  • Probefahrten: Dürfen Sie Rollstühle, Rollatoren oder Elektromobile vor der Entscheidung ausgiebig testen?

  • Sortimentstiefe: Deckt das Haus alle Bereiche (Reha, Orthopädie, Homecare) ab, sodass Sie alle Leistungen aus einer Hand erhalten?

Ganzheitliche Pflegeorganisation: Wie PflegeHelfer24 Sie unterstützt

Die Beschaffung eines Rollstuhls oder Pflegebetts über ein lokales Sanitätshaus in Braunschweig ist oft nur der erste Schritt, wenn eine Pflegebedürftigkeit eintritt. Der Alltag zu Hause erfordert meist ein ineinandergreifendes Netz aus verschiedenen Hilfen und Dienstleistungen. Genau hier setzt PflegeHelfer24 an.

Als deutschlandweiter Spezialist für die Seniorenpflege-Beratung und -Organisation betrachten wir Ihre Situation ganzheitlich. Ein Pflegebett ist wichtig, aber wer hilft nachts, wenn der Senior aus dem Bett aufstehen möchte und stürzt? Hier ist ein Hausnotruf die rettende Ergänzung. Ein Rollstuhl bringt Mobilität, aber wie kommt der Senior damit die Treppe im Hausflur hinauf? Hier organisieren wir für Sie den passenden Treppenlift.

Unser Portfolio umfasst die Beratung und Vermittlung von essenziellen Hilfsmitteln wie Elektrorollstühlen, Elektromobilen, Badewannenliften und modernen Hörgeräten. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Organisation der eigentlichen Pflegearbeit: Von der Vermittlung einer stundenweisen Alltagshilfe über die klassische Ambulante Pflege bis hin zur umfassenden 24-Stunden-Pflege und Intensivpflege. Sollte das Badezimmer in Ihrer Braunschweiger Immobilie nicht mehr den Anforderungen entsprechen, beraten wir Sie zudem kompetent zum Thema Barrierefreier Badumbau – inklusive der Beantragung von Zuschüssen durch die Pflegekasse (bis zu 4.000 Euro im Jahr 2026 für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen).

Wir lassen Sie im Dschungel der Pflegestufen, Anträge und Dienstleister nicht allein. Unsere Pflegeberatung zielt darauf ab, dass alle Puzzleteile – vom Sanitätshaus vor Ort bis zur Betreuungskraft – perfekt zusammenpassen, damit Ihre Angehörigen so lange und so komfortabel wie möglich in ihrem vertrauten Zuhause in Braunschweig leben können.

Fazit: Gut versorgt in Braunschweig

Die Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln wie einem Rollstuhl, einem Pflegebett oder einem Lifter ist ein entscheidender Faktor, um die Lebensqualität im Alter zu erhalten. Die Stadt Braunschweig bietet eine hervorragende Infrastruktur an qualifizierten Sanitätshäusern, die Sie von der ersten Beratung über die Klärung der Kostenübernahme mit den Kassen bis hin zur fachgerechten Lieferung an die Haustür begleiten.

Denken Sie daran: Sie haben gesetzliche Ansprüche. Nutzen Sie die ärztlichen Verordnungen, um die finanzielle Belastung durch die Miete von Hilfsmitteln auf die gesetzliche Zuzahlung (meist maximal 10 bis 25 Euro) zu reduzieren. Prüfen Sie sorgfältig, ob ein Kauf oder die Miete über eine Fallpauschale für Ihre individuelle Situation sinnvoller ist. Und vor allem: Lassen Sie sich umfassend beraten. Ein gut angepasstes Hilfsmittel ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Ihr persönliches Werkzeug für ein selbstbestimmtes, sicheres und mobiles Leben in der Löwenstadt.

Häufige Fragen zu Rollstuhl, Pflegebett & Co. in Braunschweig

Hier finden Sie die wichtigsten Antworten rund um die Beschaffung und Finanzierung von medizinischen Hilfsmitteln.

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