Die Entscheidung, eine teilstationäre Pflegeeinrichtung zu besuchen, ist für viele ältere Menschen und ihre Familien ein entscheidender Schritt hin zu mehr Lebensqualität, sozialer Teilhabe und einer spürbaren Entlastung im Pflegealltag. Wenn Sie oder Ihre Angehörigen in Würzburg oder dem umliegenden Landkreis leben, stehen Sie jedoch unweigerlich vor einer enorm wichtigen logistischen Frage: Wie gelangt der pflegebedürftige Mensch sicher, pünktlich und komfortabel zur Einrichtung und wieder zurück? Genau hier kommt der spezialisierte Fahrdienst der Tagespflegen ins Spiel. Dieser Service ist weit mehr als nur ein einfaches Taxi; er ist ein essenzieller Bestandteil des Pflegekonzepts und oft die Grundvoraussetzung dafür, dass das Angebot der Tagespflege überhaupt in Anspruch genommen werden kann.
Besonders im Jahr 2026, in dem der Wunsch nach einem langen, selbstbestimmten Leben in den eigenen vier Wänden größer ist denn je, bilden Tagespflegen eine wichtige Brücke zwischen der ambulanten Pflege zu Hause und einer vollstationären Unterbringung. In diesem umfassenden und detaillierten Ratgeber von PflegeHelfer24 erfahren Sie alles, was Sie über die Fahrdienste der Tagespflegen in Würzburg wissen müssen. Wir beleuchten die genauen Einzugsgebiete, erklären die komplexen Kostenstrukturen, zeigen Ihnen, wie die Pflegekasse die Fahrten finanziert, und geben Ihnen wertvolle Tipps für den Transport von Rollstuhlfahrern an die Hand.
Ein Fahrdienst für die Tagespflege, oft auch als Hol- und Bringdienst bezeichnet, ist ein spezialisierter Transportservice, der exakt auf die Bedürfnisse von Senioren und pflegebedürftigen Menschen zugeschnitten ist. Im Gegensatz zu öffentlichen Verkehrsmitteln oder herkömmlichen Taxiunternehmen zeichnet sich dieser Dienst durch eine intensive persönliche Betreuung aus. Die Fahrerinnen und Fahrer sind speziell geschult und bringen ein hohes Maß an Empathie, Geduld und Fachwissen im Umgang mit altersbedingten Einschränkungen mit.
Der typische Ablauf eines solchen Fahrdienstes in Würzburg gestaltet sich in der Regel wie folgt:
Die Abholung am Morgen: Der Fahrer holt den Tagesgast zur vereinbarten Zeit ab. Bei vielen Anbietern beinhaltet dies den Service von der Wohnungstür bis zum Fahrzeug. Der Fahrer hilft beim Anziehen der Jacke, reicht den Rollator an und stellt sicher, dass die Haustür ordnungsgemäß verschlossen ist.
Die sichere Fahrt: Die Fahrt erfolgt in speziellen, oft barrierefreien Kleinbussen. Meist handelt es sich um eine Sammelfahrt, bei der drei bis fünf Senioren aus benachbarten Würzburger Stadtteilen oder Landkreisgemeinden gemeinsam zur Einrichtung gefahren werden. Dies fördert bereits auf dem Weg die ersten sozialen Kontakte.
Die Ankunft in der Einrichtung: An der Tagespflege angekommen, hilft der Fahrer beim Aussteigen und begleitet die Senioren bis in die Räumlichkeiten, wo eine persönliche Übergabe an das Pflegepersonal stattfindet.
Die Rückfahrt am Nachmittag: Nach einem erfüllten Tag mit gemeinsamen Mahlzeiten, Gedächtnistraining und Unterhaltung werden die Gäste am späten Nachmittag (meist zwischen 16:00 und 17:00 Uhr) wieder sicher bis in ihre eigenen vier Wände gebracht.
Gemeinsame Fahrten fördern schon morgens erste soziale Kontakte untereinander.
Die geografische Lage von Würzburg, eingebettet in das Maintal und umgeben von teils steilen Weinbergen, stellt besondere Anforderungen an die Logistik von Pflegediensten. Die Stadt ist durch den Main in zwei Hälften geteilt, und Nadelöhre wie die Friedensbrücke oder die Ludwigsbrücke können im Berufsverkehr zu Verzögerungen führen. Daher haben die meisten Tagespflegen in Würzburg und dem Landkreis klar definierte Einzugsgebiete für ihre Fahrdienste festgelegt, um die Fahrzeiten für die Senioren so kurz und angenehm wie möglich zu halten.
In der Praxis bedeutet dies, dass eine Fahrtroute im Idealfall nicht länger als 45 bis maximal 60 Minuten dauern sollte. Längere Fahrzeiten können für Menschen mit Demenz oder körperlichen Schmerzen sehr belastend sein. Die Einzugsgebiete gliedern sich typischerweise in zwei Hauptbereiche:
Das Würzburger Stadtgebiet: Tagespflegen, die zentral in Würzburg angesiedelt sind (beispielsweise in der Sanderau, der Zellerau, im Frauenland oder in Grombühl), decken in der Regel das gesamte Stadtgebiet ab. Auch höher gelegene Stadtteile wie der Heuchelhof, das Hubland oder Rottenbauer werden regelmäßig angefahren.
Der Landkreis Würzburg: Einrichtungen, die sich im Umland befinden, haben oft einen Radius von etwa 10 bis 15 Kilometern. Eine Tagespflege in Eisingen oder Höchberg deckt beispielsweise den westlichen Landkreis ab (inklusive Waldbrunn, Kist, Uettingen). Eine Einrichtung in Randersacker oder Eibelstadt fokussiert sich auf den südlichen Bereich, während Tagespflegen in Veitshöchheim, Gerbrunn oder Rottendorf den nördlichen und östlichen Landkreis bedienen.
Sollten Sie knapp außerhalb des regulären Einzugsgebiets einer Wunscheinrichtung wohnen, lohnt sich immer ein persönliches Gespräch mit der Einrichtungsleitung. Oft lassen sich individuelle Lösungen finden, beispielsweise durch einen geringen Aufpreis pro Zusatzkilometer oder durch das Entgegenkommen der Angehörigen an einem vereinbarten Treffpunkt.
Ein enorm wichtiges lokales Thema für viele Familien ist die Frage: "Kann mein Angehöriger auch im Rollstuhl transportiert werden?" Die klare Antwort für die meisten professionellen Tagespflegen in Würzburg lautet: Ja, absolut. Da die Mobilität im Alter oft stark eingeschränkt ist, sind die Flotten der Fahrdienste speziell auf Rollstuhltransporte ausgelegt.
Hierbei muss jedoch zwischen zwei grundlegenden Transportarten unterschieden werden, die für die Planung entscheidend sind:
Das Umsetzen: Der Senior nutzt den Rollstuhl nur, um zum Fahrzeug zu gelangen. Am Auto angekommen, kann er (mit Hilfe des Fahrers) aufstehen und sich auf einen regulären Autositz setzen. Der Rollstuhl wird zusammengeklappt und im Kofferraum verstaut. Dies ist die einfachste Variante und mit fast allen Fahrzeugen möglich.
Der Transport im Rollstuhl (Sitzenbleiben): Kann oder möchte der Senior den Rollstuhl nicht verlassen, muss das Fahrzeug speziell umgerüstet sein. Solche Fahrzeuge verfügen über Auffahrrampen oder hydraulische Hebebühnen am Heck. Im Innenraum wird der Rollstuhl nach strengen DIN-Normen (insbesondere der DIN 75078) gesichert.
Für den Transport im Rollstuhl ist es zwingend erforderlich, dass der Rollstuhl des Seniors über ein sogenanntes Kraftknotensystem verfügt. Das sind spezielle Verankerungspunkte am Rahmen des Rollstuhls, an denen die Spanngurte des Fahrzeugs befestigt werden. Zudem muss der Tagesgast während der Fahrt mit einem separaten Becken- und Schultergurt gesichert werden, der fest mit dem Fahrzeugboden verankert ist. Nur so ist bei einem plötzlichen Bremsmanöver im Würzburger Stadtverkehr die absolute Sicherheit gewährleistet.
Wichtiger Hinweis aus der Praxis: Die Fahrer der Tagespflege dürfen aus versicherungsrechtlichen und arbeitsschutztechnischen Gründen keine Senioren im Rollstuhl über Treppen tragen! Wenn der pflegebedürftige Mensch im ersten oder zweiten Stock ohne Aufzug lebt, ist der Fahrdienst oft machtlos. In solchen Fällen ist die Installation eines Treppenlifts eine zwingende Voraussetzung, um die Wohnung überhaupt verlassen und den Fahrdienst nutzen zu können.
Dank spezieller Rampen ist auch der Transport im Rollstuhl problemlos möglich.
Die Frage nach den Kosten ist für die meisten Familien von zentraler Bedeutung. Die gute Nachricht vorweg: Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, übernimmt die Pflegekasse in den allermeisten Fällen die kompletten Kosten für den Fahrdienst der Tagespflege. Dennoch ist es wichtig, die genaue Kostenstruktur zu verstehen, um das Budget optimal zu nutzen.
Die Tagespflegen in Würzburg berechnen die Kosten für den Fahrdienst in der Regel nicht nach einem Taxameter, sondern arbeiten mit Fahrtkostenpauschalen. Diese Pauschalen sind Teil der Pflegesatzvereinbarungen, die die Einrichtungen mit den regionalen Pflegekassen ausgehandelt haben. Die genauen Beträge können von Einrichtung zu Einrichtung leicht variieren, bewegen sich im Jahr 2026 aber typischerweise in folgendem Rahmen:
Standard-Fahrtkostenpauschale: Für Senioren, die normal einsteigen können oder sich aus dem Rollstuhl umsetzen, liegt die Pauschale für die Hin- und Rückfahrt zusammen meist zwischen 15,00 Euro und 25,00 Euro pro Tag.
Rollstuhl-Fahrtkostenpauschale: Wenn der Transport im Rollstuhl sitzend erfolgt (aufgrund des höheren Zeitaufwands für die Sicherung und des speziellen Fahrzeugs), liegt die Pauschale oft zwischen 25,00 Euro und 35,00 Euro pro Tag.
Kilometergenaue Abrechnung: Einige wenige Einrichtungen, besonders wenn weite Strecken in den tiefen Landkreis Würzburg zurückgelegt werden, berechnen eine Grundgebühr plus einen Kilometersatz (oft um die 1,50 Euro bis 2,00 Euro pro gefahrenem Kilometer).
Diese Fahrtkosten werden auf der monatlichen Rechnung der Tagespflege separat ausgewiesen, fließen aber in die Gesamtkosten der teilstationären Pflege ein, die dann bei der Pflegekasse eingereicht werden.
Um die Kosten für die Tagespflege und den dazugehörigen Fahrdienst nicht aus eigener Tasche zahlen zu müssen, stellt der Gesetzgeber spezifische Budgets zur Verfügung. Die wichtigste Grundlage hierfür ist das Budget für teilstationäre Pflege (Tages- und Nachtpflege). Dieses Budget steht jedem Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 monatlich zur Verfügung. Weitere offizielle Details zu den gesetzlichen Regelungen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit.
Die Höhe dieses Budgets richtet sich nach dem jeweiligen Pflegegrad und ist exakt so hoch wie die ambulanten Pflegesachleistungen:
Pflegegrad 2: 689 Euro pro Monat
Pflegegrad 3: 1.298 Euro pro Monat
Pflegegrad 4: 1.612 Euro pro Monat
Pflegegrad 5: 1.995 Euro pro Monat
Der entscheidende Vorteil: Die 100-Prozent-Regelung! Ein häufiges Missverständnis ist die Annahme, dass die Inanspruchnahme der Tagespflege das Pflegegeld oder die Leistungen für den ambulanten Pflegedienst kürzt. Das ist falsch! Seit einer wichtigen Gesetzesreform können Sie das Budget für die Tagespflege zu 100 % ausschöpfen, ohne dass Ihr Pflegegeld oder Ihre ambulanten Pflegesachleistungen auch nur um einen einzigen Cent gekürzt werden. Die Budgets stehen nebeneinander zur Verfügung.
Neben dem teilstationären Budget können Sie auch den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich (der bereits ab Pflegegrad 1 gewährt wird) nutzen, um eventuelle Restkosten zu decken. Dieser Betrag wird oft genutzt, um die sogenannten Hotelkosten (Unterkunft und Verpflegung) oder die Investitionskosten der Einrichtung zu bezahlen, da die Pflegekasse über das Sachleistungsbudget streng genommen nur die pflegebedingten Aufwendungen und die Fahrtkosten übernimmt.
Die Pflegekasse übernimmt in den meisten Fällen die kompletten Fahrtkosten für Sie.
Um die Finanzierung greifbarer zu machen, betrachten wir ein realistisches Beispiel aus dem Raum Würzburg:
Frau Müller (82 Jahre alt, Pflegegrad 3) lebt in Würzburg-Zellerau. Sie leidet an beginnender Demenz und besucht an zwei Tagen in der Woche (ca. 8 Tage im Monat) eine Tagespflege im benachbarten Stadtteil Sanderau. Sie ist auf einen Rollator angewiesen, kann aber selbstständig in den Kleinbus einsteigen.
Pflegebedingter Aufwand der Einrichtung: 65,00 Euro pro Tag
Fahrtkosten (Hin- und Rückfahrt): 20,00 Euro pro Tag
Unterkunft und Verpflegung (Hotelkosten): 15,00 Euro pro Tag
Investitionskosten: 5,00 Euro pro Tag
Gesamtkosten pro Tag: 105,00 Euro
Bei 8 Besuchen im Monat belaufen sich die Gesamtkosten auf 840,00 Euro. Davon entfallen 680,00 Euro auf Pflege und Fahrtkosten sowie 160,00 Euro auf Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten.
Die Abrechnung mit der Pflegekasse sieht wie folgt aus: Das Budget für teilstationäre Pflege bei Pflegegrad 3 beträgt 1.298 Euro. Dieses Budget deckt die 680,00 Euro für Pflege und Fahrdienst vollständig ab. Es bleiben sogar noch 618 Euro im Budget übrig, falls Frau Müller die Tage erhöhen möchte. Die restlichen 160,00 Euro für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten werden über den monatlichen Entlastungsbetrag von 125 Euro (sowie eventuell angesparten Beträgen aus Vormonaten) abgerechnet. Im Idealfall zahlt Frau Müller für die gesamte Betreuung inklusive Fahrdienst 0,00 Euro aus eigener Tasche, während ihr monatliches Pflegegeld von 573 Euro (bei PG3) für die häusliche Pflege durch ihre Tochter komplett unangetastet bleibt.
Wenn Sie Ihren geliebten Angehörigen morgens an der Tür verabschieden, möchten Sie sicher sein, dass er in den besten Händen ist. Die Fahrer der Tagespflegen in Würzburg sind keine gewöhnlichen Chauffeure. Sie erbringen eine hochverantwortungsvolle Dienstleistung, die weit über das reine Autofahren hinausgeht.
Zunächst müssen alle Fahrer, die gewerblich Personen befördern, im Besitz eines gültigen Personenbeförderungsscheins (P-Schein) sein. Dieser setzt unter anderem ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis, eine ärztliche Untersuchung der körperlichen und geistigen Eignung sowie einen Sehtest voraus. Darüber hinaus durchlaufen die Fahrer der Tagespflegen regelmäßige Weiterbildungen in Erster Hilfe, um in medizinischen Notfällen (wie etwa einem Schwächeanfall oder Unterzuckerung während der Fahrt) sofort und professionell reagieren zu können.
Noch wichtiger ist jedoch die soziale und gerontopsychiatrische Kompetenz. Viele Tagesgäste leiden an demenziellen Veränderungen. Der Morgen kann für diese Menschen oft mit Verwirrung, Ängsten oder sogar Abwehrverhalten verbunden sein. Ein geschulter Fahrer weiß, wie er beruhigend auf den Senior einwirken kann. Er kennt die Lebensgeschichten seiner Fahrgäste, weiß, über welche Themen er während der Fahrt sprechen kann, um abzulenken, und erkennt sofort, wenn es jemandem an einem bestimmten Tag nicht gut geht. Diese Konstanz im Personal – oft fährt über Monate oder Jahre hinweg derselbe Fahrer dieselbe Route – schafft ein enormes Vertrauensverhältnis, das für den Erfolg der Tagespflege unerlässlich ist.
Speziell geschulte Fahrer sorgen für maximale Sicherheit und ein gutes Gefühl.
Die Wahl der passenden Einrichtung sollte wohlüberlegt sein. Bevor Sie sich vertraglich binden, sollten Sie gezielt nach den Konditionen und Abläufen des Fahrdienstes fragen. Nutzen Sie diese Checkliste für Ihre Gespräche mit den Einrichtungsleitungen in Würzburg und Umgebung:
Liegt unser Wohnort im regulären Einzugsgebiet? Klären Sie ab, ob Ihre Adresse ohne hohe Zusatzkosten angefahren wird.
Handelt es sich um einen hauseigenen Fahrdienst oder einen externen Dienstleister? Hauseigene Fahrer sind oft enger in das Team der Tagespflege integriert, was die Kommunikation bei Besonderheiten (z.B. vergessene Medikamente) erleichtert.
Wie lang ist die maximale Fahrzeit? Lassen Sie sich garantieren, dass Ihr Angehöriger nicht länger als eine Stunde im Fahrzeug verbringt.
Ist der Transport von Rollstühlen (sitzend) möglich? Falls ja, fragen Sie nach den spezifischen Sicherungssystemen (Kraftknotensystem).
Erfolgt die Abholung an der Wohnungstür oder nur an der Bordsteinkante? Für sturzgefährdete Senioren ist der Weg von der Haustür bis zur Straße oft die größte Hürde. Ein "Tür-zu-Tür-Service" ist hier essenziell.
Gibt es feste Abholzeiten? Ein verlässlicher Zeitrahmen (z.B. Abholung immer zwischen 07:45 und 08:00 Uhr) gibt dem Senior Struktur und Sicherheit.
Werden die Fahrtkosten direkt mit der Pflegekasse abgerechnet? Die meisten Einrichtungen bieten eine Abtretungserklärung an. Das bedeutet, Sie müssen nicht in Vorkasse treten, sondern die Tagespflege rechnet die bewilligten Budgets direkt mit der Pflegekasse ab.
In einigen Fällen kann es vorkommen, dass die favorisierte Tagespflege in Würzburg keinen eigenen Fahrdienst anbietet, das Einzugsgebiet nicht bis zu Ihrem Wohnort reicht oder die Fahrzeuge für Rollstuhltransporte bereits ausgebucht sind. In solchen Situationen gibt es praktikable Alternativen, die ebenfalls über die Pflegekasse abgerechnet werden können:
Externe spezialisierte Fahrdienste: In Würzburg gibt es mehrere professionelle Anbieter (wie das Rote Kreuz, die Johanniter, die Malteser oder private Krankenfahrdienste), die sich auf den Behinderten- und Seniorentransport spezialisiert haben. Diese können vertraglich für die täglichen Fahrten zur Tagespflege gebucht werden. Die Abrechnung erfolgt auch hier meist über das teilstationäre Budget.
Transport durch Angehörige: Wenn Sie als Angehöriger die Möglichkeit haben, den Transport selbst zu übernehmen (beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit), können Sie sich die Fahrtkosten von der Pflegekasse erstatten lassen. Die Kassen zahlen hierfür in der Regel eine gesetzlich festgelegte Kilometerpauschale (oft um die 0,20 Euro pro gefahrenem Kilometer). Dies erfordert jedoch eine genaue Dokumentation und regelmäßige Antragstellung.
Taxifahrten: Ein reguläres Taxi ist meist die teuerste und am wenigsten betreute Option. Ohne spezielle ärztliche Verordnung für eine Krankenfahrt (Muster 4) ist es oft schwierig, reine Taxikosten für die Tagespflege in voller Höhe über das Sachleistungsbudget erstattet zu bekommen. Hier ist eine vorherige Rücksprache mit der Pflegekasse zwingend anzuraten.
Als Experten für Seniorenpflege wissen wir bei PflegeHelfer24, dass Pflege immer ganzheitlich betrachtet werden muss. Der beste Fahrdienst nützt wenig, wenn der Senior das Haus gar nicht erst sicher verlassen kann. Die Vorbereitung auf die Abholung am Morgen ist oft der anstrengendste Teil des Tages.
Hier greifen verschiedene Hilfsmittel perfekt ineinander, um den Alltag in Würzburg zu erleichtern:
Der barrierefreie Badumbau: Die morgendliche Körperpflege muss sicher und zügig ablaufen, bevor der Fahrer klingelt. Eine bodengleiche Dusche oder ein Badewannenlift verhindern Stürze in der Hektik des Morgens und schonen die Kräfte der pflegenden Angehörigen.
Der Treppenlift: Wie bereits erwähnt, dürfen Fahrer der Tagespflege keine Personen Treppen hinuntertragen. Ein Treppenlift ist in mehrstöckigen Wohnhäusern in der Zellerau oder in Grombühl oft die einzige Möglichkeit, den Weg zur Haustür sicher und selbstständig zu bewältigen.
Der Hausnotruf: Wenn der Senior am späten Nachmittag vom Fahrdienst wieder nach Hause gebracht wird und die Angehörigen vielleicht noch bei der Arbeit sind, bietet ein Hausnotruf die nötige Sicherheit für die Abendstunden, bis die Familie eintrifft.
Elektromobile und Rollstühle: Während Elektromobile aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts nicht in den Kleinbussen der Tagespflege transportiert werden können, ist ein individuell angepasster, crash-getesteter Rollstuhl die Grundvoraussetzung für einen sicheren sitzenden Transport im Fahrdienst.
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In unserer täglichen Beratungspraxis stoßen wir immer wieder auf falsche Annahmen, die Familien davon abhalten, das großartige Angebot der Tagespflege samt Fahrdienst zu nutzen. Lassen Sie uns die drei häufigsten Mythen aufklären:
Mythos 1: "Wenn mein Vater in die Tagespflege geht und den Fahrdienst nutzt, wird uns das Pflegegeld komplett gestrichen."Fakt: Wie oben ausführlich erläutert, existiert für die Tagespflege ein völlig separates Budget. Ihr Pflegegeld, das Sie für die häusliche Pflege erhalten, bleibt bei geschickter Planung zu 100 % erhalten.
Mythos 2: "Der Fahrer wartet, bis meine Mutter sich fertig angezogen hat."Fakt: Die Fahrdienste arbeiten mit engen Zeitplänen, da noch andere Senioren im Fahrzeug warten. Der Tagesgast muss zur vereinbarten Abholzeit abfahrbereit (gewaschen, angezogen, gefrühstückt) an der Tür stehen. Der Fahrer leistet Hilfestellung beim Anziehen der Jacke oder Schuhe, kann aber keine Grundpflege am Morgen übernehmen. Hierfür sollte bei Bedarf ein ambulanter Pflegedienst für die Frühschicht beauftragt werden.
Mythos 3: "Wir können den Fahrdienst auch spontan für Arztbesuche nutzen."Fakt: Der Fahrdienst der Tagespflege ist ausschließlich für den Weg zwischen der häuslichen Wohnung und der Pflegeeinrichtung lizenziert und versichert. Fahrten zum Hausarzt am Hubland oder zum Facharzt in der Würzburger Innenstadt müssen separat über Krankentransportunternehmen organisiert und ärztlich verordnet werden.
Die Fahrdienste der Tagespflegen in Würzburg und dem umliegenden Landkreis sind ein unverzichtbares Bindeglied in der modernen Seniorenbetreuung. Sie nehmen den pflegenden Angehörigen den enormen logistischen Druck, zweimal täglich Fahrten durch den dichten Würzburger Stadtverkehr organisieren zu müssen. Gleichzeitig bieten sie den Senioren einen sicheren, betreuten und oft sehr geselligen Start in den Tag.
Dank der großzügigen Budgets der Pflegekassen (insbesondere ab Pflegegrad 2) ist dieser Service für die meisten Familien mit keinen oder nur sehr geringen Zuzahlungen verbunden. Wichtig ist, dass Sie sich frühzeitig mit den Tagespflegen in Ihrer Nähe in Verbindung setzen, um das genaue Einzugsgebiet, die Verfügbarkeit von rollstuhlgerechten Plätzen und die exakten Fahrtkostenpauschalen zu klären.
Lassen Sie sich nicht von der anfänglichen Bürokratie abschrecken. Die Einrichtungsleitungen der Würzburger Tagespflegen sind Experten in der Abrechnung und unterstützen Sie in der Regel vollumfänglich bei der Antragsstellung bei Ihrer Pflegekasse. Wenn der logistische Rahmen erst einmal steht und der Fahrdienst reibungslos funktioniert, wird die Tagespflege zu einer enormen Bereicherung – für den pflegebedürftigen Menschen, der neue Kontakte knüpft, und für Sie als Angehörigen, der endlich wieder Zeit zum Durchatmen findet.
Die wichtigsten Antworten rund um Transport und Kosten